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Keine Rezepte mehr - Arzt würde sich "strafbar" machen

Desmond

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#1
Moin,

Ich kam heute vom Arzt und musste erstmal die Informationen verarbeiten die mir da um die Ohren gehauen wurden.
Nicht nur, dass mal wieder eine Magenspiegelung ohne nennenswerten Befund war (außer einer "neuen" Speiseröhreentzündung),
nein, mein Arzt weigerte sich auch mir die nun ausgegangenen Esomeprazol 40mg neu zu verschreiben. Er würde sich strafbar machen, wenn er mir wieder welche verschreiben würde.

Zur Info - ich habe seit mehreren Jahren eine chronische Magenschleimhautentzündung, diverse Magengeschwüre über die Zeit verteilt gehabt und derzeit eine Speiseröhreentzündung die schon seit Monaten existiert.

Dazu nehme ich eigentlich Vormittags 1x Esomeprazol, Mittags vor dem Essen Cimeditin, und Abends Esomeprazol.
So lässt es sich einigermaßen frei Atmen, und das Sodbrennen quält mich nicht so arg.


Wie sieht das aus?
Versucht sich der Arzt hier bloß mit dem "mache mich strafbar"-Gehampel um das Ausstellen eines Rezeptes zu Gunsten seines Budgets zu drücken, oder gibt es da schon wieder neue Vorgaben, die den Patienten nicht mitgeteilt werden?
 

Maxenmann

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#3
Versuch es mal mit jeweils einem Schnapsglas Olivenöl vor den Mahlzeiten
 

Snickers

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#4
Dann macht sich mein Arzt auch strafbar.
Frage ihn mal weshalb!

Rufe doch deine KK an und teile denen mit, was dein Arzt gesagt hat. Dann sollen sie dir schriftlich geben, das es nicht so ist.

Oder vielleicht doch einen Arztwechsel?
Ich lasse mich nächsten Monat operieren......

Alles Gute für Dich.
 

evelyn62

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#5
Such dir einen anderen Arzt. Erstmal, wer heute noch Cimetidin verschreibt hat wirklich einen an der Waffel. Zweitens, die beiden Medikamente fallen nicht unters BTM, also nix mit Strafbarkeit. Der will nur sein Budget schonen.
Ich kenn die Problematik, mit Sodbrennen und Reizhusten, volles Programm.
Die Crux ist nur, man wird nicht so richtig ernst genomen. Sodbrennen ist für viele Ärzte nur eine nicht behandungsbedürftige Befindlichkeitsstörung.
Die reagieren erst, wenn die Speiseröhre schon halb weggebrannt ist.
Gehst du zum Internisten oder zum Allgemeinarzt damit?
@maxenmann Fett ist kontraproduktiv bei Sobrennen und Reflux.
 

Lady Jane

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#6
Ich hatte auch eine ganze Zeit lang an Sodbrennen gelitten. Mir hat es geholfen, meine Ernährung umzustellen und fettarm zu essen. Auch ein Glas Kartoffelsaft vor den Mahlzeiten soll ja helfen. Ich habe es allerdings noch nicht ausprobiert, weil es mir schon half, auf fettige Speisen zu verzichten.
 

tenzen

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#7
Ich würde es auch mit einer Ernährungsumstellung versuchen auch sollte man die Lebensumstände bedenken. Wie alt bist du ? Viel Stress usw...

Zum Thema :
Wende dich an die Krankenkasse, ich bin zwar gegen diese ganze Pharmascheisse aber ich habe den Eindruck das dein Arzt sich unter Vorwand rauswinden will. Sei aus Budget oder anderen Gründen, wenn er die Medikamentenschiene für bedenklich halten würde hätte er dir ehrlich geantwortet. Solche Ärzte gibts zum Glück auch noch.
 

Sauregurke

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#8
Dass der Arzt sich "strafbar" macht, muss ja einen Grund haben. Hast du den hinterfragt?
Meine Mutter hatte dieses Medikament auch, es wurde allerdings nach drei Monaten nicht mehr verordnet, weil ihre Blutwerte nicht ok waren.
Wie schon weiter oben geschrieben: frage bei deiner KK nach.
 

Snickers

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#9
Es wird nicht verboten sein, hat aber natürlich auch Nebenwirkungen die nicht ohne sind. Wenn die Magensäure hoch und runter läuft kann aber auch so Speiseröhrenkrebs entstehen.

Da es sich um einen Bruch handelt, wird auch nicht die Ursache behoben durch Medikamente.
Risiken und Nebenwirkungen einer medikamentösen Behandlung

Kurzfristig ist die Behandlung mit Protonenpumpenhemmern die Therapie der Wahl. Wenn allerdings nach mehreren Auslassversuchen sich abzeichnet, dass eine medikamentöse Dauertherapie erforderlich ist, so muss bedacht werden , dass dies eine rein symptomatische Therapie mit Nebenwirkungen ist.
Erstens ändert diese Behandlung am Rückfluss von Speise in den Ösophagus nichts. Zweitens steht im Magen keine Säure mehr für die Verdauung zur Verfügung. Dies bedeutet, dass durch die Behandlung ein weiterer krankhafter zustand erzeugt wird.
Die Magensäure ist ein wichtiger Bestandteil unseres Immunsystems. Sie ist als erste Barriere für die Vernichtung von möglicherweise mit der Nahrung eintreffenden schädlichen Bakterien und Parasiten zuständig.
Die Minderung der Säurebarriere des Magens kann zu einem moderaten bis deutlich erhöhten Risiko für Magen-Darm-Infektionen, wie bakterielle Dünndarmfehlbesiedlungen, bakterielle Diarrhöen, Infektionen mit Salmonellen, Campylobacter, Clostridium difficile und Parasiten (z. B. Giardia lamblia). Extraintestinale Infektionen äußern sich durch ein moderat erhöhtes Risiko für „ambulante“ Pneumonien.
Die marginale Beeinflussung der Resorption von Vitamin B12, Vitamin C und Eisen durch PPI spielt in der klinischen Routine keine Rolle.
Nicht selten finden sich nach jahrelanger PPI Therapie multiple „Pseudopolypen“ im Magen. Über Jahrzehnt eingenommen ist möglicherweise die Ausbildung einer Osteoporose möglich.

3. Operativ
Vorteil der operativen Reflux-Therapie ist, dass die Ursache der Erkrankung behoben wird.
Der minimal-invasive Eingriff beim Reflux ermöglicht eine für den Körper maximal schonende Behandlung.
Zwerchfellbruch (Hiatushernie)- Reflux Zentrum München
 

Desmond

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#10
Moin,

Cimetidin ist neben Esomeprazol so das einzige was ich vertrage, ohne, dass mir bei stabilen Kreislauf schwindelig wird.

Ich bin derzeit bei einem Allgemeinmediziner, eben weil die Fachärzte hier nur Untersuchungen aber keine Behandlung durchführen.
Die Internisten sind leider überlastet.


Na dann werde ich mal bei der Krankenkasse vorbeischauen und nachfragen was da Sache ist.
 

Anna B.

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#11
Hallo,

die KK kann dir nur sagen, dass der Arzt alleine entscheidet, ob ein Medikament medizinisch angebracht ist oder nicht..

du könntest den Arzt mal auffordern, dir schriftlich mitzuteilen, dass er, wie er sagt, sich strafbar macht, wenn er das Medi weiterhin aufschreibt...da wird ihm, genau wie so manchem SB beim JC, nichts mehr einfallen...weil er einfach nur geplappert hat, ohne Sinn und Verstand..

du hättest ihn genau fragen müssen, weshalb er sich denn strafbar macht...

ich bekomme das Medikament nur vom Hausarzt, weil in meiner Vorgeschichte mehrere Magenprobleme aufgetaucht sind...seit dem ich Opiate nehme und ab und an Ibu 800 hat sich das verschlimmert...meine Schmerzarzt darf Omeprazol nicht verordnen, mein HA aber schon...

von daher frag ihn, warum er sich strafbar machen würde...

und wende dich an die Patientenberatungsstelle, mir fällt grad der Name nicht ein..die können dir auch helfen..

oder auch an die kassenärztliche Vereinigung deines Bundeslandes..mit Nennung des Arztes und des Medikaments..

und hier kannst du dich mal im Bereich: Arzneimittelrichtlinie schlau machen und den Arzt ggf. mit seinen eigenen Waffen schlagen...

wer informiert ist, hat Vorsprung..Wissen ist Macht...
 

Muzel

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#12
Mir erzählen Ärzte auch jede Menge Müll. Du brauchst es schriftlich, was bei der Endoskopie festgestellt wurde. Der Arzt ist verpflichtet dir den Befundbericht auszuhändigen.
 

Musterfrau

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#13
Wenn das Medikament ganz normal auf dem Markt erhältlich ist, sehe ich auch keinen Grund, warum sich der Arzt jetzt strafbar machen könnte. Da das Quartal erst zur Hälfte ´rum ist, kann ich mir auch nicht recht vorstellen, dass das Kostengründe haben könnte.

Manchmal agieren Praxen plötzlich und aus dem Nichts so wenig nachvollziehbar. Der Arzt schreibt z. B. etwas bereitwillig seit Jahren auf, die (neue) Arzthelferin erklärt bei der Rezeptbestellung, das gehe nur noch mit spezieller Untersuchung. Dazu ändern die Ärzte auch gerne selbst ihre Meinung und beim nächsten Mal gibt´s das Mittel, das vorher verwehrt wurde. Mir letzte Woche passiert: Für die Sehstärkenbestimmung wollte mir die Arzthelferin Kohle abnehmen, der Arzt hat verzichtet. Auch hier brachte ein Anruf bei der Krankenkasse Licht ins Dunkel (Kostenpflicht besteht nicht).

Rate Dir daher auch, mit Deiner Krankenkasse zu sprechen (manche haben auch eine sog. Gesundheitshotline, durch die Du zu einem fremden Arzt der selben Fachrichtung verbunden wirst) und parallel bei Deinem Lieblingsapotheker nachzuhaken. Der freut sich schließlich auch, wenn bestimmte Medikamente bei ihm bestellt werden.
 

Muzel

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#14
Der Arzt könnte sich doch nur strafbar machen, wenn er ein schädigendes Medikament verschreibt.
 

50GdB23

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#15
Habe ich jetzt auch noch nie gehört. Das einzigste was mein HA sagte, er muss immer schauen was er verschreibt und wie oft. Sonst gibt es Ärger mit der KK. Ganz große Klasse, Deutschland.

Ich konnte jetzt nirgends nachlesen was an dem Medikament dran ist, dass ein Arzt sich Strafbar macht.

Das Medikament hat zwar Nebenwirkungen, wie jedes...vielleicht liegt es auch an dem was ich zuerst geschrieben?!:rolleyes:
 

Desmond

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#16
So, bei der Krankenkasse waren leider keine "zuständigen Mitarbeiter" anzutreffen, als ich da war und da mir momentan ohne Tabletten alles im Magen-Speiseröhrenbereich das Gefühl von gekippten Joghurt gibt, (lecker:sarcasm:) habe ich das weitere Nachfragen auch bisher vermieden.

Just heute zur Ärztin gedackelt und mich beschwert, warum sie denn nicht mit dem handschriftlichen Diagnosezettel zum Facharzt geht und nachfragt was drauf steht, wenn sie es schon nicht lesen kann -
bekam ich plötzlich das Rezept ausgestellt.

Leider war es da schon zu spät für die Apotheke, da die Tabletten jedes Mal bestellt werden müssen.


Morgen kommen sie an und in einer Woche fühle ich mich dann auch wieder halbwegs menschlich


Danke an alle :)
 

50GdB23

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#17
Siehst du, geht doch aber warum erst so Stress machen und verweigern?:icon_kratz:

Aber letztenendes Egal, du hast das Rezept, Medikament kannst holen.
 

TC Nairolf

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#18
Ich würde gleich morgen zum Arzt gehen, sagen Du möchtest es schriftlich haben das er sich dann strafbar machen würde und mit Begründung, wieso und Paragraphen. ;) Weigert er sich willst das schriftlich haben. Weigert er sich Dir das schriftlich zu bestätigen, KK anrufen und nach fragen und den Arzt wechseln.

Hast Du noch Beleg das Du die Tabletten bekommen hast? Quittung von der Apotheke, Kopie des Rezeptes?

Wende Dich mal an die Ärztekammer.

Kleine Info, laut meiner Kasse rechtet die Ärzte nicht mit der KK, sonder mit dem Abrechnungszentrum der Ärzte oder so ähnlich ab.

Wenn der Arzt es für nötig hält kann er Dir 1x Mal pro Woche Blut abnehmen und die Kosten müssten eigentlich erstattet werden.

Noch ne Frage, hast Du einen Antrag bei der KK wegen chronischer Erkrankung gestellt?
 

Anna B.

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#19
Hallo,

die KK zahlen je nach Anzahl der Mitglieder und nach Erkrankungen einen bestimmten Pauschalbetrag an die Kassenärztliche Vereinigung...

die kassenärztliche Vereinigung verteilt die Gelder dann nach einem bestimmten Schlüssel an die jeweiligen Ärzte...

die Ärzte bekommen rein rechnerisch ein bestimmtes Budget, für bestimmte Behandlungen, Schmerztherapeuten haben z.B. ein viel höhere Budget für teure Schmerzmittel, als ein Hautarzt...

und die Ärzte achten dann in ihrer Verordnungsmenge auf diese Budget...

dein Arzt macht sich nciht strafbar, wenn er dir das Medikament verschreibt..sondern es greift sein Budget an...

wenn er etwas clever wäre, würde er eine Begründung schreiben....
und falls dann die KK mal prüft (vielmehr die KV)...dann kann er die Begründung vorlegen und gut ist..

meine Ärztin wurde einmal geprüft und sollte einen Regreß von 200.000 Euro zurckzahlen...da sie aber alles ordentlich begründen konnte..blieb von dem ganzen Regreß noch 700 Euro übrig..die sie dann selber bezahlt hat...

es wird von den Ärzten viel erzählt..aber nicht alles stimmt...

und die KK-Mitarbeiter..die wissen da wirklich nicht weiter...die kennen das auch n ur, dass ein Arzt v erordnen darf, was als Medikament zugelassen ist...

mehr wissen die auch nicht...
 

TC Nairolf

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#20
Anna B. die "Kassenärztliche Vereinigung" meinte ich. :D

Ich stand vorhin extrem auf dem Schlauch. :icon_hihi:
 
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