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Keine Hochzeiten – nur ein Todesfall

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Vera....ter

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Hallo, ich hatte einen Todesfall in der Familie. Meine Oma ist gestorben. Ich habe leider keine geeignete Klamotten für die Beerdigung – hat da jemand von euch einen Vorschlag ?

Außerdem muß ich hierfür durch fast ganz Deutschland fahren. Geht leider nicht mit dem Wochenendticket. Das wird ganz schön teuer ...

Und wie sieht das aus mit der hierfür nötigen Zeit ? Ich kann ja schlecht am Donnerstag kurz vor der Beerdigung dort erscheinen (da müßte ich Mittwochabend einen Nachzug nehmen, der wiederum teurer ist) und dann am selben Tag gleich wieder verschwinden. Damit ich dann am Freitag wieder da bin. Das wäre mindestens ein Tag Abwesenheit, normalerweise aber 3 (Mittwoch bis Freitag).

Regulären Urlaub kann ich mir leider nicht mehr nehmen, weil ich den schon verwendet habe. Gibt es hierfür Sonderurlaub ? Oder muß ich auch deswegen daheim bleiben ?

Ist eine Beerdigung noch ein Ereignis, an dem man als Arbeitsloser (ALG II) teilnehmen darf oder nicht ?

Sprich:

Gibt es da irgendwelche Leistungen vom AMT ? Oder ist der etwa im Regelsatz mit abgegolten ?
 

vagabund

Redaktion

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Hallo

beantrage einmaligen Bedarf - das ist dann sicher wieder eine Ermessensentscheidung deiner ARGE :kotz:

vg
vagabund
 

kalle

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Eigentlich ............ im Regelsatz abgegolten.
Für solche Sonderereignisse gibt es keine einmaligen Beihilfen mehr.
Wenn Du einen einigermaße guten SB hast kannst Du evtl. ein Darlehn beantragen. Vielleicht klappts ja.
Tut mir leid, das ich Dir da nix besseres sagen kann.
 

Arco

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Hi :stern:

erstmal herzliches Beileid, aber so ist das Leben, da gehört der Tod mit dazu ....

so zu deinen Fragen,

also ich glaube nicht das du/ihr für die Auslagen oder "Klamotten" etwas bekommen könnt, früher bei Sozialhilfe war es möglich.

Allerdings sollte man trotzdem mal hier Anfragen und/oder einen Antrag stellen....

Wegen des "Urlaubes" verstehe ich deine Anmerkung nicht ganz "du hättest schon deinen Urlaub" gut egal, du kannst bei deinem SB eine Ortsabwesenheit beantragen und normalerweise bekommt man die auch - auf jeden Fall für diese Sachlage ....
 
E

ExitUser

Gast
Wenn du über Ortsabwesenheit im Zusammenhang mit Urlaub sprichst, hast du eine Eingliederungsvereinbarung. Ansonsten kannst du ortsabwesend sein, solange es sich um einen Ort in Deutschland handelt, solange du möchtest.

Die Bedingunge für Alg 2 ist die Bedürftigkeit, nicht mehr wie oft fälschlicherweise angenommen, dass du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst.
 

Arco

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:daumen: .... und was ist wenn du ohne EGV so lange wie du willst irgendwo in Deutschland dich aufhälst und du von der Arge eine liebe persönliche Einladung zu ???? bekommst - Fragezeichen ! !

..... und du nicht zu diesem Termin oder was auch immer erscheinst ? ?

Nur mal sooooo :pfeiff: :pfeiff:
 
E

ExitUser

Gast
Dann mußt du wohl einen neuen Termin vereinbaren. Nur mal so. :pfeiff:

Fachdienstinformationskatalog:

Vorschriften zur Erreichbarkeit gibt es im SGB II nicht; deshalb wird es auch keine Erreichbarkeitsanordnung oder SGB II-spezifische Regelungen
(Verordnung des BMWA) geben.
Die Fälle in denen Sanktionen eintreten sind in § 31 SGB II abschließend geregelt. Verfügbarkeit oder Erreichbarkeit im bisherigen Sinne wird dadurch zunächst nicht erfasst, d.h. ein entsprechendes Verhalten löst keine Sanktionen aus. Nur wenn in einer Eingliederungsvereinbarung gem. § 15 Abs. 1 Satz 2 Ziffer 2 SGB II entsprechende Punkte festgehalten wurden, können Sanktionen bei Zuwiderhandlungen dem Grunde nach bei den o.g. Fällen eintreten.
Im SGB II gibt es keine spezifische Regelung hinsichtlich Umfang einer
Ortsabwesenheit.
Den äußeren Rahmen bilden § 7 Abs.1 Nr.4 SGB II i.V.m. § 30 Abs.3 S.2 SGB I. Ergeben sich Umstände, die erkennen lassen, dass jemand seinen gewöhnlichen Aufenthalt nicht mehr in der Bundesrepublik hat, so entfällt der Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II. Hier sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen.
Eine erneute Prüfung der Bedürftigkeit anlässlich des Urlaubs ist daher nicht erforderlich.
@ Arco,
wie würdest du das verstehen? :?:
 

Arco

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ja wenn die das auch selber wissen ist ja gut :twisted: :kinn:
 

Arania

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das ist mir jetzt aber auch neu, ich denke der ALG II-Empfänger muß täglich seine Post empfangen und für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen
 
E

ExitUser

Gast
Und wie würdest du die Passage im Fachinformationsdienst der Arge deuten?

Du mußt, um nach SGB II dein Geld zu bekommen, mindestens 3 Stunden täglich arbeiten können. Dort steht nicht, dass du dich täglich für 3 Stunden bereithalten mußt.

Das Kriterium ist die Bedürftigkeit. So steht es dort geschrieben. Im genannten § 31 SGB II, der die Fälle benennt, in denen der Bezug von Alg II abgesenkt werden darf, ist nicht die Ortsabwesenheit benannt.

Auch im § 32, der die Leistungen nach SGB XII regelt, steht davon nichts.

Erst in der Eingliederungsvereinbarung wird die Sanktion für die Ortsabwesenheit außerhalb eine genehmigten "Urlaubs" geregelt.
 

Vera....ter

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Hallo, danke für eure Antworten, besonders vagabund. :daumen:

Ich war gleich mal in der Bibl. Dort steht der Brühl und der meinte, daß es nach BSHG und SGB II § 21 Abs. 1 a (?) und § 20 Abs. 1 S.1 (nach wie vor) einen einmaligen Bedarf für besondere Anlässe gibt (der also nicht durch den Regelsatz gedeckt ist). Hierzu gehören alle Familienfeiern zu besonderen Anlässen ... unter anderem auch Beerdigung. Und der Bedarf bestünde hier in den Fahrtkosten, die nicht unerheblich sind (über 100 EURO). Ob eine entsprechende Kleidung auch dazu gehört ?

Demnach müßte die Wahrscheinlichkeit für eine Bewilligung sehr groß sein.

Diese einmaligen Bedarfe sind im Regelsatz bzw. dem ALG II und auch nicht in den pauschalierten Mehrbedarfen enthalten. Nicht jeder Arbeitslose hat ein Kind zur Einschulung, wird (wieder) schwanger oder hat in der Familie regelmäßig Hochzeit oder Todesfall. Aber für diese Fälle ist nach dem Gesetz ein einmaliger Bedarf vorgesehen.

Trotzdem werden die alles tun, um sich davor zu drücken. Ob ich wegen der Dringlichkeit eine sofortige bzw. unverzügliche Bearbeitung und Entscheidung erzwingen kann ? Und wenn die negativ ausfällt ? Gleich zum Anwalt und eine einstweilige Anordung / Verfügung ??? :?:

Ich habe mich nämlich heute den ganzen Vormittag in meinem Arbeitsamt vergnügt, bis ich endlich dran kam und man mir gesagt hat, daß ich hierfür keine Leistungen mehr bekomme.
 

steffenstyx

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Hallo

Diese einmaligen Bedarfe sind im Regelsatz bzw. dem ALG II und auch nicht in den pauschalierten Mehrbedarfen enthalten. Nicht jeder Arbeitslose hat ein Kind zur Einschulung, wird (wieder) schwanger oder hat in der Familie regelmäßig Hochzeit oder Todesfall. Aber für diese Fälle ist nach dem Gesetz ein einmaliger Bedarf vorgesehen.

in welchem Gesetz hast Du das gefunden? das Steht ja so nicht eindeutig drin. Was ist nun aus deien Anträgen geworden und hast Du nen Zuschuß bekommen?

Gruß Steffen :kinn:
 
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