Keine Krankenversicherung, kein Anspruch wie gehts weiter?

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Haxenklaus

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Ich bin 25, meine Eltern wollen ihr vermögen nicht freilegen. Ich wohne bei ihnen in ihrem Haus

Um eine Wohnung zu mieten benötige ich Einkommen oder Alg 2.

Aber eine Zahlung bei Auszug wurde mir vom Arbeitsamt als unwahrscheinlich dargestellt, da es Verdacht auf Missbrauch von Sozialleistungen gäbe. (weil ich nur ausziehe um Alg 2 zu bekommen). Aber ohne Zustimmung zu Alg 2 bekomme ich eben auch keine Wohnung.

Jetzt versuche ich ohne Angabe des Vermögens meiner Eltern Alg 2 zu beantragen. Ich wohne in der unteren Etage in einem Zimmer und es gibt ein Bad aber keine Küche.

Das Amt sagt, ich bräuchte eine abgeschlossene Wohnung um ohne Elternangaben Leistungen zu erhalten.

Wie kann ich ev. Küchenmitbenutzung angeben und (die Nebenkosten der Eltern beziehe ich ein), so daß Anspruch entsteht oder zumindest KV da ich momentan nicht kv versichert bin. Vorher hatte ich alg1.

Vielen Dank für Tipps
haxenklaus
 

eAlex79

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Hi!

Also ich würde es so machen: suche heraus welche Wohnungen für Dich angemessen sind und Miete eine an. Mit dem Mietvertrag gehst Du zur ARGE und beantragst ALG II. Du bist älter als 25 Jahre und fällst damit nicht mehr in die U25 Regelungen, bist also ein freier Mensch. Lass Dir keinen Mumpitz vom Amt weissmachen, man ist dort in Manipulation, Missinformation und Lügen geschult worden.

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x Alex.
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Haxenklaus

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Eine Wohnung kann ich ich nicht ohne irgendeinen Einkommensnachweis anmieten. Irgendwie dreh ich mich im Kreis.
 

Arania

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Du musst erstmal den Antrag auf ALG II durchbekommen, dann folgt der nächste Schritt
 

peter_S

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ehm,
wenn du über 25 bist kannst du ausziehen wie du lustig bist, du darfst nur keinen eigenen Hausstand gründen wenn du unter 25 bist.
 

gelibeh

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Als erstes muss er doch ersteinmal ALGII bekommen, da stellt sich die ARGE anscheinend quer, da vermutet wird, dass die Eltern ihn finanziell unterstützen. Das kann man doch widerlegen, soweit ich weiß. Die Eltern sind nicht mehr unterhaltspflichtig. Danach kann er sich dann eine Wohnung suchen und die muss auch bezahlt werden.
 
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eAlex79 schrieb in #2 :bist also ein freier Mensch

Na, na, übertreib man nicht gleich wieder!
Unter freien Menschen stelle ich mir was anderes vor als Hartz4-Empfänger!
 

Haxenklaus

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Wie widerlege ich die Vermutung der finanziellen Unterstützung durch meine Eltern?
Abgesehen davon, das Problem ist ja schon, eine Wohnung zu bekommen.
Der Vermieter will Einkommensnachweise oder ALG2 Nachweis.

Bloß wie krieg ich den Nachweis?

Hab schon mit den Leuten diskutiert (bin über 25 etc), bloß sagen die mir recht klar daß ich keine Unterstützung bei mieten einer Wohnung bekomme. Und schon gar keinen Nachweis für den Vermieter - also gibt der mir keine Wohnung.
Ohne Wohnung auch kein Anspruch ... .

Ich hatte denen sogar 3 günstige Wohnungsangebote gezeigt, aber da ging nichts. Wie hätten die den eurer Meinung nach reagieren müssen?

Danke für eure Zeit
Haxenklaus
 
E

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Gast
Haxenklaus schrieb:
Wie widerlege ich die Vermutung der finanziellen Unterstützung durch meine Eltern?

Deine Eltern schmeissen dich raus und erklären an Eides statt, das sie für dich undankbares Früchtchen keines Falls länger berappen wollen.
Die falsche Eidesstattliche Erklärung ist strafbewehrt und somit ein 1a Beweismittel, das ja häufig vor Gericht angewendet wird.
Den Vorwurf des Verdachts auf Sozialbetrug lässt Du dir schriftlich (unter Zeugen) geben und Deine Eltern und Du stellen gegen den Beschuldiger Strafanzeige wegen falscher Verdächtigung und Verleumdung.
Jetzt holst Du Dir einen Erstantrag aus Deiner ARGE, füllst ihn aus und gibst ihn ab, was du dir auf einem extra Schreiben bestätigen lässt ( Hiermit bestätigen wir Herrn x zur Wahrung seiner Beweispflicht u.s.w.Datum, Stempel, Kaiser Wilhelm)
Jetzt gehst Du Dir eine Wohnung suchen, die nach den Kriterien in deiner Stadt angemessen ist und läst dir von der ARGE die Angemessenheit bestätigen.Mit der Angemessenheitsbestätigung gehst Du zu deinem Vermieter
und schliesst einen Mietvertrag ab. Damit gehst Du zur ARGE und stellst schriftlich einen Antrag auf Übernahme der KdU.(Wieder mit Empfangsbestätigung)!Jetzt setzt du dich zu Hause(wo immer das sein mag) gemütlich in Deinen Sessel und wartest 4 Wochen ab.
Haben sich die Asseln immer noch nicht gemeldet, gehst Du zum Sozialgericht, stellst einen Antrag auf Rechtskostenbeihilfe, nimmst dir den Anwalt deines Vertrauens und der beantragt für dich eine Einsweilige Verfügung, da Gefahr im Verzug ist.
Du drohst nämlich inzwischen zu verhungern und es droht Obdachlosigkeit, die laut SGB2 vermieden werden soll!
Ich glaube aber, so weit wird es nicht kommen. Spätestens, wenn sie dir den Sozialbetrugsvorwurf schriftlich geben sollen oder vor Zeugen wiederholen, wissen die einmal wioeder von gar nichts!

Noch einmal zu Deinem ersten Beitrag:
meine Eltern wollen ihr vermögen nicht freilegen

Was die wollen, interessiert nicht! Die ARGE könnte sie dazu teorethisch mit Bussgeldern zwingen, ihrer Auskunftspflicht nach zu kommen! Notfalls per gerichtlicher Verfügung!

Ein schönes Leben noch!
 
E

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Noch einmal zu Deinem ersten Beitrag:
meine Eltern wollen ihr vermögen nicht freilegen

Was die wollen, interessiert nicht! Die ARGE könnte sie dazu teorethisch mit Bussgeldern zwingen, ihrer Auskunftspflicht nach zu kommen! Notfalls per gerichtlicher Verfügung!
Das stimmt nicht, die Eltern sind nach nach dem SGB nicht mehr unterhaltspflichtig und können daher von der Arge nicht gezwungen werden, Einkommen und Vermögen offen zu legen.

Die Eltern müssen lediglich schriftlich erklären, dass sie ihren Sohn nicht mehr unterstützen.
 
E

ExitUser

Gast
Gut, Rüdiger, hab ich jetzt nicht nachgeguckt.
Habe ich einfach einmal vorausgesetzt, das eine Mitwirkungspflicht der Eltern besteht, da z.Z. von missratenen Kindern noch Unterhalt bis 28 Jahre eingeklagt werden kann! Das Gesetz soll ja erst geändert werden, da der Staat auch kein Bock mehr hat, bis 28 Kindergeld zu zahlen.
Eine Auskunftspflicht nach SGB2 ist sowieso gegeben.Ich darf dir sagen, das mein missratener Vater auch sein Einkommen damals bei BAföG nicht offenlegen wollte. Ich musste Ihn überzeugen, da ich Mitwirkungspflicht hatte. Als mir das nicht gelang, half das BAFöG-Amt mit drei Bussgeldern nach! Notfalls per Gericht!
Das werden sie doch für Hartz4 nicht entschärft haben, oder?
 
E

ExitUser

Gast
Da macht es sich die Arge einfacher, sie lehnt einfach den Antrag ab.
 
E

ExitUser

Gast
Ich bin 25, meine Eltern wollen ihr vermögen nicht freilegen. Ich wohne bei ihnen in ihrem Haus

Um eine Wohnung zu mieten benötige ich Einkommen oder Alg 2.

Aber eine Zahlung bei Auszug wurde mir vom Arbeitsamt als unwahrscheinlich dargestellt, da es Verdacht auf Missbrauch von Sozialleistungen gäbe. (weil ich nur ausziehe um Alg 2 zu bekommen). Aber ohne Zustimmung zu Alg 2 bekomme ich eben auch keine Wohnung.

Jetzt versuche ich ohne Angabe des Vermögens meiner Eltern Alg 2 zu beantragen. Ich wohne in der unteren Etage in einem Zimmer und es gibt ein Bad aber keine Küche.

Das Amt sagt, ich bräuchte eine abgeschlossene Wohnung um ohne Elternangaben Leistungen zu erhalten.

Wie kann ich ev. Küchenmitbenutzung angeben und (die Nebenkosten der Eltern beziehe ich ein), so daß Anspruch entsteht oder zumindest KV da ich momentan nicht kv versichert bin. Vorher hatte ich alg1.

Vielen Dank für Tipps
haxenklaus
Zuerst einmal brauchst Du eine schriftliche Erklärung Deiner Eltern, dass diese nicht (mehr) bereit sind Dich weiterhin zu unterstützen und auch nicht bereit sind Auskünfte über ihre Verhältnisse zu geben.

Damit solltest Du bereits ALGII erhalten. Sicher fordern Deine Eltern von Dir auch Kostgeld, deshalb laufen bei Dir dahingehend bereits Schulden auf.

Um ausziehen zu können müsste die Situation in deinem Elternhaus "unzumutbar" werden, wie z.B. Gewaltdrohungen, ständiger extremer Streit (Polizei muss wiederholt gerufen werden) etc.
Wir wollen doch nicht hoffen dass es bei Dir soweit kommt!

Wichtig ist jetzt einen Antrag zu stellen und Dir die Antragsstellung bestätigen zu lassen. Nehme dazu das Schriftstück Deiner Eltern mit. Egal was die ArGe sagt, Antrag stellen musst Du dürfen (ab dann bist du theoretisch krankenversichert), wenn der schriftliche Bescheid, der dann ergehen muss (und nur der ist bindend), ablehnend ist, ab zum Sozialgericht damit, damit dies eine Einstweilige Anordnung auf Zahlung von ALGII erlassen kann.
Beim Amtsgericht gibt es auch einen Beratungshilfegutschein, damit ab zu einem Anwalt für Sozialrecht, der hilft Dir dann rechtsberaterisch weiter.

Und immer daran denken: "Keine Buchung ohne Beleg", soll heißen, auf der ArGe nichts ohne Zeugen und/oder schriftlich bestätigt machen. NIE!

Hier noch etwas Infos zum Ausfüllen des Antrages.
https://www.tacheles-sozialhilfe.de/formulare/Antrag_auf_Leistungen_nach_dem_SGB_II/Ausfuellhinweise.html


Will man Dir auf der ArGe keinen Antrag geben(alles schon da gewesen), hole ihn hier und schicke ihn ausgefüllt, per Einschreiben mit Rückschein an die ArGe.
https://www.arbeitsagentur.de/nn_26642/zentraler-Content/Vordrucke/A07-Geldleistung/Allgemein/Formulare-Arbeitslosengeld-II.html

Ob beim Anwalt, Gericht oder dem versenden des Antrages per Einschreiben. Nie vergessen Kopien der nötigen Papiere und des Schreibens Deiner Eltern bei zu legen.

Genug erstmal ;)

Gruß, Anselm
 

gelibeh

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Gab hier nicht irgendwo ein Formular "Widerlegung einer Haushaltsgemeinschaft" zum Downloaden????
 
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