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Kein Anspruch mehr - Und nun?

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evchen

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Hallohalli,

ich habe heute mit meiner SB gesprochen als ich mich nach dem Bearbeitungsstand des Folgeantrags erkundigen wollte. Ich hatte mit dem Folgeantrag noch eine Veränderungsmitteilung über den Lohn meines Mannes eingereicht.
Nun hat sie mir heute eröffnet, das ich/ wir gar keinen Anspruch mehr auf ALG II hätten und wir die Leistungen von Februar und März auch noch zurückzahlen müssten. :shock: :shock: :shock:
Um genauere Zahlen zu nennen: Mein Mann hatte vor unserer Heirat einen Nettolohn von 1249 €, dazu haben wir 477 € ALG II erhalten. Macht insgesamt 1726 €, die wir im Monat zur Verfügung hatten.
Nach der Heirat hat sich der Nettolohn meines Mannes nun auf 1487 € erhöht und wir sollen gar nichts mehr bekommen... :kotz:
Aber wie soll ich diese Rechnung verstehen??? Dann haben wir ja 239 € weniger? Wovon soll ich die Sachen für unser Kind, das im Juni kommt, kaufen? Wie sollen wir unsere Rechnungen zahlen? :cry:
Das Amt wird uns eine Ratenzahlung anbieten, aber das heisst ja dann noch weniger Geld? Vor allem handelt es sich hier um lockere 954 €, die wir abstottern sollen.
Meine SB hat mir geraten, das ich Wohngeld beantragen soll, wobei sie mir aber auch nicht versprechen kann, das wir etwas bekommen.
Wie kann das alles sein??? Könnt ihr mir bitte, bitte helfen? Ich bin völlig verzweifelt.
 

evchen

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Hallo Hannelore,

ich habe den Rechner schon benutzt, aber der sagt mir auch, das wir keinen Anspruch mehr haben. Allerdings kann ich keine Angaben über die Werbungskosten machen, da ich das nicht weiss...
 

Hannelore

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Das sieht mal schon nicht gut aus,denn der Rechner ist eigentlich ziemlich genau.

Aber du kannst mit Garantie Wohngeld und Kindergeldzuschlag beantragen,so könntest du die Differenz wieder weg machen. ;)
 

evchen

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Was ist denn der Kindergeldzuschlag? Den bekomme ich doch aber auch erst, wenn das Baby dann da ist oder? Wo muss ich den denn dann beantragen?

Vielen Dank schon mal für Deine Hilfe...
 

Arco

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Hallo evchen,
du hast es aber mittlerweile besonders schwer.

Probleme mit der Windeltonne, dann Steuerrückerstattung deines Mannes, wir wollen in der Babypause ein Haus kaufen........ (aus deinen Beiträgen hier im Forum)

Ich kann nachvollziehen das ihr es wie viele zur Zeit nicht leicht habt, aber meinst du nicht auch, dass du gerade auf einen "hohen" Level stönst ??

Sei doch froh das dein Mann seit über 18 Jahren einen guten Job hat und sicher 1.500 Euro netto nach Hause bringt. Gut, es könnte immer mehr sein.

Wart ihr euch nie im Klaren, dass ihr immer ganz nahe an der Alg2-Grenze lagt. Ich nehme an duch den Zuschlage für die Schwangerschaft habt ihr euch bis zur Heirat über die Zeit gerettet. Also immer noch knapp innerhalb der "Bedürftigkeit" gelegen.

Wir können uns jetzt stundenlang über die richtige Höhen der Regelleistungen etc. unterhalten, aber die sind momentan so wie sie sind.

Und ihr liegt jetzt mit der Heirat und dem höheren Nettogehalt über diese Grenze.

Sorry, aber es ist wie es ist.

Laß die ganzen Beträge nochmal genau nachrechnen, insbesonders soll dein Mann seine Absetzungsmöglichkeiten (Werbungskosten etc. ) nochmals durchrechnen, vielleicht gibt es da ja noch eine kleine Chance.

Tut mir leid, aber ich mußte es mal so sagen - ist nicht böse gemeint.
 

evchen

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Hallo Arco,

ich nehme Dir Deine Kritik bestimmt nicht übel, dazu ist ein Forum da. Ich war gestern sicher etwas verzweifelt, um es gelinde auszudrücken, aber starten wir doch mal nur eine einfache Rechnung.
Mein Mann verdient ca 1500€ netto, er braucht im Monat ca 300€ Fahrtgeld, um in die Arbeit zu kommen, verpflegen muss er sich während der Arbeitszeit auch noch, also kommen nochmals ca 100€ dazu. Unsere Wohnung kostet uns mit allen Nebenkosten inklusive Strom 510€. Dann bleiben also noch 690€, von denen wir dann ca 200€ für den Einkauf brauchen. Macht noch 490€ wovon wir sämtliche Versicherungen und andere Rechnungen zahlen. Und dann bleibt nichts mehr übrig. Was wenn sein Auto repariert werden muss? Wovon das restliche Zeug für´s Baby kaufen, was noch benötigt wird? Wovon die Raten ans Arbeitsamt zahlen?
Ich bin mir darüber im Klaren, das es manchen hier im Forum schlechter geht als mir, ich will auch nicht jammern. Auch bin ich froh, das mein Mann so lange schon so gute Arbeit hat, ganz im Gegensatz zu mir. Glaub mir, ich beneide ihn sehr, aber das ist nicht wichtig.
Vielmehr ging es darum, vielleicht doch noch irgendwo etwas Hilfe zu bekommen. Und vor allem wollte ich diese Ungerechtigkeit zur Sprache bringen. Im Endeffekt wird man doch dafür bestraft, das man heiratet, wenn alles voll angerechnet wird. Ich meine, versteh einer den logischen Sinn, das wir mit ALG II und dem alten Nettolohn mehr zur Verfügung hatten und jetzt noch weniger haben als vorher. Wozu heiratet man dann? Damit es dann heisst "tut mir leid, ihr Anspruch ist erschöpft"? Wenn wir das vorher gewusst hätten, das 250€ netto mehr Lohn so ein Theater veranstalten würden, dann hätten wir doch erst diesen Sommer geheiratet.
Aber sei es wie es sei, ändern kann ich nichts, ich wollte mir eigentlich auch nur Tipps geben lassen, wie ich jetzt weiter verfahren soll. Denn ich habe keine Ahnung, wie das jetzt mit der Krankenkasse und Rentenversicherung läuft, da habe ich keine Ahnung.
Und sich den Frust von der Seele schreiben, ist doch bestimmt nicht schlimm oder habe ich jemanden gekränkt? Wenn dann tut mir das leid, es war bestimmt nicht meine Absicht.

Danke für Deine Worte, Arco, ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!
 

Silvia V

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Du und auch später das Baby,sind bei der Krankenkasse Deines Mannes familienversichert(ich gehe davon aus,das ihr verheiratet seit)

Dein Mann sollte zu seiner KK gehen und einen Antrag auf Familienversicherung stellen,das sollte schnell passieren,da Du ja als werdende Mutti immer wieder medizinische Leistungen in Anspruch nehmen wirst.
 

Arco

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Hallo evchen !!!!!

Und sich den Frust von der Seele schreiben, ist doch bestimmt nicht schlimm oder habe ich jemanden gekränkt? Wenn dann tut mir das leid, es war bestimmt nicht meine Absicht.
Du hast keinen gekränkt und sich mal den Frust von der Seele zu schreiben ist genau das Richtige.

Und wer mich so kennt und weiß wie manchmal schreibe, dann habe ich genau dies mit meinem Beitrag bezwecken wollen. Deine Reaktion war vollkommen richtig.....


So nun zu eurem Problemen;

ich habe mich momentan dumm und dämlich gerechnet und keine Möglichkeit gefunden doch bis zur Geburt des Kindes in Alg2 zu bleiben.

Es ist wirklich das Problem das dein Mann mit etwa 2.000 Euro brutto und Steuerklasse III knapp oberhalb der Alg2-Grenze liegt. Da jetzt die Freibeträge wegfallen, fehlen genau diese 200 bis 250 Euro die vorher dazu kamen.

Das wird sich rechnerisch auch nach der Geburt des Kindes nicht viel ändern, außer das dann das Kindergeld dazukommt. Aber das schlabbert der/die Kleine schon alleine wieder weg.

Bei dem Bruttogehalt gibt es auch bei der Lohnsteuer nicht viel zu retten, bei Freibetragsvorwegabzug (Lohnsteuerkarte) kommen da ja nur so etwa 30 Euro rum (wenn ich richtig gerechnet habe) und dann seid ihr auf null.

Ihr seid genau in diesem Gehaltsloch wo man sagt " zu viel zum sterben, zuwenig zum leben".

Es stimmt, durch die Heirat habt ihr euch "verschlechtert" - finanziell meine ich.

Ich kann da leider keine positivere Idee beifügen.

Das mit der Krankenversicherung hat Silvia V schon geschrieben. Wobei ich mich eigentlich wundere, seit der Heirat müßtest du doch schon bei deinem Mann familienversichert sein. Wenn nicht, dann sofort beantragen.

Bei der Anrechnung für die RV bist du dann allerdings dann zur Zeit raus. Eine freiwillige Weiterversicherung scheitert ja am nötigen Geld.

Ich wünsche Euch Drei trotzdem ein schönes Wochenende..... :daumen: :daumen:
 
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