kein Krankengeld?!

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Pechvogel

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Hallo liebe Mitglieder,

ich möchte fragen, ob jemand mir bei folgendem Problem helfen möchte oder kann.

Ich hoffe, die richtige Rubrik gewählt zu haben.

Nun, ich bin 54 Jahre und beziehe Arbeitslosengeld I bis 31.3.2007 März, danach leider Hartz IV .
Bin vom 9.2.07 – 21.02.07 im Krankenhaus gewesen (fortschreitendes Rheuma). Die Bescheinigung für diese Krankenzeit wurde vom Krankenhaus ausgefüllt. Nach der Entlassung ging ich gleich am nächsten Tag zum Arzt, der mir sofort eine weitere Krankmeldung für vier Wochen ausgestellt hat. Allerdings hat er statt einer Folgebescheinigung noch mal eine Erstbescheinigung angekreuzt (habe es nicht bemerkt).
Jetzt bin ich insgesamt über sechs Wochen krank und die Krankenkasse weigert sich Krankengeld zu zahlen. Sie beruft sich darauf, dass zwei Erstbescheinigungen ausgestellt wurden, obwohl es doch die gleiche Krankheit ist. Für die Krankenkasse bin ich also erst vier Wochen krank, denn sie zählen den Krankenhausaufenthalt nicht mit (obwohl ich von dort auch eine Bescheinigung habe!!)
Das bedeutet, die sechs Wochen sind nach deren Rechnung erst Anfang Februar rum. Bis dahin bin ich (und meine Familie) aber bei Hartz IV gelandet. Somit braucht die Krankenkasse nicht zahlen. Sie zahlen nur bei ALG I , nicht Hartz IV Empfänger!!

Ich habe mit dem Arzt gesprochen, doch der sagt nur: „Wenn die Krankenkasse das so sieht, dann wird es wohl auch so sein – und basta! Dass wir jetzt bei Hartz IV landen, nur weil er das Kreuz an falscher Stelle gesetzt hat, glaubt er nicht. Er sagt, dass die Krankenkasse das Krankengeld nur bei Leuten zahlt, die in einem Beschäfftigungsverhältnis stehen. Das hätte nichts mit ihm zu tun.
Ich weiß aber definitiv, dass es nicht stimmt.
Von dem Geld, was meine Frau verdient können wir drei nicht leben (350 Euro).
Und ich werde wohl nicht mehr arbeiten können, denn meine Krankheit wird sich nicht bessern (kann wegen dem schweren Rheuma kaum oder nur unter Schmerzen laufen.

Man will uns also unbedingt in die Statistik von Hartz IV aufnehmen.
Ach ja, die Sachbearbeiterin auf dem Arbeitsamt sagt, für das Amt sind es 6 Wochen krank!!
Die Krankenkasse sagt 4 Wochen !!
Wann und von wem bekomme ich das nächste Geld? Wie muss ich vorgehen?
Gesund schreiben lassen, obwohl ich nicht laufen kann, damit die beiden Parteien sich nicht endlos darüber streiten, wer zahlt? Wovon leben wir bis sie sich einig sind?

Sorry für den langen Text, ich wusste es nicht anders zu erklären und hoffe, dass ich es verständlich dargestellt habe.
Also: Wenn jemand weiß, wie ich jetzt am besten vorgehen sollte, wäre ich sehr dankbar über eine Antwort.
Aber auch eure Meinungen interessieren mich.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo!

Ich denke, der Arzt hat etwas falsch ausgestellt und sollte das berichtigen. Wende dich doch mal an die kassenärztliche Vereinigung, wenn der Arzt den Fehler nicht freiwillig berichtigt, und was die Krankenkasse angeht: Stell solfort einen Antrag bei deiner Krankenkasse, daß die das als fortlaufend zu behandeln haben: schildere, daß du das bei Erhalt der Krankmeldung übersehen hast, daß nicht Folgescheinigung angekreutzt war, der Arzt sich weigert das zu klären und verlange einen rechtsmittelfähigen Bescheid auf deinen Antrag, falls der abgelehnt wird. Dagegen kannst du dann Klage einreichen.

So würd ich es machen... aber vielleicht hat ja jemand hier schon Ähnliches erlebt und kann dir sagen, was er gemacht hat?
 

lopo

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Hallo,

du schreibst :

Bin vom 9.2.07 – 21.02.07 im Krankenhaus gewesen (fortschreitendes Rheuma). Die Bescheinigung für diese Krankenzeit wurde vom Krankenhaus ausgefüllt. Nach der Entlassung ging ich gleich am nächsten Tag zum Arzt, der mir sofort eine weitere Krankmeldung für vier Wochen ausgestellt hat

Vom 09.02.-21.02.07 sind 13 Tage + 4 Wochen ( 4*7 Tage)= 28 zus. 41 Tage.

Erst ab dem 43.Tag sind die 6 Wochen Leistungsfortzahlung der AA überschritten.
Ansonsten hätte die Arbeitsagentur automatisch den Aufhebungsbescheid geschickt. Für die AA spielt die Unterscheidung, ob verschiedene Erkrankungen oder zwei Erstbescheinigungen keine Rolle. Das Problem muss mit der KK ausgetragen werden
 
E

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Gast
Hi Pechvogel ,
wende Dich doch mal an den Rechtsberater beim Sozialgericht , der gibt Dir kostenlose Beratung.
Währe ein Versuch wert , da diese Sache ja um Soziales geht.
Ansonsten so wie Ludwigsburg geschrieben hat.
Hat Dich der Arzt ins KK überwiesen ???
Wenn ja , hat er die Befunde und muss dann nach Entlassung die Krankmeldung als Folgebescheinigung ausstellen.
Ansonsten würde ich Dir aber empfehlen den Arzt zu wechseln , denn zu so einem hätte ich kein Vertrauen mehr.

Gruß
Rüdiger
 

Pechvogel

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Krankengeld

Ich bedanke mich für eure Antworten.


Vom 09.02.-21.02.07 sind 13 Tage + 4 Wochen ( 4*7 Tage)= 28 zus. 41 Tage.

Erst ab dem 43.Tag sind die 6 Wochen Leistungsfortzahlung der AA überschritten.

O.k., aber diese 2 Tage sind inzwischen auch rum und ich bin jetzt noch mal vier Wochen krankgeschrieben (meine Krankheit wird sich leider nicht mehr bessern, wurde mir klargemacht).

lopo meinte:
Ansonsten hätte die Arbeitsagentur automatisch den Aufhebungsbescheid geschickt. Für die AA spielt die Unterscheidung, ob verschiedene Erkrankungen oder zwei Erstbescheinigungen keine Rolle.
Hat die Arbeitsagentur nicht gemacht, sondern zu mir gesagt: Die sechs Wochen sind rum, sie zahlen jetzt nicht mehr, ich muss mir von der Krankenkasse einen Antrag auf Krankengeld holen.
Das Problem muss mit der KK ausgetragen werden.
Genau, doch die Krankenkasse sagt: Zwei Erstbescheinigungen, das machen wir nicht!!

So, und ich bekomme von der Kasse einfach keinen Antrag. Vielleicht ziehen sie es hinaus, denn ab 1.April bin ich ALG II Fall, dann brauchen sie nicht zahlen.
Freitag war ich wieder beim Arzt. Noch einmal habe ich ihm alles deutlich geschildert. Er praktiziert in einer Gemeinschaftspraxis. Der ging schließlich zu seinem Kollegen und dieser Kollege sagte sofort, dass es ein Fehler war, der auf der Stelle korrigiert wurde. So habe ich jetzt die richtigen Unterlagen, wo man deutlich sehen kann, dass ich inzwischen sechs Wochen krank bin (einschließlich Krankenhaus).
Als ich dann mit diesen richtigen Unterlagen nochmal wieder bei der KK auftauchte, fiel ihnen nichts anderes mehr ein als zu sagen, wir müssen jetzt erstmal mit dem Arzt reden. Sie haben mir wieder keinen Antrag ausgehändigt und mich abgewimmelt. Montag wollen die sich bei mir melden.
und verlange einen rechtsmittelfähigen Bescheid auf deinen Antrag, falls der abgelehnt wird. Dagegen kannst du dann Klage einreichen.
Ja, wenn es Montag wieder nicht klappt, möchte ich wenigstens schriftlich haben, dass ich dort war und die Begründung, warum ich keinen Antrag bekomme.
Hier ist ein Bürger- und Sozialzentrum, dort hole ich mir am besten erstmal eine Beratung.

wende Dich doch mal an den Rechtsberater beim Sozialgericht , der gibt Dir kostenlose Beratung.
Währe ein Versuch wert , da diese Sache ja um Soziales geht.

Das werde ich auch machen. Hoffentlich brauche ich keinen Anwalt. Ich hatte mit so etwas noch nie zu tun und zuvor noch nie ähnliche Probleme. Einen Anwalt kann ich nicht zahlen und ich habe auch nicht die Nerven für weitere Probleme. Ich hoffe nur, dass ich Montag einen Antrag bekomme - abwarten.

Das Ganze ist wohl ein KK Problem und das AA muss schriftl. etwas haben, damit sie wissen, dass ich es zumindest versucht habe.

Vielen Dank noch mal
 
E

ExitUser

Gast
...So habe ich jetzt die richtigen Unterlagen, wo man deutlich sehen kann, dass ich inzwischen sechs Wochen krank bin (einschließlich Krankenhaus).
Als ich dann mit diesen richtigen Unterlagen nochmal wieder bei der KK auftauchte, fiel ihnen nichts anderes mehr ein als zu sagen, wir müssen jetzt erstmal mit dem Arzt reden. Sie haben mir wieder keinen Antrag ausgehändigt und mich abgewimmelt. Montag wollen die sich bei mir melden.

Ja, wenn es Montag wieder nicht klappt, möchte ich wenigstens schriftlich haben, dass ich dort war und die Begründung, warum ich keinen Antrag bekomme.

Eine Bescheinigung fürs Krankengeld hätte dir auch dein Arzt mitgeben müssen... den solltest schnellstens wechseln!

Also, nochmal schnellstens zum Arzt... die haben doch das Formular, das du bei der Krankenkasse einreichen mußt, da... men Mann hat die Bescheinigungen immer beim Arzt bekommen...

das mußt dann augefüllt bei der Krankenkasse einreichen, am besten auf einer Kopie den Empfang bestötigen lassen... (das gilt später auch für alle ALG II Anträge)

Sozialberatung kann nichts schaden, aber wichtiger ist, die Krankengeldbescheinigung zu bekommen und einzureichen, sonst ist das Krankengeld, wenn es in der Zeit, in der du schon ALG II bekommst, erst überwiesen wird, nachher Einkommen und kein vermögen mehr...das mußt du haben, bevor du ins ALG II rutscht!

Bei welcher Krankenkasse bist du?

Wenn die Sachbearbeiter so einen Zirus veranstalten, besteh drauf, daßdu mit dem Leiter der Zweigstelle deiner KK reden kannst... die müssen nicht mit dem Arzt sprechen, sondern haben dir das Formular auszuhändigen.. kannst keinen Zeugen mitnehmen?
 

Pechvogel

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Oh Gott, was man alles wissen muss.
Also erst nochmal zum Arzt, Bescheinigung holen, dann zur Kasse - nicht abwimmeln lassen!!
Zeugen, hm ... so kurzfristig? schwer - meine Frau gilt wohl nicht.
Ich möchte nicht wissen, wieviele Leute so schon abgewimmelt wurden.
Bin bei der AOK Bremen
und den jungen, unerfahrenen Arzt werde ich auch wechseln!

Schön, dass es dieses Forum gibt!
 

lopo

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Hat die Arbeitsagentur nicht gemacht, sondern zu mir gesagt: Die sechs Wochen sind rum, sie zahlen jetzt nicht mehr, ich muss mir von der Krankenkasse einen Antrag auf Krankengeld holen.

Diese Angabe der Arbeitsagentur ist falsch.

Für den Bezug von Krankengeld benötigst du den Aufhebungsbescheid mit der Begründung, dass die Entscheidung für den Bezug vom Arbeitslosengeld ab den xx.xx.07 aufgehoben worden ist, da ab dem xx.xx.07 Anspruch auf Krankengeld besteht. Beigefügt wird eine Bescheinigung zur Vorlage bei der KK mit deinen Leistungsdaten.

Ansonsten kann die KK ja nicht wissen, in welcher Höhe Krankengeld zu zahlen ist. Ohne den Aufhebungsbescheid und den beigefügten
Leistungsbescheid brauchst du erst gar nicht bei der KK vorzusprechen.
 

Pechvogel

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Hoffentlich kann ich mich überhaupt noch irgendwie von A nach B bewegen, da dieses dumme Rheuma ( vom Vater geerbt ) in den Füßen ist, die ich kaum bewegen kann und schmerzhaft ist.
Also, erst zum AAmt, benötige einen Aufhebungsbescheid (schnellstnöglichst-besser sofort), dann zum Arzt (Bescheinigung fürs Krankengeld geben lassen), mit diesen Papieren zur KK . Falls wieder Ablehnung ...zum Oberchef!
Ich glaube nicht, dass es klappt - bin eben ein Pechvogel. Dazu passt der falsche Arzt, die unwissenden Sachbearb. beim AA und ich als Obernichtwissser - das kann nicht gut gehen - dazu wird die Zeit knapp.
Hätten die mir bei der Krankenkasse nicht gleich sagen können, welche Unterlagen sie dafür benötigen?
Ich lasse mir jedenfalls jedes Argument einer Ablehnung schriftlich geben.
 
E

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Hoffentlich kann ich mich überhaupt noch irgendwie von A nach B bewegen, da dieses dumme Rheuma ( vom Vater geerbt ) in den Füßen ist, die ich kaum bewegen kann und schmerzhaft ist.
Also, erst zum AAmt, benötige einen Aufhebungsbescheid (schnellstnöglichst-besser sofort), dann zum Arzt (Bescheinigung fürs Krankengeld geben lassen), mit diesen Papieren zur KK . Falls wieder Ablehnung ...zum Oberchef!
Ich glaube nicht, dass es klappt - bin eben ein Pechvogel. Dazu passt der falsche Arzt, die unwissenden Sachbearb. beim AA und ich als Obernichtwissser - das kann nicht gut gehen - dazu wird die Zeit knapp.
Hätten die mir bei der Krankenkasse nicht gleich sagen können, welche Unterlagen sie dafür benötigen?
Ich lasse mir jedenfalls jedes Argument einer Ablehnung schriftlich geben.

Du darfst dich einfach nicht abwimmeln lassen...
hartnäckig sein, daß biste ganz schnell kein Pechvogel mehr ;-)
 
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