Kein neuen Job wegen Schulden, negative Schufa!

SirHenry75

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Hallo,

ich hatte mich bei einem großen Unternehmen um eine Position im Verkauf beworben. Im Gespräch teilte ich mit, dass ich durch Gutgläubigkeit und Betrug, in die Schuldenfalle geraten bin.
Daraufhin wurde ich nur gefragt, ob ich in der Privatinsolvenz sei, dies verneinte ich!
Zum Nachweis solle ich eine aktuelle Schufaauskunft und ein Führungszeugnis, auf Kosten der Firma, beantragen.

Mir wurde dann ein wirklich gutes Angebot unterbreitet, welches ich nicht ablehnen konnte.
Damit wäre es mir auch möglich, die restlichen Schulden, problemlos und zügig zu bezahlen.

Heute sollte ich dann den Arbeitsvertrag unterzeichnen und ebenso eine Erklärung unterschreiben, in welcher ich bestätige, dass in meiner Schufa, keine negativen Einträge stehen.

Als ich zögerte, wurde ich gefragt, was los sei.
Ich sagte dann, dass ich dies nicht unterschreiben könne, da in meiner Schufa sowohl, negative Einträge vorhanden seien.

Daraufhin kam es dann von Seiten des Arbeitgebers, nicht zu einer Anstellung.
Der Arbeitgeber hat Zweifel an meiner Verlässlichkeit und Treue, ihm gegenüber.

Ist man also bei einer schlechten Schufa, gleich auch ein krimineller und schlechter Mensch?

Wie soll man denn so einen Job bekommen und seine Schulden bezahlen, was ich ja beides will?
Bekomme ich keinen Job, werden die Schulden ja immer mehr, wird also nicht besser.

Es kommt doch auch immer darauf an, wie man zu den Schulden gekommen ist, entweder durch absichtliches Handeln oder eben durch Betrug, wie bei mir, durch meinen ehemaligen Geschäftspartner. Ich war nie kriminell, habe niemals etwas geklaut oder unterschlagen.

Keine Ahnung was ich mit dem Text sagen oder fragen will, es mußte einfach mal raus, Sorry!


Beste Grüße und einen schönen Feiertag!
 

Inkasso

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Im Gespräch teilte ich mit, dass ich durch Gutgläubigkeit und Betrug, in die Schuldenfalle geraten bin.
Möglicherweise hast Du schlafende Hunde geweckt in dem Du ungefragt das Thema angesprochen hast ?
 

SirHenry75

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Möglicherweise hast Du schlafende Hunde geweckt in dem Du ungefragt das Thema angesprochen hast ?
Hallo,

habe leider nicht geschrieben, dass ich vorher einen Bewerberbogen ausfüllen mußte.
Darunter auch die Frage: Bestehen Pfändungen, wenn Ja, von wem und wie hoch sind diese?

Da hätte mir ja schon der Herr sage können, dass nur "gute" Menschen eingestellt werden!

Naja, ist halt so :-(
 

rechtspfleger

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Möglicherweise hast Du schlafende Hunde geweckt in dem Du ungefragt das Thema angesprochen hast ?
Mag sein. Auf der anderen Seite muss man aber auch sehen: wenn sowas auf Frage nicht angesprochen und ein Arbeitsvertrag abgeschlossen wird, kann das im Falle einer Gehaltspfändung nach hinten losgehen.
 

Doppeloma

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Hallo SirHenry75,

Daraufhin wurde ich nur gefragt, ob ich in der Privatinsolvenz sei, dies
verneinte ich!
Zum Nachweis solle ich eine aktuelle Schufaauskunft und ein Führungszeugnis, auf Kosten der Firma, beantragen.
Hast du das gemacht, dann solltest du doch genau wissen welche Eintragungen in der Schufa stehen, da steht ja nichts von PI drin wenn keine läuft und zu den Eintragungen hättest du eventuell immer noch Erklärungen abgeben können auf Nachfrage ...

Kennst du denn selber deine Schufa-Selbstauskunft, nicht alles was man meint steht da wirklich auch so drin, ich hatte Schulden bei einer Bank, das haben die bei der Schufa nie auf "notleidend" gesetzt und auch nicht die Kreditkündigung gemeldet ...

Mir wurde dann ein wirklich gutes Angebot unterbreitet, welches ich nicht
ablehnen konnte.
Damit wäre es mir auch möglich, die restlichen Schulden, problemlos und zügig zu bezahlen.
Das hätte man ja dann bei Bedarf auch genau so erklären können ...

Heute sollte ich dann den Arbeitsvertrag unterzeichnen und ebenso eine Erklärung
unterschreiben, in welcher ich bestätige, dass in meiner Schufa, keine negativen Einträge stehen.
Das verstehe ich jetzt gerade nicht, wenn man ohnehin eine Schufa-Auskunft gefordert hat, dann ist diese Erklärung doch überflüssig. das ergibt sich doch dann aus der Auskunft ...

habe leider nicht geschrieben, dass ich vorher einen Bewerberbogen ausfüllen
mußte.
Darunter auch die Frage: Bestehen Pfändungen, wenn Ja, von wem und wie hoch sind diese?
Bestehen denn bereits Pfändungen, die dein AG dann bedienen müsste oder zahlst du deine Schulden bisher in eigener Verantwortung irgendwie ab, ist ein wenig unklar wo dein Problem nun wirklich ist.

Bei den Einträgen in der Schufa oder bei den Pfändungen, die dann zu deinem neuen AG übergehen würden, das "begrüßen" die natürlich alle nicht besonders, zumindest nicht wenn es um Neueinstellung geht.

Wenn du eigenständig (Ratenvereinbarungen z.B.) zahlst, dann kannst du das allerdings auch verschweigen (das sind ja keine echten Pfändungen), darfst nur keine Probleme bekommen, dass sich Gläubiger dann später an deinen AG wenden, weil du irgendwie in Rückstand kommst ...

Aus welchem konkreten Grund man in Schulden geraten ist interessiert kaum Jemanden wirklich, meine PI-TH hat mich auch "wie den letzten Dreck behandelt", obwohl ich nur wegen sehr langer Krankheit einen einzigen Bank-Kredit nicht mehr bezahlen konnte, ansonsten hatte ich noch nie Schulden im ganzen Leben ... jedenfalls Keine die ich nicht zurück zahlen konnte wie vereinbart ...

AG wollen sich eben nicht mit der zusätzlichen Arbeit belasten, die eine (schon bestehende) Gehalts-Pfändung so mit sich bringen könnte, im bereits laufenden Arbeitsverhältnis ist das was Anderes, da darf der Mitarbeiter nur deswegen nicht entlassen werden ... es sollte natürlich noch nicht direkt absehbar sein, dass eine Pfändung demnächst akut werden wird ... dann muss man dem potenziellen AG das auch noch nicht unbedingt "auf die Nase binden" ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 
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