Keine zweite Amtszeit: Bundespräsident Gauck hört 2017 auf

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Texter50

Super-Moderation
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Bundespräsident Joachim Gauck verzichtet auf eine zweite Amtszeit. Er begründete den Schritt mit seinem Alter: Für eine erneute Zeitspanne von fünf Jahren wolle er "nicht eine Energie und Vitalität voraussetzen, für die ich nicht garantieren kann".
Keine zweite Amtszeit: Bundespräsident Gauck hört 2017 auf - heute-Nachrichten

Nachdem er nun ausführlich und wirklich jedem den Begriff der Freiheit erklärt hat, ist nach einer Amtszeit Feierabend. :biggrin:
Mir waren Leute wie Roman Herzog / Richard Karl Freiherr von Weizsäcker eh lieber, aber was solls, ich werde nicht gefragt undd daran wird sich auch nichts ändern...
Jetzt wird die Schacherei um den Posten losgehen, wer da wohl gewinnt? :icon_mrgreen:
 


ZynHH

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Ich bin für Martin Sonneborn.
Denn Die Partei kann das!
 
I

indiquent

Gast
Hoffentlich wirds kein so ein geldgieriger Typ dem die Eliten zum Wohlfühlen brauchen.
Der Krieg befürwortet des Friedenswillen.
Ich frag mich, was in Deutschland bloß für Gedankengut ist, wenn man diesen Präsidenten gut fand? Sind Drogen freigegeben?
 

arbeitslos in holland

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Hoffentlich wirds kein so ein geldgieriger Typ dem die Eliten zum Wohlfühlen brauchen.
Der Krieg befürwortet des Friedenswillen.
andere meinungen, führen zum schnellen karriereende:

"Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg."
horst köhler

was war die reaktion ?

"Köhler schadet der Akzeptanz der Auslandseinsätze der Bundeswehr"
Deutschland führe in Afghanistan
"keinen Krieg um Wirtschaftsinteressen, sondern es geht um unsere Sicherheit"
SPD

"Das ist eine durch das Grundgesetz schwerlich gedeckte Erweiterung der zulässigen Gründe für einen Bundeswehreinsatz um wirtschaftliche Interessen",
Verfassungsrechtler

Der Präsident rede
"offenbar in Unkenntnis über die ausführliche Debatte um den Afghanistaneinsatz"
GRÜNE

Köhlers Äußerung sei
"keine besonders glückliche Formulierung, um es vorsichtig auszudrücken"
. Man kritisiere aber den Bundespräsidenten in seiner Amtsführung
"möglichst nicht"
. CDU

danach war finito !

und denne ? dann kam einer, der folgendes zum besten gab:

der islam gehört auch zu deutschland
was man heute weiss: es gab offensichtlich eine gezielte medienkampagne. heute ist wulff vollkommen rehabiltert weil nicht ein einziger vorwurf stimmte
davon redet heute keiner mehr, aber damals, da war das amt und die glaubwürdigkeit des amts, schwer beschädigt.
gauck hatte dann die schwere aufgabe dem amt die würde zurückzugeben, die es verloren hatte.
da er selber keine eigene meinung hat und hatte und das nachblökte, was andere vorblökten, war er für das amt wie geschaffen :biggrin:
merkel konnte sich sicher sein, dass er ihre kriegstreiberei weltweit unterstützen würde und nicht mit eigenen akzenten aus der reihe tanzt, wie vor ihm köhler und wulff
chrislicher-fundamentalist, brandstifter und überzeugungstäter sind in diesem amt ganz sicher kein nachteil. nachdem die wogen sich nach köhler und wulff glätteten, kann jetzt wieder nach einem gesucht werden, der das amt weiterführt.
gauck hat seine aufgabe hervorragend gelöst. :icon_klatsch:
 

Kehro

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Ehrlich gesagt war mir ein Horst Köhler lieber als dieser verbitterter alter Mann in seiner Eitelkeit, der sich auch hervorragend in seine ehemalige Opferrolle hineingesteigert hatte.

Unscheinbar, farblos und im wahrsten Sinne des Wortes nichtssagend der Mann.
 

arbeitslos in holland

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ich würde es nicht ganz so derbe ausdrücken, aber zustimmen, dass es eine zunehmende "verflachung" und "windschlüpfrigkeit" des amt des bp gibt, weil das die lehren der vergangenheit sind.

den gauck kann man nicht nur als "retter des bp-amt" beurteilen, nachdem nach dem ende wulffs, öffentlich diskutiert wurde das amt einfach abzuschaffen.
selbst in der DDR, konnte er wegen seiner angepaßtheit, prima in der diktatur überleben. das beispiel stolpe beweist, dass das nicht jeder konnte.
als späterer "chefaufklärer" der ddr-vergangenheit, war er für mich unumstitten. auch wenn ich in keinster weise, berührungspunkte mit der DDR hatte, so fand ich seine arbeit dennoch wichtig und richtig.

dank gauck und seiner mitarbeiter wissen wird doch: das ist dort wirklich passiert. die vergangenheit ist kein traum und die sichtung und archivierung der akten, hat doch erst ermöglicht, sich mit den zuständen in der DDR beschäftigen zu können. :icon_klatsch:
das was sich gauck damals als reputation aufbaute, dass hat er als bp jetzt wieder verloren
 

Tarps

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Wann hatten wir eigentlich zuletzt einen Präsidenten, der sich auch mal getraut hat, sein Maul aufzumachen?
[...]
Walter Scheel konnte schön singen! :biggrin:
Bundespräsident von 1975 bis 1979! Seit 1979 Ehrensold - Jahr für Jahr - ein nettes Sümmchen! :wink:
 

0zymandias

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Ob das wohl der Grund ist, warum sich das Gazprom-Zäpfchen wieder zu Worte meldet? Hmm ... :icon_kinn:
 

Surfing

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Nachfolger/in wird natürlich wieder einer/eine die den neoliberalen Kurs der H-4 Parteien (dazu gehört auch die AfD) mitträgt, was denn sonst?!
 
P

Pichilemu

Gast
Was kann der Bundespräsident denn diesbezüglich überhaupt bewirken? Der hat doch so gut wie keine Rechte, außer die Unterschrift unter beschlossenen Gesetzen zu verweigern. Und das gibt es nur in absoluten Ausnahmefällen, wie etwa damals wo Köhler die Privatisierung der deutschen Flugsicherung verweigert hat, weil das gegen das Grundgesetz verstößt.
 
I

indiquent

Gast
Was kann der Bundespräsident denn diesbezüglich überhaupt bewirken? Der hat doch so gut wie keine Rechte, außer die Unterschrift unter beschlossenen Gesetzen zu verweigern. Und das gibt es nur in absoluten Ausnahmefällen, wie etwa damals wo Köhler die Privatisierung der deutschen Flugsicherung verweigert hat, weil das gegen das Grundgesetz verstößt.
er kann doch auch Gnadengesuche entscheiden :icon_mrgreen:
und kann sich reichlich aus fremden Ländern beschenken lassen

Aber selbst seine Kindern sollen Probleme mit ihm gehabt haben. Er war oder soll stets immer sehr nahe dem Geld gewesen sein. Andere vorher meines Wissens nicht so arg
 

Surfing

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Es ist nicht so dass der/die nichts bewirken kann! Vor allem durch Reden und auch einmischen in die Regierungspolitik ist da einiges möglich. Deshalb wird keiner aufgestellt der z.B. H-4 als menschenunwürdig bezeichnen würde!
 

0zymandias

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Was kann der Bundespräsident denn diesbezüglich überhaupt bewirken? [...]
Ein schlechter gar nichts, ein guter ziemlich viel.

Dadurch, dass er Aufmerksamkeit, Gehör und Respekt durch das Amt hat, hat er de facto Macht.

Man denke nur an die mediale Präsenz, die so einige Reden hatten - der "Ruck durchs Land" oder die Zugehörigkeit des Islam zu Deutschland.
 
E

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Gast
Das einzige was der GroKO daran nicht passt ist das jetzt schon eine Koalitions-- Absicht beim nächsten Kandidat sichtbar wird.

Ansonsten erscheinen die meisten ein wenig Zeit vergessen. Gauck hat ja zufällig die Akten die zur Aufklärung der "Abhöraffaire" wichtig waren, sagen wir mal aus den Augen verloren. Und die eine oder andere Akte verlegt. Als Belohnung war er dann Repräsentant des Landes. Der meinte "Die Banken sollten ihre Geschäfte eben so machen das die Bürger das nicht verstehen, die Bürger müssten das nicht." Und "Politik muss für den Bürger nicht nachvollziehbar sein."
Aber das macht der dann im Sinne eines Landes. Aber er wird ja erst jetzt beachtet wozu auch mal seine Reden anhören.

Köhler sass im Bundesfinanzministerium als Kohl regierte und konnte vor dessen letzte Wiederwahl das Steuerloch das zu Erhöhungen nach der Wahl führte nicht sehen.
Obwohl er es nicht "sehen können wollte". Aber er hat das Volk gut repräsentiert.

Und das sind nur zwei. Bei den anderen Denke ich nicht nach, da fällt mir sonst auch noch etwas ein. Der Job scheint inzwischen eine Belohnung für gute Arbeit zu sein. Und mehr nicht.
 
E

ExitUser0090

Gast
Schade, dass Peter Hartz wohl nicht zur Verfügung stehen kann. Ach komm, nehmen wir gleich den Schröder. Oder Münte. Wenn schon Geisterbahn, dann aber auch richtig.
 

0zymandias

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Vielleicht noch einen Riester mit auf den Weg?

Oder gleich die Geissens? :biggrin:
 
E

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Gast
Sehr schön -der erste aus der 'Rache des Ostens' geht- jetzt fehlt noch was hier im Westen am Wasserbüdchen als 'fette Zonenkuh' bezeichnet wird...
 
E

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Gast
Gauck hört 2017 auf? Prima, soll er die Merkel gleich mitnehmen. Sollen die doch ruhig einen protestantischen Gebetszirkel in der Uckermark aufmachen. Hauptsache beide sind 2017 weg!:icon_mrgreen::icon_mrgreen::icon_mrgreen:
 
E

ExitUser0090

Gast
Nachtrag zur Lobhudelei auf Gauck
Als Nachtrag zur Lobhudelei auf Gauck passt eine Diskussion, die am frühen Morgen im Deutschlandfunk lief, unter dem Titel „Amt und Würden“, moderiert von Stefan Dethjen.
Anmerkung C.D./A.M.: Die horrendeste Formulierung darin lautete, dass Gauck uns vom friedenspolitischen Mehltau befreit habe, dieses Stichwort, friedenspolitische Mehltau, ist wörtlich. Es ist unglaublich.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=33730#h16


Friedenspolitischer Mehltau. :eek: exkrement Frieden hier. Wir brauchen mal ordentlich Krieg!

Die Aussage wird bei ~ 23:11 getätigt. Sie scheint von einem Michael Rutz zu kommen.
Michael Rutz (* 10. Oktober 1951 in Coburg) ist ein deutscher Journalist. Er war Chefredakteur der Wochenzeitung Rheinischer Merkur, bis zu deren Auflösung im November 2010.
Friedenspolitischer Mehltau *kopfschüttel*
 
E

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Gast
Was kann der Bundespräsident denn diesbezüglich überhaupt bewirken? Der hat doch so gut wie keine Rechte, außer die Unterschrift unter beschlossenen Gesetzen zu verweigern.
Und selbst das nur sehr eingeschränkt:

Bundespräsidenten: Das achte Nein - SPIEGEL ONLINE
[...] ein präsidentielles Prüfungsrecht [,,,], das dem Bundespräsidenten die Möglichkeit gibt, eine Gesetzesausfertigung zu verweigern. Allerdings "nur aus Rechtsgründen, die sich auf die verfahrensrechtliche Korrektheit des vorangegangenen Gesetzgebungsverfahrens, oder die Verfassungskonformität des Gesetzesinhalts beziehen", so der Politikwissenschaftler Wolfgang Rudzio. Heißt: Aus formalen Gründen oder jenen der Verfassungsmäßigkeit darf sich der Bundespräsident weigern, nicht aber aus politischen.
Hintergrund - Bundespräsidenten haben mehrfach Gesetze abgelehnt - Politik - Süddeutsche.de
HORST KÖHLER (seit 2004) unterschrieb das Luftsicherheitsgesetz, legte aber eine verfassungsrechtliche Prüfung nahe. Karlsruhe bestätigte die Bedenken und verwarf die vorgesehene Möglichkeit, entführte Passagierflugzeuge im Extremfall abschießen zu können.
Kein Gesetz ohne ?Ja? des Bundespräsidenten | Deutschland | DW.COM | 29.06.2012
[...] Methode, die sich in den vergangenen Jahren durchgesetzt hat: Er erklärte öffentlich seine Bedenken gegen das Gesetz und verwies den Vorgang an das Bundesverfassungsgericht.
Martin Sonneborn for President!
 


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