Kein Geld für die Monatsfahrkarte (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

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ExitUser

Gast
Huhu ihr,

ich eröffne diesbezüglich mal ein neues Thema und zwar dreht es sich um Folgendes: Mein JC schickt mir Vermittlungsvorschläge. Einige der Arbeitsstellen liegen aber in der Stadt (ich wohne weit ausserhalb). Das macht einen Fahrweg von gut 40-50 min für die Hinfahrt und nochmal dasselbe bei der Rückfahrt. Und wenn ich Pech habe darf ich Abends dort ne Stunde auf diese Bahn warten, da sie dann nur stündlich fährt. Davon abgesehen habe ich schlichtweg nicht das Geld für die Monatsfahrkarte, die ich brauche, um an jenem Ort zu arbeiten. Ich verdiene nicht genug, um mir die 100 Euro dafür leisten zu können. Ich hatte mal wo gearbeitet wo meine Pendelzeit bei 6 Stunden Arbeit (ich arbeite immer nur 6 Stunden) bei rund eineinhalb Stunden lang (pro Fahrt, also insgesammt gut drei Stunden). Ich verdiente dort nur 50 Euro mehr als ich Arbeitslosengeld bekam und das Amt wollte, dass ich dann auch noch die Fahrkosten nach dem ersten Monat selber bezahle. Ich meine, was soll das? Und sie vermittlen mir weiterhin Jobs, wo das wieder passieren würde.

Wie soll ich argumentieren, wenn ich so einen Job annehme aber der Arbeitgeber die Fahrkosten eventuell nicht zahlt, das JC es aber auch nicht tun will? Hab ich das Recht meinem Sachbearbeiter dann zu sagen ich kann den Job nur annehmen, wenn mir jemand die Fahrkosten bezahlt, damit ich überhaupt dahin komme?

Ich habe Letztens einen Vermittlungsvorschlag bekommen, dass ich auf dem Weihnachtsmarkt in der Stadt helfen könnte, sollte man mich nehmen (ein Job für nichtmal einen ganzen Monat, toll). Auch da brauche ich dann eine Fahrkarte, die mich 100 Euro kostet und die Leute vom Weihanchtsmarkt übernehmen das ganz sicher nicht.

Wie handel ich in so einem Fall, wenn niemand mir die Fahrkosten bezahlen will, ja nichtmal einen Teil derer?
 

verona

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aus wikipedia
Als personenbezogener Grund gilt auch eine unverhältnismäßig lange tägliche Pendelzeit zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Das Gesetz hält Pendelzeiten von bis zu zwei Stunden für zumutbar bei einer Arbeitszeit von bis zu sechs Stunden. Bei einer längeren Arbeitszeit verschiebt sich die Grenze der Zumutbarkeit auf eine Pendelzeit von zweieinhalb Stunden. Diese Grenzen werden noch erweitert, wenn in der Region unter vergleichbaren Arbeitnehmern noch längere Pendelzeiten üblich sind.

Weihnachtmarkt kann man evtl. abwiegeln, in dem argumentiert wird, dass keine Toiletten vor Ort sind. Die Anbieter sind auch nicht begeistert, wenn man auf die rechtlich zustehenden Arbeitspausen hinweist, wie auch die langen Arbeitsstunden,
 

Purzelina

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Welche Leistung bekommst du, Arbeitslosengeld oder ALG2?
 
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@verona

Pendelzeit - zählt da denn auch die reine Wartezeit auf die Bahn? Denn eine Stunde warten ist ja kein Pendeln. Und WCs gibt es beim Weihnachtsmarkt, wenn auch nur in Form von Dixi WC.

@all

Ich beziehe ALG II.
 

Neudenkender

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Wie soll ich argumentieren, wenn ich so einen Job annehme aber der Arbeitgeber die Fahrkosten eventuell nicht zahlt, das JC es aber auch nicht tun will? ](...)
Wie handel ich in so einem Fall, wenn niemand mir die Fahrkosten bezahlen will, ja nichtmal einen Teil derer?
Hab schon mal irgendwo gehört, dass sich bei solchen Leuten schlimm der Rücken meldet. Chronisch? Tun mir echt leid, so Leute. Vielleicht ne alte Kriegsverletzung, wer weiß das schon? Blöde Sache, so'n Rücken. Sacht man.

Sind aber auch Typen, die verquatschen sich nicht bei ihren Führungsoffizieren. Stellen keine falschen Fragen. Leiden quasi still. Bewundernswert. Denke ich mir so manchmal. In langen Windernächten. Oder an windigen Herbsttagen.
 

Blitzgedanke

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Fahrtzeiten für eine Vollzeitstelle sind mit 1,5 h für eine einfache Strecke zumutbar. "Wartezeiten" spielen dabei keine Rolle.
 

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Pendelzeiten ist die Zeit von Verlassen des Hauses bis betreten der Arbeitsstätte, verlassen der Arbeitsstätte bis erreichen der HAustüre.

Somit fallen Wartezeiten mit rein

Gruß Uwe
 

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Hi mit dem Weihnachtsmarkt speziell nach der Pausenregelung fragen und nach den Sanitären einrichtungen.
auch auf feste zeiten bestehen somit macht man sich da unbeliebt
 

Blitzgedanke

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Hallo
Pendelzeiten ist die Zeit von Verlassen des Hauses bis betreten der Arbeitsstätte, verlassen der Arbeitsstätte bis erreichen der HAustüre.

Somit fallen Wartezeiten mit rein

Gruß Uwe
Nö, Wartezeiten sind halt Freizeit, d. h. Du könntest in Deiner "Freizeit" schon mal die Zähne putzen, die Füße waschen oder ein Nickerchen machen. Ich finde diese Regelungen auch völlig daneben aber was will man machen?
 

Blitzgedanke

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?????Auf dem Bahnsteig, wenn Du auf den Zug wartest?
jooo gelibeh,

so bescheuert, wie es sich auch liest, Fahrtzeit ist Fahrtzeit. Irgendwelche "Wartezeiten" spielen dabei keine Rolle. Und ja, Du könntest doch theoretisch schon mal vorschlafen in der "Wartezeit". Dass die Praxis ganz anders aussieht, wissen wir doch alle.
 

verona

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Nö, Wartezeiten sind halt Freizeit, d. h. Du könntest in Deiner "Freizeit" schon mal die Zähne putzen, die Füße waschen oder ein Nickerchen machen. Ich finde diese Regelungen auch völlig daneben aber was will man machen?
Wie kommst du darauf? Wo steht diese Regelung?
 
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Mir gehts es in jenem Thema ja nun weniger um die Wartezeiten sondern eher darum, wer letztlich zuständig ist für die Fahrkosten. Sagen wir der Arbeitgeber zahlt diese nicht, nicht mal einen Teil. Das Amt sagt den ersten Monat finanzieren wir, danach musst du es selbst finanzieren.

Es kann doch nicht sein, dass ich diese Kosten voll und ganz tragen muss, bei einem Endverdienst der geringer oder kaum höher ist, als die Leistungen, die ich vom Amt erhalte?
 

Neudenkender

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Wie kommst du darauf? Wo steht diese Regelung?
In entsprechenden Tarifverträgen und Urteilen, zum Beispiel. Weil du während dieser Zeiten eben quasi machen kannst, was du möchtest, keine Arbeitsleistungen erbringen musst. Ich hab schon mal Leute gesehen, die spielen während ihrer Fahr- samt Wartezeiten auf dem Handy rum ... sah nicht dienstlich aus. Machen aber bestimmt nur die wenigsten ...

Alles doof, ist aber so. Deshalb fahre ich ja auch nicht mehr. Jedenfalls nicht zur Arbeit. 24/7 Freizeit. :tongue:
 

Neudenkender

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Es kann doch nicht sein, dass ich diese Kosten voll und ganz tragen muss, bei einem Endverdienst der geringer oder kaum höher ist, als die Leistungen, die ich vom Amt erhalte?
Ist aber so. Wenn du das laut sagst, rufst du bloß Leute auf den Plan, die dann sagen: Siehste, viel zu viel, das Geld vom Amt. Abstand zu gering.

Check mal, ob du evtl. Eingliederungsleistungen in Anspruch nehmen kannst, ist aber viel "kann" und hängt auch von deinen persönlichen Umständen ab, Langzeiterwerbslosigkeit etc.

AU(a) löst manchmal kurzfristige Probleme.
 

verona

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Es kann doch nicht sein, dass ich diese Kosten voll und ganz tragen muss, bei einem Endverdienst der geringer oder kaum höher ist, als die Leistungen, die ich vom Amt erhalte?
Kann es sein, dass du bei dem Gehalt nicht generell Aufstocker wärst?
 
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Kann es sein, dass du bei dem Gehalt nicht generell Aufstocker wärst?
Nein, normalerweise verdiene ich genug. Ich bekomme rund 650 Euro vom Amt (Geld für die Miete hinzugezählt). Bei meiner Arbeitszeit (6 Stunden) erhalte ich oft 700-800 Euro, je nachdem wie hoch der Stundenlohn ist. Demnach hab ich + 100 Euro für die Fahrkarte nur ein winziges Plus oder (mit ganz viel Pech) gar keines, oder aber, so wie damals, ein Plus von rund 50 Euro, aber weg vom Amt wäre ich dadurch dennoch, ich verdiene ja knapp mehr oder genau das, was ich vom Amt erhalten habe. Das mir damals im Monat 50 Euro wegen der Fahrkarte fehlten ist denen egal gewesen.
 

ela1953

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Nein, normalerweise verdiene ich genug. Ich bekomme rund 650 Euro vom Amt (Geld für die Miete hinzugezählt). Bei meiner Arbeitszeit (6 Stunden) erhalte ich oft 700-800 Euro, je nachdem wie hoch der Stundenlohn ist. Demnach hab ich + 100 Euro für die Fahrkarte nur ein winziges Plus oder (mit ganz viel Pech) gar keines, oder aber, so wie damals, ein Plus von rund 50 Euro, aber weg vom Amt wäre ich dadurch dennoch, ich verdiene ja knapp mehr oder genau das, was ich vom Amt erhalten habe. Das mir damals im Monat 50 Euro wegen der Fahrkarte fehlten ist denen egal gewesen.

Wenn man netto in etwa das gleiche bekommt wie ALGII, dann hat man wegen des Freibetrags (vom Brutto errechnet, vom Netto abgezogen) meist noch einen Anspruch auf Aufstockung. Ich habs abe rauch nicht beantragt.

Fahrtzeit ist Fahrtzeit, das stimmt.
Aber hier zählt ja die Pendelzeit. Und Pendelzeit zählt vom Verlassen der Haustür bis zum Öffnen der Tür beim Arbeitgeber
 

verona

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Nein, normalerweise verdiene ich genug. Ich bekomme rund 650 Euro vom Amt (Geld für die Miete hinzugezählt). Bei meiner Arbeitszeit (6 Stunden) erhalte ich oft 700-800 Euro, je nachdem wie hoch der Stundenlohn ist. Demnach hab ich + 100 Euro für die Fahrkarte nur ein winziges Plus oder (mit ganz viel Pech) gar keines, oder aber, so wie damals, ein Plus von rund 50 Euro, aber weg vom Amt wäre ich dadurch dennoch, ich verdiene ja knapp mehr oder genau das, was ich vom Amt erhalten habe. Das mir damals im Monat 50 Euro wegen der Fahrkarte fehlten ist denen egal gewesen.
Mit den ca. 650,- euro bist du Aufstocker. 100 euro sind Werbekosten und in deinem Fall, für die Fahrt einzusetzen. Erst was drüber ist, wird erstattet.
Das ist der sch......Es lohnt sich nicht, wenn man Fahrtgeld investieren muss.
 
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