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Kein Geld vom Amt/Was steht mir zu?

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Nicht offen für weitere Antworten.

regen

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#1
Hm, wo fang ich da an...

kurzgesagt bekomme ich keinerlei Geld. Situation ist, daß...

-Ich bei meiner Mutter wohne, welche arbeitet und das Gehalt nicht wirklich reicht
-Ich 24 und ohne Ausbildung bin, mich zwecks Kindergeld als Ausbildungsstellensuchend gemeldet habe, wo dann zwei Untersuchungen bei Amtsärzten kamen, welche mich als ungeeignet eingestuft haben
-Ich bin nun (mit Bescheid von gestern) wieder aus der "Arbeitsvermittlung" raus, nun hat auch schon die Kindergeldstelle geschrieben, daß mir kein Kindergeld mehr zusteht, denn laut deren Daten bin ich ja wieder aus der Vermittlung raus

Die Amtsärzte stellen also fest, daß man mir keine Ausbildungsstellensuche zumuten kann und die Kindergeldstelle macht (Originalton des Bescheids von gestern) daraus, daß ich mich nicht bemühen würde, obwohl ich derzeit auch nachgewiesen in Therapie bin und demnächst stationär gehe.

Irgendeine Unterstützung muß mir doch zustehen, nur war ich mittlerweile (trotz sozialer Phobie) auf drei Ämtern und keiner wusste was. Einer meinte, meine Mutter müsse HartzIV beantragen, da ich bei ihr wohnen und noch als ihr Kind gelten würde. Schwachsinn, oder? Hat uns dann noch son Amtsheini erzählt und daraufhin hab ich das probiert - Mit meiner Mutter also zwischen ihrem Nachtdienst da hin... Die haben uns nen Vogel gezeigt, was sie mit ihrem Einkommen denn HartzIV wolle. Also denen die Situation geschildert, daß es um mich ginge... Reaktion war, daß die auch nichts wüssten.

Um Aufklärung wird gebeten.
 

Erolena

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#2
Mit 24 Jahren steht dir nur noch bis 25 Jahre Kindergeld zu,
wenn du tatsächlich ausbildungssuchend bist.
Aber es klingt nicht so, als ob das auf Dich zutrifft.
Du kannst wohl derzeit keine Ausbilung anfangen? Evtl erst im nächsten Jahr?
Dann dürftest du jetzt keinen Anspruch haben, da nicht ausbildungssuchend.

Je nachdem ob du 3 Studen am Tag erwerbsfähig bist oder nicht, steht dem "Hilfebedürftigen" entweder ALG 2 oder Sozialhilfe zu.

Falls ALG 2 in Frage kommt (Erwerbsfähigkeit), dann muss die ganze "Bedarfsgemeinschaft" bedürftig sein.
Mutter + du (bis 25. Geburtstag)
Zur Berechnung benötigt man
Miete + Heizkosten,
Brutto + Nettoeinkommen der Mutter
Evtl weiteres Einkommen wie Unterhalt, Nebenjob o.ä.

Sozialhilfe wird sicher ähnlich gerechnet.
 

regen

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#3
Ja, genau so wurde es mir schon von der Arge geschildert, allerdings machte der Sachbearbeiter keinen sonderlich seriösen Eindruck. Die Vermutung zwecks Kindergeld und Ausbildung ist ebenso richtig. Nun verdient meine Mutter zuviel, als daß sie irgendwelche Zuschüsse bekommen könnte und gearbeitet habe ich auch noch nie. Das heißt, ich bekomme wirklich weiterhin null Euro? Ich weiß nicht, wie das reichen soll und wonach das berechnet wird, aber es reicht einfach vorne und hinten nicht. Schon dementsprechend kann ich mir nicht vorstellen, daß es gar nichts geben soll, abgesehen davon, daß mir doch irgendeine Hilfe zustehen muß, von rechtswegen her. Es geht hier nicht ums Prinzip, oder so. Die paar Euro entscheiden letztendlich, ob etwas im Kühlschrank ist, oder nicht :icon_sad:

/edit


Mir wurde von anderer Stelle empfohlen, Grundsicherung zu beantragen. Allerdings versteht man bei diesem Amtsdeutsch nur Bahnhof. Es klingt soweit aber plausibel. Kann mir dazu wer was sagen?
 

goweidlich

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#4
Hallo

Nun gibt es auch eine andere Möglichkeit :icon_smile: und legal.

Deine Mutter vermietet Dir ein Zimmer (das darf sie auch).
Dann bist Du Deine eigenen BG und hast Anspruch auf Grundsicherung und Mietkosten! Der Haken ist nun aber und ich konnte es nicht recht raus lesen, darfst Du denn überhaupt ARBEITEN?
Voraussetzung bei ALG2 ist, Du musst Dich mindestens 3 Stunden am Tag dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen.
Wenn es nicht so ist, dann bleibt Dir nur der Weg zum Sozialamt.

Achso, Du musst Dich bei ALG2, sowie beim Sozialamt melden,Deine Mutter hat nichts damit zu tun ausser, sie ist Deine Vermieterin!

gruß
goweidlich
 

karpfen

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#5
hallo,

wieso muß sie/er sich beim sozialamt melden, wenn sie/er alg II (grundsicherung für arbeitssuchende, auch hartz IV genannt), beantragen will?
 

goweidlich

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#7
Hallo

Natürlich muss man sich melden oder einen Antrag ausfüllen, wo ist es denn anders in Deutschland :icon_party:
Von allein fallen keine Grundsicherungen vom Himmel !

Wir sollten aber erst mal abwarten, ob er nun 3 Stunden dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht oder nicht. Dann kann man konkrete Aussage machen. Jetzt sind es doch nur Spekulationen und helfen nicht wirklich weiter.

"wieso muß sie/er sich beim sozialamt melden, wenn sie/er alg II (grundsicherung für arbeitssuchende, auch hartz IV genannt), beantragen will?"

Weil man bei ALG2 mindestens 3 Stunden dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen muss.
Wenn nicht, ist das Sozialamt zuständig! Deshalb sollte man schon die Antwort des Fragestellers abwarten :icon_smile:.

gruß
goweidlich
 

regen

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#8
Ich tippe auf weniger als drei Stunden. Offiziell wurde das jedenfalls noch nicht festgestellt. Ich war jedenfalls beim Psychologischen Dienst der Arge und beim.. was gibt es da als zweites? Jedenfalls war es eine allgemeinmedizinische Untersuchung und beide waren der Meinung, daß ich nicht in die Ausbildungsvermittlung kann, sondern zuerst eine Therapie erfolgreich beenden müsse. Rein logisch gesehen kann ich derzeit gar nicht arbeiten - Alleine die Anfahrtswege hin und zurück sind nicht machbar, was auch der Grund für die Entscheidung beider Amtsärzte war. Aber wie gesagt, so richtig offiziell hab ich das nirgends stehen, daß ich weniger oder mehr als drei Stunden arbeiten darf. Nur wenn man mich aus der Ausbildungsvermittlung rauswirft, mit der Begründung der Ärzte, daß das gesundheitlich nicht machbar sei, wird es wohl darauf hinauslaufen.
 

Arania

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#9
dann wird Dich die ARGE- wenn Du dort einen Antrag stellst- zum Amtsarzt schicken, zwecks Feststellung der Erwerbsfähigkeit
 

regen

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#10
So, falls es wen interessiert, bzw. jemand mit dem selben Problem das hier mal lesen sollte: Ich bekomme durchs Nerven und Nachhaken weiter Kindergeld, aufgrund der ärztlichen Gutachten. Und Grundsicherung könnte noch in frage kommen, wird sich aber erst nach eingehender Klärung mit Sachbearbeiter blablabla. Wo wären wir nur ohne unsere Beamten :icon_kinn:
 

gelibeh

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#11
Ist zumindesten schon etwas. Berichte gerne weiter, wenn Du was Neues hast, vielleicht hilft das auch anderen.
 

Erolena

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#12
Du solltest Doch mal ein paar Daten mehr herausrücken. Es ist ja unklar, entweder deine Mutter verdient "viel zu viel", dann kann sie dich mit durchfüttern. Oder sie verdient doch nicht "so viel", dann könnte
- Wohngeld und/oder
- Kindergeldzuschlag (bis zu welcher Altersgrenze?) oder
- ALG 2 oder
- Sozialhilfe
in Frage kommen.

... Je nachdem ob du 3 Studen am Tag erwerbsfähig bist oder nicht, steht dem "Hilfebedürftigen" entweder ALG 2 oder Sozialhilfe zu.

Falls ALG 2 in Frage kommt (Erwerbsfähigkeit), dann muss die ganze "Bedarfsgemeinschaft" bedürftig sein.
Mutter + du (bis 25. Geburtstag)
Zur Berechnung benötigt man
Miete + Heizkosten,
Brutto + Nettoeinkommen der Mutter
Evtl weiteres Einkommen wie Unterhalt, Nebenjob o.ä.
Sozialhilfe wird sicher ähnlich gerechnet.
Der Weg zur Ausbildung dürfte eigentlich nicht ausschlaggebend sein. Denn diese Kosten würden ja übernommen über BAB o.ä.
Sondern hier spielt wahrscheinlich nur die Begutachtung durch die Ärzte eine Rolle.
 
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