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Keine Wohnungen mehr für Hartz IV-Bezieher

Paolo_Pinkel

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Sozialverbände schlagen Alarm: Immer mehr Menschen sind in Konstanz vom Verlust ihrer Wohnung bedroht. Entscheidungen des Jobcenters verschlimmern die Lage der Betroffenen häufig noch. So zahlt das Amt grundsätzlich nur für die Dauer von sechs Monaten die vollständige Miete, wenn diese über dem als angemessen definierten Mietpreis liegt. Danach müssen die Betroffenen selbst zusehen, wie sie die Differenz aufbringen, wenn sie keine günstigere Wohnung finden. Nicht selten bleibt ihnen nichts anderes übrig, als bei Verwandten oder Bekannten unterzukommen, um der Obdachlosigkeit zu entgehen. Die Sozialverbände fordern deshalb vom Jobcenter, seinen vollen Ermessensspielraum auszuschöpfen und im Einzelfall Ausnahmeregelung zu schaffen.
==> Keine Wohnungen mehr für Hartz IV-Bezieher
 

swavolt

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Die werden ihre Verhaltensweise ganz bestimmt nicht ändern. Wo sich praktisch keiner wehrt. Wenn keine günstigeren Wohnungen zur Verfügung stehen müssen die JC die Miete weiter bezahlen.
 

wolliohne

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war auch ne Radiomeldung von swr4 über Koblenz-immer mehr obdachlose Frauen.
Wir sollten uns dringend, bevor es uns selber trifft, etwas überlegen!
 

Dagegen72

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es könnte sein, dass es ein Fehler ist nachzugeben, indem man bei Verwandten unterkommt. Das mag das Nächstliegende sein, löst das Problem aber insofern nicht, als dass das JC sich irgendwann darauf verlässt und munter drauf los wohnungs-sanktioniert wird (kurz gesagt sinngemäß).

Klagen ok, das ist das eine und wichtig oder eben anderweitig staatliche Hilfe in Anspruch nehmen um auch auf diese Weise zu demonstrieren, dass GesetzgeberInnen eben auch ihre Mitwirkungspflichten weiterhin haben und diese nicht abgeben können geschweige denn sollen.

Auch hier sollte das "Familienwohl" (EuGh) vorgehen. Und das Wohl des Einzelnen ebenso.
 

libertad

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Ich habe den Eindruck, daß Behörden (Wohnungsamt, JC) bei der Wohnungsvergabe Zuwanderer und Ureinwohner gegeneinander ausspielen wollen.
Etwa mit der Aussage "tut mir leid, aber wir haben keine freien Wohnungen mehr, wir müssen die Flüchtlinge unterbringen"
Leider reagieren viele Betroffene aus beiden Gruppen dann auch auf dieser nationalistischen Schiene.
Aber es ist doch eigentlich ein Konflikt zwischen Arm und Reich.
 

USERIN

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Das Gesetz spricht ja seit Anfang an vom Begriff "Unterkunft" (und nicht Wohnung) und zukünftig ist zu erwarten, dass das noch entsprechend kreativ angewendet wird. Der demografische Wandel sorgt ja für reichlich freie Turnhallen etc.

Pflegebedürftigen Menschen, die stationär versorgt werden, wird ja auch das Hausen in Massenunterkünften (für in der Regel weit aus mehr Geld) zugemutet.

Schreit da einer auf? (oder fällt die Würde da einfach weg?!)

Wird sicher auch bei Elos ein gangbarer Weg werden...
 

HartzVerdient

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Schon schlimm mit der Wohnungsnot. Habe bei drei Wohnungsbaugesellschaften meinen "Interessenten"-Zettel hingeschickt. Bisher keine Rückmeldung. Die Punkte über "Arbeitgeber und Gehalt" konnte ich natürlich aus persönlichen Gründen nicht ausfüllen.
 

USERIN

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Schon schlimm mit der Wohnungsnot. Habe bei drei Wohnungsbaugesellschaften meinen "Interessenten"-Zettel hingeschickt. Bisher keine Rückmeldung. Die Punkte über "Arbeitgeber und Gehalt" konnte ich natürlich aus persönlichen Gründen nicht ausfüllen.
Wohl auch immer eine Frage der Lage.

Es gibt Gegenden in Deutschland, da kriegst du Wohnraum "geschenkt"....

Aber auch in großen Städten entspannt sich der Markt etwas:

Immobilien - Makler sehen Wende am Wohnungsmarkt - Hamburg - Hamburger Abendblatt
 

Maneki Neko

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Ich habe den Eindruck, daß Behörden (Wohnungsamt, JC) bei der Wohnungsvergabe Zuwanderer und Ureinwohner gegeneinander ausspielen wollen.
Etwa mit der Aussage "tut mir leid, aber wir haben keine freien Wohnungen mehr, wir müssen die Flüchtlinge unterbringen"
Leider reagieren viele Betroffene aus beiden Gruppen dann auch auf dieser nationalistischen Schiene.
Aber es ist doch eigentlich ein Konflikt zwischen Arm und Reich.
so ist es leider so und wird leider auch noch viel schlimmer werden denn die Behörden spielen die Leute gerne gegeneinander aus
 

KristinaMN

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Ich habe den Eindruck, daß Behörden (Wohnungsamt, JC) bei der Wohnungsvergabe Zuwanderer und Ureinwohner gegeneinander ausspielen wollen.
Etwa mit der Aussage "tut mir leid, aber wir haben keine freien Wohnungen mehr, wir müssen die Flüchtlinge unterbringen"
Leider reagieren viele Betroffene aus beiden Gruppen dann auch auf dieser nationalistischen Schiene.
Aber es ist doch eigentlich ein Konflikt zwischen Arm und Reich.
Falsch, sie werden auf eine Stufe bzw. sind sogar schlechter gestellt:

Sozialreferat München 09.04.2014
http://www.ris-muenchen.de/RII2/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/3289693.pdf
"Einrichtung eines Stabes Unterbringung von Flüchtlingen und Wohnungslosen"
"Unterbringung von wohnungslosen Münchner Bürgerinnen und Bürger sowie Asylbewerberinnen und Asylbewerbern"
Seite 32:
"Dies setzt jedoch voraus, dass der Freistaat geringfügige Abweichungen von den Richtlinien zur Unterbringung von Gemeinschaftsunterkünften akzeptiert, da diese in der Regel nicht kompatibel mit dem Marktsegment ist. Im Detail handelt es sich um eine Abweichung von der Vorgabe von 7 qm Nettowohnfläche je Person auf 6 qm, die maßgeblich für die Unterbringung wohnungsloser Haushalte ist. Die Wohnflächenvorgabe für die Unterbringung wohnungsloser Haushalte ist abgeleitet von der inzwischen aufgehobenen Gaststättenverordnung, die durch ihr jahrzehntelanges Inkraftbleiben maßgeblich den Markt bis heute prägt."

Weiterhin im Mietpreis:

Mietobergrenze des Jobcenters München, z.B. 4 Personen = Euro 972 pro Monat
Jobcenter München - Startseite ? Kosten der Unterkunft

Euro 25 pro Nacht und Bett x 4 Personen = Euro 100 x 31 Nächte = Euro 3.1000 pro Monat
Wohnraum für 3000 Flüchtlinge in München gesucht - München - Bild.de

4 Personen auf 24 qm ..... evtl. noch mit Kindern ....

Und dann bei Problemen den Eltern wegen Kindeswohlgefährdung an die Beine p.... und als Schlaumeier hinstellen ....
Kinderschutzbericht für München - München - Süddeutsche.de
 

KristinaMN

Forumnutzer/in

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http://www.ris-muenchen.de/RII2/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/3153230.pdf

bisherige Belegbindung (Seite 22):
- junge Familie
- betagte Personengruppe
- alleinstehender Elternteil mit 1 Kind
- Südostasienflüchtling
- Heimatvertriebene etc.

Neuregelung Belegbindung (Seite 23):
- allgemeiner Wohnungsnotstand
- Rollstuhlfahrer
- fünf- und mehr Personenhaushalte

"Alle anderen Bindungen der Bestandswohnungen (z.B. junge Ehepaare, alleinstehende Elternteile mit Kindern und ältere Menschen) entsprechen künftig der Bindung allgemeiner Wohnungsnotstand."
= somit eine Schlechterstellung dieser Personengruppe zur bisherigen Regelung
 

flandry

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Das örtliche Sozialgericht in Kassel hat in einem Urteil festgestellt, dass das JC auch höhere Mieten zahlen muss, wenn nicht genügend Wohnungen zur Verfügung stehen. Das Aktenzeichen finde ich nicht auf die Schnelle.
 

HartzVerdient

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Es gibt Gegenden in Deutschland, da kriegst du Wohnraum "geschenkt".
Es gab da eine Stadt mit Namen "Wilhelmshaven" wo ich einst für einige Jahre gut und günstig berufsbedingt wohnte. Die Wohnung war top (65qm) und die Anwohner eher älteren Jahrgangs. Allerdings war die ganze Stadt "tot". Dort gab es nur sehr jung und sehr alt - nichts in meinem Alter. Keine Infrastruktur, keine Arbeit, nichts.

Mit Eintritt der Arbeitslosigkeit zog ich temporär wieder zu meinen Eltern. Dort lebe - vegetiere - ich momentan. Seit einigen Monaten suche ich wieder nach einer Unterkunft. Habe hier im Landkreis, bereits das hiesige Wohnungsbau kontaktiert und durfte so einen "Interessentenbogen" ausfüllen.

Deren Internetseite - die angeblich seit Jahren neugestaltet werden sollte - zeigt keine Wohnungen an. Vermutlich wurde das bewusst so gehandhabt, um eine Selektion durchzuführen. Den Interessentebogen habe ich postalisch, mit einer Mieterbescheinigung vom Ex-Vermieter (Zeugnis), wieder zurückgesandt und seit dem nix mehr gehört.

Vor ca. 1 Woche habe ich eine schriftliche Anfrage über den Sachstand gestellt und keine Reaktion darauf erfahren. Weiterhin habe ich die Suche auf Nachbarlandkreise und Städte ausgedehnt (auch Wohnungsbau). Keine Antwort! Ich finde es sehr bedenklich, dass man noch nichtmal auf explizite Anfrage eine Antwort erhält.

Ich persönliche ziehe es vor, in eine vom der wohnungsbau verwaltete Wohnung zu ziehen, als in eine von prvat vermitete Wohnung. Letzteres gibt immer nur Ärger und Scherereien.

Also unsere Region ist nicht gerade die "tollste". Dennoch gibts keine Wohnungen.
 

HartzVerdient

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@HartzVerdient: Zurück nach Wilhelmshaven.
In Wilhelmshaven würde ich noch nicht einmal beerdigt werden wollen. Die Stadt ist heruntergekommen und tot. An jeder Ecke blitzen die dort, um die Kassen aufzufüllen. Einzige Highlights sind die Nordseepassage, Stadtpark, Bontekei. Sonst ist da nichts.
 
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