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Keine Wohnung, keine Eingliederungshilfe - Weiter ziehen?

Pichilemu

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#1
Ich muss jetzt hier mal mein Leid plagen.

Ich bin seit April 2015 wohnungslos. Ich konnte für die erste Zeit noch bei meiner Großmutter unterkommen, inzwischen geht das aber nicht mehr, weil sie bereits mit der Pflege ihrer Mutter voll ausgelastet ist und sich nicht um mich kümmern kann. So muss ich dann zeitweise auch unter der Brücke schlafen, wenn ich sonst keinen anderen Schlafplatz finde.

Ich hatte damals auch Eingliederungshilfe beantragt, aber das Sozialamt stellt sich da absolut stur. Erst haben die nach einem halben Jahr Untätigkeit den Antrag abgelehnt mit der Begründung, ich sei kerngesund (trotz ärztlicher Gutachten, die offensichtlich einfach von der SB selbst durchgelesen wurden, ein Amtsarzt hat sich die anscheinend nie angeschaut und auch eine Untersuchung gab es nie). Der Widerspruch vom Januar wurde bis heute nicht beschieden und trotz laufender Untätigkeitsklage weigert sich das Sozialamt beharrlich, den Widerspruch überhaupt zu bearbeiten. Sie stellen sich weiterhin auf dem Standpunkt, ich sei in Wirklichkeit kerngesund und bräuchte keine Hilfe und könnte problemlos für mich selbst sorgen.

Sie ignorieren völlig, dass ich auf der Straße lebe und nur durch die Hilfe von Verwandten überhaupt überlebensfähig bin, ansonsten wäre ich längst verhungert. Ich wurde auch schon vom Amtsarzt der AfA begutachtet, zwar hab ich das Gutachten selbst noch nicht (bin dabei, es anzufordern) aber es steht wohl eine Schizophrenie im Raum, die Behauptung des Sozialamtes, ich sei kerngesund, ist also völliger Quatsch.

Aber diese Verweigerungshaltung zermürbt mich einfach und ich kann nicht noch zwei Jahre auf der Straße leben während sich das Verfahren immer weiter in die Länge zieht. Ich überlege ernsthaft, wenn ich eh keinen festen Wohnsitz habe, einfach weiter zu ziehen, in irgendeine andere Ecke Deutschlands, und es dort zu versuchen, weil hier komme ich offensichtlich nicht weiter.

Was meint ihr?
 
E

ExitUser

Gast
#4
Es gibt aber auch Hilfen für Wohnungslose, die nicht vom Sozialamt finanziert werden. Zum Sozialpsychiatrischen Dienst kannst du jederzeit gehen. Zur diagnostischen Abklärung könntest du auch erstmal ein paar Wochen in eine Klinik gehen. Danach hast du auch ganz andere Voraussetzung und die nötigen fachärztlichen Beurteilungen.

Einfach irgendwohin ziehen ist selten eine Lösung, zumal die Unterstützung durch Verwandte dann ja auch weg wäre.
 

Fabiola

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#5
Der Widerspruch vom Januar wurde bis heute nicht beschieden und trotz laufender Untätigkeitsklage weigert sich das Sozialamt beharrlich, den Widerspruch überhaupt zu bearbeiten.
TE klagt doch bereits - oder habt ihr da eine eA im Sinn?
Ein paar mehr Worte wären sicher hilfreich.
 

JuppSchmitz

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#6
Wenn das so aussieht, würde ich das tun, was En Jordi heute um 11.17 geraten hat.Sozialpsychiatrischer Dienst und/oder Krankenhaus. Sich nicht abwimmeln lassen ist glaube ich, wichtig.
 

ZynHH

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#8
Pichilemu, was ist denn mit deiner Betreuerin? Ist die noch nicht aus dem Urlaub zurück?

Meinst nicht, es ist sinnvoller mit ihr zusammen die Probleme anzugehen?
Du kennst die Lösungen und könntest doch ihr diese vorschlagen und gemeinsam umsetzen.
 

Pichilemu

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#9
Pichilemu, was ist denn mit deiner Betreuerin? Ist die noch nicht aus dem Urlaub zurück?
Sie sollte eigentlich seit dem 8. August aus dem Urlaub zurück sein, aber ich habe von ihr kein einziges Lebenszeichen gehört und sie ist auch nicht erreichbar.
 

Pichilemu

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#11
Muss es da nicht eine Vertretungsregelung geben?
Eigentlich schon. Sie macht eigentlich genau denselben Fehler wie die Betreuerin aus dem anderen Thread hier im Forum. Das einzige was sie mir angeboten hat ist dass ich mich bei ihrer Kollegin ausheulen könnte, ansonsten wäre die aber nicht vertretungsbefugt und könnte aus rechtlicher Sicht nichts für mich tun.

Ich unterstelle ihr hier aber Unerfahrenheit, wie sie jedem Neuling im Beruf passieren kann. Das hat sie schon mehrmals gezeigt, etwa mit ihrer Behauptung, einmalige Einnahmen muss man dem JC nicht melden, die darf man immer behalten.
 
E

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#12
Es hat ohnehin niemand hier die geringste Chance, da @TE es ohnehin nur so macht, wie er/sie es will. Und meint, besser zu wissen.
 

Pichilemu

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#13
Es hat ohnehin niemand hier die geringste Chance, da @TE es ohnehin nur so macht, wie er/sie es will. Und meint, besser zu wissen.
Das hat aber auch einen guten Grund. Ich war nämlich schon mal unfreiwillig in der psychiatrischen Klinik, und da gab es keine Dusche. Nichts. Ich musste dort ohne jede Hygiene ausharren und das fand ich einfach nur absolut unmenschlich. Wenn das so üblich ist dass man sich in der Psychiatrie nicht duschen kann/darf (so scheint es ja) dann will ich dort auch nicht freiwillig hin, das dürfte absolut verständlich sein.
 
E

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Gast
#14
Ich war schon häufiger dort und durfte mich immer waschen und/oder duschen. Ich war auch nicht entmündigt, fixiert oder mit Medikamenten weggeschossen.
 

Pichilemu

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#16
Ich hatte damals in meinem alten Thread auch wirklich alles getan, was mir vorgeschlagen wurde, wo es darum ging, dass ich mit meinem alkoholkranken Vater zusammenlebte und der mich schlug und vergewaltigte.

Ich bin tatsächlich zur Polizei gegangen, aber die waren total auf der Seite meines Vaters und haben mich sofort ohne Vorwarnung wegen Vortäuschen einer Straftat und falscher Verdächtigung angezeigt. Ich stand dann tatsächlich vor dem Richter und die hätten mich am liebsten gleich in den Knast gesteckt, ich bin aus der Nummer nur um Haaresbreite rausgekommen. Aber dass das nichts werden kann war mir schon klar, schon damals bei der Zwangseinweisung war es den Beamten nicht nur völlig egal dass mein Vater mich ausgelacht hat als ich abgeführt wurde, nein, die haben noch zusammen mit ihm Witze über mich gerissen. Das fand ich absolut unmöglich.

Auch das Frauenhaus konnte mir nicht helfen denn die waren leider ausgebucht, weil es gerade dort wo ich lebte viel zu wenig Wohnraum gibt; deswegen konnten die mir auch nicht weiterhelfen.

Ich hatte also wirklich keine Wahl als in die Obdachlosigkeit zu flüchten. Ich konnte unter keinen Umständen mehr in dieser Wohnsituation wohnen bleiben und ich hatte wirklich alles durch, ich wusste nicht was ich noch hätte machen sollen.
 

gardine

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#17
Ich muss jetzt hier mal mein Leid plagen.

[...]

Was meint ihr?
das schockt mich schon, weil gerade vor paar Tagen war ich zu nem OÄ-Konzert eingeladen, ansonsten geh ich ja nicht raus.

Und als wir auf dem Weg dorthin an einigen Brücken vorbeikamen, meinte ich zu meinem Begleiter "hey, die Leute da unter der Brücke sehen doch total normal aus, campen die da nur freiwillig". Weil ich hab das früher ja auch mal auf meinen Reisen gemacht. Unter anderem haben wir beiden Mädels da mal am Hafen unter umgekippten Booten gepennt, wenn es geregnet hat und solche Sachen.

Aber dass das da eine Unterkunft nach dem Thema Wohnen oder/Bleiben sein soll, ist mir nicht bekannt.

Pichilemu, bitte verzweifle nicht so schnell, ich danke dir erstmal ganz herzlich für deine mutige Offenheit.

Alles Weitere folgt (hoffentlich) :biggrin:
 

Fabiola

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#18

gardine

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#19
übrigens wenns dir weiterhilft: das mit dem blöden Grinsen des eigenen Vaters vor Gericht kenn ich. Ich kenn sogar die Situation, wo die gesammelte Mannschaft von Gerichtsbediensteten den eigenen Vater zurückhalten muss, weil er mir als Tochter an die Gurgel gehen will.

Wenn du Frau bist, siehts auf der Straße freilich noch unschöner aus. - Weil du vom Frauenhaus sprichst.... abgesehen davon werden wir dir helfen, wenn du das möchtest. Das mein ich nicht sektenmäßig irgendwie mit wenn,,, dann,,,, oder so, sondern so wie wir das können halt .
 

Rübennase

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#20
Die erste Maßnahme wäre wohl mal eine Wohnung zu beschaffen. Dazu gibt es für Bedürftige einen Wohnberechtigungsschein. Den kannst du dir im Rathaus ausstellen lassen. Damit hast du Anspruch auf eine Sozialwohnung wenn es die denn in deiner Stadt gibt.
 

Pichilemu

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#21
Meine Betreuerin hat mir ja abgeboten, sich um eine Wohnung für mich zu kümmern, wenn ich das wollte. Ich war bisher immer sehr zögerlich bei dem Thema. Ich weiß gerade nicht wie ich das am besten erklären soll, ich versuche es mal so:

Ich habe ja keine Möbel (und hatte auch noch nie Möbel gehabt). Ich würde, sofern meine Betreuerin mir eine Wohnung besorgen würde, in eine komplett leere Wohnung ziehen. Ich könnte zwar wie ich das jetzt auch schon tue meine Verwandten um Essen betteln und dort meine Wäsche waschen, aber ich müsste trotzdem auf dem kalten Boden schlafen. Und auf Dauer ist das nicht gut, weder für den Rücken noch für die Psyche, wenn ich so miserabel schlafe. Ich könnte zwar auch wieder meine Verwandten um einen Schlafplatz anflehen, aber dann hätte ich die Wohnung eigentlich nicht gebraucht.

Ich wäre mit der Aufgabe, für meine Wohnung Möbel zu kaufen, hoffnungslos überfordert, zumal noch mit den niedrigen Sätzen für die Erstausstattung, mit denen man beim JC abgespeist wird (wenn ich bis dahin noch dort bin, soll ja ins SGB XII abgeschoben werden). Ich wüsste gar nicht, wie ich das bewerkstelligen soll, und das Sozialamt verweigert beharrlich jede Hilfe.

Das sind so die Gedanken, die mir beim Thema Wohnung herumkreisen. Ich sag mal so, wenn es ein Angebot für eine voll möbilierte Wohnung gäbe, würde ich das ohne weiter darüber nachzudenken sofort annehmen. Aber da kann man lange suchen, solche Angebote sind so schwer zu finden wie die Nadel im Heuhaufen.

@Fabiola:

nein, ich war noch nicht dort. Aber ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, ob ich je wieder an meinen alten Wohnort zurückkehren kann. Ich bin einfach durch das Verhalten der Behörden von damals völlig traumatisiert und es schaudert mir schon wenn ich nur darüber nachdenke dort wieder zu sein. Das wäre auch nicht besser wenn ich im SGB XII wäre, denn die haben das Sozialamt dort abgeschafft, SGB XII-Fälle werden seitdem vom JC betreut und daher müssen jetzt auch EM-Rentner dort eine EGV abschließen mit der sie sich verpflichten monatlich fünf Bewerbungen für eine Arbeitsstelle unter drei Stunden/Tag zu schreiben - schafft man das nicht, gibt's Sanktionen.
 

Raffi

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#22
In welcher Stadt wohnst du eigentlich?? Bitte deine Betreuung dir zu helfen eine Wohnung zu finden, beim JC kann man eine Erstausstattung beantragen und dann die Möbel liefern lassen. Mit dem Bett fängst du an, die gibt es relativ preiswert.. einfache Ausstattung ...Deine Betreuerin wird eine Liste der wichtigsten Sachen machen, die du für die Wohnung brauchst...Step by Step... es gibt sicherlich auch Hilfevereine, die dir helfen können fast umsonst an Hausrat zu kommen... denke nicht soviel darüber nach , hole dir die Hilfe, wenn die Betreuerin gut ist, kannst du bald in deinem Bett schlafen...

ps: Ich sehe Hanau scheint deine Stadt zu sein, wende dich ansonsten hier hin:
Diakonie Hessen: Hanau


dort gibt es auch die Möglichkeit des betreuten Wohnen, dort sind Zimmer natürlich schon eingerichtet (normalerweise) oder sie helfen dir wenn du eine Wohnung hast dich dort zu betreuen...


Bitte mache jetzt was , jammern hier nützt dir jetzt gar nichts... es gibt Hilfeangebote..nimm sie an..wäre schön wenn du das in die Hand nimmst, und wir hier bald lesen können, wie es weiter läuft.. Liebe Grüße Raffi
 
E

ExitUser

Gast
#23
Hilfe bei der Wohnungssuche ist selten. Die meisten sind damit alleinegelassen.

Ich habe mich in meiner Verzweiflung sogar mal an einen Betreuer gewendet. Außer gutgemeinten schlechten Ratschlägen kam da nichts Brauchbares.

Also: Nutze dieses Angebot! Die Unsicherheit ist verständlich, aber alles andere klärt sich dann schon und man kann durchaus auch mal eine Weile auf einem Luftbett oder einer einfachen Matratze schlafen.
Einfach die eigenen vier Wände und eine Tür zum Abschließen zu haben, wird dir sicher guttun und ist Voraussetzung für alles
Weitere.
 

Pichilemu

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#24
Meine Betreuerin hat mir heute eine Heimunterbringung empfohlen.

Begründung: die Wohnungssuche sei absolut aussichtslos, weil so gut wie alle Vermieter absolut behindertenfeindlich sind. Du kannst eine schlechte Schufa haben und findest noch eine Bleibe, aber eine rechtliche Betreuung ist ein absolutes KO-Kriterium. Da vermietet kein Vermieter.

Das Sozialamt stellt sich übrigens weiterhin stur, war zu erwarten. Die wollen, dass ich mich zwecks Diagnose stationär einweisen lasse. Das wird doch kein Arzt machen, das ist doch nicht Aufgabe der GKV, Gutachten für andere Behörden zu erstellen. Also ich kann mir nicht vorstellen, wie das funktionieren soll.

Die haben auch gesagt, weil noch nicht feststeht, ob ich in der WfbM anfange, können die mir keine Bleibe zur Verfügung stellen, weil sonst müsste ich nochmal umziehen. Also ich weiß nicht, für mich ist das ein eigenartiges Argument.

Ich bin auch, weil ihr es wolltet, mehrere 100 km zurück in meine alte Heimat gefahren, aber man hat mir empfohlen, keinesfalls wieder zurückzukehren, man empfiehlt auch grundsätzlich allen Obdachlosen, weiterzuziehen und sich auf gar keinen Fall hier niederzulassen. Es sei einfach absolut aussichtslos mit den Behörden, die Stadtpolizei schmeißt sogar gewaltsam Obdachlose aus der Stadt, die sind skrupellos.

Ich hab jetzt Bedenkzeit, aber ich glaube, es ist besser, es auf eine Klage ankommen zu lassen. Solange muss ich wohl erstmal weiter umherziehen.
 
E

ExitUser

Gast
#25
Es bliebe auch immer noch die Möglichkeit, eine Selbsteinweisung in Angriff zu nehmen. Aber du bist ja meist DANN krank, wenn es gerade passt.

Du hast enorm viel auf dem Kasten, hoffentlich bist du es dir eines Tages selbst wert, dieses Potenzial für dich persönlich einzusetzen.
 

Kerstin_K

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#26
Also ich halte das mit der Aussichtslosigkeit eine wohnung zu finden ja für eien Bequemlichkeitsausrede der betreuerin. Der Vermieter muss das doch gar nicht wissen!

Hast Du einen Einwilligungsvorbehalt? Wenn nein, kannst Du den Mietvertrag alleine unterschreiben,

Hab da was gefunden:

Auch sind Sie als Berufsbetreuer grundsätzlich nicht verpflichtet, dem Vermieter des Betreuten Kenntnis von der Betreuung zu geben. Das ist im Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 11.06.1991 klar geregelt worden, in dem es heißt:
„Das allgemeine Persönlichkeitsrecht eines Entmündigten wird verletzt, wenn ein Gericht ohne hinreichende Abwägung der betroffenen Belange davon ausgeht, er sei bei Abschluss eines Mietvertrages verpflichtet gewesen, seine Entmündigung zu offenbaren.“
Wann Berufsbetreuer Mietverträge richterlich genehmigen lassen müssen - BECKAKADEMIE FERNKURSE


Es ist nicht leicht, eine Wohnung zu finden, aber wenn man es gar nicht erst versucht, kann es nichts werden.


Pichilemu, es ist hier wie in Deinem alten Thread. Du kennst tausend Gründe, warum etwas nicht geht. Krieg endlich mal den Arsch hoch und mach was! Aus meiner Sicht brauchst Du keine unerfahrene Berufsanfängerin als Betreuerin, sondern jemanden, der Dir mal in den Hintern tritt.


Wie wäre es zum Beispiel, wenn Du mal einen Teil der Zeit, die Du hier im Forum verbringst für die Wohnungssuche verwenden würdest?
 
Mitglied seit
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#27
Wichtige Infos. Auch die Stadtpolizeit darf Obdachlose nicht einfach aus der Stadt werfen. Auch nicht die Bayern. Ist ausgeklagt und der Versuch dürfte demnach sogar als Straftat zu werten sein. Wohnungslosigkeit ist eine Ordnungswidrigkeit, die die Kommune zu beseitigen hat. Ein Verweis auf frühere Aufenthaltsorte ist nicht zulässig. Wenn es in den üblichen Herbergen keinen Platz gibt, wird Kommune / AfWW / Sozialamt notfalls auch ein Pensionszimmer zur Verfügung stellen. Wenn die Wohnungssuche grundsätzlich aussichtslos wäre, dürfte kein JC kein Sozialamt eine Kostensenkungsaufforderung für KdU ausstellen.
 

Pichilemu

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#28
Also ich halte das mit der Aussichtslosigkeit eine wohnung zu finden ja für eien Bequemlichkeitsausrede der betreuerin. Der Vermieter muss das doch gar nicht wissen!
Sie hat gesagt, sie hat es wirklich versucht. Das Problem ist leider, dass die Vermieter schon wissen, wer sie ist, sie muss sich also gar nicht erst vorstellen, die legen sofort auf, wenn sie sie am Apparat hören. Und die Wohnungen, die sie bekommen hätte, waren wohl laut ihrer Aussage in einem so katastrophalen Zustand, dass sie das nicht mit gutem Gewissen für mich mieten kann.

Sie hat mir das Heim auch damit schmackhaft gemacht, dass ich dann direkt neben der WfbM wohnen würde. Ansonsten müsste ich nämlich auch noch Kfz-Hilfe beim Sozialamt beantragen, weil es keinen ÖPNV gibt, und wenn die schon mit der Wohnung zicken, wird es mit dem Kfz nicht besser.

Auch vorher als ich noch beim Jugendamt war haben die sich um eine Wohnung bemüht, aber da lief es auch nicht besser. Fünf Jahre lang hat man es versucht, nichts, noch nicht einmal eine Wohnungsbesichtigung. Deshalb bin ja auch ich der Meinung, dass ich auf dem freien Wohnungsmarkt keine Chance habe. Ob es dann gleich ein Heim sein muss, weiß ich aber nicht.

Und ich halte es für ganz schlecht, wenn jetzt hier Körperbehinderte gegen psychisch kranke hetzen. Will ich nur so gesagt haben.
 
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