Kein Girokonto, weil man arbeitslos ist? (1 Betrachter)

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Raziel

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In absehbarer Zeit bekomme ich für meine Promotion ein Stipendium. Bis dahin bin ich auf ALG2 angewiesen. Ich wollte dennoch ein neues Girokonto eröffnen bei einer anderen Bank, die in Tests ziemlich gut abgeschnitten hat und auch tagesgeldähnliche Zinsen bietet.

Habe alles ausgefüllt - blabla, Anschrift, Name etc. - auch, dass ich offiziell z.Zt. arbeitslos bin.
Als Antwort kam darauf, dass man mir leider kein Girokonto geben könne, da das Girokonto dieser Bank nur bestimmten Berufsgruppen vorbehalten sei.

Mit anderen Worten: Ein Arbeitsloser bekommt bei dieser Bank kein Konto eröffnet.

Den Namen der Bank will ich nicht nennen - es sei denn, es ist erlaubt und erwünscht.

Ich würde aber gerne wissen, wie "wahrheitsgetreu" die Berufsangabe für die Bank sein muss. Ich meine, was hat die zu kümmern, ob ich arbeitslos bin oder nicht? Ist das nicht Diskrimierung, wenn Arbeitslose von einer Kontoeröffnung ausgeschlossen werden?
 

Heiko1961

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Leider ist es so, wie auch hier zu lesen.

Wer arm ist, bekommt kein Girokonto

12 500 Hamburger betroffen. Verbraucherschützer kritisieren Banken - auch wegen teurer Kredite für Geringverdiener. Gesetz gefordert.

Hamburg - Mehr als 12 500 Menschen in der Hansestadt müssen ihr Leben ohne ein Girokonto organisieren, schätzt die Verbraucher-Zentrale Hamburg. Bundesweit seien eine halbe Million Menschen betroffen. Banken und Sparkassen wollen ihnen einfach kein Konto einrichten - meist weil sie Sozialhilfeempfänger oder arbeitslos sind....

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Emma13

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In absehbarer Zeit bekomme ich für meine Promotion ein Stipendium. Bis dahin bin ich auf ALG2 angewiesen. Ich wollte dennoch ein neues Girokonto eröffnen bei einer anderen Bank, die in Tests ziemlich gut abgeschnitten hat und auch tagesgeldähnliche Zinsen bietet.

Habe alles ausgefüllt - blabla, Anschrift, Name etc. - auch, dass ich offiziell z.Zt. arbeitslos bin.
Als Antwort kam darauf, dass man mir leider kein Girokonto geben könne, da das Girokonto dieser Bank nur bestimmten Berufsgruppen vorbehalten sei.

Mit anderen Worten: Ein Arbeitsloser bekommt bei dieser Bank kein Konto eröffnet.

Den Namen der Bank will ich nicht nennen - es sei denn, es ist erlaubt und erwünscht.

Ich würde aber gerne wissen, wie "wahrheitsgetreu" die Berufsangabe für die Bank sein muss. Ich meine, was hat die zu kümmern, ob ich arbeitslos bin oder nicht? Ist das nicht Diskrimierung, wenn Arbeitslose von einer Kontoeröffnung ausgeschlossen werden?
Ja Raziel, leider ist dies bei bestimmten Banken so - also sieh dich mal anderweitig um -

Wenn du promoviert hast - und dich jobmässig entsprechend etabliert hast (das wollen wir doch hoffen :wink:) würde ich dieser Bank noch einmal einen Besuch abstatten - und sie eiskalt abblitzen lassen :icon_twisted:

Grüße - Emma
 

RobertKS

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huhu Raziel,

ich würde es mal bei der Sparkasse in deinem Ort versuchen, dort bekommt man ein s.g. "Guthabenkonto" (hab ich selber), denn die haben sich freiwillig dazu verpflichtet das zu tun.Es geht auch nur bei Banken, die sich im Rahmen der freiwilligen Selbstverpflichtung dazu bereit erklärt haben.

Gruß Robert :wink:
 

vagabund

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Je nach Wohnort, muß man es in so einem Fall halt bei mehreren Banken versuchen.

In NRW hat man u.a. bei der Sparkasse gute Chancen.
 

Kerstin_K

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Bei der C..m..Bank hatte ich während meiner Arbeitslosigkeít auch mal ein Konto eröffnet.Nach 2 Monaten hatte ich doch mal nachgefragt,wann ich denn meine EC-Karte bekomme.Die Antwort der Sachbarbeiterin war kurz lappidar:"Sie bekommen keine EC-Karte,wir kennen Sie ja nicht.Seien Sie froh,das Sie bei uns Kunde sein dürfen!" Wie bitte?????
Das hatte mir gereicht und ich hatte das Konto sofort an Ort u. Stelle gekündigt und mein Geld abgehoben.Mit meinem Geld arbeiten wollen sie...
Die 50 € Startguthaben,mit welcher in der Werbung (heute sogar schon 75 €!) Kunden gelockt werden,haben ich übrigens bis heute nicht bekommen!
Das häte ich noch ganz anders gemacht. Mit solchen Leuten gibt man sich nicht mehr ab. Neues Kobto eröffnen und die neue Bank beauftagen, das Guthaben bei der alten einzuziehen. Habe ich auch schonmal gemacht. Ging Ratz Fatz und ich hatte keinen Stress damit.
 

Arania

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Bei der C..m..Bank hatte ich während meiner Arbeitslosigkeít auch mal ein Konto eröffnet.Nach 2 Monaten hatte ich doch mal nachgefragt,wann ich denn meine EC-Karte bekomme.Die Antwort der Sachbarbeiterin war kurz lappidar:"Sie bekommen keine EC-Karte,wir kennen Sie ja nicht.Seien Sie froh,das Sie bei uns Kunde sein dürfen!" Wie bitte?????
Das hatte mir gereicht und ich hatte das Konto sofort an Ort u. Stelle gekündigt und mein Geld abgehoben.Mit meinem Geld arbeiten wollen sie...
Die 50 € Startguthaben,mit welcher in der Werbung (heute sogar schon 75 €!) Kunden gelockt werden,haben ich übrigens bis heute nicht bekommen!
Dieses Startguthaben gibt es nur bei einem monatlichen festen Betrag der eingeht, man beachte die kleinen Sternchen bei den Angeboten
 

Satriale

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Bevor wieder gelabert wird (von wegen Werbung)...
Ich habe erfolgreich zur NORISBANK gewechselt und ein Top Giro kostenlos eröffnet, bin bis heute zufrieden mit, nutze die Geldautomaten der Cash Group und es kostet NICHTS.
Auch als Hartz 4 Empfänger, kein Problem, das Konto zu eröffnen.
 

theota

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gibt es in diesem Fall nicht auch bei der Postbank ein Konto auf Guthaben-Basis?
 

Demosthenes

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Postbank führt auf jeden Fall ein Guthabenkonto (also ohne Dispo). Man bekommt auch problemlos eine EC-Karte. Du hast nur (und das ist mMn auch gut so) absolut keinen Dispo-Rahmen, heißt, wenn das Konto Konto leer ist, dann sollte der Monat auch um sein, sonst hast du was falsch gemacht... oder der Staat.
 
R

Rounddancer

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Postbank will >1250EUR Einkommen/Monat

...zumindestens dafür, daß das Konto dann gratis läuft.
Und sobald man mal da drunter liegt, wird sofort kassiert.

Ich weiß nur eine Bank, die keinen regelmäßigen Gehaltseingang fürs Gratis-Girokonto verlangt: Die Netbank Willkommen beim Testsieger!
 
E

ExitUser

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Und schon abgelehnt, die sind aber fix...

Sehr geehrte Frau ....,


vielen Dank für Ihre Kontoanfrage bei der netbank AG.

Nach einer Vorprüfung müssen wir Ihren Kontoantrag leider ablehnen.
Das nenne ich aber fix.
 

Kerstin_K

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DIe Dresdner Bank Verlangt für ein kostenloses Konto 650 Euro monatlichen Geldeingang. Wie kulant die in Sachen Schufa sind, weiß ich nicht. Das Konto sollte man allerdings online führen, denn beleghafte Überweisungen kosten 1,50 Euro extra.
 
E

ExitUser

Gast
Das solltest du die Banken fragen. Aber die Antwort weißt du doch auch selbst, wenn du mal nachdenkst. ;-)
 
R

Rounddancer

Gast
Schlechte Schufa war nicht die Frage des OP

Ob die jeden nimmt, werde ich bald wissen. Ich kann mir nicht vorstellen, ob da auch Leute mit schlechter Schufa genommen werden. Aber mal abwarten, was mein Antrag bringt.

Der OP fragte nach arbeitslos. Aber Arbeitslos heißt noch nicht zwingend auch schlechte Schufa.
Doch Arbeitslos allein bedeutet für fast alle Banken, Neukunden abzulehnen, und nicht selten Altkunden den Dispo zu streichen.
 
R

Rounddancer

Gast
Ganz einfach

Was hat die Schufa mit einem Konto zu tun?

Ganz einfach: Girokonten, erst recht solche, die für den Kunden kostenfrei sind, lohnen sich erst dann für die Bank, wenn

a) der Dispo genutzt wird,- aber mit Sicherheit samt Zinsen zur Bank zurückkommt. (Deswegen der generelle Blick auf die Schufa-Einträge des (potentiellen) Kunden. Man kann bei einem Kunden mit schlechter Schufa befürchten, daß da (laufend) Kontenpfändungen ankommen, bzw. daß der Kunde woanders eine Bank auf Miesen sitzenieß, und nun ein neues Konto machen will, das der Gerichtsvollzieher noch nicht kennt).

und/oder

b) regelmäßiger Gehaltseingang stattfindet,- denn dann, und deswegen wird da bei "kostenlosen" Girokonten fast immer darauf geachtet, dann ist die Chance groß, daß immer ein gewisser Bodensatz auf dem Konto verbleibt, und mit dem kann die Bank dann arbeiten.
 

roland55

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Satriale

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DIe Dresdner Bank ...
Als ob die einen Hartz 4 Empfänger ein Giro eröffnen? :icon_lol:
Die sind ja konservativer als die Deutsche Bank...

Postbank will 1250€ Geldeingang für "kostenlose" Kontoführung.
Die Noris gehört ja zur Deutschen Bank, allein der Farbunterschied unterscheidet das Online-Banking der Noris von der der Dt. Bank.

Mir gefällt das ROT sowieso besser :icon_wink: und dazu die wirklich kostenlose Kontoführung, wer einen Kunden wirbt bekommt 30€....:icon_hihi:

Ob die ARGE die 30€ als "Einkommen" anrechnen darf? :icon_lol:
 

Kerstin_K

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Keine Ahnung. Ehrlich, ich habe schon immer mein Konto da und auch als ich mal 2 Jahre arbeitslos war, gab es keine Probleme. Gut, den Dispo haben Sie damals etwas runtergesetzt, aber ich glaube das ist normal.
 

Satriale

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Eigentlich ging es sich hier konkret um dies:
In absehbarer Zeit bekomme ich für meine Promotion ein Stipendium. Bis dahin bin ich auf ALG2 angewiesen. Ich wollte dennoch ein neues Girokonto eröffnen bei einer anderen Bank, die in Tests ziemlich gut abgeschnitten hat und auch tagesgeldähnliche Zinsen bietet.

Habe alles ausgefüllt - blabla, Anschrift, Name etc. - auch, dass ich offiziell z.Zt. arbeitslos bin.
Als Antwort kam darauf, dass man mir leider kein Girokonto geben könne, da das Girokonto dieser Bank nur bestimmten Berufsgruppen vorbehalten sei.

Mit anderen Worten: Ein Arbeitsloser bekommt bei dieser Bank kein Konto eröffnet.

Den Namen der Bank will ich nicht nennen - es sei denn, es ist erlaubt und erwünscht.
Denke Mal, dass NETBANK und NORISBANK eine Adresse sind.
Was SCHUFA betrifft, wer vorher schon Probleme hatte, zB kein Handyvertrag bekam, wird wohl auch kein Konto bei denen bekommen.
Auf Guthabenbasis vielleicht bei VR Banken oder Sparkasse, allerdings KOSTENPFLICHTIG. Belehrt mich eines besseren wenn ich mich irre.
 
R

Rounddancer

Gast
Nee

Netbank war bis zu ihrem Verkauf Eigentum der Sparda,-
ich glaube, die hat noch immer nen Teil der Anteile der Netbank.
Irgendeine Schweizer Bank wollte vor ner Weile die Netbank kaufen, was drauß wurde, weiß ich nicht.

Noris ist nun Deutsche Bank, das stimmt.

Die vom Razariel ziterte Antwort kriegt man auf Kontoeröffnungsanträge bei der DKB.

Klar, denn die wollen am Bodensatz der Konten verdienen, und der ist ihnen bei Arbeitslosen zu niedrig.
 
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