Kein Fahrgeld für geringfügig Beschäftigte

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xpeter

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Hallo,

da geht der Hartzler für 300 € einer geringfügigen Beschäftigung nach.

Von der ARGE werden 140 € hierfür einbehalten

von den Restlichen 160€ muss der Hartzler aber noch 130 € für die Monatskarte zahlen und geht somit für 30 € arbeiten.

Von Fahrgeld Anrechnung will die Arge nichts wissen

Ist das alles so richtig?.
 

gelibeh

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ja leider. Erst wenn man ab 401€ verdient, kann das berücksichtigt werden
 

Koelschejong

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Nur mal so überlegt: Wenn jetzt der Arbeitgeber des Hartzlers, diesem die Monatskarte zur Verfügung stellen würde und der Hartzler im Gegenzug nur noch € 170 überwiesen bekäme - würde sich dann was ändern??? :pfeiff: :pfeiff:
 
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Koelschejong meinte:
Nur mal so überlegt: Wenn jetzt der Arbeitgeber des Hartzlers, diesem die Monatskarte zur Verfügung stellen würde und der Hartzler im Gegenzug nur noch € 170 überwiesen bekäme - würde sich dann was ändern??? :pfeiff: :pfeiff:
Ja, dann müßte man angeben, daß man einen Sachwert, nämlich die Fahrkarte erhält... und dann würde das wieder angerechnet...

aber: versuchen könnt man es ja mal!

Gruß aus Ludwigsburg
 

xpeter

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Der geringfügig Beschäftigte wird ab 01.01.07 durch einen EEJ ersetzt!
 

FSJ

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geringfügig Beschäftigte

xpeter meinte:
Der geringfügig Beschäftigte wird ab 01.01.07 durch einen EEJ ersetzt!
Hallo,
meine Frau geht auch einer geringfügigen Beschäftigung nach.
Was heißt das oder bedeutet das ...
Der geringfügig Beschäftigte wird ab 01.01.07 durch einen EEJ ersetzt!

FSJ
 

hellucifer

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Ludwigsburg meinte:
Koelschejong meinte:
Nur mal so überlegt: Wenn jetzt der Arbeitgeber des Hartzlers, diesem die Monatskarte zur Verfügung stellen würde und der Hartzler im Gegenzug nur noch € 170 überwiesen bekäme - würde sich dann was ändern??? :pfeiff: :pfeiff:
Ja, dann müßte man angeben, daß man einen Sachwert, nämlich die Fahrkarte erhält... und dann würde das wieder angerechnet...

aber: versuchen könnt man es ja mal!

Gruß aus Ludwigsburg
Da hast du Unrecht! Einkommen ist nur dann anrechenbar, sofern es für den Alg-2-Bezieher verfügbar und verwertbar ist. Und es muß dir auch zufließen, entweder bar oder auf dein Konto. Wenn dein Arbeitgeber dir zur Erreichung des Arbeitsplatzes das Fahrtgeld zahlt, dann steht dir der entsprechende Betrag als Einkommen nicht zur Verfügung und ist nicht anrechenbar.
 

hellucifer

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Abzusetzen vom Einkommen sind die zur Erzielung notwendigen Ausgaben. Wenn du ohne öffentliche Verkehrsmittel oder ohne Pkw den Arbeitsplatz nicht erreichen kannst, dann sind die Kosten hierfür als notwendige Ausgaben anzusehen.

https://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/02/index.php?norm_ID=0201100

Und wenn das nicht so wäre, würde ich den Job ganz schnell schmeißen!

Allerdings würde ich einen solchen Job auch dann nicht ausüben. Da müsste es zum normalen Lohn noch einmal das Fahrtgeld extra drauf geben, damit sich die Mühe auch lohnt.
 
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hellucifer meinte:
Da hast du Unrecht! Einkommen ist nur dann anrechenbar, sofern es für den Alg-2-Bezieher verfügbar und verwertbar ist.

Ist eine Fahrkarte das nicht? Verstehe ich nicht...

Und es muß dir auch zufließen, entweder bar oder auf dein Konto. Wenn dein Arbeitgeber dir zur Erreichung des Arbeitsplatzes das Fahrtgeld zahlt, dann steht dir der entsprechende Betrag als Einkommen nicht zur Verfügung und ist nicht anrechenbar.
Dann dürfte mir aus dem von dir genannten Grund auch nix abgezogen werden, wenn ich in Kur gehe oder ins Krankenhaus usw... denn auch da wird mir die Leistung gekürzt, eben mit der Begründung, daß ich etwas bekomme, was mir zwar nicht als Überweisung auf mein Konto geht...das ich aber trotzdem habe ob ich will oder nicht... und das eben ein geldwerter Vorteil ist.

Gruß aus Ludwigsburg
 

Koelschejong

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Ludwigsburg meinte:
Dann dürfte mir aus dem von dir genannten Grund auch nix abgezogen werden, wenn ich in Kur gehe oder ins Krankenhaus usw... denn auch da wird mir die Leistung gekürzt, eben mit der Begründung, daß ich etwas bekomme, was mir zwar nicht als Überweisung auf mein Konto geht...das ich aber trotzdem habe ob ich will oder nicht... und das eben ein geldwerter Vorteil ist.

Gruß aus Ludwigsburg
Nicht verwunderlich, aber ich sehe es so wie hellucifer. Der Unterschied liegt wohl darin:
Die Fahrkarte zum Job sind Aufwendungen die Du einzig und allein zu dem Zweck tätigen musst, um an Dein Einkommen aus Erwerbstätigkeit zu kommen (auf gut Finanzdeutsch: Werbungskosten), beim Krankenhaus ist das angeblich anders:
1. bekommst Du durch den Aufenthalt kein zusätzliches Erwerbseinkommen
2. Hast Du keinen zusätzlichen Aufwand - wobei man, zugegebenermaßen die Krankenhauszuzahlung mal großzügig übersieht.

In der Zuzahlung liegt denn auch m.E. der Denkfehler - wenn man mir auf der einen Seite ein Einkommen in Form von Sachleistungen anrechnet, dann hat man mir auf der anderen Seite auch den damit verbundenen Zusatzaufwand anzurechnen - aber so denkt der Politiker und Gestzgeber ja leider nicht.
 
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Koelschejong meinte:
Ludwigsburg meinte:
Dann dürfte mir aus dem von dir genannten Grund auch nix abgezogen werden, wenn ich in Kur gehe oder ins Krankenhaus usw... denn auch da wird mir die Leistung gekürzt, eben mit der Begründung, daß ich etwas bekomme, was mir zwar nicht als Überweisung auf mein Konto geht...das ich aber trotzdem habe ob ich will oder nicht... und das eben ein geldwerter Vorteil ist.

Gruß aus Ludwigsburg
Nicht verwunderlich, aber ich sehe es so wie hellucifer. Der Unterschied liegt wohl darin:
Die Fahrkarte zum Job sind Aufwendungen die Du einzig und allein zu dem Zweck tätigen musst, um an Dein Einkommen aus Erwerbstätigkeit zu kommen (auf gut Finanzdeutsch: Werbungskosten), beim Krankenhaus ist das angeblich anders:
1. bekommst Du durch den Aufenthalt kein zusätzliches Erwerbseinkommen
2. Hast Du keinen zusätzlichen Aufwand - wobei man, zugegebenermaßen die Krankenhauszuzahlung mal großzügig übersieht.

In der Zuzahlung liegt denn auch m.E. der Denkfehler - wenn man mir auf der einen Seite ein Einkommen in Form von Sachleistungen anrechnet, dann hat man mir auf der anderen Seite auch den damit verbundenen Zusatzaufwand anzurechnen - aber so denkt der Politiker und Gestzgeber ja leider nicht.
Da muß ich auch widersprechen: bei einem Kranken - oder Kuraufenthalt fallen ebenfalls Kosten an... nicht nur die Zuzahlung!

Harz IV steckt voller Denkfehler:
einen hab ich grad wieder meinem SB klar gemacht... und gestaunt, daß nun gar kein Kindergeld mehr bei mir angerechnet wird.

Ich meine einfach, wenn man solche Denkfehler findet, muß man sich wehren... würde jeder sich ausreichend informieren und kämpfen, müßte vieles anders gemacht werden!

Gruß aus Ludwigsburg
 
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Ludwigsburg meinte:
Nicht verwunderlich, aber ich sehe es so wie hellucifer. Der Unterschied liegt wohl darin:
Die Fahrkarte zum Job sind Aufwendungen die Du einzig und allein zu dem Zweck tätigen musst, um an Dein Einkommen aus Erwerbstätigkeit zu kommen (auf gut Finanzdeutsch: Werbungskosten),
Hat denn jemand eine Quelle, wo man nachlesen kann, daß Fahrgeld nicht angerechnet wird, wenn der Arbeitgeber es extra zahlt?

Gruß aus Ludwigsburg
 
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