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KDU Plattenbau/Heizstrahler

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Nicht offen für weitere Antworten.

rannseier

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#1
Moin zusammen..

Ich bin seit Februar Mieter einer Ost-Berliner Plattenbauwohnung (3 Zimmer, 68qm2, 360€ Warm).

Neben den üblichen Heizkörpern (Zentralheizung) gibt als einzige Heizmöglichkeit im Badezimmer einen Heizstrahler unter der Decke. Da es momentan nicht gerade besonders warm ist und die Wohnung unter mir nicht beheizt ist nutze ich den natürlich beim Duschen (wobei die Bodenfliesen natürlich eiskalt bleiben).

M.E. gehören hier die Stromkosten des Heizstrahlers zu den Nebenkosten in Form der Heizkosten.

Sehe ich das richtig so und in wie weit gibt es Rechenmodelle dafür? Die Berechnung für Nachtspeicher mit zwei Tarifzählern (z.B. 75% des Nachtstroms werden anerkannt) ist mir bekannt.

Hat da schon jemand Erfahrung mit?

Immerhin dürfte das auf fast den gesamten Bestand Ostdeutscher Plattenbauten zutreffen.
 

Arco

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#2
Antrag stellen und dann Widerspruch einlegen.

Ich sehe da leider keine große Chance - aber ich kann mich da auch irren.

"auch ein Marathon beginnt mit dem ersten Schritt"
 

rannseier

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#3
Was meinst du mit Antrag? Übernahme weiterer Heizkosten?

Der eigentliche Bewilligunsbescheid ist leider nicht mehr Widerspruchsfähig, da läuft nur eine Klage gegen die 9€ Wassererwärmungskosten (mal schauen, ob ich vor dem SG das nicht so wie beim SG Freiburg um 25% kürzen kann).
 

Arco

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#4
rannseier sagte :
Was meinst du mit Antrag? Übernahme weiterer Heizkosten?

Der eigentliche Bewilligunsbescheid ist leider nicht mehr Widerspruchsfähig, da läuft nur eine Klage gegen die 9€ Wassererwärmungskosten (mal schauen, ob ich vor dem SG das nicht so wie beim SG Freiburg um 25% kürzen kann).

Genau das meinte ich, der 2. Halbsatz bezog sich dann auf den dann warscheinlich folgenden Ablehnungsbescheid.

Und somit hättest du wieder 4 Wochen Widerspruchsfrist :lol: :lol:

(Ich bitte wegen der kleinen Ironie um Enstschuldigung)
 

rannseier

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#5
Dann werden die anfangen zu kotzen.

Wohnung kostet ziemlich genau das Maximum (360€), wie viele andere auch.

Man stelle sich nun vor halb Berlin fängt an die zusätzlichen Heizkosten an zu beantragen. :lol: :lol: :lol:
 

kalle

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#6
So viel ich weiß, werden Heizstrahler im Bad extra gerechnet, das heißt, die Ksten kann man bei der Arge als Heizkosten geltend machen. Da gabs mal ein Urteil in unserer Datenbank. Guckt mal unter Urteile.
 

rannseier

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#7
Moin..

Die meißten werden das (mit dem Badstrahler) nicht wissen.

Kann man das hier irgendwie pinnen oder gibts eine Fact-Datenbank zu KDU?
 

kalle

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#8
Nee, noch nicht, aber mit der Suchfunktion................
 

rannseier

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#9
Ein passendes Urteil hab ich übrigens nicht gefunden.

Könntest du mir da auf die Sprünge helfen?
 
E

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Gast
#10
Ein Urteil habe ich auch nicht gefunden. Aber die Heizstrahler in den WBS 70 Fünfgeschossern werden ja nun mal nicht zum Spiegeleier braten, sondern zum Heizen genommen.

Also, entweder gleich und sofort Antrag stellen, wie Arco es geschrieben hat oder bei der nächsten Verlängerung.

Ich habe mal in den Fachinformationskatalog geguckt. Da werden umgekehrt die Kosten für die Erhitzung von Warmwasser von den Heizkosten abgezogen. Dafür haben sich die lieben Mitarbeiter ja auch was einfallen lassen.

Aber interessanter Weise steht da auch:
Im Rahmen des § 22 SGB II sind die tatsächlichen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung zu erbringen, soweit diese Aufwendungen angemessen sind.
Aha! die tatsächlichen Aufwendungen für Heizung! :klatsch:

Und weiter schreiben sie:

Gemäß der Handlungsempfehlung 09/2004 - HE/GA/ 09/2004 sind die Agenturen in den Fällen des § 65a SGB II aufgefordert, mit den kommunalen Trägern im Einzelnen die materiell-rechtlichen Anforderungen an die Bewilligung und nähere Modalitäten der Zusammenarbeit zu klären
Und wenn es ums Abziehen von Leistungen sind, sind sie sogar in der Lage eine Rechnung zu machen:

Warmwasseraufbereitung mit
1. Strom : Es sind pro Person abzusetzen:
Strompreis in € / kwh x 2200 kwh : 12 = Anteil in € /
Und es spielt dabei keineswegs der tatsächlich dafür anfallende Stromverbrauch eine Rolle.

Und deswegen würde ich dir folgende Rechnung vorschlagen:

Betriebsstunden des Strahlers x kW-Verbrauch Strahler x Strompreis dividiert durch 12 = Monatszuschuß für Heizung
(8 Heizmonate x 29 Tage (Arge-Monat) x 2 Stunden = Betriebsstunden)

Beispiel:

464 h x 2,2 kW x 0,36 € (Strompreis) = 367,49 € dividiert durch 12 Monate = 30,62 € pro Monat Stromkosten für Heizstrahler

Also ich habe keine Ahnung, was du für die kWh Strom bezahlst. Aber so stelle ich mir die Rechnung vor.

Was dem einen beim Abziehen recht ist, ist dem anderen beim Fordern der Einhaltung der Bestimmungen billig.
 

gelibeh

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#11
Die Rechnung ist okay und man sollte da ja seine Werte einsetzen können. Oft steht auf den Strahlern Watt, drauf achten das in KW umzurechnen (/1000). Wieviel Stunden man den braucht kann mal ja auch rausbekommen und den Strompreis auch.
Wenn die Widerspruchsfrist für einen Bescheid abgelaufen ist, kann man noch einen Überprüfungsantrag nach §44 SGBX stellen.
 
E

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Gast
#12
Ich würde einfach neu einreichen. Warum Widerspruch, Geli? Man widerspricht doch nicht den bereits getroffenen Angaben und den dafür erteilten Bescheiden, sondern stellt auf Grund neuer Erkenntnisse einen Antrag.

Wenn die bei der bescheidenden Stelle nun der Meinung sind, dass dieses Ansinnen abgelehnt werden muß, müssen sie es mitteilen und man kann widersprechen. ;)

Nix ist mit bitte, bitte und wenn ihr wollt... :pfeiff:
 

kalle

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#13
@ Barney: Neuer Antrag gilt aber erst ab Antragstellung.
Überprüfungsantrag aber auch rückwirkend. Ich würde Überprüfungsantrag stellen.
 
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Gast
#14
:kratz: Stimmt, Kalle! Hab ich nicht dran gedacht.

Da aber die Überprüfung eine Kann-Leistung ist, würde ich auf alle Fälle in das Schreiben einfügen:

Ersatzweise stelle ich den Antrag auf Kostenübernahme des Stromverbrauches für Heizleistungen....

Sonst geht ja noch mehr Zeit flöten.
 

Jonas

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#15
Natürlich werden die Stromkosten für den Badstrahler übernommen. ich und meine Freunde (wohnen alle im unsanierten Plattenbau) bekommen diese Leistung bereits mit Einführung des ALG II ab dem 1. 1. 2005. Meine Rechnung ging so: Wattzahl des Strahlers mal Heizzeit (210 Tage im Jahr) mal Badbenutzungszeit mal Strompreise. Badbenutzungszeit ist eine Stunde pro Person am Tag. Diese Berechnung haben wir bereits vor Einführung des ALG II mit unserem Oberbürgermeister abgestimmt und von ihm uns auch schriftlich bestätigen lassen. Da konnte die ARGE auch nicht mehr anders.
 
E

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#16
@ Jonas,

wenn du nun noch schreibst, in welcher Stadt das so war, könnte Rannseier sich gleich darauf berufen.

Wäre vielleicht bei einem Überprüfungsantrag gar nicht so verkehrt. :kinn:
 
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