KdU wird nicht in voller Höhe übernommen

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DumanAlti

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Guten Abend,

Nach meiner Trennung am 19. Dezember 2018 schlief ich mal hier und dort und es schien unmöglich eine Wohnung zu finden, hauptsächlich wegen meiner negativen Schufa und Arbeitslosigkeit.
In Köln hat man bei den großen Wohnungsgesellschaften 2-3 Jahre Wartezeit.

Dann hab ich in Leichlingen eine Wohnung gefunden, der Vermieter hat weder nach Arbeit noch nach einer Schufaauskunft gefragt.
Daher hab ich sofort zugeschlagen, meine Schwester gab mir auch sofort die Kaution und ich zahle ihr das in Raten wieder ab. Die Wohnung ist vollmöbliert, sogar mit einem Fernseher, komplett neu renoviert und saniert. Ca 55qm, 575€ + 125€ Nebenkosten inkl. Heizkosten. Als ich dann nach meiner Ummeldung heute beim ansässigen Jobcenter vorsprach, sagte man mir dass deren Obergrenze bei 416€ + Heizkosten liegt und ich den Rest selbst aus der Tasche zahlen muss. Jetzt hab ich am Montag einen Termin mit der Leistungsabteilung, ich soll auch die Kontoauszüge der letzten 3 Monate mitbringen.

Wenn die mir tatsächlich insgesamt nur knapp 500€ für die Wohnung geben, dann kann ich ja gar nicht leben, wie auch mit 140€.

Was kann ich machen ? Muss ich die Kontoauszüge abgeben ? Darf man mir überhaupt so viel kürzen ? Wenn ich nicht zugeschlagen hätte, würde ich jetzt unter irgendeiner Brücke schlafen müssen weil die Heime usw alle überfüllt sind. Mit meinem
Schwager verstehe ich mich leider nicht, sonst hätte ich mich dort niedergelassen.

Bitte um Hilfe!
 
G

Gelöschtes Mitglied 64517

Gast
Es gibt JC, die Obdachlosen oder von Obdachlosigkeit bedrohten Menschen höhere KDU erlauben. In Berlin sind es 20%, unter gewissen Umständen auch 30%, aber ob dies bei dem für dich zuständigen JC auch so ist weiß ich natürlich nicht.
 

Larsson

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Ich würde die erhöhten Kosten damit erklären, dass die Wohnung voll möbliert ist und du schlicht keine Möbel hattest. Evtl. lassen sie sich da erstmal drauf ein.
 
A

APO Michael

Gast
Ich sehe dies als nicht überzogen was die Miete und die Heizkosten betrifft, somit ist in meinen Augen die Wohnung nicht unangemessen.
Somit sollte der Übernahme durch das JC nichts im wege stehen.

Mußt halt wahrscheinlich das SG bemühen, bitte Eilantrag nicht vergessen.

Euer Michael
 
A

APO Michael

Gast
Eilantrag kann immer helfen, man muss nur begründen das die bisherige wohnung eigentlich sofort verlassen werden musste und das man sich bemüht hat eine wohnung zu finden reicht evtl. die eintragung in die liste der sozialwohungen. du musstest unterkommen und du hattest keine zeit, somit musstest du fakten schaffen und konntest nicht lange warten, ich halte die wohnung für köln wirlich nicht für unangemessen. und weil dort wohnraum (im bewilligungsbereich faktisch nicht vorhanden ist. sollten die den differenzbetrag zahlen.

wenn du einen guten RA hast über Prozesskostenhilfe gehen und einfach versuchen, dann hast du auch mal eine bleibe und verschnauffpause
 

Larsson

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Eilantrag kann immer helfen, man muss nur begründen das die bisherige wohnung eigentlich sofort verlassen werden musste und das man sich bemüht hat eine wohnung zu finden reicht evtl. die eintragung in die liste der sozialwohungen. du musstest unterkommen und du hattest keine zeit, somit musstest du fakten schaffen und konntest nicht lange warten, ich halte die wohnung für köln wirlich nicht für unangemessen. und weil dort wohnraum (im bewilligungsbereich faktisch nicht vorh
Wir sind weder in Köln, noch gibt es einen Bescheid.
 

DumanAlti

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Doch mein Termin am Montag ist ja der wichtigste von allen, das was ich dort aussage entscheidet über meine Zukunft. Bis dahin miss ich eben wissen ob ich überhaupt eine Chance habe in dieser Wohnung zu bleiben. Welche Argumente und Gesetze gibt es die ich aufzeigen kann ? Argumente bekomme ich hin, doch im Gesetze-Dschungel bin ich verloren...
 

Larsson

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Mit Paragraphen kann ich nicht dienen. Prinzipiell müssen die Kosten angemessen sein, die Angemessenheit richtet sich nach der Wohnregion. Und du müsstest nachweisen, dass du keinen angemessenen Wohnraum gefunden hast.
Du hast aber zumindest 2 Argumente, die für dich sprechen:
-drohende Obdachlosigkeit
-die Wohnung ist möbliert vermietet, wäre gut, wenn das auch so im Mietvertrag stehen würde und die Kosten der Möblierung gesondert aufgeführt werden.
Ob dies dein zuständiges Jobcenter dann akzeptiert, können wir nicht sagen.

Lies mal hier, da steht etwas zu möblierten Wohnungen drin:
https://harald-thome.de/fa/harald-thome/files/kdu,-ae,-but-rilis/KdU-M-nster-16.03.2016.pdf
 

DumanAlti

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Hatte heute meinen letzten Termin mit der Leistungsabteilung im Jobcenter, ich muss von meinem Geld noch 200€ drauf zahlen. Sind rechtliche Schritte möglich , wie soll ich von 200€ leben ? Ich muss davon 70€ für Strom zahlen, 45€ Internet und Telefon, 30€ Handy. Bleibt ja nichts mehr über
 

Larsson

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Vielleicht sagst du uns mal, was du für Begründungen vorgetragen hast und mit welcher Begründung dies abgelehnt wurde.
Ansonsten Internet/Telefon und Handy geht auch deutlich günstiger, als Nebeninfo
 

Seepferdchen 2010

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DumanAlti

mal zwischen durch ein paar Verständnisfragen:

Nach meiner Trennung am 19. Dezember 2018 schlief ich mal hier

Dein letztes Mietverhältnis war zur Untermiete oder mit als Hauptmieter?

hauptsächlich wegen meiner negativen Schufa und Arbeitslosigkeit.

Hast du zu diesem Zeitpunkt ALG I oder ALG II bezogen?

Hier schreibst du, daher meine Frage:

dann kann ich ja gar nicht leben, wie auch mit 140€.

Die Wohnung ist vollmöbliert, sogar mit einem Fernseher, komplett neu renoviert und saniert. Ca 55qm, 575€ + 125€ Nebenkosten inkl. Heizkosten.

Hier stellt sich die Frage, hast du ggf. keine eigenen Möbel gehabt?

Ich muss davon 70€ für Strom zahlen,

Das ist sehr hoch, wurde das vom Stromanbieter als monatlicher Betrag so
festgelegt?

Heizkosten Gas oder Fernheizung?

Und hast du deine Wohnungssuche schriftlich festgehalten?

Diese Fragen stelle ich nicht aus neugier, sondern um Ansatzpunkte zu finden für dein Problem.
 
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