Keinen festen Wohnsitz, oder Wohnung Abmeldung, keine Meldeadresse sind dasselbe? (3 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 3)

Steinen

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 April 2017
Beiträge
1
Bewertungen
0
Hallo ich möchte endlich aufgeklärt sein. habe es nie wirklich verstanden.

Wenn jemand beim Einwohnermeldeamt das sagt: ich melde mich ab von der Wohnung heißt das, man meldet sich für die Wohnung ab oder gleich für Deutschland ab?

Wenn man sag: "man will sich anmelden als ohne festen Wohnsitz"
Dann ist dies auch gleich die Meldeadresse "ohne festen Wohnsitz" oder habe ich es falsch verstanden?

Gibt es eine Pflicht für eine Meldeadresse also nicht "ohne festen Wohnsitz" also eine reale Adresse? Muss man so eine besorgen bzw im Obdachlosenunterkünfte anmelden?
 

eljey

Elo-User*in
Mitglied seit
24 Februar 2016
Beiträge
245
Bewertungen
59
Soweit ich weiß kann man sich gar nicht mehr abmelden.
Sondern nur noch ummelden.
Also bei der neuen Adresse dann zum Amt und sagen, dass man jetzt dort und dort wohnt, dann muss man noch so eine Bescheinigung vom Mieter vorlegen.

Anders geht es nicht mehr
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
24.531
Bewertungen
16.479
Hallo @Steinen,:welcome:

ich melde mich ab von der Wohnung heißt das, man meldet sich für die Wohnung ab oder gleich für Deutschland ab?
Du meldest dich von deinem Wohnsitz ab und nicht aus Deutschland.

Gibt es eine Pflicht für eine Meldeadresse also nicht "ohne festen Wohnsitz" also eine reale Adresse?
Ich nehme an es geht auch bei dir um die Zahlung von einer Sozialleistung zum Beispiel ALG lI, richtig?

Dazu lies bitte diesen Beitrag:

Wohnungslose können auch ALG II bekommen, wenn sie für den SGB II-Träger erreichbar sind.
Bei umherziehenden Nichtsesshaften ist das aber nicht der Fall. Auch wenn sie erwerbsfähig sind, können sie daher nur Sozialhilfe nach dem SGB XII erhalten.

Obdachlose, Haftentlassene oder nicht sesshafte Personen haben einen ausreichenden örtlichen Aufenthalt, wenn sie i.S. von § 7 Abs. 4a SGB II über eine Betreuungs- oder Beratungseinrichtung für den Leistungsträger erreichbar sind.
Nach § 36 Satz 3 SGB II ist für diesen Personenkreis der SGB II-Träger zuständig, in dessen Bereich sich der erwerbsfähige Hilfebedürftige tatsächlich aufhält.

Wohnungslose können "Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten" erhalten. Diese Hilfen sind gem. §§ 67 ff. SGB XII i.V.m. der "VO zur Durchführung der Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten" breit gefächert.
Sie umfassen Hilfen in Form von Beratung und Betreuung. Hilfen zur Erhaltung und Beschaffung einer Wohnung. Unterstützung beim Aufbau und bei der Aufrechterhaltung sozialer Beziehungen und bei der Bewältigung des Alltags...
https://www.elo-forum.org/25/46697-obdachlos-tagessaetze.html

und

Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg – L 29 B 2228/07 AS ER – hat entschieden, dass Obdachlose auch einen Anspruch auf Leistungen auf Arbeitslosengeld nach dem SGB II haben können. Sie müssen sich „nur” täglich melden.

Das Landessozialgericht hat zwar die Einstweilige Anordnung wegen Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch abgelehnt in diesem Fall abgelehnt, stellt aber klar, dass wenn ein Nichtsesshafter sich täglich bei dem Träger der Grundsicherung oder einer Betreuungseinrichtung meldet, er auch einen Anspruch auf ALG II hat.

Quelle:
https://www.anwalt-kiel.com/sozialrec...ur-obdachlose/

Muss man so eine besorgen bzw im Obdachlosenunterkünfte anmelden?
Jeder Ort hat eine Meldeadresse für Wohnungslose, du kannst so zum Beispiel bei der Polizei oder bei der Caritas nachfragen oder schau in deiner Stadt im Net nach Meldeadresse bei Wohnungslosigkeit.

Wenn du noch Fragen hast dann schreibe bitte
 

Vertragpille

Elo-User*in
Mitglied seit
5 April 2017
Beiträge
4
Bewertungen
0
Wenn es dir nicht um ALG 2 geht. Vielleicht bist du Reichsbürger oder wozu willst es machen?

Kannst du glaube auch ohne Meldeadresse leben. Es wird auf dem Personalausweis dann ofW stehen.
ofW = ohne festen Wohnsitz
Für Ausländer sollte auch drauf stehen, die schon lange hier leben und so Titel haben.

Habe ich Recht?
 
E

ExitUser

Gast
Im Melderegister wird vermerkt, dass du wohnungslos bist. Vermerk oder nicht im Ausweise scheint unterschiedlich gehandhabt zu werden.

Bei mir gab es keinen.

p.s. Was bleibt einem übrig, als sich abzumelden, wenn man keine Wohnung mehr hat?
 
Zuletzt bearbeitet:

Vertragpille

Elo-User*in
Mitglied seit
5 April 2017
Beiträge
4
Bewertungen
0
Soweit ich weiß kann man sich gar nicht mehr abmelden.
Sondern nur noch ummelden.
Also bei der neuen Adresse dann zum Amt und sagen, dass man jetzt dort und dort wohnt, dann muss man noch so eine Bescheinigung vom Mieter vorlegen.

Anders geht es nicht mehr
Sowas höre ich zum ersten Mal, man kann sich abmelden, dann weiß keiner, wo du bist. Einfach im Einwohnermeldeamt denen mitteilen, habe keinen festen Wohnsitz mehr. Dann geben die dir eine Abmeldungbescheid. Und kannst dann leben wo du willst, keiner findet dich mehr offiziell.
 

Vertragpille

Elo-User*in
Mitglied seit
5 April 2017
Beiträge
4
Bewertungen
0
Im Melderegister wird vermerkt, dass du wohnungslos bist. Vermerk oder nicht im Ausweise scheint unterschiedlich gehandhabt zu werden.

Bei mir gab es keinen.

p.s. Was bleibt einem übrig, als sich abzumelden, wenn man keine Wohnung mehr hat?
Genau, man kann sich abmelden!! Bei mir gab Kleber drauf ofW! Strafe kriegt man nicht, weil die Meldeadresse ist ja ofW!!

Also immer schön abmelden.
 

ZynHH

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Juli 2011
Beiträge
17.112
Bewertungen
21.236
Dann kann man Spielchen auch so weitermachen.
Solange du nicht Leistungen eines Sozial Trägers oder offiziell arbeiten möchtest. Allerdings baust du fortwährend Schulden bei der kk auf, wenn du nicht monatlich deine Beiträge zahlst. Dann besser ins Ausland abmelden.
 

Bitas

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
3 Januar 2016
Beiträge
510
Bewertungen
416
Na klar kann man sich ohne weiteres Abmelden.
Wer keine Leistungen vom Staat in Anspruch nehmen will, der meldet sich am besten ab und sagt der Dame im Rathaus das eine Weltreise ansteht, erstes Land z.B. Kambotscha, es also keine neue Meldeadresse mehr gibt.
Eine Kopie der Abmeldung, nachweislich, der KK zukommen lassen, damit nicht unnötig Schulden auflaufen wegen Versicherungspflicht.
 

arbeitsloskr

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
1 Januar 2017
Beiträge
1.622
Bewertungen
1.013
Und kannst dann leben wo du willst, keiner findet dich mehr offiziell.
Solange du nicht Leistungen eines Sozial Trägers oder offiziell arbeiten möchtest. Allerdings baust du fortwährend Schulden bei der kk auf, wenn du nicht monatlich deine Beiträge zahlst. Dann besser ins Ausland abmelden.
Na klar kann man sich ohne weiteres Abmelden.
Wer keine Leistungen vom Staat in Anspruch nehmen will, der meldet sich am besten ab und sagt der Dame im Rathaus das eine Weltreise ansteht, erstes Land z.B. Kambotscha, es also keine neue Meldeadresse mehr gibt.
Eine Kopie der Abmeldung, nachweislich, der KK zukommen lassen, damit nicht unnötig Schulden auflaufen wegen Versicherungspflicht.
Dann sollte man aber auch einen Plan haben, wie man sein restliches Leben finanzieren will und wo man im Notfall medizinische Hilfe bekommt, so ganz ohne Krankenkasse.

Von der Zeit als Rentner/in ganz zu schweigen.
 

Bitas

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
3 Januar 2016
Beiträge
510
Bewertungen
416
@arbeitsloskr, Du hast recht......aber war das die Frage vom TS?
 
E

ExitUser

Gast
Eine Kopie der Abmeldung, nachweislich, der KK zukommen lassen, damit nicht unnötig Schulden auflaufen wegen Versicherungspflicht.
Aber dann darf man sich nicht mehr gesetzlich versichern, wenn man eines Tages "zurückkehrt" oder sehe ich das falsch?
 

Bitas

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
3 Januar 2016
Beiträge
510
Bewertungen
416
Das siehst Du falsch....wer in D nicht gemeldet ist hat auch keine KK Versicherungspflicht.
Meldet man sich irgendwann wieder bei der Meldebehörde, ist man wieder verpflichtet sich KK zu versichern und die alte KK muss einen wieder aufnehmen.
Das gilt für die Pflichtversicherung in der gesetzlichen KK.

Anders sieht es aus wenn man freiwillig gesetzlich in der KK ist oder privat versichert ist.
 
E

ExitUser

Gast
Denke ich nicht, es sie denn du bist nachweislich im Ausland gewesen. Das wird die Kasse gründlich hinterfragen.

Wohnungslose häufen Beitragsschulden an.
 

Bitas

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
3 Januar 2016
Beiträge
510
Bewertungen
416
E

ExitUser

Gast
Die Kassen wären dumm, wenn sie das bei Wiedereintritt nicht kontrollieren würden. Solche Fälle dürften aber eher die Ausnahme sein.

In der Praxis muss man die Beitragsschulden zahlen oder sich privat versichern.
 

Bitas

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
3 Januar 2016
Beiträge
510
Bewertungen
416
@en Jordi,
Du scheinst echt Beratungsresistenz zu sein :bigsmile:
Hast Du die Blogs gelesen? Verstanden?
Dann mal anders gefragt....wo ist eine Rechtsgrundlage und Rechtsfolgebelehrung wonach die KK Stress machen könnte/kann?
Geh am besten mal bei einer Zweigstelle Deiner KK vorbei und erzähl denen das Du D für unbestimmte Zeit verlassen möchtest (Weltreise) und Dich ABMELDEST, was benötigt wird damit die Dich bei wiederkehr ohne Probleme wieder aufnehmen, am besten schriftlich.

Gruß
Bitas
 
E

ExitUser

Gast
Ich hatte dich um eine gesetzliche Grundlage gebeten.

Ich beziehe mich auf die Versicherungspflicht. Bei der Verbraucherzentrale z.Bsp. erfährst du alles Nötige dazu. Deine Links sind mehr als merkwürdig, stützen aber auch nicht deine Aussage.

Ich wäre vorsichtig mit solchen Tipps, wenn du damit Menschen in Schwierigkeiten bringen kannst. Wenn du Pech hast, kommt dann noch ein Bußgeld oder sogar eine Strafanzeige von der Meldebehörde zu den Beitragsschulden dazu.
 

Bitas

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
3 Januar 2016
Beiträge
510
Bewertungen
416
Ich habe auf Deinen Beitrag 13 geantwortet......
Das es Illegal ist sich aus D Abzumelden und D nicht zu verlassen, ist ohne frage Richtig und habe ich nie bezweifelt!
Ab Beitrag 13 ging es aber NUR um die KK und da sind Deine aussagen einfach Falsch.

Ich bin jetzt besser Raus!
 

eljey

Elo-User*in
Mitglied seit
24 Februar 2016
Beiträge
245
Bewertungen
59
Sowas höre ich zum ersten Mal, man kann sich abmelden, dann weiß keiner, wo du bist. Einfach im Einwohnermeldeamt denen mitteilen, habe keinen festen Wohnsitz mehr. Dann geben die dir eine Abmeldungbescheid. Und kannst dann leben wo du willst, keiner findet dich mehr offiziell.
Ich weiß nicht mehr wo ich es gelesen habe. Aber seit einigen Jahren kann man nur noch am neuen Wohnsitz sich ummelden. Also beim jetzigen Wohnort zu sagen: Ich bin wohnungslos.. Ich glaube, das geht nicht.

Dann könnte man ja einfach trotzdem umziehen und dort nicht gemeldet sein und bräuchte z.b. keine Rundfunkgebühren zu zahlen..

Ich glaub nicht, dass man sich so einfach abmelden kann, aber ich werde gerne eines besseren belehrt :)
 

arbeitsloskr

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
1 Januar 2017
Beiträge
1.622
Bewertungen
1.013
Ich weiß nicht mehr wo ich es gelesen habe. Aber seit einigen Jahren kann man nur noch am neuen Wohnsitz sich ummelden. Also beim jetzigen Wohnort zu sagen: Ich bin wohnungslos.. Ich glaube, das geht nicht.

Dann könnte man ja einfach trotzdem umziehen und dort nicht gemeldet sein und bräuchte z.b. keine Rundfunkgebühren zu zahlen..
Hallo eljey,

seit geraumer Zeit sind Vermieter gesetzlich verpflichtet den Einzug eines/r Mieter/in entsprechend den Meldebehörden zu melden.

Eine "Abmeldung" aus Deutschland wäre nur dann möglich, wenn du entweder zeitweilig oder komplett in ein anderes Land umziehst oder du den Rest deines Lebens in Deutschland als Obdachloser ohne festen Wohnsitz verbringen willst (mit den entsprechenden Einschränkungen im täglichen und geschäftlichen Leben, für die eine feste Wohnadresse benötigt wird).
 
Oben Unten