Keine Unterstützung für Ausbildung - zu alt

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Kikkikikki

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Hallo,
mein Mann ist 29 Jahre alt und hat bis Dezember eine Ausbildung gemacht. Er war im 2. Lehrjahr. Dann ging die Firma pleite und er verlor seinen Ausbildungsplatz.
So musste er dann ALG 1 beantragen. Nun schrieb er Bewerbungen für einen neuen Ausbildungsplatz. Er war sogar Probearbeiten im Rahmen einer Maßnahme von der Agentur für Arbeit. Nun kann er den Ausbildungsplatz bekommen, wird aber null unterstützt und soll bis zum Ende noch bei einer Zeitarbeitfirma arbeiten gehen und den Umzug selber finanzieren. Es wurde ihm gesagt, dass er nicht unterstützt wird finanziell, da er zu alt ist für eine Ausbildung. Das wäre ja nur bis 25.
Ist das wirklich so?
Vor 2 Jahren, als wir hier her ziehen mussten wegen der Ausbildung, lief das alles ohne Probleme aus dem Vermittlungsbudget. Allerdings bekamen wir da nur ALG ii & BAföG.

Ist er jetzt wirklich zu alt um etwas finanzielle Hilfe für den Umzug zu bekommen?
Wir haben keinen Führerschein und auch keine familiäre Unterstützung. Nichts.

Bin für jede Hilfe dankbar.

LG
 

Kerstin_K

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Naja, die Frage nach der Rechtsgrundlage ist das eine. Die muss nicht beantwortet werden.

Aber wenn er Zum beispiel die Umzugskosten schriftlich beantragt, muss es eien Schriftlichen Bescheid geben. Da muss man sich dann im Falle der Ablehnung de Begründung ansehen und dann kann man weitersehen, ob man in Widerspruch geht oder sonstiges.
 

BerndB

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Hätte er nach Abbruch der Ausbildung die Füße hochgelegt und dem SB der AfA gesagt, er sei ungelernt und will eine Ausbildung nachholen, hätte er vermutlich im Rahmen des § 81 SGB III einen Bildungsgutschein erhalten. Der Haken jetzt könnte sein, ich weiß es aber nicht, dass es sich bei der jetzigen Ausbildung um eine Ausbildung mit normaler Dauer handelt. Eine Förderung im Erwachsenenbereich ist aber eigentlich nur möglich, wenn die Ausbildung erwachsenengerecht um 1/3 verkürzt ist.
 

Kikkikikki

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Hätte er nach Abbruch der Ausbildung die Füße hochgelegt und dem SB der AfA gesagt, er sei ungelernt und will eine Ausbildung nachholen, hätte er vermutlich im Rahmen des § 81 SGB III einen Bildungsgutschein erhalten. Der Haken jetzt könnte sein, ich weiß es aber nicht, dass es sich bei der jetzigen Ausbildung um eine Ausbildung mit normaler Dauer handelt. Eine Förderung im Erwachsenenbereich ist aber eigentlich nur möglich, wenn die Ausbildung erwachsenengerecht um 1/3 verkürzt ist.

Die können ja aber eigentlich froh sein, dass er sich selbst gekümmert hat, in eine sozialversicherungspflichtige Ausbildung zu kommen. Dann sind sie ihn los.
Es kann ja auch sein, dass er seine Ausbildung noch verkürzen kann durch sein Vorwissen. Aber generell dauert die Ausbildung 3,5 Jahre und mein Mann ist sich sicher, dass er diese Zeit auch wirklich braucht. In 2/3 der Zeit wird's einfach zu knapp diesen Beruf zu erlernen.
 

BerndB

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Übrigens bin ich der Auffassung, dass die Altersgrenze von 25 Jahren nur eine Grenze für die interne Zuständigkeit in der AfA ist. Berufsberatung kann max. bis zum 25. Lebensjahr zuständig sein. Danach ginge die Zuständigkeit an die Arbeitsvermittlung über.

Wobei die Arbeitsvermittlung aber schon früher zuständig sein kann. Insbesondere dann, wenn ein Anspruch auf Alg besteht.
 

Helga40

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Um was für Unterstützung geht es genau? Dem normalen Arbeitsvermittler ist Ausbildungssuche egal. Da geht es aufgrund des Bezüge von Alg 1 um Arbeit. Wenn er angibt, nur eine Ausbildung machen zu wollen, dann wäre er streng genommen noch nicht mal arbeitslos und hätte keinen Alg1 Anspruch.

Ist er bei überhaupt bei der Berufsberatung gemeldet? Denn, wenn überhaupt, wäre diese für Förderung der Ausbildungsaufnahme zuständig.
 

Kikkikikki

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Ich habe eben noch die Unterlagen rausgesucht. In der Firma wo er jetzt die Ausbildung beginnen kann, hat er eine Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung nach § 45 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 (SBG III) gemacht.

Dort steht unten auch, dass wenn er nicht in ein Versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis übernommen wird, die Firma einen Bogen ausfüllen soll.

D.h. erst wird man unterstützt, dann klappt es, und dann heißt es: "Sie sind zu alt für eine Ausbildung & daher wird der Umzug nicht gefördert werden können aus dem Vermittlungsbudget. Arbeiten Sie lieber bei einer Zeitarbeitfirma als Helfer."

Mein Mann hat extra noch seinen Realschulabschluss gemacht für diese Ausbildung.... Und nun... Wird man hier so fallen gelassen von der AfA....
 

Kikkikikki

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Um was für Unterstützung geht es genau? Dem normalen Arbeitsvermittler ist Ausbildungssuche egal. Da geht es aufgrund des Bezüge von Alg 1 um Arbeit. Wenn er angibt, nur eine Ausbildung machen zu wollen, dann wäre er streng genommen noch nicht mal arbeitslos und hätte keinen Alg1 Anspruch.

Ist er bei überhaupt bei der Berufsberatung gemeldet? Denn, wenn überhaupt, wäre diese für Förderung der Ausbildungsaufnahme zuständig.

Es geht um die Unterstützung aus dem Vermittlungsbudget zur Aufnahme der Ausbildung 300 km weit entfernt. Wir bräuchten finanzielle Hilfe beim Umzug. :(

Als er sich arbeitslos meldete, hat er gesagt, dass er selbstverständlich seine Ausbildung weiter machen will oder neu anfangen will.

Von der Berufsberatung hat ihm keiner was gesagt. Ich denke Mal, da er ja über 25 ist. Da hätte doch Mal jemand was sagen müssen.
Die wussten die ganze Zeit, dass er sich um eine Ausbildung kümmert. Ich verstehe das alles nicht.
 

Helga40

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Da hat er ja noch fast Glück gehabt. Für Alg1 muss er bereit sein, eine Arbeit zu suchen und aufzunehmen. Ausbildungssuche interessiert dabei nicht.
 

gizmo

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Bis jetzt hatte er noch keinen Kontakt zur HWK. Werde ihm aber morgen den Tipp geben. Danke für den Tipp.

Wie lange ist denn das schon her mit dem Ende der Firma, eigentlich gab es da einen Mitarbeiter der sollte den Kontakt zur HWK schon hergestellt haben, im kleiner Betrieb macht das der Chef.

Verstehe das nicht, normalerweise kümmern die sich dann schon von alleine, da die ihre Auszubildenden gerne als Handwerker in der Innung behalten wollen.
 

Zerberus X

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Also wenn er schon 2 Jahre hat dann sollte er sich um eine Weiterführung kümmern.

Und warum so weit weg gibt es nichts in der Nähe?
 

Kikkikikki

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Wie lange ist denn das schon her mit dem Ende der Firma, eigentlich gab es da einen Mitarbeiter der sollte den Kontakt zur HWK schon hergestellt haben, im kleiner Betrieb macht das der Chef.

Verstehe das nicht, normalerweise kümmern die sich dann schon von alleine, da die ihre Auszubildenden gerne als Handwerker in der Innung behalten wollen.
Im Dezember war die Kündigung durch. Ich glaube ca. im Oktober bekam er die Kündigung. Im Februar diesen Jahres kam ein Schreiben der HWK, dass er sich an die AfA wenden soll, wenn er Hilfe braucht, eine neue Ausbildung zu finden. Da war er aber schon lange gemeldet.
Mehr kam von der HWK nicht.
Den Chef kann man vergessen. Von dem brauchte man keine Hilfe erwarten.
 

Kikkikikki

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Also wenn er schon 2 Jahre hat dann sollte er sich um eine Weiterführung kümmern.

Und warum so weit weg gibt es nichts in der Nähe?
Er hat in der Ausbildung kaum was gelernt, außer schlitzen, stemmen und Dosen senken. Damit wird er es in der Prüfung und Zwischenprüfung nicht schaffen.

Warum soweit weg?
Wir sind ja nur für die Ausbildung hier hoch gezogen, aufs Land (Ostfriesland).
Wir wollen wieder näher Richtung alte Heimat & wir brauchen einen Ort mit einer guten Kinderbetreuung in den Ferien, und einer verlässlichen Schule für unsere Tochter. Dieses ist hier nicht gegeben. Haben keinen Führerschein und sind hier total aufgeschmissen.
Da hier die Busse nicht vernünftig fahren, würde mein Mann auch nie pünktlich zur Arbeit kommen in die Stadt (hier auf dem Land gibt's keine Ausbildungsbetriebe mehr).

Mich hat das Leben hier total runter gezogen und gehe sogar schon zur Caritas zur psychosozialen Beratungsstelle & warte seit dem wir hier wohnen auf einen Therapieplatz.
 

Str22

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Hallo,
mein Mann ist 29 Jahre alt und hat bis Dezember eine Ausbildung gemacht. Er war im 2. Lehrjahr. Dann ging die Firma pleite und er verlor seinen Ausbildungsplatz.
So musste er dann ALG 1 beantragen. Nun schrieb er Bewerbungen für einen neuen Ausbildungsplatz. Er war sogar Probearbeiten im Rahmen einer Maßnahme von der Agentur für Arbeit. Nun kann er den Ausbildungsplatz bekommen, wird aber null unterstützt und soll bis zum Ende noch bei einer Zeitarbeitfirma arbeiten gehen und den Umzug selber finanzieren. Es wurde ihm gesagt, dass er nicht unterstützt wird finanziell, da er zu alt ist für eine Ausbildung. Das wäre ja nur bis 25.
Ist das wirklich so?
Vor 2 Jahren, als wir hier her ziehen mussten wegen der Ausbildung, lief das alles ohne Probleme aus dem Vermittlungsbudget. Allerdings bekamen wir da nur ALG ii & BAföG.

Ist er jetzt wirklich zu alt um etwas finanzielle Hilfe für den Umzug zu bekommen?
Wir haben keinen Führerschein und auch keine familiäre Unterstützung. Nichts.

Bin für jede Hilfe dankbar.

LG

Hallo grüß Dich,

kenne aus dem Bekanntenkreis 3 ähnliche Fälle, alle waren mit jeweils über 25 Jahren in der Ausbildung.
In jedem Fall hatte das Jobcenter den Differenzbetrag aufgestockt zur Sicherung des Lebensunterhalts (ALG2).
Teilweise wurde auch eine zweite Ausbildung & Umschulung toleriert nach Grundangabe.
Vermutlich ist der Berater bei der AfA (Berufsberatung etc) einfach der falsche Ansprechpartner, da dein Mann bei Aufnahme der Ausbildung dort kategorisch rausfällt.
Ein Kollege startete auch mit 30 Jahren die Ausbildung, bekam auch recht zeitnah den Bewilligungsbescheid über ALG2.
..
 
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