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KDU wegen Jahresabrechnung RWE gekürzt

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Arania

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Erstmal hallo an alle!

Mein Problem ist folgendes. Mir wurde die KDU ab Juli um 47 Euro gekürzt, nach Nachfrage wegen Fehlens der Jahresabrechnung der RWE (die bei mir aber immer Erst Mitte August kommt ). Mir wurde gesagt das der Betrag nachgezahlt werden würde wenn der neue Bescheid vorliegen würde und danach auch wieder der volle Satz überwiesen werden würde.
Einen Tag nachdem ich den Bescheid erhalten habe , habe ich ihn bei der ARGE persönlich eingereicht - dabei wurde ich erstmal zum drittenmal aufgefordert umzuziehen , aber das ist eine andere Geschichte- und nun warte ich seit ca. 4 Wochen das das Geld kommt und ein neuer Bescheid kommt. Nichts tut sich.
Der Zahlungstermin bei der RWE war am 26.08.(normale Pauschale und auch Nachzahlung) das Geld musste ich mir schon mal leihen damit ich den Termin einhalten konnte.

Früher als das Sozialamt das Ganze erledigt hat (ich bin nämlich aufgrund von Schwerbehinderung leider schon einige Jahre ohne Arbeit- aber nicht ohne Beschäftigung da ich ehrenamtlich in unserer Stadt so einiges mache-) ging es reibungslos, jetzt passiert nichts.
Auch für den Monat September wurden die 47 Euro weiterhin abgezogen.
Da ich gegen den Bescheid im Juli keinen Widerspruch eingelegt habe(weil ich mich ja auf die mündliche Zusage verlassen habe das alles wieder normal laufen würde nach Vorlage der RWE-Abrechnung) ist die Frist dazu ja nun abgelaufen und auf mündliche Anfragen bekomme ich nur die Antwort, es wäre alles noch in der Prüfung weil man ja auch dabei ist neu zu überprüfen ob ich denn umziehen müsse.
Für mich hat das Eine aber nun erstmal mit dem Anderen nichts zu tun.
Weiß jemand welche Schritte ich jetzt einleiten könnte?
Vielen Dank schon mal im vorraus :?:
 

Martin Behrsing

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Hallo erstmal willkommen.

HZast Du gegen die Umzugsaufforderung widersprochen?. Du musst Deinen Widerspruch erstmal nicht begründen, da eine Behörde von sich aus ermitteln muss und auch für dich günstige Umstände finden muss (Amtsermittlungsprinzip). Wegen des Stromgeldes stelle einen Antrag auf sofortige Auszahlung des Geldes und weise in dem schriftlichen Antrag darauf hin, dass dieser nach pflichtgemäßen Ermessen zu begründen ist. Darauf hin müssen die den Antrag schnell bearbeiten und ihre Ermessengründe genau darlegen. Du kannst dir hier den Antrag herunterladen http://www.elo-forum.org/antrag/antrag42.doc und entsprechend anpassen. Wenn du dann weitere Hilfe benötigst bitte nochmal melden. Magst Du sagen, um welche ARGE oder Kommune es sich handelt, damit haben wir auch einen Überblick, wo es besonders krass ist.
 

Arania

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Also erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort und den Link zu dem Formular.

Allerdings handelt es sich nicht darum das ich einen neuen Antrag abgegeben habe, ich habe einen Bewilligungsbescheid bekommen der bis November gilt und in diesem Bescheid war die KTU um 47 Euro gekürzt (ohne Begründung). Auf meine telefonische Nachfrage hieß es dann halt das wären die 47 Euro für die Heizkosten, da noch keine Jahresabrechnung vorliegen würde. Also bin ich mit dem Jahresbescheid dann zur ARGE, die haben den kopiert und das war's, danach habe ich nichts mehr von ihnen gehört und auch keinen neuen Bescheid bekommen.
Die Umzugsaufforderung habe ich auch noch nicht schriftlich, man hat mir nur mündlich gesagt meine Wohnung wäre zu groß (was stimmt, es sind 62 qm) und ich müsste umziehen.
Allerdings habe ich bereits vom Jahr 2003 zwei schriftliche Bescheide, das ich nicht umziehen müsste (damals allerdings noch vom Sozialamt) da die Umzugskosten immens wären.
Ich müsste meine jetzige Wohnung renovieren lassen, da dort jahrelang nichts mehr gemacht werden konnte, das habe ich vom Vermieter schriftlich, ich bräuchte neue Möbel, da die alten erstens nicht in eine kleinere Wohnung hineinpassen würden und das meiste auch so marode ist das es nach einem Abbau schwerlich wieder neu zusammengesetzt werden könnte.
Auch habe ich keinen Führerschein und darf wegen meiner Behinderung nichts schweres heben, tragen und mich möglichst auch nicht oft bücken, dazu habe ich ärztliche Gutachten.
Das heisst ich müsste den kompletten Umzug von der alten besenreinen Wohnung bis zu einer neuen, für meine Behinderung gerechten, von bezahlten Helfern bestreiten lassen, was ich selbstverständlich nicht bezahlen kann.
Nachdem ich der zuständigen Sachbearbeiterin das alles geschildert habe, sagte sie nur sie müsste sich dazu erstmal die Akten beschaffen (sie hatte weder die ärztlichen Gutachten noch sonstige Unterlagen da, obwohl das dem Arbeits-und Sozialamt alles vorlag) und alles mit ihrem Vorgesetzten besprechen.
Das war das letzte was ich bis jetzt gehört habe, nach nochmaliger telefonischer Anfrage meinerseits war die Antwort nur, es wäre alles in der Bearbeitung.
Man meinte ich sollte alles nochmal neu einreichen und kopieren, darauf habe ich auf die in Deutschland vorgeschriebene Amtshilfe verwiesen, die Unterlagen liegen ja komplett vor, bei welcher Behörde nun auch immer.

Jetzt bin ich gespannt wie es weitergeht.

(Ich werde mein Profil etwas vervollständigen)
 

Martin Behrsing

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morgen kümmern wir um Deinen Fall. Erinnere mich bitte noch mal daran.
 

Arania

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zumindest der Fall mit der Abrechnung ist geklärt, nach neuerlichem Anruf wurde mir mitgeteilt das die Anweisung erteilt wurde.

Danke für die Mithilfe!

Zur näheren Information möchte ich Euch gerne mitteilen, das ich als Betroffene auch selber in meinem Ort andere Betroffene berate und versuche diesen ganzen Amtswirrwarr aufzuklären.
Ich freue mich das das Thema zunehmend an Aufmerksamkeit gewinnt, unter anderem natürlich auch durch solche Foren und Initiativen wie von Eurer Seite.
Mich stören auch die einseitigen TV-Berichte über die Arbeitslosen in letzter Zeit( die sicherlich mit einflußreicher Lobbyarbeit zu begründen sind) allerdings stört mich auch das Denken einer Minderheit der Hartz IV-Empfänger die meinen sie könnten tatsächlich nur Ansprüche stellen( also nichts leisten, jede Eigeniniative tut weh etc.) leider sind es wirklich sehr oft diese Negativ-Beispiele die einem als erstes in den Fluren der Ämter auffallen aber diese pauschale Aburteilung alle Arbeitslosen wären arbeitsscheues Gesindel und Sozialschmarotzer fällt einem wirklich auf die Nerven :| :|
 

Martin Behrsing

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Hallo Ariana,

die wirst Du immer finden. Allerdings ist dies nur eine verschwindend kleine Minderheit, die jeder Staat locker mittragen kann. Auc sind es nicht die, die so ein Bild in der Öffentlichkeit abgeben, sondern es ist die Entscheidung der Medien, sich auf solche Thmen zu stürzen und letztendlich damit die Öffentlichkeit manipulieren.

Soweit ich mich erinnern kann, hat es schon immer den sog. "Sozialhilfeadel" gegeben. Vielfach sind dies auch Menschen, die bei näheren betrachten tatsächlich völlig arbeitsunfähig sind bzw. so viele Einschränkungen haben, dass eine Arbeitsaufnahme nicht möglich ist.

Nicht "Floriada Rolf" ist das Problem, sondern die Hetze, die diverse Verlage damit in Gang setzen, sind das Problem.
Ich freue mich, wenn Du öfters hier vorbei schaust und andere von deinem Wissen und Beraten teilhaben lässt. Der Bedarf wird leider immer größer
 
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