keine Leistungen trotzdem Einladung?

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Basched

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Guten Tag,

ich habe mich für die Zeit zwischen Zivildienst und Studium 'arbeitssuchend' gemeldet, um Anwartschaftszeit für die Rentenversicherung zu sammeln. Eine Arbeit für die 5 Monate suche ich nicht. Macht ja auch keinen Sinn eine Arbeit zu suchen wenn man studieren will.

ALG I oder ALG II steht mir nicht zu, wohne bei meinen Eltern und die haben Arbeit.

Trotzdem hat mir die Dame einen Vermittlungs- / Beratungstermin aufgezwungen. Dass dieser Termin absolute Zeitverschwendung für mich und meinen "Vermittler" ist, war der Frau völlig egal.

Frage:
Kann ich mich vor diesem Termin drücken?

Finanziell können die mich ja nicht sanktionieren, wer nichts bekommt, dem kann man ja auch nichts streichen.

Zusammen mit der Einladung hab ich einen Antwortbogen erhalten auf dem als möglicher Grund für ein nicht Erscheinen steht "Meinen Antrag auf Arbeitslosengeld, Teil-Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenbeihilfe werde ich nicht abgeben, weil"

Da ich keinen solchen Antrag gestellt habe und auch nicht stellen werde muss ich den Termin doch auch nicht wahrnehmen!?

Was geschieht, wenn ich dieses Feld ankreuze und den Bogen zurückschicke?

Ich habe nur die Befürchtung, dass das Amt keine Meldung zur Rentenversicherung macht, wenn ich nicht so tue als ob ich dringen auf der Suche nach einer Arbeit wäre bzw dass mir der Status 'arbeitssuchend' aberkannt wird :icon_neutral:

Hoffentlich kann mir jemand weiterhelfen, wie ich mich am besten verhalte.

Viele Grüße
 

Muzel

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Das ist genauso ,Basched, wie du denkst. Wenn du nicht zum Termin erscheinst, melden die dich aus der Vermittlung und damit auch bei der Rente ab. Und das geht. z. z.
 
E

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Gast
Ich habe nur die Befürchtung, dass das Amt keine Meldung zur Rentenversicherung macht, wenn ich nicht so tue als ob ich dringen auf der Suche nach einer Arbeit wäre bzw dass mir der Status 'arbeitssuchend' aberkannt wird :icon_neutral:

Ganz salopp könnte man sagen: Deine Befürchtung trügt Dich nicht.

Es gibt da leider nicht allzu viele Möglichkeiten, entweder Du verzichtest auf die Anwartschaftszeit für die Rentenversicherung oder Du nimmst den Termin wahr.
 

Basched

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Danke für die Antwort.

Hab jetzt noch eine Anschlussfrage:

Zählt die Meldung bei der Rentenversicherung als "Leistung" ?

In der Rechtsfolgenbelehrung steht nämlich: "Diese Aufforderung können Sie als hinfällig ansehen, wenn [...] Sie keine weiteren Leistungen mehr beziehen wollen."


Falls es keinen anderen Ausweg gibt als zu diesem Termin zu kommen, was erwartet mich dort? Lasse ich mich in eine Kartei eintragen und hab dann Ruhe bis zum Studium oder muss ich irgendwelche Bewerbungen nachweisen und alle paar Wochen bei meinem Vermittler antanzen? :icon_eek:
 

Muzel

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Da hat mich die SB aufgeklärt, das man sogar als Nichtleistungsbezieherin zum Arge-Arzt geschickt werden kann, weil dies Rentenanwartschaft schon als Leistung zählt. Mir hat es den Magen herumgedreht.
 
E

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Gast
Basched;406419 Zählt die Meldung bei der Rentenversicherung als "Leistung" ?[COLOR=Black meinte:

Jau. "Die" zahlen da ja auch was ein. Auch wenn es nur "Peanuts" sind.


Falls es keinen anderen Ausweg gibt als zu diesem Termin zu kommen, was erwartet mich dort? Lasse ich mich in eine Kartei eintragen und hab dann Ruhe bis zum Studium oder muss ich irgendwelche Bewerbungen nachweisen und alle paar Wochen bei meinem Vermittler antanzen? :icon_eek:

Es kann Dir da eine Menge passieren: vom Bewerbungstraining über sog. Sofortmassnahmen... Es gibt durchaus SB's, die diese 5 Monate nicht als "Parkbank" ansehen, andere hingegen es eher relaxt betrachten und sich denken "Na, der ist ja eh bald weg".

Keine Ahnung, was Dich letztlich erwartet, da ich kein Hellseher sein will.:icon_wink:
 
E

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Gast
@Basched

Erkundige dich zunächst einmal, ob eine Arbeitslosenzeit bei dir überhaupt als Anrechnungszeit in der Rentenversicherung gelten würde (§ 58 SGB VI).

Wenn du dich lediglich arbeitssuchend registrieren läßt, hilft dir das überhaupt nicht weiter, da eine Anrechnungszeit eine Arbeitslosigkeit voraussetzt (genauer: "wegen Arbeitslosigkeit arbeitssuchend"). Das sind zwei verschiedene Dinge. Die Arbeitslosigkeit setzt mehr voraus, nämlich Beschäftigungslosigkeit, Eigenbemühungen bei der Stellensuche und Verfügbarkeit für die Arbeitsvermittlung.

@canigou

Bei Nichtleistungsempfänger zahlt das Arbeitsamt nichts in die Rentenkasse ein, auch nicht Kleinigkeiten. Anrechnungszeiten führen auch nicht zu einer höheren Rente, sondern helfen u.U. nur bei der Erreichung von Wartezeiten.

@Muzel

Da hat dich der SB falsch aufgeklärt oder sich unklar ausgedrückt. Die Meldung von Anrechnungszeiten an die Rentenversicherung ist keine "Leistung" der Arbeitsämter, sonderen deren gesetzliche Pflicht, wenn die Voraussetzungen vorliegen. Die Arbeitsämter können freilich die Voraussetzungen überprüfen (siehe oben). Inwieweit das geschieht, ist eine andere Frage.
 

Muzel

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Hallo Gurkenaugust!

Die SB hat mir gesagt, dass es interne Absprachen geben würde. Ist das nicht schön für einen Rechtsstaat?
 

Basched

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Danke für eure Hilfe.

@Basched

Erkundige dich zunächst einmal, ob eine Arbeitslosenzeit bei dir überhaupt als Anrechnungszeit in der Rentenversicherung gelten würde (§ 58 SGB VI).

Wenn du dich lediglich arbeitssuchend registrieren läßt, hilft dir das überhaupt nicht weiter, da eine Anrechnungszeit eine Arbeitslosigkeit voraussetzt (genauer: "wegen Arbeitslosigkeit arbeitssuchend"). Das sind zwei verschiedene Dinge. Die Arbeitslosigkeit setzt mehr voraus, nämlich Beschäftigungslosigkeit, Eigenbemühungen bei der Stellensuche und Verfügbarkeit für die Arbeitsvermittlung.

Hab extra nachgefragt als ich beim Amt war. Bis zum Ende des Zivildienstes bin ich arbeitssuchend gemeldet und danach arbeitslos.

@canigou

Bei Nichtleistungsempfänger zahlt das Arbeitsamt nichts in die Rentenkasse ein, auch nicht Kleinigkeiten. Anrechnungszeiten führen auch nicht zu einer höheren Rente, sondern helfen u.U. nur bei der Erreichung von Wartezeiten.

Das ist auch mein Kenntnisstand. Gut das nochmal bestätigt zu bekommen.

@Muzel

Da hat dich der SB falsch aufgeklärt oder sich unklar ausgedrückt. Die Meldung von Anrechnungszeiten an die Rentenversicherung ist keine "Leistung" der Arbeitsämter, sonderen deren gesetzliche Pflicht, wenn die Voraussetzungen vorliegen.

Was genau sind die Voraussetzungen dafür? Wenn es keine "Leistung" im Sinne der Rechtsfolgebelehrung ist, muss ich den Termin doch auch nicht wahrnehmen?

Die Arbeitsämter können freilich die Voraussetzungen überprüfen (siehe oben). Inwieweit das geschieht, ist eine andere Frage.

canigou meinte:
Es kann Dir da eine Menge passieren: vom Bewerbungstraining über sog. Sofortmassnahmen... Es gibt durchaus SB's, die diese 5 Monate nicht als "Parkbank" ansehen, andere hingegen es eher relaxt betrachten und sich denken "Na, der ist ja eh bald weg".

Gehen wir mal vom Worst Case aus:
Ich werde in irgendwelche Maßnahmen gesteckt. Dort würde ich mich nicht blicken lassen.
Darauf würde ich eine Vermittlungssperre auferlegt bekommen. Das würde gleichzeitig heißen: Keine Anrechnungszeit für die Rente. Den Status als Arbeitsloser oder Arbeitssuchender kann mir vom Amt doch aber nicht aberkannt werden?? (Kann evt. wichtig fürs Kindergeld werden - soll hier aber nicht Thema werden)

Können die mir den irgendwelche Bußgelder oder ähnliches aufbrummen, wenn ich mich weigere Maßnahmen anzutreten? Müsste es mir dann nämlich nochmal genau überlegen wieviel mir diese 5 Monate Anrechnungszeit denn wert ist..


Sind meine Überlegungen dazu richtig oder würde mich etwas anderes erwarten?
 
E

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Gast
Gehen wir mal vom Worst Case aus:
Ich werde in irgendwelche Maßnahmen gesteckt. Dort würde ich mich nicht blicken lassen.
Darauf würde ich eine Vermittlungssperre auferlegt bekommen. Das würde gleichzeitig heißen: Keine Anrechnungszeit für die Rente. Den Status als Arbeitsloser oder Arbeitssuchender kann mir vom Amt doch aber nicht aberkannt werden?? (Kann evt. wichtig fürs Kindergeld werden - soll hier aber nicht Thema werden)

Doch, das ist - jedenfalls theoretisch - möglich. Das Arbeitsamt könnte versuchen, dir den Status als Arbeitsloser abzuerkennen, weil du beispielsweise nach ihrer Meinung nicht für die Vermittlung verfügbar bist. Inwieweit das tatsächlich versucht wird, sei dahingestellt.

Können die mir den irgendwelche Bußgelder oder ähnliches aufbrummen, wenn ich mich weigere Maßnahmen anzutreten? Müsste es mir dann nämlich nochmal genau überlegen wieviel mir diese 5 Monate Anrechnungszeit denn wert ist..

Irgendwelche finanziellen Sanktionen sind bei Nichtleistungsbeziehern ausgeschlossen.
 

final-doom

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Hast Du überhaubt schon mal gearbeitet? Das Dir das Arbeitsamt die Rentenbeiträge für Dich einzahlt setzt nämlich voraus das Du min. 1 Pflichtbeitrag im Jahr vor der Arbeitslosigkeit eingezahlt hast!
 

Basched

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Hast Du überhaubt schon mal gearbeitet? Das Dir das Arbeitsamt die Rentenbeiträge für Dich einzahlt setzt nämlich voraus das Du min. 1 Pflichtbeitrag im Jahr vor der Arbeitslosigkeit eingezahlt hast!

Anwartschaftszeit ist was anderes als Einzahlungen in die Rentenversicherung. Rentenbeiträge werden vom Amt nur gezahlt wenn man 1 Jahr Sozialversicherungspflichtig gearbeitet hat (also wenn man auch Anrecht auf ALG I hat).
Anwartschaftszeit bekommt man als arbeitslos gemeldeter Bürger gutgeschrieben. Dadurch erhöht sich die Rente nicht.
 

Basched

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Doch, das ist - jedenfalls theoretisch - möglich. Das Arbeitsamt könnte versuchen, dir den Status als Arbeitsloser abzuerkennen, weil du beispielsweise nach ihrer Meinung nicht für die Vermittlung verfügbar bist. Inwieweit das tatsächlich versucht wird, sei dahingestellt.

Das hört sich jetzt aber nicht so an als ob ich damit jetzt unbedingt rechnen müsste bzw. dass das häufiger geschieht. Selbst wenn die das dann vor haben, geht sowas doch bestimmt nicht von heute auf morgen und 5 Monate bis zum Studium werd ich doch bestimmt rauszögern können ohne irgendwelche Maßnahmen.


Irgendwelche finanziellen Sanktionen sind bei Nichtleistungsbeziehern ausgeschlossen.

Das hört sich schon mal gut an.

Mal schauen was mich dann bei dem Gespräch erwartet, vielleicht hab ich ja Glück und der SB hat Verständnis für mich und lässt mich in Ruhe.
Wenn die mir meinen Lebensunterhalt finanzieren würden, hätte ich ja noch irgendwie Verständnis, dass die versuchen mich in Arbeit zu bringen. Aber wegen einer Meldung bei der RV die absolut keine Kosten verursacht so ein Theater. Mal abwarten...
 
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