Keine Alternative für Deutschland

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Gelöschtes Mitglied 41016

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Keine Alternative für Deutschland

Bei den Europawahlen kann sich die Alternative für Deutschland (AfD) Hoffnungen auf einen Einzug ins Europäische Parlament machen. Das ist gefährlich. Wirtschafts- und finanzpolitisch denkt die AfD marktradikal: Der Spitzensteuersatz soll gesenkt, der Staat auf ein Minimum reduziert werden. Leidtragende wären die Arbeitnehmer.
[...]
Gefährlich für Arbeitnehmer

Auch in einem weiteren, weit wichtigeren Punkt sollte man sich keinerlei Illusionen hingeben: Die AfD, das ist nicht einfach irgendeine kleine, windige rechtspopulistische Partei, die sich jetzt mit dem ehemaligen BDI-Chef Hans- Olaf Henkel ein prominentes Zugpferd als europäischen Spitzenkandidat geholt hat und die man nicht weiter ernst nehmen muss, nein. Wirtschafts- und finanzpolitisch denkt diese Partei marktliberal bis marktradikal, sozial- und gesellschaftspolitisch dagegen tickt sie erzkonservativ bis reaktionär. Das aber ist eine gefährliche Mischung – vor allem für die deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Wer heute noch glaubt, die FDP stünde in Sachen Marktradikalität am äußersten Ende des Flügels, täuscht sich gewaltig. In Wahrheit hat sich die AfD einer Ideologie verschrieben, die sich in den USA ausgebreitet hat, und die man wohl am ehesten als marktfundamentalistisch bezeichnen könnte. In Amerika feiern dieVertreter dieser Richtung momentan ihren Siegeszug innerhalb der Tea-Party-Bewegung, einer erzkonservativen Protestbewegung. Zurückgreifend auf den Theoretiker Lew Rockwell bietet sich zur Einordnung des Phänomens der Begriff “Paläolibertarismus” an.

In seiner letzten Konsequenz stellt der Paläolibertarismus den freien Markt und das private Eigentum über alles, lehnt damit auch den Staat und vor allem den Sozialstaat ab und fordert stattdessen die Unterwerfung aller Lebensbereiche unter die Marktideologie. Soziale Autoritäten wie die Familie und die Kirche sollen dabei das Individuum vor dem Staat schützen, der für Paläolibertäre das Feindbild ist.

Staat reduzieren

Die AfD passt nahtlos in dieses Schema. Bildung soll nach den Vorstellungen der AfD als “Kernaufgabe der Familie” gefördert werden, Kitas und Schulen sollen dies lediglich “sinnvoll ergänzen”. Wie die Tea- Party-Bewegung will auch die AfD den Staat am liebsten auf einige wenige Kernkompetenzen reduzieren und sieht, das liest sich so eindeutig zwischen den Zeilen, in staatlichen Systemen, wie dem Rentensystem oder der gesetzlichen Krankenversicherung bereits eine Vorstufe zum Sozialismus. Klar: Wer den Staat auf ein Minimum reduzieren will, lehnt natürlich jede Form einer starken Zentralregierung ab. So erklärt sich die Forderung der AfD nach einer drastischen Senkung des Spitzensteuersatzes und einer weiteren Liberalisierung des Arbeitsmarkts. Arbeitnehmer entlasten? Arbeitnehmer schützen? Nicht mit der AfD.

Diese marktliberalen, in vielen Punkten sogar marktradikalen, Positionen durchziehen in kaschierter Form auch das wenige Wochen alte Europawahlprogramm der Partei. So soll nach Wünschen der AfD “die Wettbewerbsfähigkeit im freien Binnenmarkt gestärkt” werden, um “die Mitgliedsstaaten leistungsfähiger zu machen”. Verquaste Rhetorik von Menschen, denen der freie Markt alles, Regeln und Rechte nichts zu bedeuten scheinen.
Vollständiger Text:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=21663
 

wolliohne

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genau wie das TROIKA Diktat in Südeuropa rollt der Zug mit rasender Geschwindigkeit auch auf uns (ohne afd) zu!
 

vidar

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AW: AfD - Altnazipartei?

Anscheinend ist die von mir (sicherlich unglücklich) formulierte Headline interessanter zu kommentieren, als sich zu dem Bericht selbst zu äußern.

Was sollst; trotzden vielen Dank dafür, falls es auch geschafft wurde den Bericht der Zeitung zu lesen.
 
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ExitUser

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AW: AfD - Altnazipartei?

@Vidar,

es dürfte hinreichend bekannt sein das die AfD genauso wie einige sehr rechte politische Strömungen sich die Geschichte zurechtlügen und in ihrer Agitation den typischen VTlern in nichts nachstehen.
 
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ExitUser0090

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AW: AfD - Altnazipartei?

Hui, in den Kommentarspalten der LN tobt ja mal wieder der Mob der AfD Fans.
 

Lecarior

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AW: AfD - Altnazipartei?

„Es erweckt den Eindruck, dass Sie das Dritte Reich bagatellisieren“, sagt Günther Kienitz von der AfD kritisch.
Was? Ein AfDler wirft Helms Geschichtsrevisionismus vor? Kann nicht sein, das sind doch alles böse Nazis!

Außerdem: Die LN und die KN sind SPD-Postillen. Wenn eine parteinahe Zeitung über den politischen Gegner schreibt, ist Skepsis geboten.
 
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ExitUser0090

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AW: AfD - Altnazipartei?

^ Die gemachten Aussagen dürften unstrittig sein. Vermeintliches SPD-Blatt hin oder her.

Ansonsten könntest du ja - wenn das Alter noch passt - der (noch) nicht offiziellen Nachwuchsorganisation beitreten. Da geht es auch gewohnt "rustikal" zu. Zu lesen im linken, antikapitalistischen Kampfblatt SPON:
AfD-Jugendorganisation Junge Alternative: "Fast unverhohlen rechtsradikal"
Junge Alternative: umstrittene AfD-Nachwuchsorganisation - SPIEGEL ONLINE
 

0zymandias

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AW: AfD - Altnazipartei?

Ich weiß nicht, wie andere das sehen, aber für mich ist da inhaltlich eher Sepsis geboten, nicht Skepsis.

Und wer Eva Herman leugnet, sollte vom Verfassungsschutz scharf beobachtet werden.
 

Lecarior

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AW: AfD - Altnazipartei?

Ansonsten könntest du ja - wenn das Alter noch passt - der (noch) nicht offiziellen Nachwuchsorganisation beitreten.
Danke, kein Bedarf.

Da geht es auch gewohnt "rustikal" zu. Zu lesen im linken, antikapitalistischen Kampfblatt SPON:
Junge Alternative: umstrittene AfD-Nachwuchsorganisation - SPIEGEL ONLINE
Unter den großen Magazinen ist der Spiegel sicherlich der Linksausleger. Interessant ist, wenn sie hier als "Experten" ausgegraben haben: Alexander Häusler. Jener Alexander Häusler, der der Bremer Wählervereinigung "Bürger in Wut" unterstellt hat, sie würden rassistische Forderungen erheben. Die "Bürger in Wut" haben in auf Unterlassung verklagt und gewonnen.

BIW rechts, AfD rechts, mit Alex Häusler sind alle rechts.
 

BRD KUNDE

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AW: AfD - Altnazipartei?

Die haben nur die Farbe gewechselt. Blau statt braun, gelb, grün, rot :)

Farbe vergessen?
 

dersichdenwolfärgert

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AW: AfD - Altnazipartei?

Was? Ein AfDler wirft Helms Geschichtsrevisionismus vor? Kann nicht sein, das sind doch alles böse Nazis!

Außerdem: Die LN und die KN sind SPD-Postillen. Wenn eine parteinahe Zeitung über den politischen Gegner schreibt, ist Skepsis geboten.

Die Afd ist ein reaktionäres Pack, das
gerne wieder das Dreiklassenwahlrecht
zurück haben möchte.

Um das abzuschaffen sind 1848
Arbeiter, Studenten, Gesellen vom reaktionären
Preußischen Millitär zusammen geschossen worden.

Die Afd möchte noch niedrigere Löhne,
es sollen noch mehr die Löhne von uns allen
aufgestockt werden, um die Wirtschaft zu entlasten.
(Lucke (AFD) bei Lanz im ZDF)

Lucke (AFD) sieht den deutschen Steuerzahler in der
Pflicht, die Löhne der Arbeitgeberverbände zu finanzieren.

Das wäre sozial behauptet er, völlig ungeniert.

Der auf Steuerzahlers kosten lebende Beamte
Professor Starbatty (AFD) möchte unbedingt
das Freihandelsabkommen mit den USA.

Ein Haufen asozialer die nie in die Sozialkassen
einzahlen, aber über die Regeln der Sozialkassen
bestimmen wollen.

Die Beitragbemessungsgrenze lässt grüßen.

Die Afd ist verlogen, asozial und Menschenfeindlich
davon hatten wir die letzten 10 Jahre genug.

Siehe CDU/CSU, FDP, Grüne, SPD, die sich
eben so asozial und verlogen verhalten.
 
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Dagobert, ich war selbst mal in der FDP, und habe diese verlassen, weil ich den Umgang mit Möllemann unter aller Würde fand.
Aber: die FDP war niemals so unsozial wie die anderen derzeit etablierten Parteien, insbesondere die, die ein Sozial im Parteinamen zur Tarnung tragen.
Hartz IV entstand unter der SPD / Grünen Regierung. Die CDU und die SPD wurden wortbrüchig und haben direkt nach ihrer Wahl die Mehrwertsteuern erhöht. Als die FDP mal anfangen wollte, Steuern zu senken, hat man sie sofort abgestraft, weil sie nicht bei Euch oder einer anderen Lobbygruppe angefangen hat, sondern zufällig bei den Hoteliers. Mwst. Ratet mal, wer den Hoteliers diese Mwst bezahlen muss? Eigentlich jeder, der mal in einem Hotel übernachten muss. Weniger Mwst dort zu zahlen fände ich schon mal gut als Ansatz. Weitere Steuersenkungen in anderen Bereichen hätten folgen können, müssen. Dazu kam es nicht mehr.
Stattdessen wird jetzt die AfD gewählt, bei der auch ich der Meinung bin, dass diese als nationalistisch und unsozial einzustufen ist und eine Gefahr für die Gesellschaft ist.
Ich verstehe den deutschen Michel in seinem Wahlverhalten einfach nicht mehr, weg von liberaler Politik hin zu Deutschtümelei...
Naja, auch diese Zeiten gehen irgendwann mal vorbei.

Saludos El Toro
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

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Aber: die FDP war niemals so unsozial wie die anderen derzeit etablierten Parteien, insbesondere die, die ein Sozial im Parteinamen zur Tarnung tragen.
Das solltest eher unter Witz des Tages posten.
Wie war das gleich noch mal mit dem "sozialverträglichen Frühableben" und der "spätrömischen Dekadenz"?
Hartz IV entstand unter der SPD / Grünen Regierung. Die CDU und die SPD wurden wortbrüchig und haben direkt nach ihrer Wahl die Mehrwertsteuern erhöht.
Hat die FDP während ihrer eigenen Regierungsbeteiligung (2009-2013) irgendwann mal gefordert Hartz 4 wieder abzuschaffen? Kann mich nicht dran erinnern.
 
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Das solltest eher unter Witz des Tages posten.
Wie war das gleich noch mal mit dem "sozialverträglichen Frühableben" und der "spätrömischen Dekadenz"?
Ich verbuche solche Aussagen unter Zynismus.
Aussagen wie "die Rente ist sicher" von Nobbie und ähnliches sehe ich als reale Bedrohung.
Hat die FDP während ihrer eigenen Regierungsbeteiligung (2009-2013) irgendwann mal gefordert Hartz 4 wieder abzuschaffen? Kann mich nicht dran erinnern.
Hmmm... wann hatte die FDP je einen Sozial- oder Arbeitsminister stellen dürfen? Die Kernkompetenzen der FDP waren immer schon Aussen- und Innenpolitik, sowie Wirtschaftspolitik.
Aber ich bedauere auch, dass die FDP in der fraglichen Zeit nach Schröder einfach zu schlapp war, Hartz IV abzuschaffen bzw vernünftig zu reformieren.
Aber Du, Dagobert, kannst mir sicher sagen, welche Partei da dran geht, gegen den Willen von Mutti Merkel?
 
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Nach dem die FDP innerhalb von 30 Jahre fast jedes Wahlversprechen gebrochen hatte war es nur logisch das diese Partei aus dem Bundestag und vielen Landtagen verschwindet.Das diese Partei jemals wieder auf die Beine kommt ist unwahrscheinlich und von vielen Wählern nicht gewünscht.Die Umfragewerte schwanken ja zwischen 2 - 3 %:biggrin:
 

BerlinerAss

Accountproblem bitte Admin informieren.
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AW: AfD - Altnazipartei?

Dr. Dirk He*** verlässt die Partei. 22.10.2014. Mitteilung des AfD-Landesvorstand Schleswig-Holstein.

Das war doch klar, dass eine Partei so einen nicht in ihren Reihen haben will.

Mich würde interessieren, ob ihn jemand wegen Holocaustleugnung angezeigt hat. Wenn nicht warum nicht? So viele LINKE haben doch so laut protestiert, warum hatten sie keinen NoNo in der Hose?

Wegen Holocaustleugnung könnte man die Schreiber von wikipedia, dann auch gleich anzeigen.


Es kam im Lager, selbst zu Kriegsende, zu keiner Massentötung durch Gas. Dies wird auch von ehemaligen Häftlingen berichtet: „Als sich nach der Fertigstellung [der Gaskammer] die Befürchtungen, es würde zu Massentötungen kommen, nicht bewahrheiteten, […]“.[48]


KZ Dachau ? Wikipedia


Ich habe zum Glück diese schlimme Zeit nicht selbst erleben müssen. Ob jetzt die ständig wiederkehrenden Informationen echte Falschmeldungen sind, kann ich gar nicht beurteilen. Muß ich auch gar nicht.

Ich werde mein Leben doch nicht mit häßlichen diesen Dingen verschwenden.
 
W

Walter999

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Wie die AFD tickt, was sie außer dem Austritt aus der EU sonst noch will interessiert mich persönlich erst mal gar nicht.
Die AFD ist meines Wissens die einzige Partei, die aus der EU raus will. Somit hat sie meine Stimme.
Denn auch ich will raus aus dieser EU. Diese Eu ist nur für Konzerne, Superreiche und Politiker gut und nicht für mich. Und wählen tue ich am Ende das, was für mich gut ist. Basta.
Sollte eine andere Partei diese Meinung einmal vertreten werde ich meine jetzige Meinung in Bezug auf mein Wahlverhalten nochmals überdenken. Nicht aber meine Meinung über diese EU.
 
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Nach dem die FDP innerhalb von 30 Jahre fast jedes Wahlversprechen gebrochen hatte war es nur logisch das diese Partei aus dem Bundestag und vielen Landtagen verschwindet.Das diese Partei jemals wieder auf die Beine kommt ist unwahrscheinlich und von vielen Wählern nicht gewünscht.Die Umfragewerte schwanken ja zwischen 2 - 3 %:biggrin:

Ja, die Deutschen wollen es so. Soli als einfache Zusatzsteuer auf immer, nach Hartz IV kommt Hartz V, VI oder VII mit noch weniger Leistungen,
PKW Maut, noch schmalere Renten.
Wählt mal ruhig weiter entweder SPD oder CDU oder die Grünen mit ihrem Ökowahn, mehr Kohlekraftwerke für die gesunde CO² Luft, Hauptsache kein Atom, koste es (den Strombezieher) was es wolle.
 
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Wie die AFD tickt, was sie außer dem Austritt aus der EU sonst noch will interessiert mich persönlich erst mal gar nicht.
Die AFD ist meines Wissens die einzige Partei, die aus der EU raus will. Somit hat sie meine Stimme.
Denn auch ich will raus aus dieser EU. Diese Eu ist nur für Konzerne, Superreiche und Politiker gut und nicht für mich. Und wählen tue ich am Ende das, was für mich gut ist. Basta.
Sollte eine andere Partei diese Meinung einmal vertreten werde ich meine jetzige Meinung in Bezug auf mein Wahlverhalten nochmals überdenken. Nicht aber meine Meinung über diese EU.

Du willst raus aus der EU? Okay. Fang an und mache Deinen Urlaub auf Fehmarn statt auf Mallorca.
 
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