Kein eigenes Konto-Kindergeld auch per Scheck möglich?

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Mal angenommen, jemand bekäme kein Konto mehr...
ALG2 kommt per Barscheck und Unterhaltsvorschuss wird auf Sparkonto der minderjährigen Tochter überwiesen. Kindergeld wird nicht darauf überwiesen, weil der Auszahlungsanspruch dann sonst pfändbar wäre, auch wenn Kindergeld eigentlich unpfändbar ist.

Gibt es hier jemanden, der das Kindergeld per Scheck bekommt bzw. ist das überhaupt möglich?

Da bei mir bald Kontopfändungen kommen (nur unpfändbares Einkommen) und dieses Pfändungsschutzkonto ewig nicht kommt, will ich mich dem entziehen, indem ich kein Konto mehr habe.
 

Donauwelle

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@Andine

Das ist doch Quatsch. Erstens hast du sowieso nur Einkünfte, die nicht pfändbar sind und die du kurz nach Eingang der Summen, vom Konto herunterholen kannst - vielleicht reicht es ja auch, deine Gläubiger darauf hinzuweisen und es ihnen zu belegen, dass du momentan keine pfändbaren Einkommen besitzt, so dass es erst gar nicht zum Pfändungsversuch kommen wird. Es besteht ja für den Gläubiger ein Titel, d.h. dass der Anspruch sowieso erst in 30 Jahren verfällt.

Meines Erachtens ist ein Gläubiger auch verpflichtet, überflüssige Kosten zu vermeiden...
 
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Das weiß ich alles und ich weiß auch, dass es den Gläubiger shitegal ist, sie tun es trotzdem. Habe jahrelang Erfahrung darin. Ich habe keine Lust mehr auf diese Spiele und deshalb ist das für mich allerdings kein Quatsch, im Gegenteil. Es ist Ruhe und keine ständige Angst und Rennerei um das nächste Konto, weil wieder mal das andere gepfändet und danach gekündigt wurde.
Insolvenz kommt aus guten Gründen jetzt noch nicht in Betracht.

Mail an die Kindergeldkasse ist unterwegs, Anrufen ist zu teuer.
Dachte halt, dass vielleicht irgendjemand etwas hier dazu weiß.
 

Eka

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Wäre es möglich auf den Namen deiner Tochter ein Konto zu eröffnen, um das Kindergeld dort überweisen zu lassen? Du hättest ja die Verfügungsgewalt. Könnte dieses eine Pfändung umgehen??

Ich meine unsere Familienkasse möchte oder kann es nicht. *grübel*


LG
Eka
 
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Nein. Da Sozialleistungen auf fremden Konten als dem des Kindergeldberechtigten oder ALG2-Berechtigten nicht pfändungssicher sind, auch wenn sie eigentlich pfändungsfrei sind. Das ist ja die Sauerei. Der Auszahlungsanspruch ist dann leider pfändbar. Würde auf der Kindergeldzahlung ihr Name stehen, dann wäre das eine ganz andere Sache. Wenn ich sicher wäre, dass niemand das pfändet, dann hätte ich längst zu dem Sparkonto, auf das UVG geht auch noch ein Girokonto für sie eröffnet.
Das UVG auf ihrem Konto kann nicht gepfändet werden, denn es ist ihre Leistung, die unter ihrem Namen auf ihr Konto geht.
 

physicus

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hi,

also, zuerst mal ist es so, das sozialgeld egal welcher art, 7 tage nicht pfändbar ist, gibt die bank das geld dennoch frei ist sie voll haftbar, das wissen die auch.
wird es dennoch nicht erstattet, gehts zum anwalt, kannst du dem bankangestellten direkt mitteilen, er weis was dann passiert.
die bank MUSS es ersetzen!

es gibt keine pflicht ein konto zu besitzen, ergo müssen die sich einen kopf machen wie du zu deinem geld kommst, allerdings ist es auch so das die deutsche bank verpflichtet ist für jeden ein konto ein zu richten, anders bei anderen banken.
eine bank kündigt gerne bei pfändungen, obwohl sie auch das normalerweise nicht dürften, dazu existiert eine bankenverpflichtung, welche JEDE deutsche bank unterschrieben hat!
ein guthabenkonto sollte also kein problem sein, gekündigt werden meist nur leistungen welche zusätzlich sind, zum bsp. daueraufträge, dispos etc.

mfg physicus

viell. hilft dir auch das:

https://www.akademie.de/private-finanzen/ueberschuldung-und-verbraucherinsolvenz/kurse/girokonto-kuendigung-verweigerung/einstweilige-verfuegung-bank.html
 
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Lieb gemeint, ist mir aber alles bekannt. Ich will kein konto, das ist der beste kontoschutz.
Bei meiner threadüberschrit habe ich das wort will am anfang vergessen.
 

physicus

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ja wenn du keins willst, sagte ich doch was passiert. ^^
sie müssen sich gedanken machen wie du an dein geld kommst, es besteht ja eine zahlungspflicht von deren seite, aber keine kontopflicht von deiner seite aus ;)

gruß physicus
 

Ralsom

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Problem bei Bar-Scheck und dem "Verzicht" auf ein Konto ist aber, dass die Einlösung wiederum Geld kostet und du so einiges an Gebühren hast, was dir dann wieder keiner ersetzt.
 
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Nicht weiter wild, habe nur eine Überweisung zu tätigen, die Miete. Also wären das höchstens 3€ im Monat plus Einlösungsgebühr, ist mir meine Ruhe wert. :icon_smile:
 

Donauwelle

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Naja - die Ruhe wirst du nicht haben, wenn der Scheck eben mal nicht kommt, weil er irgendwo verloren gegangen ist... - dann musst du Wochen warten, damit garantiert ist, dass er nicht anderweitig eingelöst worden ist.

Ähnliches mit den Schecks der ARGE. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man anders mehr Rennerei hat...
 

Eka

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Nicht weiter wild, habe nur eine Überweisung zu tätigen, die Miete. Also wären das höchstens 3€ im Monat plus Einlösungsgebühr, ist mir meine Ruhe wert. :icon_smile:

Da sei vorsichtig, denn letztens habe ich gehört, dass es bei der Sparkasse eine Anweisung gibt, Barüberweisungen nicht mehr zu tätigen, außer sie würden zu 'speziellen' Behörden/Ämtern überwiesen werden.

Ich weiß nicht ob es gesetzlich schon verankert ist, darauf kann man diese dann vielleicht festnageln wenn es nicht so ist und ich weiß auch nicht wie die anderen Kassen dieses nunmehr handhaben.


LG
Eka
 

Ralsom

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eine solche Anweisung bei den Sparkassen wäre rechtswidrig und würde gegen das Grundgesetz verstoßen, von wegen Gleichbehandlung. So blöd sind Banken auch nicht. Sie würden sich nur unterschiedliche Gebühren zahlen lassen. Und zum Teil kostet allein das Scheck einlösen schon 10 € und dann noch mal Gebühren für die Überweisungen?? Da kommt ´ne Menge zusammen. Ist ja nicht nur Miete, sondern Strom und Internet?? Also Telefon oder Handy - und grade bei Handy-Verträgen ist es oft sehr teuer, wenn man direkt überweist, statt am Abbuchungsverfahren teilzunehemen. Nicht umsonst haben so viele Initiativen vor Jahren Druck gemacht, dass die Banken die Selbstverpflichtung abgeben, Guthabenkonten einzurichten. Wär ja blöd, wenn die Betroffenen jetzt darauf "freiwillig" verzichten würden. Und Pfändungsschutz ist Pfändungsschutz - da würd ich aber Alarm machen, wenn mir da jemand was wegnimmt, was ihm nicht zusteht.:icon_evil:
 
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Bitte um link. Wenn dem so wäre, könnte auch niemand mehr mit einem gepfändeten konto überweisen. Die sind auch auf barüberweisungen angewiesen, weil bei den meisten gepfändeten kontos überweisungen nicht mehr möglich sind. Wozu dann noch ein konto? Das pfändungsschutzkonto wäre der richtige weg.
 
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Ich überweise nur die miete, strom kann ich direkt beim versorger bezahlen, telefon und internet hole ich per gutschein von aral (prepaid) und bekomme punkte dafür. Mehr ausgaben leiste ich mir nicht.
 
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Naja - die Ruhe wirst du nicht haben, wenn der Scheck eben mal nicht kommt, weil er irgendwo verloren gegangen ist... - dann musst du Wochen warten, damit garantiert ist, dass er nicht anderweitig eingelöst worden ist.

Ähnliches mit den Schecks der ARGE. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man anders mehr Rennerei hat...
Ich habe sechs Jahre lang meine Witwenrente, die Waisenrenten und das Kindergeld per Scheck bekommen - das Kindergeld fast auf den Tag genau bis vor einem Jahr, und ich hatte nie Probleme. Er ging weder verloren, noch anderweitig verlustig, und wenn die Kindergeldkasse und die Post nicht so dreiste Gebühren erhoben hätte - ich würd´s heut noch tun.

Eka
Da sei vorsichtig, denn letztens habe ich gehört, dass es bei der Sparkasse eine Anweisung gibt, Barüberweisungen nicht mehr zu tätigen, außer sie würden zu 'speziellen' Behörden/Ämtern überwiesen werden.
Die Banken machen tatsächlich Ärger, und zahlen das Geld nicht bar aus, sondern lediglich zur Verechnung, also braucht man doch wieder ein Konto. Doch bei der Post gibt es unter Vorlage des Personalausweises null Probleme.
Für jemanden, der mit einer Kontopfändung zu rechnen hat, ist der Scheck die ideale Möglichkeit seinen Gläubigern den Griff aufs Geld zu verwehren.

Ich weiß auch, dass man die 7 Tage hat, doch ich weiß auch, dass sich die Gläubiger nicht immer daran halten, und die Banken ebenfalls nicht, und man selbst zittert herum, und weiß nicht, ob morgen noch Geld da ist. Und hinterher so ein Gerenne zu haben, sich das zu unrechtmäßiger Zeit gepfändete Geld wiederzubeschaffen, ist einfach nur nervenaufreibend. Außerdem hat man, egal ob man sein Geld zurückbekommt, zunächst einmal wieder kein Geld. Muss hier borgen und da anschreiben lassen....nee, die Idee mit dem Scheck ist gut und vernünftig.

LG
 
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Der herr im himmel hat mich erhört. Endlich versteht mich jemand. Daaanke :-* wie hoch waren die gebühren hamburgeryn?
 

Eka

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eine solche Anweisung bei den Sparkassen wäre rechtswidrig und würde gegen das Grundgesetz verstoßen, von wegen Gleichbehandlung. So blöd sind Banken auch nicht.
Tun sie aber. Frag doch selber nach. Hier haben sie diese Anweisungen und wie ich schon sagte ist es wahrscheinlich nicht gesetzlich. Also hör auf Blödsinn zu unterstellen. Ich habe es im Januar doch versucht eine Barüberweisung zu tätigen und sollte dann zum Chef dort, weil ich sagte ihre Anweisungen interessieren mich überhaupt nicht, zeigen sie mir wo es gesetzlich geregelt wäre.


Eka
 
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