Kein ALG II bei Teilzeitarbeit?

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RudIbb

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Hallo,
ich habe eine grundsätzliche Frage, zu der ich nirgends eine Antwort finden kann.
Meine Tochter (29) hat sich von ihrem Freund getrennt und zum Glück eine Wohnung gefunden (am Dienstag), von der sie ihre Arbeitsstelle fußläufig erreichen kann.
Sie arbeitet in einer unbefristeten Teilzeitstelle als Verkäuferin. Jetzt wurde ihr beim Sozialamt gesagt, dass ihr keine Leistungen zustehen, weder Aufstockung noch Erstausstattung, weil sie ja nur in Teilzeit arbeitet. Sie soll sich von der Arge (bei uns: GAP) eine Vollzeitstelle vermitteln lassen, damit sie ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten kann.
Nun arbeitet sie aber jetzt in Teilzeit und hat jetzt die Wohnung gefunden, in die sie sofort einziehen kann. Ist das denn möglich, dass ihr die Leisungen jetzt verweigert werden können, weil sie eine Vollzeitarbeit suchen soll, die möglicherweise befristet ist und die sie mangels KfZ nicht erreichen kann?
 

Purzelina

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Wenn sie bedürftig ist, dann ist eine Ablehnung mit solch einer Begründung nicht möglich, also Antrag stellen und den schriftlichen Bescheid abwarten.

Wenn sie diesen Monat noch einen Antrag abholt und im System registriert wird, dann wirkt der Antrag auf den 1. Mai zurück und es stehen ihr für den gesamten Monat Leistungen zu.
 

RudIbb

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Nochmal zur Erklärung:
Das Sozialamt übernimmt bei uns die Aufgaben der Arge, die GAB ist das Jobcenter bei uns im Kreis, mit der das Sozialamt zusammenarbeitet.
Für mich ist das alles ziemlich neu, weil ich bisher damit keine Erfahrungen habe.
 

RudIbb

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Und um die Frage nochmal klar zu formulieren:
Kann das Sozialamt meine Tochter zwingen, ihre unbefristete Teilzeitstelle aufzugeben und eine Vollzeitstelle anzunehmen, auch wenn die möglicherweise befristet und schwer erreichbar ist?
 

Purzelina

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So schnell schießen die Preussen nicht. Natürlich ist das Ziel des JC das vollständige Ausscheiden aus der Hilfsbedürftigkeit, dementsprechend muss sich deine Tochter um mehr Einkommen bemühen. Aber, so ein Job muss erst mal gefunden werden und dann sind auch noch Kündigungsfristen einzuhalten usw.
 
D

Deleted member

Gast
Und um die Frage nochmal klar zu formulieren:
Kann das Sozialamt meine Tochter zwingen, ihre unbefristete Teilzeitstelle aufzugeben und eine Vollzeitstelle anzunehmen, auch wenn die möglicherweise befristet und schwer erreichbar ist?
Im grunde genommen "JA" da deine Tochter verpflichtet ist, Ihre Bedürftigkeit zu mindern. Aber dazu können hier noch die Experten stellung beziehen .....
 

RudIbb

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Ich hab gerade gesehen, dass wir hier eine Beratungsstelle haben. Dann gehen wir da morgen mal hin.
Also auf jeden Fall Antrag einreichen. Wie lange dauert so eine Bearbeitung bis zum Bescheid im Durchschnitt oder kann man das nicht sagen?
Das Übel ist, eine andere Mitarbeiterin beim Sozialamt hatte ihr die Hilfe schon zugesagt, auch dass das wohl schnell gehen würde. Sie war aber nur zur Vertretung und die zuständige MA sieht das offenbar anders.
 

Purzelina

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Also auf jeden Fall Antrag einreichen. Wie lange dauert so eine Bearbeitung bis zum Bescheid im Durchschnitt oder kann man das nicht sagen?
Vorgaben sind so 14 Tage, je nach Fall (fehlende Unterlagen) kann es sich aber sehr viel länger hinziehen.
 

Bibi123

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Das Übel ist, eine andere Mitarbeiterin beim Sozialamt hatte ihr die Hilfe schon zugesagt, auch dass das wohl schnell gehen würde. Sie war aber nur zur Vertretung und die zuständige MA sieht das offenbar anders.

Das wird Euch leider noch oft passieren, dass Ihr mündlich nicht nur zusagen sondern auch absagen bekommt. Hier heißt es in Zukunft darauf zu achten - auf jegliche Zu-oder Absage schriftlich zu bestehen.

Und um die Frage nochmal klar zu formulieren:
Kann das Sozialamt meine Tochter zwingen, ihre unbefristete Teilzeitstelle aufzugeben und eine Vollzeitstelle anzunehmen, auch wenn die möglicherweise befristet und schwer erreichbar ist?

Naja gezwungen wird niemand. Wenn eine zumutbare Vollzeitstelle zur Verfügung steht und ihr aus der Hilfebedürftigkeit hilft, dann kann sie damit rechnen, wenn sie die annahme verweigert das ihr die Leistung gekürzt werden.
Was meinst du mt schwer erreichbar? Fahren bei Euch keine Buse oder Bahnen? Vlt besteht die Möglichkeit mit dem Fahrrad zu der Arbeitstelle zu kommen... eine Auto ist kein Muss, auch nicht auf ein kleines Örtchen... zumindest wird das JC, Euch das mit dieser Begründung - "schwer erreichbar" nicht abnehmen.
 

gelibeh

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Jetzt wurde ihr beim Sozialamt gesagt, dass ihr keine Leistungen zustehen, weder Aufstockung noch Erstausstattung, weil sie ja nur in Teilzeit arbeitet.
Ganz dreist gelogen. Erstausstattung stände ihr sogar zu, wenn sie ansonsten kein Geld vom Amt benötigt, sich die Erstaustattung aber nicht leisten kann. Alles schriftlich beantragen und auf einen schriftlichen rechtsmittelfähigen Bescheud bestehen Und sie soll nie alleine zum Amt gehen. Immer einen Beistand nach §13 SGBX mitnehmen Der braucht nur zuzuhören. Und nie etwas sofort unterschreiben. Besonders eine Eingliederungsvereinbarung nicht. Die nimmt man zur Prüfung mit nach Hause. Das darf nicht sanktioniert werden. Notfalls gibt Ihr das Amt die EGV als Verwaltungsakt. Gegen den kann man bei Bedarf Widerspruch einlegen.

GAB hört sich nach Kreis Steinfurt an, das wäre eine Optionskommune.
 

arbeitslos2013

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Man wird bestraft wenn man arbeiten geht.
Es wird Zeit das wir diese Bürokraten aus dem Amt holen!

Ich drücke euch die Daumen das deine Tochter schnell ihre Aufstockung bekommt.

Gesetzlich steht es ihr zu, wenn der Verdienst niedriger ausfällt als der ALG II Regelsatz.
Das sind 382 Euro + Miete und Gas also ungefähr 730 Euro netto...

JA sie dürfen deine Tochter dazu auffordern eine Vollzeitstelle aufzunehmen und die Teilzeitstelle aufzugeben um nicht mehr bedürftig zu sein.
Es sei denn es liegen gesundheitliche Einschränkungen vor die belegen dass deine Tochter nur noch Teilzeit arbeiten kann.
Zwingen werden sie versuchen, aber so einfach ist es nicht.
Wie hier schon geschrieben, Kündigungsfristen usw.
 
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