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Nico26

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#1
Ich bin seit 2 Monaten wieder arbeitslos. Ich wurde gekündigt weil ich mich während Krankheit nur 1x am Montag und 1x am Donnerstag gemeldet habe. Der Arbeitgeber hat mich die Tage dazwischen mit Anrufen terrorisiert und bereits am ersten Tag der Krankheit habe ich eine Mail erhalten, dass ich ja bereits schonmal eine Abmahnung erhalten hätte weil ich mich nicht gemeldet habe, obwohl ich morgens bei der Hotline fürs Personal angerufen habe. Ich habe mich damals tatsächlich 5 Minuten zu spät gemeldet, weil ich A ein wenig spät dran war ok, aber B auch besetzt war.
Einige Tage später gabs die Kündigung. Auffallend dass ich erst ein paar Tage vorher Terz mit der Personalbteilung hatte weil die meine Stunden auf 25 reduzieren wollten und ich das nicht wollte weil ich von dem Geld nicht hätte leben können.

Ich habe mich rechtzeitig arbeitssuchend gemeldet bzw arbeitslos.
Vor 2 Monaten habe ich den Antrag auf ALG1 gestellt.
Diese Woche habe ich erfahren, dass das AA keinen Antrag erhalten hat, nachdem ich nachgefragt habe, ob ich denn einen Teil des Geldes haben kann.
Antrag wurde erneut gestellt, sofort am Tag darauf (Donnerstag). Mir wurde eröffnet, dass eine Sperrzeitprüfung eingeleitet wird, da man mir vorwirft, ich wäre schuld am Verlust der Arbeit.
Problem: Ich bin pleite. Ich habe mein letztes Gehalt soweit gestreckt wie es ging. Aber jetzt ist Schicht. Ich habe nix mehr. Kühlschrank leer, Schränke leer.
Seit Antragstellung im Augst war ich öfters bei der ARGE und immer wieder werde ich weggeschickt mit der Begründung:
"Wir sind nicht dafür da Bearbeitungszeiten des Arbeitsamtes zu verkürzen".
Arbeitsamt zahlt auch nix, da wie gesagt noch wegen Sperrzeit geprüft wird.
War heute bei der Tafel und hab um Hilfe gebeten, die haben mich auch erst weggeschickt weil ich keinen Bescheid habe. Erst als ich nochmal allen Mut zusammengenommen habe und jemand anderes direkt angesprochen habe und etwas aggressiver gefragt habe, gab man mir ein wenig Essen fürs Wochenende.
Aber das löst mein Problem auch nur temporär..
Bewerben kann ich mich auch nicht. Das ist mir jetzt peinlich.. aber es fehlt auch Waschmittel etc.. alles halt....
Ich weiss nicht mehr weiter.
lg
 

Mario Nette

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#2
OK, also die AfA geht von einer Sperrzeit aus. Dann wäre eh die ARGE zuständig. Daher mit Beistand(!!! wir haben dafür ein Subforum) zur ARGE. Meiner Meinung nach.

Mario Nette
 

Nico26

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#3
War heute bei der ARGE. Leider erfolglos. Mir wurde wieder gesagt, dass eine sofortige Bearbeitung nicht möglich ist.
Ich habe mitgeteilt, dass ich mittellos bin. (TL = Teamleiter, ME = ich)
ME: Ich bin mittellos und habe kein Geld. Ich brauche eine sofortige Bearbeitung damit ich von etwas Leben kann.
TL: Das geht nicht. Sie haben Anspruch auf ALG1.
ME: Aber ich bin mittellos und im Internet steht, dass sie lt. §46 SGBI dazu verpflichtet sind mir zu helfen.
TL: Das ist unerheblich. Im Internet steht viel. Sie bekommen kein Geld von uns, da die Mittellosigkeit nicht geprüft werden kann.
ME: Kann ich das schriftlich haben?
TL: Ja. Und lassen Sie sich unten einen Termin geben, damit wir dann in 2-3 Wochen prüfen können ob Sie Anspruch haben.

Zurück am Empfang.. und dort das unglaubliche:
ME: Ich hätte nun gerne den Termin.
SB macht alles fertig.
ME: Kann ich den Antrag gleich mitnehmen? Damit ich den ausfüllen kann.
SB: Nein. Die Anträge geben wir nicht heraus. Sie haben am 5.11. einen Termin bei uns, dort wird dann geprüft ob Sie einen Antrag stellen können.

Ohne weitere Worte...
lg
 

Mario Nette

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#4
Ich nehme an, du warst nicht mit Beistand bei der ARGE? Sorry, aber: :icon_neutral: Was steht auf dem Schriftstück, welches dir die ARGE ausgehändigt hat?

Den Antrag kannst du formlos stellen. Gib dieses Blatt einfach bei deiner Krankenkasse, im Rathaus, bei der Polizei o. ä. ab, die müssen weiterleiten. Die Antragsformulare kannst du dir von der Seite der Agentur für Arbeit runterladen, elektronisch ausfüllen und ausdrucken: Arbeitslosengeld II - www.arbeitsagentur.de

Mit dem formlosen Antrag zusammen würde ich gleich einen Antrag auf Vorschuss mit abgeben, da freut sich die ARGE.

Ferner hat die ARGE auch die Möglichkeit, dir erst einmal darlehensweise Leistungen zu bewilligen. Deine Mittellosigkeit hätte sie ganz einfach prüfen können, indem sie mal auf deinen aktuellen Kontoauszug geguckt hätte.

Wie man allerdings der Agentur für Arbeit mal Feuer unterm Hinter machen kann, damit die ausm Pott kommen, weiß ich nicht. Du könntest ggf. versuchen, etwas über einen Anwalt zu bewirken.

Mario Nette
 

Arania

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#5
das wird nichts nutzen da alles vor ALG II vorrangig ist, wenn ein Anspruch auf andere Leistungen besteht ist dieser zuerst zu erlangen, man könnte höchstens ein Darlehen beantragen
 
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#6
Jemand wird von den Ämtern als Spielball hin und her geschoben und verhungert dabei, während die irgendeinen Müll prüfen nur um sich vor der Zahlung zu drücken.
Wie siehts aus mit "Körperverletzung durch unterlassene Hilfeleistung" ? Das Amt hat nämlich in dieser Hinsicht die sogenannte Garantenstellung. Bedeutet die müssen für das Überleben eines Hilfebedürftigen weitgehend garantieren und aktiv Hilfe leisten. Genauso etwa, wie ein Rettungsdienst Hilfebedürftige versorgen MUSS, egal ob das dem Amt passt.
Ich würde das Antragsformular also über die Polizei einreichen und dabei diese Thematik gleich mal mit ansprechen.
 

Arania

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#7
Unsinn man muss nur die richtigen Anträge stellen, und ein Antrag auf ein Sofort-Darlehen hätte es schon getan, wenn ein Amt die Sanktionen eines anderen aushebeln könnte, würde es die Sanktionen gar nicht geben
 
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#8
Ich würde einfach bei der Gelegenheit die Polizei dazu fragen.
Zum Thema Garantstellung des Amts. Die können das sicher exakt beantworten.Immerhin kommt hier jemand in Lebensgefahr, weil er weder Geld noch Lebensmittel erhält. Ich glaube nicht das Sanktionen rechtmäßig sind, die zur Todesfolge führen können. Die Todesstrafe ist in Deutschland verboten.
 

Nico26

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#9
Danke für eure Antworten. Hier der Brief der ARGE:
Sehr geehrter Herr XX,

um die von ihnen uns mitgeteilte Hilfebdürftigkeit feststellen zu können, haben Sie von uns einen Termin zur Vorsprache in der Erstberatungsstelle der ARGE Fürth erhalten.
Gleichzeitig teilten Sie uns mit, dass Sie einen Anspruch auf ALG I bei der Agentur für Arbeit haben, über den aber bislang noch nicht entschieden wurde.
Ohne die Klärung dieses Anspruches ist von hier aus die Bewilligung von Leistungen nicht möglich, da die Hilfebedürftigkeit nicht geklärt ist.
Der Termin ist am 5.11. Dort wird dann entschieden ob ein Antrag ausgehändigt werden kann.
Ich war heute noch beim Sozialamt. Keine Hilfe möglich, da ich unter 65 Jahre alt bin.
Danach bin ich die Wärmestube, eine Hilfseinrichtung. Der hat mich zum Gericht geschickt, da er einen guten Anwalt kennt. Nach Durchsicht der Unterlagen der ARGE wurde ein Beratungsschein abgelehnt und ich bin zur Caritas geschickt worden, da diese hier beratend tätig werden können.
Dort sagte man mir, dass ich morgen früh einen Termin haben kann, der aber frühestens in 1-2 Wochen möglich ist.

Ich habe von der AfA einen Bescheid der mir mitteilt, dass eine Auszahlung derzeit nicht möglich ist, wegen der Sperrzeitprüfung.
Ich habe Mietvertrag und Kontoauszüge dabei gehabt, die aber nicht geprüft wurden durch die ARGE.
Ich habe keine weiteren Mittel dagegen... ich werde wohl den 5.11. abwarten müssen.
Als letzte Mittel habe ich eben bei der Polizei angerufen und meine Situation erklärt. Die wollen zurückrufen.
lg
 

Arania

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#10
Ich würde einfach bei der Gelegenheit die Polizei dazu fragen.
Zum Thema Garantstellung des Amts. Die können das sicher exakt beantworten.Immerhin kommt hier jemand in Lebensgefahr, weil er weder Geld noch Lebensmittel erhält. Ich glaube nicht das Sanktionen rechtmäßig sind, die zur Todesfolge führen können. Die Todesstrafe ist in Deutschland verboten.
Deine Beiträge dazu sind ehrlich gesagt etwas absurd, es geht hier um eine kurzzeitige Sanktion und nicht um eine Strafe, schon gar keine Todesstrafe

Lebensmittelgutscheine sind auch bei einer Total-Sanktion immer noch gegeben
 

Erolena

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#11
Die Sanktion wirkt sich meiner Meinung nach auch auf den SGB II-Anspruch aus - also dort auch Sperre. (?) Oder weiß jemand etwas anderes?

Aber hier sind die Lebensmittelgutscheine nötig - nicht erst am 5.11.!
Also nochmal mit Begleitung hin und diese verlangen und nicht ohne weggehen.
Kannst du dir Geld borgen?
Oder auch kurzfristig einen Job annehmen?

Gib den Antrag heute oder morgen ab! Denn Geld gibt es erst ab Antragstellung.
Siehe den Link zu den Formularen im Beitrag #4.
 

Volker

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#12
Unsinn man muss nur die richtigen Anträge stellen, und ein Antrag auf ein Sofort-Darlehen hätte es schon getan, wenn ein Amt die Sanktionen eines anderen aushebeln könnte, würde es die Sanktionen gar nicht geben
Das hätte die ARGE aber auch eigentlich beraten müssen...

Volker
 
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#13
Deine Beiträge dazu sind ehrlich gesagt etwas absurd, es geht hier um eine kurzzeitige Sanktion und nicht um eine Strafe, schon gar keine Todesstrafe

Lebensmittelgutscheine sind auch bei einer Total-Sanktion immer noch gegeben
Und wie sieht es bei der Total Sanktion mit drohender Obdachlosigkeit aus, jetzt im Winter bei Frost? Hier besteht Lebensgefahr!
 

haef

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#14
Die Sanktion wirkt sich meiner Meinung nach auch auf den SGB II-Anspruch aus - also dort auch Sperre. (?)
ja, gelten analog. Aber damit ist eben auch der Anspruch, Darlehen nur hilfsweise, begründet. (SGB2, §31, Abs. 4,Nr. 3a+b)
Es ist übrigens rechtswidrig den Bezug von ALG2 von den Ursachen der Hilfebedürftigkeit abhängig zu machen, daraus entsteht nur ein evtl. Erstattungsanspruch.
Mit anderen Worten Nico, ab zur ARGE (m. Beistand), formlosen Antrag stellen oder ausgefüllten Antrag, --> BA-Seiten, mitnehmen und abgeben, Hilfsbedürftigkeit nachweisen (Kontoauszüge) und auf Soforthilfe bestehen.

fG
Horst

diese verdammten Schweinepriester versuchen es doch immer wieder :icon_dampf:
 

Nico26

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#15
Ich hab leider niemand der mitkommen würde... ich wohne alleine und hab kaum Freunde... die 2-3 Leute die ich kenne wohnen weiter weg. Ansonsten kenne ich hier niemand der mit mir mitgehen würde und der sich auch auskennt.
Werde jetzt gleich dann trotzdem nochmal hingehen und nochmals Druck machen und es auch drauf ankommen lassen, dass die Arge die Polizei ruft weil ich nicht gehen will. Werde aber freundlich bleiben! Mal schauen obs was bringt. Mehr als ein paar Stunden in der Zelle kann mir ja nicht passieren solange ich keinen Widerstand leiste.
Momentan fühle ich mich sehr hilflos dem städtischen Apparat gegenüber. Als ich gestern noch dem Mitarbeiter unserer Wärmestube das Ergebnis mitgeteilt habe, hat der auch nur noch mit den Achseln gezuckt und gemeint, dass wenn der Anwalt verweigert wird, man eigentlich kaum mehr was machen kann. Ich werde auch nochmal zum Gericht gehen und darauf hinweisen dass die 2 Wochen Wartezeit bei der Caritas nicht zumutbar sind bzw eine unzumutbare Härte darstellen.
lg
 
E

ExitUser

Gast
#17
Deine Beiträge dazu sind ehrlich gesagt etwas absurd, es geht hier um eine kurzzeitige Sanktion und nicht um eine Strafe, schon gar keine Todesstrafe
Mit Verlaub. Eine Sanktion, auch wenn sie kurzfristig ist, ist eine Bestrafung. Die Sanktionen der ARGE können einen nicht nur obdachlos machen, sondern gereichen auch dazu, physischen wie psychischen Schaden zu verursachen.

Hunger oder Obdachlosigkeit als Strafe ist nur bei der ARGE möglich. Im Strafrecht gibt es so etwas, wie auch schon von jemanden an anderer Stelle im Forum geschrieben wurde, nicht.

ARGEn sind das Ergebnis eines unmenschlichen Systems und werden noch bis 2010 weitergeführt. Was danach geschieht, ist noch offen. Ob die BA dieses widerliche System weiterfahren wird muss abgewartet werden.

Ich halte den Beitrag also nicht für absurd, sondern für durchaus real.
 

ShankyTMW

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#18
Oh MAnn, wenn ich das alles bei dir so mitlese krieg ich schon wieder nen Hals auf den Verwaltungsapparat inkl. der sozialen Hilfsorganisationen. :icon_dampf:

Mal schaue ob ich dir wenigsten ein paar Dinge noch extra dazu schreiben kann.

Ich bin seit 2 Monaten wieder arbeitslos. Ich wurde gekündigt weil ich mich während Krankheit nur 1x am Montag und 1x am Donnerstag gemeldet habe. Der Arbeitgeber hat mich die Tage dazwischen mit Anrufen terrorisiert und bereits am ersten Tag der Krankheit habe ich eine Mail erhalten, dass ich ja bereits schonmal eine Abmahnung erhalten hätte weil ich mich nicht gemeldet habe, obwohl ich morgens bei der Hotline fürs Personal angerufen habe. Ich habe mich damals tatsächlich 5 Minuten zu spät gemeldet, weil ich A ein wenig spät dran war ok, aber B auch besetzt war....
Die Geschichte klingt shconmal merkwürdig. Und was heißt 5 Min. zu spät gemeldet? Du meldest Dich morgens so gut es ghet bei Arbeitsbegin krank. sollten die Telefone/Hotline besetzt sein ist das nicht Deine Schuld. Ich denk ich mal das man dich "elegant" rauswerfen wollte (auch wegen der Kürzung der Wochenstunden auf die Du nciht eingegangen bist - wobei ich jetzt nicht genau weiß wie lang du bei dem Verein warst).

Daraus dürfte Dir weder BA (AfA) noch ARGE einen Strick drehen können. Aber man weiß leider nie was da noch im Hintergrund abläuft.

Ich habe mich rechtzeitig arbeitssuchend gemeldet bzw arbeitslos.
Das sollte dann bei der BA vermerkt sein.

Vor 2 Monaten habe ich den Antrag auf ALG1 gestellt. Diese Woche habe ich erfahren, dass das AA keinen Antrag erhalten hat, nachdem ich nachgefragt habe, ob ich denn einen Teil des Geldes haben kann.
Ich nehm an, Du hast dir den Eingasng des Antrags nicht am Empfang bzw. bei einem Termin den manche BA Stellen dafür festlegen, quittieren lassen?
Was die miesten bei Papierkram für die ARGE schreiben gilt auch für dei BA. Ich erlebs nicht zum ersten mal das dann plötzlich Anträge udn ähnliches "verloren geht".

Antrag wurde erneut gestellt, sofort am Tag darauf (Donnerstag).
Gut, da bekommst du normalerweise Geld vom ersten Tag der Arbeitslosigkeit wen rechtzeitig gemeldet.

Mir wurde eröffnet, dass eine Sperrzeitprüfung eingeleitet wird, da man mir vorwirft, ich wäre schuld am Verlust der Arbeit.
Man weiß nicht was dein Ex-Arbeitgeber noch alles dazu gesagt hat. Hier hilft auch ein Antrag auf Akteneinsicht.

Problem: Ich bin pleite. Ich habe mein letztes Gehalt soweit gestreckt wie es ging. Aber jetzt ist Schicht. Ich habe nix mehr. Kühlschrank leer, Schränke leer.
Seit Antragstellung im Augst war ich öfters bei der ARGE und immer wieder werde ich weggeschickt mit der Begründung:
"Wir sind nicht dafür da Bearbeitungszeiten des Arbeitsamtes zu verkürzen".
Arbeitsamt zahlt auch nix, da wie gesagt noch wegen Sperrzeit geprüft wird.
Zum Thema ARGE wurde in dem Punkt schon so ziemlich alles gesagt. Blöd das Du hier in der Ämterzwickmühle gefangen bist. Und das kann sich bis zu 3 Montan hin ziehen bis die entscheiden. Bliebe nur ein Darlehen, Lebensmjittelgutscheine und dann noch...

War heute bei der Tafel und hab um Hilfe gebeten, die haben mich auch erst weggeschickt weil ich keinen Bescheid habe. Erst als ich nochmal allen Mut zusammengenommen habe und jemand anderes direkt angesprochen habe und etwas aggressiver gefragt habe, gab man mir ein wenig Essen fürs Wochenende.
Aber das löst mein Problem auch nur temporär..
Wie Bitte, man schickt dich einfach so weg? Keine Beratung bei der Tafel?

OK, ich schätz mal die wollten den Bewilligungsbescheid sehen udn da Du den noch nicht hast vbersaft man dir die Lebensmittelspenden. Hier hilft unter umständen nur eines:

Zur Carritas oder Diakonie gehen, deren Bratungsstellen Dein Leid klagen und denen erklären das Deien LEbensmittel am Ende sind, die Tafel dir ncihts rausrücken will ohne Bewilligungsbescheid - den du aber dank der Prüfungen halt nicht hast. Damit müßte man Dir ein Bestätigungsschreiben ausstellen, das Dir auch den Anspruch an der Tafel sichert. Kein schöner Bettelgang, aber ist im Moment das einzige was mir da grad einfällt.


Danke für eure Antworten. Hier der Brief der ARGE:

Der Termin ist am 5.11. Dort wird dann entschieden ob ein Antrag ausgehändigt werden kann.
Ich war heute noch beim Sozialamt. Keine Hilfe möglich, da ich unter 65 Jahre alt bin.
Diesen Wisch nimmst auch mit zur Carritas/Diakonie und zum nächsten Tafelgang.

Danach bin ich die Wärmestube, eine Hilfseinrichtung. Der hat mich zum Gericht geschickt, da er einen guten Anwalt kennt. Nach Durchsicht der Unterlagen der ARGE wurde ein Beratungsschein abgelehnt und ich bin zur Caritas geschickt worden, da diese hier beratend tätig werden können.
Dort sagte man mir, dass ich morgen früh einen Termin haben kann, der aber frühestens in 1-2 Wochen möglich ist.
Die Carritas hat verschieden Beratungsstellen, aber da es bei dir eilt und drückt solltest Du eines machen: geh gleich hin, setzt dich draußen vor die Büros udn bitte um ein Gespräch. Bei Dir ist sofortiger Handlungsbedarf auch von den Hilfsvereinen nötig. Nicht wegschicken lassen und wenigstens etwas bekommen, womit Du bei der Tafel Lebensmittel einholen kannst bis die Ämter Geschichte geklärt ist und dir nebenher einen Termin geben lassen (falls du den nicht schon hast).

Ich habe von der AfA einen Bescheid der mir mitteilt, dass eine Auszahlung derzeit nicht möglich ist, wegen der Sperrzeitprüfung.
OK, den hab ich zu spät gesehn. Also diesen Wisch auch zur Carritass mitnehmen und mit zum nächsten ersten Tafelgang und das vorlegen. Sie dürfen dir die Hilfe unter den Umständen auch nicht verweigern und hast wenigstens etwas "Lebensmittelbrücke" dadurch ud verhungerst uns so nicht.

BTW: Wärmestube - wenn ich mcih da nicht eben auf deren Seite verguckt hab gehören die auch mit zur Tafel und geben dort auch ohne Tafel Wasch- & Hygienemittel aus (Ähnlich wei bei uns der "Strohhalm").

Ich habe Mietvertrag und Kontoauszüge dabei gehabt, die aber nicht geprüft wurden durch die ARGE.
Ich habe keine weiteren Mittel dagegen... ich werde wohl den 5.11. abwarten müssen.
Toll, dann darfst du deinen Antrag stellen oder nicht - und dann kommt die ZEit bis der bearbeitet wird, wobei der weiterhin hängen kann sollte die BA inzwischen immer noch nix entschieden haben. Ich könnt *würg*

Als letzte Mittel habe ich eben bei der Polizei angerufen und meine Situation erklärt. Die wollen zurückrufen.
Schaden kanns nciht, aber ich zweifle das sich da was ändert. Ich befürchte eher das sich das im Sande verlaufen wird.

Momentan fühle ich mich sehr hilflos dem städtischen Apparat gegenüber.
Ja, das Gefühl kenne ich (und viele andere hier) nur zu gut.

Ich hab leider niemand der mitkommen würde... ich wohne alleine und hab kaum Freunde... die 2-3 Leute die ich kenne wohnen weiter weg. Ansonsten kenne ich hier niemand der mit mir mitgehen würde und der sich auch auskennt....
Irgendwo stand was von Fürth. Ich bin ein wenig zu weit ab von dir, ganz nebenbei hab ich schon hier am 5.11. einen Begleitschutztermin zur ARGE.

Aber Du könntest dich auch an die Nürnberger ANA wenden:

Aktionsgemeinschaft Nürnberger Arbeitsloser
oder im ELO (siehe --> HIER <--)

Ist jetzt die nächste ELO-INI von Dir, die mir gerade einfällt und dir (relativ) vor Ort auch weiter helfen könnte, vor allem Amtsbegleitung wenn Du hier niemanden findest.
 

Nico26

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#20
Zur Problematik eines fehlenden Beistands wurde im Forum extra ein Subforum eingerichtet, in welchem man bundeslandbezogen Beistand anbieten sowie auch erbitten kann: Information - Suche/Biete Begleitung zur ARGE/Jobcenter im Erwerbslosen Forum Deutschland

Mario Nette
http://www.elo-forum.org/bayern/46669-begleitung-fuerth.html

Dort habe ich auch einen Fred eröffnet, aber leider bisher keine Rückmeldung :).

War heute nochmals dort und habe folgendes gemacht:
- Einen Antrag auf ALG2 abgegeben.
Erst hat die Dame gekuckt und gemeint, das ginge ja nicht, weil man den ja erst machen darf wenn man in der Beratung war. Aber nachdem ich meinte, dass ich den ersatzweise auch bei der Polizei abgeben werde, hat sie ihn angenommen.
- Einen Widerspruch gegen die Mitteilung von gestern eingelegt

Beides habe ich mir quittieren lassen und habe erneut auf sofortige Bearbeitung bestanden. Es endete bei der stellvertretenden Geschäftsleitung die mich im Endeffekt wieder wegschickte.

Danach war ich erneut beim Amtsgericht wegen Beratung. Erst versuchte man mir die Schuld anzuhängen weil ich ja arbeitslos bin etc. Aber am Ende hatte ich den Beratungsschein weil ich auf eine Entscheidung bestand und nicht Hilfsorganistionen die mich wieder stehen lassen. Danach war ich beim Anwalt den mir die Wärmestube genannt hat. Der hat sich die Kündigung angeschaut und gemeint, wenn ich zum Arbeitsgericht geganen wäre, wäre diese niemals rechtswirksam geworden :(. Toll dass ich das jetzt auch weiss.. die Arbeit hat mir viel Spaß gemacht. Egal. Der Anwalt möchte sich um 17 Uhr melden und mir sagen was man machen kann.
Und achja, bei der Wärmestube gabs freilich auch nen Kuchen, ne Semmel und einige Bananen, also macht euch nicht allzugroße Sorgen :).
lg
 

Nico26

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#21
Ein kleiner Erfolg:
Hab eben nochmal mit der AfA telefoniert und die Dame am Telefon war entsetzt. Die hat sich gleich entschuldigt für die ARGE und gemeint, dass mein Anspruch auf ALG 1 ja besteht, aber kein Vorschuss gezahlt werden kann, weil genau dafür ja die ARGE zuständig ist und was denen einfallen würde, jemand einfach am langen Arm verhungern zu lassen im wahrsten Sinne des Wortes.
Sie kann mir zwar nicht direkt helfen, gab mir aber eine Telefonnummer vom AA Nürnberg und meinte ich soll mich dort beschweren und mir würde dann sofort geholfen werden.

Am Rande:
Die Fürther Nachrichten haben sich gemeldet und meinen Fall mal genauer angehört. Die werden nun auch recherchieren und evtl. meinen Fall öffentlich machen. Mal sehen :).


Das ist das erste Mal dass ich nicht den Kopf einziehe und mich wehre - und es fühlt sich gut an :icon_party:
lg
 

haef

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#23

Linchen0307

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#24
Wenn man Leistungen aus ALGI zu bekommen hat und diese Zeit überbrückt werden muss, zahlt eigentlich die ARGE. Nach Aussteuerung musste ich auch einen ALG I Antrag stellen, das ist jetzt schon fast 2 Monate her und noch nicht entschieden, die Leistung, allerdings nur auf HartzIV Basis, bekomme ich von der ARGE. Nachgezahlt bekomme ich nichts oder nur soviel, wie ich mit dem ALGI darüber liege.
 
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#25
Zitierung: BVerfG, 1 BvR 569/05 vom 12.5.2005, Absatz-Nr. (1 - 35), Das Bundesverfassungsgericht

Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende dienen der Sicherstellung eines menschenwürdigen Lebens. Diese Sicherstellung ist eine verfassungsrechtliche Pflicht des Staates, die aus dem Gebot zum Schutze der Menschenwürde in Verbindung mit dem Sozialstaatsgebot folgt (vgl.BVerfGE 82, 60 <80>). Diese Pflicht besteht unabhängig von den Gründen der Hilfebedürftigkeit (vgl. BVerfGE 35, 202 <235> ). Hieraus folgt, dass bei der Prüfung der Voraussetzungen eines Anspruchs auf Leistungen zur Sicherung des Existenzminimums, soweit es um die Beurteilung der Hilfebedürftigkeit der Antragsteller geht, nur auf die gegenwärtige Lage abgestellt werden darf.
 

Nico26

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#26
Mittlerweile war der Termin am Donnerstag nachmittag.
Es wurden nur alle Dokumente kontrolliert. Ich war höflich und versuchte mich nicht aufzuregen über die vergangenen Dinge. Der Berater war aber ebenfalls sehr höflich und zuvorkommend und hat mir alles erklärt was er braucht. Als er meine Kontoauszüge auf den Kopierer legte, wiess ich aber drauf hin, dass er das nicht darf. Es hätte da noch nie jemand was dagegen gehabt. Ich hab ihm meine Position freundlich erklärt und auch, dass das Gesetz Ihm das verbietet. Überraschenderweise hat er entgegnet, dass ich Recht habe und meinte, ich müsse Sie dann aber zur Antragsabgabe mitbringen. Danach folgte sofort ein Termin beim Arbeitsvermittler zur Abgabe der ELV. Ich wurde nicht unter Druck gesetzt, er hat gesagt er will 4 Bewerbungen im Monat und das steht auch drin. Ich habs dann unterschrieben. Es stand zwar nix von Maßnahmen der ARGE drin, aber ich hoffe dass die freiwillig kommen wenn Bedarf besteht. Als er meinte er schaut mal was er an Sofortmaßnahmen hat, sagte ich ihm gleich, dass ich keinen Computerkurs mache :D. Als er in meinen Lebenslauf schaute, stimmte er dem zu.. zum Glück :p. Nichts sit für mich schlimmer als einem total überforderten Dozenten zuzuhören der von der Materie weniger Ahnung hat als ich.
Nun gut, ich bekam sofort einen Termin für Freitag früh zur Antragsabgabe. Dort die Überraschung: Als ich den Antrag eingereicht habe, kam der Bearbeiter 10 Minuten später zu mir aufn Gang und fragte mich, ob ich mit 400€ erstmal leben kann. Als ich meinte, dass das ein bisschen wenig ist, weil Miete im Rückstand ist etc, legt er 150€ als Darlehen drauf, das ich in 30€ Schritten zurückzahlen muss bzw abgezogen wird. Das nächste Geld gibts erst Ende November. Der Betrag ist so niedrig, weil ich ja auch Geld vom AA bekomme, das aber erst Ende November. Nunja, jetzt ist wieder alles halbwegs im Loot, ich kann nur keine Überweisungen machen weil auf meinem Konto mittlerweile eine Pfändung ist, weil ich bei einer Schuld die monatlichen Raten nicht mehr bezahlt habe. Es kommt mal wieder alles zusammen. Den Stromfuzzi konnte ich davon abhalten zu sperren, nachdem ich mit der INFRA telefoniert habe und heute noch 1.5 Raten eingezahlt habe... Ende des Monats sind wieder 1.5 Raten fällig. Jetzt bleibt nur noch der Gang zum Vermieter um dem die Rückstände zu erklären und teilweise zu begleichen. Und vor diesem Gang fürchte ich mich ehrlich gesagt. Die Wohnung habe ich noch nicht lange.....
lg und danke.
 

Mario Nette

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#27
Es kommt auf den Vermieter an. Wenn du von dir aus hingehst und auch noch zeigst, dass du dein Mögliches tust und zur Zahlung ja bereit bist, was du durch die "Anzahlung" auch zeigst, dann werten soziale Vermieter das zumindest für den Mieter positiv und zeigen sich kooperativ. Es gibt natürlich auch andere Vermieterkaliber.

Mario Nette
 
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