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Kein Geld wegen 100 % Kürzung.

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Xardas

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#1
Hallo, meine Frage: Wenn man eine 100 % Kürzung bekommen hat, dagegen aber bereits rechtlich vorgeht, von welcher Stelle bekommt man dann das Geld, von dem man leben muss?
Kurze Info: Meine Schwester hat einen Termin bei der Arge abgesagt, telefonisch, aber sich den Namen der Bearbeiterin nicht gemerkt.
Termin nicht wahrgenommen =>100% Kürzung.
Als Reno(Rechtsanwalts und Notarangestellte oder so ähnlich) hat sie sofort
dass mit 10 € bezahlen und Widerspruch einlegen gemacht.

Bis zum Gerichtstermin, wovon soll sie da leben?
Wenn sie Recht bekommt, wird die Verantwortliche gesteinigt?
Wenn sie verliert, was passiert denn dann?


Sie bekommt übrigens erst ALG I, spielt das eine Rolle.
Ich meine irgendwann gelesen zu haben, dass man in diesem Fall von einer anderen Stelle das Geld bekommt.
Da sie mitten im Führerschein steckt....
 

Rick

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#2
Sorry aber dann muß Sie doch die Telefonnummer haben und anhand der Nummer müßte sich doch der SB ermitteln lassen
 

Checker

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#3
..... kann ich nicht glauben deswegen 100% kürzung :icon_eek: hake da doch noch mal bei deiner schwester nach ...

gruß der checker
 
E

ExitUser

Gast
#4
Für ALG I Bezieher sind ARGEn nicht zuständig, sondern die Arbeitsagenturen.

Bei Terminversäumnis und erstem Verstoß werden bei ARGEn 10% Abzug als Sanktion verhängt sofern keine andere Sanktion vorher da war.

Wenn man eine 100 % Kürzung bekommen hat, dagegen aber bereits rechtlich vorgeht, von welcher Stelle bekommt man dann das Geld, von dem man leben muss?
Ein Widerspruch erfolgt zuerst bei der ARGE/AA selbst. Dies sinnvollerweise schriftlich. Vernünftige Sachbearbeiter (kommen gelegentlich durchaus vor) nehmen in solchen Fällen Sanktionen auch wieder zurück.

Sollte man bei seiner Telefonrechnung eine Auflistung der angerufenen Nummern haben, kann man den Anruf bei der ARGE/AA nachweisen.

Ohne Rücknahme würde man bei einer 100% Sanktion in der Zwischenzeit Lebensmittelgutscheine beantragen können. Ansonsten wäre noch ein Rückgriff auf die Tafeln zu empfehlen bzw. der Freundes- und Bekanntenkreis plus Familie.

Wenn man sich ans Gericht in so einer Lage wendet, dann wird man einen Eilantrag auf einstweilige Anordnung stellen. Ein vernünftiger Richter wird hier schnell aufgrund der Notlage entscheiden. Diese Anordnung würde dahingehend lauten, daß die ARGE/AA bis zur Hauptsacheverhandlung normal weiterzahlen muß.
 

Arania

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#5
Und um die Frage nach der geldgebenden Stelle zu beantworten, es gibt keine andere
 

Xardas

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#6
Mh, okay alles klar.
@Tom: "Für ALG I Bezieher sind ARGEn nicht zuständig, sondern die Arbeitsagenturen."
Schmeiss ich immer durcheinander.
@Checker:"..... kann ich nicht glauben deswegen 100% kürzung :icon_eek: hake da doch noch mal bei deiner schwester nach ..."
Da sie keine Miete zahlt, sondern bei ihrem Freund mit seinen Eltern lebt, meinte ich das restliche Geld von ALG I.
Aber morgen telefoniere ich nochmal mit ihr.(Sie hat kein Internet)
@Rick: "Sorry aber dann muß Sie doch die Telefonnummer haben und anhand der Nummer müßte sich doch der SB ermitteln lassen"
Sie hatte nur den Empfang angerufen. Sie ist erst seit 2 Wochen arbeitslos.
 

Martin Behrsing

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#7
Beim ALG1 gibt es tatsächlich eine Sperre (die 100% ist). Sie sollte AGL2 für diese Zeit beantragen, damit hat sie zwar auch eine Kürzung, die beträgt dann aber nur 30%. Bitte in Widerspruch gehen Datum und Uhrzeit aufschreiben, wann sie angerufen hat. Dies ist dann schon mal ein starker Beweis. Eventuell gibt es ja über die Telefongesellschaft Einzelnachweise, dann ist es noch besser.
 

Mümmel

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#8
Beim ALG1 gibt es tatsächlich eine Sperre (die 100% ist).
Echt, Vollsperrung beim ALG 1 wenn man nicht beim Termin auf dem Stuhl beim SB. sitzt ?

Also 1 "verpasster" Termin ? :icon_neutral:

Das ist ja totalitär, das ist ja wie im KZ, Trillerpfeife - zack, zack - antreten !
 

Martin Behrsing

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#9
Echt, Vollsperrung beim ALG 1 wenn man nicht beim Termin auf dem Stuhl beim SB. sitzt ?

Also 1 "verpasster" Termin ? :icon_neutral:

Das ist ja totalitär, das ist ja wie im KZ, Trillerpfeife - zack, zack - antreten !
ja, dann Sperre 12 Wochen. Allerdings muss auch dort erst eine Anhörung stattfinden.
Dies nützt aber wenig, wenn man erst abwarten muss, bis ein Gericht im Rahmen einer EA entschieden hat.

TIPP: ALG2 beantragen.
 

Mümmel

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#10
ja, dann Sperre 12 Wochen. Allerdings muss auch dort erst eine Anhörung stattfinden.
Dies nützt aber wenig, wenn man erst abwarten muss, bis ein Gericht im Rahmen einer EA entschieden hat.

TIPP: ALG2 beantragen.

Eigentlich müsste unter solchen Verhältnissen mal das Erbschaftsrecht überarbeitet werden.

Kann ja gar nicht sein, dass sich so einige Mitbürger dem Leitungsprinzip total entziehen können, ohne was dafür geleistet zu haben.

Die könnten dann den Gesperrten ein bisschen abgeben, denn die haben ja auch nix geleistet. :biggrin:
 
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