Kein Krankentagegeld mehr, die Versicherung der ich den Rentenbescheid zugeschickt habe meint,das ich keinen Anspruch auf ein Krankentagegeld habe weil ich ab den 01.07.2019 Rente bekomme und ich aber erst ab den 03.07.2019 eine AU habe. Ist das rechtens? (1 Betrachter)

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roll111

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Hallo
Ich habe eine Krankentagegeld Versicherung .Ich habe eine volle EU Rente am 12.07.2019 beantragt. Habe jetzt einen Bescheid einer halben EU bekommen gegen die wir der VdK Widerspruch einlegen werden . Jetzt zur eigentlichen Frage meine Versicherung die ich den Rentenbescheid zugeschickt habe schrieb mir jetzt das ich keinen Anspruch auf ein Krankentagegeld habe weil ich ab den 01.07.2019 Rente bekomme und ich aber erst ab den 03.07.2019 eine AU habe . Den Antrag fĂŒr die Rente habe ich aber erst am 12.07.2019 gestellt bekomme ab den 01.07.2019 RenteSie möchten das ich das erhaltene Geld wieder zurĂŒck Überweisen möchte . Das kann doch nicht sein .
 

Kibini

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Hallo, roll111,
Das sollte in deinem Versicherungsvertrag stehen. Schau mal unter dem Punkt RĂŒckforderung nach, was dazu vereinbart ist. Es gibt auch Krankentagegeldversicherungen, die Tarife mit Teilzahlung des Tagegelds anbieten, wenn, wie bei dir zur Zeit, keine 100prozentige ArbeitsfĂ€higkeit besteht.

Sollte das fĂŒr dich nicht zutreffen, musst du die RĂŒckzahlung m.M.n leisten.

Ich weiß nicht, ob es möglich und sinnvoll ist, mit der Rentenversicherung ĂŒber den Beginn der Erwerbsminderungsrente zu verhandeln.

Liebe GrĂŒĂŸe
 

Lucky Luke

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...das kann doch nicht sein .
Ich sehe es auch so, dass die RĂŒckforderung (höchstwahrscheinlich) zurecht erfolgt...

Dröseln wir die Geschichte doch mal auf:

ab dem 03.07. warst du krank und hast ab diesem Zeitpunkt von deiner Krankentagegeldversicherung Leistungen. sprich: Geld, bekommen (-> Versicherungsfall ab dem 03.07.).

Am 12.07. hast du einen EM-Rentenantrag gestellt (man kann ĂŒbrigens nicht beantragen, dass man eine Voll- oder Teil-Rente, befristet oder unbefristet möchte, sofern nur "dass"...).

RĂŒckwirkend hat man dir nun zum 01.07. eine Teil -EM-Rente bewilligt ( dass du gegen diese TEILrente Widerspruch eingelegt hast, tut erstmal nichts zur Sache...).

Die logische Konsequenz daraus ist nun, dass der Leistungsanspruch gegenĂŒber deiner Krankentagegeldversicherung (ab Datum 03.07.) nicht mehr existiert, da ab 01.07. EM-Rente gewĂ€hrt wird.

Lies' mal genau im Kleingedruckten deiner Versicherungsunterlagen nach bzw. frage dort schriftlich nach (wie auch @Kibini dir schon geraten hat) - aber so wie du die Sache schilderst, hat (leider) deine Versicherung mit der RĂŒckforderung recht - mMn.

Alles Gute - Lucky Luke
 

roll111

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Hallo ich habe noch eine Schwerbehinderten Rente beantragt die soll ab 01.01 2020 in kraft gehen das lÀuft noch bei der Rente wÀre alles anders .
Hallo, roll111,
Das sollte in deinem Versicherungsvertrag stehen. Schau mal unter dem Punkt RĂŒckforderung nach, was dazu vereinbart ist. Es gibt auch Krankentagegeldversicherungen, die Tarife mit Teilzahlung des Tagegelds anbieten, wenn, wie bei dir zur Zeit, keine 100prozentige ArbeitsfĂ€higkeit besteht.

Sollte das fĂŒr dich nicht zutreffen, musst du die RĂŒckzahlung m.M.n leisten.

Ich weiß nicht, ob es möglich und sinnvoll ist, mit der Rentenversicherung ĂŒber den Beginn der Erwerbsminderungsrente zu verhandeln.

Liebe GrĂŒĂŸe
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Hallo ,
Ich habe ja auch nur die volle beantragt ! Die wurde ja abgelehnt und die halbe zugesprochen wogegen wir der Vdk Widerspruch einlegen werden Termin 13..11.19
 

Lucky Luke

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Nochmal:

du beziehst rĂŒckwirkend ab 01.07. eine Erwerbsminderungsrente (voll oder teil, das ist egal!); GlĂŒckwunsch ĂŒbrigens dass das bei dir so schnell geklappt hat!

Und aus diesem Grund kannst du (höchstwahrscheinlich, aber da musst du dich genau bei deiner Krankentagegeldversicherung erkundigen) eben KEINE Leistung aus der genannten Versicherung mehr beziehen.

Bzw. du musst erhaltene Leistungen sogar zurĂŒckzahlen - da der Leistungsfall (Krankheit = Lohnfortzahlung des AG oder Krankengeldbezug der GKV) nicht mehr vorhanden ist.

Auch andere Leistungen (z.B. Krankengeldbezug) werden zu diesem Datum "rĂŒckabgewickelt bzw. rĂŒckgerechnet" werden...

Mit dem Widerspruch gegen die Teil-Erwerbsminderungsrente oder mit der Tatsache, dass du ab 01.01.2020 eine Schwerbehindertenrente beziehen wirst, hat das gar nichts zu tun.

Deine Krankentagegeldversicherung zahlt dir dann Leistungen, wenn der Versicherungsfall eingetreten ist. Kein Versicherungsfall/Leistungsfall -> keine Zahlungen, und/oder sogar RĂŒckforderung bereits bezogener Leistungen.

So habe ich das zumindest aus deinem Eingangspost herausgelesen - aber frag hierzu unbedingt bei deiner Versicherung nach.
 

roll111

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Hallo
Noch ein Punkt , ich habe den Rentenantrag am 12.07.19 gestellt da war ich schon Krankgeschrieben AU war ich ab den 03.07.19
 

HermineL

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Noch ein Punkt , ich habe den Rentenantrag am 12.07.19 gestellt da war ich schon Krankgeschrieben AU war ich ab den 03.07.19
Das spielt ĂŒberhaupt keine Rolle. Die Rente wurde rĂŒckwirkend bewilligt und somit hast du zum Zeitpunkt der Krankschreibung Rente bezogen. Daran wirst du nichts mehr Ă€ndern können auch wenn es dir schwer fĂ€llt das zu akzeptieren.
 

Lucky Luke

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Hallo roll111,

ja klar, das steht ja bereits in deinem Eingangspost.....

Was willst du damit zum Ausdruck bringen?

An der Tatsache, dass dir deine Teil-Erwerbsminderungsrente rĂŒckwirkend zum 01.07.2019 bewilligt wurde (und dadurch der "Leistungsfall" deiner Krankentagegeldversicherung sozusagen nicht mehr "existiert") Ă€ndert sich dadurch ja nichts.
 

roll111

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Hallo
Es Ă€ndert sich nur das ich 1250 € zurĂŒckzahlen darf weil ich die Rente ab den 01.07.19 bekomme . Die AU lĂ€uft ab den 03.07.19 und den Antrag habe ich am 12.07.19 erst gestellt !! Sonst ist alles gut .
 

Lucky Luke

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Sorry, aber ich verstehe nicht, auf was du hinauswillst. Deinem Ärger Luft machen oder was?!

Drei verschiedene User des Forums haben dir auf deine Frage geantwortet - und sind ĂŒbereinstimmend zu dem Schluss gekommen, dass es (wenn deine Schilderung den Tatsachen entspricht...) höchstwahrscheinlich rechtens ist, dass du die von deiner Krankentagegeldversicherung erhaltenen Gelder (€ 1.250,00?) zurĂŒckzahlen musst.

Wir sind aber alle keine Versicherungsexperten, fĂŒr mich kann ich sagen, dass meine Meinung durch mein kaufmĂ€nnisches Wissen und meinen "gesundes Menschenverstand" herrĂŒhrt.

Das dir das mit Sicherheit nicht gefÀllt kann ich nachvollziehen, deshalb der mehrfache Hinweis, in deinen Versicherungsunterlagen nachzulesen bzw. dich direkt mit deiner Versicherung in Verbindung zu setzen, um 100%ige Klarheit zu bekommen.

FĂŒr mich ist das Thema jetzt beendet, alles Gute.
 

Doppeloma

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Hallo roll111,

Es Ă€ndert sich nur das ich 1250 € zurĂŒckzahlen darf weil ich die Rente ab den 01.07.19 bekomme . Die AU lĂ€uft ab den 03.07.19 und den Antrag habe ich am 12.07.19 erst gestellt !! Sonst ist alles gut .
Es ist doch völlig egal wann du den Antrag auf eine EM-Rente gestellt hast, es kommt NUR darauf an ab wann sie dir auch bewilligt wurde von der DRV ... immerhin bekommst du ja (in der Regel) auch die Rentenzahlungen dann nachtrĂ€glich fĂŒr diesen Zeitraum (also ab dem 01.07.2019).
Es gibt keinen Anspruch auf "doppelte" Zahlungen (Rente + Krankentagegeld) fĂŒr den gleichen Zeitraum, also ist eine der Leistungen zu erstatten.

Bei gesetzlich Versicherten wird das Krankengeld eben anteilig (von der DRV) erstattet wenn eine EM-Teilrente bewilligt wurde, da bekommt man normal auch noch weiter anteilig Krankengeld gezahlt (solange noch Anspruch besteht) ... man ist ja noch Teil-ErwerbsfÀhig.
Ansonsten geht es gesetzlich Versicherten auch nicht anders wenn ihnen rĂŒckwirkend eine EM-Rente bewilligt wurde, dann wird aus der Renten-Nachzahlung erstattet, was vorher von KK / AfA oder JC an Zahlungen geleistet wurde, ab Beginn der nachtrĂ€glich bewilligten Rente.

Jedenfalls wenn der Betrag (der Renten-Nachzahlung) dafĂŒr reicht, bei einer privaten Krankentagegeld-Versicherung muss man sich darum (vermutlich) wohl selber kĂŒmmern ...
Nur die gesetzlichen Pflichtversicherungen haben dafĂŒr gesetzliche Regelungen im SGB stehen, die Einzelheiten fĂŒr den Ablauf bei dir dazu, stehen in deinem Vertrag mit der Krankenversicherung.

Das wirst du mit denen direkt klĂ€ren mĂŒssen, wir kennen den Vertrag ja nicht, den du da mal abgeschlossen hast und du schreibst auch nicht ab wann die regulĂ€ren Rentenzahlungen eingesetzt haben.
Der Widerspruch Àndert ja zunÀchst nichts daran, dass dir die Teil-EM-Rente (befristet oder ohne Befristung bis zur Alterrente ?) auch wie bewilligt von der DRV ausgezahlt / nachgezahlt wird.

MfG Doppeloma
 

saurbier

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Hallo roll111,

Ich habe eine Krankentagegeld Versicherung .
Nun ja, dann solltest du unbedingt mal im Kleingedruckten nachlesen, was du da damals unterschrieben hast. Das ist ein privatrechtlicher Vertrag zwischen dir und der KG-Versicherung. Viele Versicherungen haben einen Ă€hnlichen Leistungsausschlusspassus, wie er auch z.B. im SGB V gilt, heißt im Falle einer Rentenzahlung (volle EMR bzw. Altersrente) entfĂ€llt der Anspruch auf KG.

Etwas ganz anderes sind reine Krankenhaustagegeld Versicherungen, denn die zahlen ja nur fĂŒr jeden nachgewiesen Tag im Krankenhaus, oder Unfallversicherungen mit gebĂŒndelter KG -Leistung solange man Krank ist. Z.B. mein Uralt-Vertrag der Unfallvers. zahlt mir ein KH-Tagegeld und im Anschluss noch fĂŒr die gleiche Zeit ein Krankentagegeld wenn ich zuhause genese.

Habe jetzt einen Bescheid einer halben EU bekommen gegen die wir der VdK Widerspruch einlegen werden .
Hier gilt im SGB V, daß bei einer Teil-EMR der Leistungsanspruch auf KG weiterhin bestehen bleibt und sich dann allerdings nur noch auf das Einkommen aus der sozialversicherungspflichtigen Teilzeitarbeit beschrĂ€nkt.

Wenn du jetzt meinst, daß du gegen die private Krankenversicherung in Widerspruch und ggf. Klage gehen willst, nun das ist dein gutes recht.

Dir sollte dabei allerdings auch klar sein, daß du es hier mit einem mĂ€chtigen Gegener zu tun bekommst, dessen Juristen um einiges besser qualifiziert sind wie beim VdK bzw. einer Behörde. Im ĂŒbrigen dĂŒrfte das dann wohl auch eine Zivilklage werden und die ist nicht kostenfrei wie z.B. ein Sozialrechtsverfahren vor den Sozialgerichten.

Also ich wĂŒrde da dringend raten, den Versicherungsvertrag von einem Fachanwalt prĂŒfen zu lassen, bevor du wohlmöglich so richtig viel Geld in den Sand setzt.


GrĂŒĂŸe saurbier
 
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