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keine Beiträge zu Renten-/Krankenversicherung weil kein Anspruch auf HartzIV Leistung

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dietmar_m

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#1
Hallo Zusammen,

bin neu hier und hab noch nichts zu meinem Problem gefunden.

Ich bin 48 Jahre alt und werde wohl trotz zweier hochwertiger Ausbildungen (Bankkaufmann + Informatiker) und zahlreicher Weiterbildungen in absehbarer Zeit keinen neuen Job bekommen.

Im Dezember bekomme ich kein AL1-Geld mehr. Da ich Wohneigentum, ein relativ teures Auto und diverse Lebensversicherungen mit relativ hohen Rückkaufswerten habe, brauche ich mich für den Empfang von Hartz-IV-Geldern gar nicht erst anzumelden - ich kann mich NUR arbeitslos OHNE Leistungsbezug melden. Das bedeutet dann für mich, dass ich KEINE Beiträge zur Kranken-, Pflege- oder Rentenversicherung vom Amt bezahlt bekomme. Mir scheint, mit dieser Regelung soll die komplette Mittelschicht "platt" gemacht werden. Es kann ja wohl nicht angehen, dass Leute, die immer fürs Alter vorgesorgt haben und entsprechend hohe Rücklagen haben, jetzt deswegen benachteiligt werden und von diesen Rücklagen leben müssen. Oder alles verkaufen müssen (Haus, ETW, Lebensversicherungen etc.), was eigentlich fürs Alter vorgesehen waren (die geringen Freibeträge sind ja eine Frechheit!).

Die, die nie oder wenig vorgesorgt haben und jetzt keine nennenswerten Rücklagen haben, haben jetzt Anspruch auf finanzielle Unterstützung vom Amt.

Da ich mit diesem Problem sicher kein Einzelfall bin, würde mcih mal interessieren, ob es irgend welche Initiativen gibt, die gegen diesen gravierenden Mißstand endlich mal vorgehen. Sonst sehe ich in absehbarer Zukunft keine Mittelschicht mehr.

Für Info's und Ratschläge, was man tun kann, wäre ich sehr dankbar.
 

Clownfisch

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#2
AW: keine Beiträge zu Renten-/Krankenversicherung weil kein Anspruch auf HartzIV Leis

Für die Lebensversicherungen würde ich sofort einen Verwertungsausschluss mit der Versicherung vereinbaren. Verwertbarkeit erst nach Renteneintritt. Damit könntest Du die zumindest vor der Verwertung retten. ETW - bitte prüf, ob die noch in einer angemessenen Größe ist, sonst wäre auch da eine Umwandlung in eine ET angemessener Größe zu überlegen. Du hast jetzt noch einige Monate Zeit, Dir einen vernünftigen Job zu suchen. Nutz die Zeit dafür und besprich unbedingt mit einem guten Fachanwalt für Sozialrecht, ob meine Ideen gangbar sind. Das RA Honorar könnte sich in Deinem Fall als die beste Investition Deines Lebens herausstellen.
 

gerda52

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#3
AW: keine Beiträge zu Renten-/Krankenversicherung weil kein Anspruch auf HartzIV Leis

Clownfisch sagte :
Für die Lebensversicherungen würde ich sofort einen Verwertungsausschluss mit der Versicherung vereinbaren. Verwertbarkeit erst nach Renteneintritt. Damit könntest Du die zumindest vor der Verwertung retten.
So einfach wirds nicht werden, denn auch bei Vermögenswerten für die Altersvorsorge gibt es Grenzen. Die maßgeblichen Freibeträge kann man in den DVO zu § 12 SGB II nachlesen.
 

gerda52

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#4
AW: keine Beiträge zu Renten-/Krankenversicherung weil kein Anspruch auf HartzIV Leis

dietmar_m sagte :
Da ich mit diesem Problem sicher kein Einzelfall bin, würde mcih mal interessieren, ob es irgend welche Initiativen gibt, die gegen diesen gravierenden Mißstand endlich mal vorgehen. Sonst sehe ich in absehbarer Zukunft keine Mittelschicht mehr.
Mittelschicht und Hartz 4 vereinbart sich, wie man überall sieht und vor allen Dingen hört, nicht. Miittlerweile stehen jedoch die Freibeträge, die insbesondere für langjährige Beitragszahler der wahre Hohn sind, wieder zur Diskussion. Mal schauen, ob da in naher Zukunft eine Differenzierung bei rum kommt. Für das Wahljahr 2009 benötigen unsere 4 Parteien der 'Mitte' ja wieder einige Stimmen. Ich drück Dir jedenfalls die Daumen.
 

Clownfisch

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#5
AW: keine Beiträge zu Renten-/Krankenversicherung weil kein Anspruch auf HartzIV Leis

So einfach wirds nicht werden, denn auch bei Vermögenswerten für die Altersvorsorge gibt es Grenzen. Die maßgeblichen Freibeträge kann man in den DVO zu § 12 SGB II nachlesen.
Richtig, das hab ich mißverständlich ausgedrückt. Trotzdem aber nochmal mein Hinweis, wenn noch Zeit ist bis zum befürchteten Eintritt des ALGII-GAU, dann sollte man im Vorfeld jede nur mögliche fachliche / anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, um vorhandenes Vermögen optimal zu schützen.
 

dietmar_m

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#6
Altersarmut wegen Hartz-IV - keiner zahlt Beiträge zur Renten-,Kranken-/Pflegevers.

Warum bekommen Personen keine Beiträge zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung gezahlt, weil sie aufgurnd von sogenanntem angespartem Vermögen kein Anrecht auf Hartz-IV-Leistungen haben? Diese ungerechte Behandlung von einem Personenkreis, der immer vorgesorgt hat, ist das große Problem. Das angesparte private "Vermögen" geht dadurch nur für Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge drauf. Und weil zusätzlich für diese Zeiten (arbeitslos ohne Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen) vom Amt keine Beiträge zur Rentenversicherung bezahlt werden bzw. diese Zeiten nicht wie normlae Arbeitslosenzeiten anerkannt werden, sinken deren Rentenansprüche dramatisch.

Damit steht dem Staat in absehbarer Zukunft eine Altersarmut in nie gekanntem Ausmaß bevor, weil die Mittelschicht gezwungen ist, ihr für das Alter angespartes Vermögen zu verbrauchen. Sie können auch kaum noch Rentenansprüche ansammeln - es sei denn, sie bekommen wieder einen Job oder sie zahlen Rentenbeiträge ebenfalls von ihrem für's Alter angesparten Geld!

Wer hat also eine Idee, wo man sich an wen wenden kann, um auf dieses Problem aufmerksam zu machen und wer sich diesem wichtigen Thema annimmt?
 

dietmar_m

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#7
kein Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen - Altersarmut wegen fehlender Beiträge RV/KV/PV

Jahre-/Jahrzentelang hat man Beiträge zur AL-Versicherung gezahlt und nach 12 Monaten wird man, wenn man gut für's Alter vorgesorgt hat, in die absehbare Altersarmut gedrückt. Warum bekommen diese Personen, die aufgrund von "angespartem Vermögen für's Alter" kein Anrecht auf Hartz-IV-Leistungen haben, keine Beiträge zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung gezahlt? Die Freibeträge sind wohl eher als eine Verhöhnung derjenigen anzusehen, die immer für ihre Altersversorgung vorgesorgt haben.

Diese ungerechte Behandlung von einem Personenkreis, der immer vorgesorgt hat, ist das wirklich große Problem. Das angesparte private "Vermögen" geht dadurch für Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge drauf. Und weil zusätzlich für diese Zeiten (arbeitslos ohne Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen) vom Amt keine Beiträge zur Rentenversicherung bezahlt werden bzw. diese Zeiten nicht wie normlae Arbeitslosenzeiten anerkannt werden, sinken deren Rentenansprüche dramatisch.

Damit steht dem Staat in absehbarer Zukunft eine Altersarmut in nie gekanntem Ausmaß bevor, weil die arbeitslos gewordene Mittelschicht (ich würde mal sagen ab einem Alter von 40 Jahren) gezwungen ist, ihr für das Alter angespartes Kapital zu verbrauchen. Sie können auch kaum noch Rentenansprüche ansammeln - es sei denn, sie bekommen wieder einen Job (was bei dem vorherrschenden Jugendwahn bei der Jobvergabe eher schwierig sein wird) oder sie zahlen Rentenbeiträge ebenfalls von ihrem für's Alter angesparten Geld!

Wer hat eine Idee, wo man sich an wen wenden kann, um auf dieses Problem aufmerksam zu machen und wer hat genug Einfluß auf die Politik, damit sich zu diesem wichtigen Thema endlich mal was zum Abstellen dieser Ungerechtigkeit tut?
 

Kerstin_K

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#8
AW: kein Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen - Altersarmut wegen fehlender Beiträge RV/K

Das Problem muss doch noch ganz anders angegengen werden. Als wir damals in der Schule den Gnerationenvertrag durchgenommen haben, habe ich meinem Vater eine Frage gestellt: "Ich gehöre zu en geburtenstarken Jahrgängen (geb. 1965), nach mir kommen die sogenannten geburtenschwachen Jahrgänge. Die sollen später mal meine Rente zahlen. Wie geht das?" Antwort: "Keine Sorge, das regeln unsere Politiker dann schon."

Tja, jetzt haben wir den Salat. Rente mit 67 bringt es auch nicht. Ich habe das mal durchgerechnet. Obwohl ich einen gutbezahlten Job habe und auch einiges an privater Vorsorge betreibe, werde ich mich wohl im Alter ganz schön einschränken müssen. Soviel, wie man privat vorsorgen müsste, kann man gar nicht, selbst, wenn man Arbeit hat...
 
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ExitUser

Gast
#9
AW: kein Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen - Altersarmut wegen fehlender Beiträge RV/K

hallo,

willkommen im club............

grüße vom früher reichem und jetzt auch armem Frettchen
 

lupe

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#10
AW: kein Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen - Altersarmut wegen fehlender Beiträge RV/K

Hi, wenn Du ab 50 bist, solltest Du nach der neuen Regelung statt einem Jahr für 1 1/2 Jahre ALG I bekommen. Was aber nicht wirklich die Verbesserung ist. Zur Vorsorge, was Rente anbelangt kann ich Dir nur beipflichten. Das wird aber immer wieder moniert, dass ALG II Empfänger sich z.B. Kapitallebensvers. , die für eine spätere Rente gedachte waren, anrechnen lassen müssen.

Selbst die Rentenbeiträge in ALG II lassen die Rentenkurve, wenn man vorher gut verdient hat, nach untern schnellen. Ob man die nun bekommt, oder in China fällt ein Sack Reis um...

Zum Jugendwahn...Selbst wenn die älteren noch einen Job bekommen, dann zu Bedingungen, zu denen die Rente auch nicht besser wird. Von einem Dumpinglohn kann ich auch nicht viel Rente zahlen. Liegt dann wohl im Bereich dessen, was die ARGEN zahlen...Also ist Altersarmut de facto vorgezeichnet. Es sei denn, "wir älteren" haben uns soweit ein Rentenkonto aufgebaut, was später mal "einigermaßen" reichen wird. Das ist aber eine vage Prognose...
 

lupe

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#11
AW: kein Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen - Altersarmut wegen fehlender Beiträge RV/K

Als wir damals in der Schule den Gnerationenvertrag durchgenommen haben
Dieser Vertrag ist eine Lüge. Besser gesagt, es gibt diesen Vetrag nicht!!!! Das ist ein Wunschdenken gewesen.
 
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