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Kein Recht auf gesundheitliche Maßnahmen?

Zita

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#1
Hallo liebe User,
vielleicht habt ihr einen Gedankenanstoß zu folgendem Problem:
Nach längerer und bereits achter Knieoperation und anschließender Krankengymnastik, nun im Anschluss einen beidseitigen Bandscheibenvorfall und dies mit 33 Jahren. Umgeschult durch Hilfe der Arbeitsagentur in einem Beruf hinein, der ebenfalls nicht mehr vollständig ausgeführt werden kann. Für "leichter" Weg in diesem Berufszweig gibt es Ehrenamtliche, die nichts kosten.

Nach Reha und den Auflagen der Rentenversicherung nach einem intensiven Training und Aufbau des Körpers, nach Gewichtsreduzierung fährt der Kranke 3x wöchentlich ca 25 km (einfache Strecke) um an der Verschreibung teilnehmen zu können.

Bei den Benzinpreise und der Grundsicherung ist dies lange nur noch möglich, in dem er sich Geld leiht. Anträge wegen Fahrtkostenerstattung oder Hilfe wurden von Rententräger, Jobcenter und Gemeindeverwaltung abgelehnt. Natürlich Widerspruch - nur nützt es zu diesem Zeitpunkt nichts, da ein Betrag von ca. 50 Euro nicht aus dem Hartz4 Satz bestreitbar ist.

Auf der einen Seite will und muss er gesund werden, damit er wieder arbeiten kann und vor allem überhaupt einen Job findet und auf der anderen Seite kann er sich es nicht leisten, die Verschreibungen durchzuführen.

Auf der einen Seite muss er sich 60 km entfernt im Jobcenter vorstellen und dieses weiß genau, dass für die Fahrkosten kein Geld da ist, auf der anderen Seite drohen ihm Sanktionen, wenn er sich es nicht leisten kann, dorthin zu fahren. Also wieder Geld leihen.

Bitte nicht darauf aufmerksam machen, dass diese Fahrkosten durch das Jobcenter ersetzt werden. Nachträglich! Damit ist aber noch niemand mit einem leeren Tank in die entfernte Kreisstadt gekommen!

Habt ihr noch Vorschläge, die möglichst schnell greifen. Klage dauert ja - bei uns zur Zeit Klageverfahren von 2007!

Wäre dankbar, wenn ihr eine Idee habt und diese möglichst nachzuforschen (Urteil oder so) ist.

Behinderung liegt im Moment bei 30%, Aufstockung ist beantragt!

Danke euch.

Gruß
Zita
 

Anna B.

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#2
Hallo Zita,

einmal....wenn es eine von der DRV verordnete Nachsorge handelt...die sogenannten IRENA...dann bekommt er von der DRV lediglich 5 Euro pro Fahrt erstattet und das rückwirkend..
Hilft also auch nicht wirklich...
er kann aber auch die IRENA abbrechen und sich statt dessen vom Facharzt..z.B. Schmerzspezialist Verordnungen zur KG oder manuellen Therapie ausstellen lassen...
wenn er kein Geld hat, dann kann er sich bei der KK von den Zuzahlungen befreien lassen...Anträge dazu kann man auf der Homepage der jeweiligen KK finden und runterladen...

so spart er sich die Fahrten zur Nachsorge....eine Problem entsteht bei der DRV deswegen nicht..
ich hab die 1. IRENA wegen meiner vollen Berufstätigkeit einstellen müssen...war nicht zu schaffen..
und bei der 2. IRENA hab ich mittendrin aufgehört...wegen zunahme der Schmerzen...auch kein Problem...

desweiteren würde ich mich auch bei der KK nach dem "persönlichen Budget" erkundigen...
"Behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen" haben Anspruch auf ein pers. Budget....

vielleicht kannst du mit diesen Tipps schon etwas anfangen..
 
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#3
Teilweise gibt es in den Städten ambulante tagesklinische Kur- bzw. Reha-Einrichtungen. Ist man selbst nicht in der Lage hinzukommen z.B. wegen Panikstörungen oder Gehbehinderung, dann gibt es die Möglichkeit eines kostenlosen Fahrdienstes. Dies ist bei der Kureinrichtung zu beantragen. In der Regel reicht dazu ein Schreiben des behandelnden Arztes bzw. Hausarztes aus. Zuzahlung fällt hier normalerweise keine an.

Desweiteren ist bei Behandlungen die dazu dienen eine klinische (stationäre) Behandlung zu vermeiden die Krankenkasse in der Pflicht die Fahrtkosten zu übernehmen. Hier in Nbg. z.B. durch eine Monatskarte.

Vergleichbar müßte eine Kostenübernahme auch für längere Anfahrtsstrecken möglich sein, wenn es direkt am Ort keine geeignete Einrichtung gibt. Hier handelt es sich ja um eine notwendige Behandlung, die ausdrücklich verordnet wurde.

Ich würde hier die Hilfe des SOVD in Anspruch nehmen und notfalls die Geldmittel einklagen.
 

Zita

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#5
Eine ambulante Reha wird nicht mehr bezahlt, da eine stationäre Reha in Bad Pymont durchgeführt wurde. Dort wurde auch die weitere Maßnahme und Therapie ausgeschrieben.

Leider ist in unserem Umfeld keine Möglichkeit. Also dies die nächste.

Natürlich geben wir noch nicht auf. Nur im Moment fehlt das Benzingeld einfach.
 
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