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KdU-Kostensenkungsaufforderung

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pepi

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#1
:mad::mad::mad: Hallo zusammen!

Die Arge teilte mir von kurzen mit, das meine KdU zu hoch sind (Mein Vater ist verstorben, kein BG Mitglied), daher nun zu hoch.
Wir sind 4 Personen und unsere Unterkunftskosten sind um 70 Euro zu hoch.

Ich möchte nicht umziehen. Der Vermieter wäre bereit die Kaltmiete etwas zu senken. Um wieviel weiss ich noch nicht.
Ich bin EU-Rentnerin und bekomme eine "Arbeitsmarktrente", habe einen Schwerbehindertenausweis 60% "G" , chronische Erkrankung -Multiple Sklerose-.
Ich möchte diese Erkrankung als Härtegrund für einen Nicht-Umzug anführen.
Kann mir jemand eine Formulierungshilfe geben?
Zu meinem Haushalt gehören: Tochter (20) nicht BG, Sohn (17), Sohn (11).
Könnte die Arge sagen, das meine Kinder den Umzug bewerkstelligen sollen wenn ich es nicht kann?

Ich bin ziemlich überfordert mit der ganzen Sache und weis nicht so recht was ich tun soll.

Wer kann Tips geben?

Gruss
pepi
 

Speedport

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Mitglied seit
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#2
:mad::mad::mad: Hallo zusammen!

Die Arge teilte mir von kurzen mit, das meine KdU zu hoch sind (Mein Vater ist verstorben, kein BG Mitglied), daher nun zu hoch.
Wir sind 4 Personen und unsere Unterkunftskosten sind um 70 Euro zu hoch.

Was verstehst Du darunter? Kannst Du das genauer aufschlüsseln? Wenn wir Dir helfen sollen, brauchen wir alle Fakten.

Ich möchte nicht umziehen. Der Vermieter wäre bereit die Kaltmiete etwas zu senken. Um wieviel weiss ich noch nicht.
Ich bin EU-Rentnerin und bekomme eine "Arbeitsmarktrente", habe einen Schwerbehindertenausweis 60% "G" , chronische Erkrankung -Multiple Sklerose-.
Ich möchte diese Erkrankung als Härtegrund für einen Nicht-Umzug anführen.
Kann mir jemand eine Formulierungshilfe geben?
Zu meinem Haushalt gehören: Tochter (20) nicht BG, Sohn (17), Sohn (11).
Könnte die Arge sagen, das meine Kinder den Umzug bewerkstelligen sollen wenn ich es nicht kann?

Ich bin ziemlich überfordert mit der ganzen Sache und weis nicht so recht was ich tun soll.

Jetzt ziehe mal nicht schon gedanklich um. Noch ist es nicht soweit. Sie müssen Dir ja erst mal mindestens sechs Monate Zeit geben.

Wer kann Tips geben?

Mir fällt spontan ein, daß ich mit dem Vermieter eine Umschichtung der Kosten vereinbaren würde. Also z.B. die Kaltmiete absenken, dafür aber die Zahlung von Nebenkosten, die bisher nicht berechnet wurden, mit aufnehmen.
Aber wie gesagt: erstmal genaue Informationen, dann können wir Dir auch verbindlich raten.

Gruss
pepi
...
 
E

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Gast
#3
hallo pepi, bitte mehr infos.

grundsätzlich wäre schon mal das Dir mehr qm bei Merkz. G zustehen.
eine argumentationshilfe bei MS ist auch das soziale umfeld ( erreichbarkeit des arztes, nachbaren die helfen etc.) genauso bei einer verschlechteung der prognose enzephalitis dismendata (MS), durch umzug herbeigeführte schübe.
was ebenfalls intressant wäre in wieweit entspricht deine wohnung behindertengerechten kriterien? bad mind. 6qm, türdurchgänge mind.88cm,
schlafraum mind.20qm, aufzug im hause oder rampen, bei treppen mit einem scalamobil befahrbar (nicht alle treppen sind es, bei starker wendelung kippt die karre über).
das sind alles argumentationshilfen, die du verwenden kannst.

grüße vom frettchen
 

pepi

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#4
Hallo,

meine Wohnung ist nicht behindertengerecht. Ich brauche keinen Rollstuhl o.ä. Ich kann nur nicht mehr sehr lange stehen oder gehen.

Welche Info´s braucht ihr?

Die Arge hat nur mitgeteilt, das KdU 70 Euro zu hoch sind. Aufgeschlüsselt ist da nichts.

Gruss
pepi
 
E

ExitUser

Gast
#5
hallo pepi,

die qm der wohnung anzahl der räume und kaltmiete, nebenkosten und in welcher stadt.
was ebenfalls geht (einfach ein attest beim arzt holen das du umzugsunfähig bist aufgrund der erkrankung mit hinweis das bei einem umzug durch den stress ein erneuter schub mit deutlicher verschlechterung zu rechnen ist.
lies einmal bitte im forum KDU alles zum §22 durch, genauso die hinweise zu rente /behinderung, und da sind auch die richlinien des sozialen wohnungsbau bei behinderung. (viele glauben es muß immer erdeben und alles offen sein, das ist quatsch):icon_wink:
ausserdem steht dir bei MS auf antrag (siehe downloadbereich) zu kostenaufwendiger ernährung zu sind ca. 26 € gerundet.

ach und ganz vergessen herzlich willkommen im ELO
grüße vom frettchen
 

pepi

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#6
Hallo frettchen,

101 qm, 5 Zimmer plus Küche und Bad, KM 420 Euro, NK ca. 105 Euro im Kreis Warendorf.

MB für kostenaufw. Ernährung bekomme ich.

Die KdU-Richtlinien für diesen Kreis sind bei 4 Personen 90 qm, Kaltmiete 324 Euro, NK 144 Euro, Heizkosten 95 Euro.

Meine Tochter gehört nicht zur BG, möchte aber bei uns wohnen bleiben, deshalb 4 Personen. Sie trägt ihren Mietanteil selbst und ist Azubi.

Gruss pepi
 
E

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Gast
#7
hallo pepi,

danke erst mal für die info. das h. 3,60€ pro qm.
und deine wohnung ist genau 11qm zu groß? shit, weißt du ob ein mietspiegel für warendorf existiert? könnte hilfreich sein.
mach auf jeden fall einen widerspruch gegen die aufforderung zur "senkung der KdU" nimm dazu bitte den zum downloaden von der startsite des ELO und passe ihn deinen persönlichen bedürfnissen an.

mit denselben argumentationen hab ich die wohnung von uns 2 personen
mein mann hat ebenfalls MS 100qm durchgebracht. im zweifel immer darauf hinweisen MS ist fortschreitend (toi,toi,toi, wenn dem nicht so ist) und wird nicht mehr besser. deshalb eine bescheinigung vom arzt dazubringen!

grüße vom frettchen
 

Arania

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#8
Nein, keinen Widerspruch, wie oft muss man das noch schreiben? Dagegen ist kein Widerspruch möglich da kein Verwaltungsakt

Eine schriftliche STELLUNGNAHME einreichen
 

pepi

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#9
Hallo frettchen,

einen Mietspiegel gibt es für unseren Ort nicht. Die Größe der Wohnung scheint nicht das eigentliche Problem zu sein, sondern die Kaltmiete.
Ich dachte mir schon das du in irgenteiner Form von MS betroffen bist.

Hallo arania,

ich weiss das Widerspruch nicht geht. Was kann ich in der Stellungnahme schreiben?
Welche Punkte müssen aufgeführt werden?

Gruss pepi
 
E

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#10
hallo ariana,

danke für den hinweis stellungsnahme, ich war damals gleich zum angriff übergegangen. da kannt ich elo noch nicht.

hallo pepi, dann sollte die arge aber belegen können nach welchen kriterien der preis sprich ihre "produkttheorie zustande kommt? dann sollte ja auch die bundesweit geltende wohngeldtabelle eine rolle spielen.

wie lange wohnst du schon in der wohnung pepi?

grüße vom frettchen
 
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#11
Chance nutzen.
ARGE fragen wann denn die Wohnung gekündigt werden darf. Hier auf schriftlichen Bescheid bestehen.
Und dann das volle Programm. Antrag Übernahme Such- und Findekosten, MAkler, doppelte Mieten, Kaution, Renovierung(en), Handwerker, Spedition, Helfer, sonstiges.
Einfacher und billiger wirst Du nicht an eine "behindertengerechte" Unterkunft kommen können.
Wenn eines Deiner Kinder eine eigene Wohnung haben möchte, wäre das jetzt ein richtiger Termin.
Wenn dann nächstes Jahr eines Deiner Kinder auszieht, wird ARGE das (teure) Spiel nicht wieder finanzieren wollen.
Ein weiterer Härtegrund ist der Trauerfall. Das Wohngeldrecht, auch Sozialleistung, gönnt hier ein Jahr Schonfrist.

Der SB kann Dir sagen, lass Deine Kinder arbeiten, aber wie soll man das durchsetzen? Wenn die Kinder es nicht tun, dann muss es ein anderer tun. Notfalls gegen Geld
 

pepi

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#12
Hallo frettchen, der SB sagt, das die Angemessenheit vom Kreis WAF so festgelegt wurde. Habe beim Kreis nachgefragt, die haben bestättigt. Warum das so ist konnte keiner sagen.

Ich habe irgendwo was von Produkttheorie gelesen und dort stand: angemessener qm-Preis x angemessene qm-Anzahl. Das Ergebnis in meinem Fall wäre 324 Euro Kaltmiete. Genau das was mir bewilligt wird.
Wohngeldtabelle ist egal, sagt SB.

Ich wohne jetzt seit 1998 in der Wohnung. Von 1987 bis 1998 habe ich im Ausland gelebt. Davor habe ich von 1981 bis 1987 in dieser Wohnung gewohnt. (Meine Eltern haben immer hier gewohnt)

Kann man diese 16 Jahre zusammenhängend betrachten? Ich weiss, das auch die Wohndauer zählt.

Gruss pepi
 

Arania

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#13
Hallo frettchen,

einen Mietspiegel gibt es für unseren Ort nicht. Die Größe der Wohnung scheint nicht das eigentliche Problem zu sein, sondern die Kaltmiete.
Ich dachte mir schon das du in irgenteiner Form von MS betroffen bist.

Hallo arania,

ich weiss das Widerspruch nicht geht. Was kann ich in der Stellungnahme schreiben?
Welche Punkte müssen aufgeführt werden?

Gruss pepi
Alle die Deiner Meinung nach einer Senkung entgegen stehen, Deine Gesundheit, die Kosten etc. ich weiss leider nicht was alles bei Dir persönlich entgegenstehen könnte, aber Du kannst mich gerne per PN anschreiben:icon_wink:
 
E

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#14
:mad::mad::mad: Hallo zusammen!

Die Arge teilte mir von kurzen mit, das meine KdU zu hoch sind (Mein Vater ist verstorben, kein BG Mitglied), daher nun zu hoch.
Wir sind 4 Personen und unsere Unterkunftskosten sind um 70 Euro zu hoch.

Ich möchte nicht umziehen. Der Vermieter wäre bereit die Kaltmiete etwas zu senken. Um wieviel weiss ich noch nicht.
Ich bin EU-Rentnerin und bekomme eine "Arbeitsmarktrente", habe einen Schwerbehindertenausweis 60% "G" , chronische Erkrankung -Multiple Sklerose-.

gibts da nicht mehr qm?

Ich möchte diese Erkrankung als Härtegrund für einen Nicht-Umzug anführen.
Kann mir jemand eine Formulierungshilfe geben?

Besorg dir da mal ein Attest...

Zu meinem Haushalt gehören: Tochter (20) nicht BG, Sohn (17), Sohn (11).
Könnte die Arge sagen, das meine Kinder den Umzug bewerkstelligen sollen wenn ich es nicht kann?

Nein: die können keinen Umzugswagen fahren, nehm ich mal an.


Ich bin ziemlich überfordert mit der ganzen Sache und weis nicht so recht was ich tun soll.

Wer kann Tips geben?

Gruss
pepi
Tochter nicht in BG - sie müßte nicht mitr dir umziehen...kann man da nicht was an Begründung finden? Sie unterstützt dich doch?
Ohne sie wärst aufgeschmiissen?
 
E

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#15
Nicht vergessen: Ein Umzug muß wirtschaftlich sein.

Bei 70 Euro zu viel ist er das mit Sicherheit nicht.

Die Ersparnis für die ARGE muß auf zwei Jahre gerechnet höher sein, als die Kosten für den Umzug, die von der ARGE aufzubringen sind. Ansonsten kein Umzug. Wichtig: Alle notwendigen Kosten vorab ermitteln und der ARGE vorlegen. Solange keine Kostenübernahmeerklärung für ALLE Kosten vorliegt, so lange auch kein Umzug. Wer anschafft, der zahlt!

Bei den Sozialämtern gab es die Regelung, daß bis ein Jahr nach einem Todesfall grundsätzlich eine Schonfrist gilt. Auch darauf hinweisen!
 

Arania

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#16
Mit den 70 Euro würde ich nicht argumentieren, das ist schon eine Menge hochgerechnet, da wird nicht in zwei Jahren gerechnet sondern danach wie lange schlimmstenfalls die ARGE die Kosten noch zu tragen hätte
 
E

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#18
Richtig, je mehr Kinder man hat, je öfter wird man umziehen müssen: und wenn man den Umzug nicht selbst machen kann, wird ein Umzug nicht wirtschaftlich sein. Denn die ziehen ja nicht alle auf einmal aus...

was auch noch gegen den Umzug spräche, wenn es Gründe gibt, gegen einen Schulwechsel zu sein.
 

Arania

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#19
Ja sicher, es gibt genug Gründe, nur müssen sie konkludent sein
 
E

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#20
Mit den 70 Euro würde ich nicht argumentieren, das ist schon eine Menge hochgerechnet, da wird nicht in zwei Jahren gerechnet sondern danach wie lange schlimmstenfalls die ARGE die Kosten noch zu tragen hätte
Die Richtlinie, nach der sich auch die meisten Sozialgerichte richten, geht von zwei Jahren für die Berechnung der Wirtschaftlichkeit eines Umzugs aus. Einige Orte nehmen 1 oder 3 Jahre. Das müßte man erfragen. Die Mehrheit rechnet aber mit der 2 Jahresfrist.

Natürlich wird man, sofern möglich, nicht nur das Argument der Wirtschaftlichkeit ansprechen, aber man sollte zumindest grundsätzlich auch eine Wirtschaftlichkeitsberechnung fordern.
 

pepi

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#21
Hallo an alle!

Bezüglich der Schonfrist nach Todesfall von 1 Jahr habe ich gehört, das das nur für BG- Mitglieder gilt. Mein Vater war keines.

Einen Schulwechsel wird es nicht geben. Ich beabsichtige in diesem Ort zu bleiben.

Hat einer von euch eine ungefähre Ahnung was ein Umzug kosten würde, wenn das ein Umzugsunternehmen machen würde?
Wieviel 100e Euro, nur ungefähr?
Zu den normalen Dingen (Schränke auf- und abbauen usw.) käme die Einbauküche. 1 1/2 Jahre alt und nach den Maßen der Küche gefertigt. Die Einbauküche wird in einer anderen Küche nicht passen. Ich denke das wird ziemlich teuer.

Gruss Pepi
 
E

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#22
hallo pepi,

ein umzug mit montage kommt in etwa auf 1400-1500€.
die küche müßte umgebaut werden, keine ahnung wie teuer.
aber dann würde im falle eines umzuges eine neue küche angeschafft werden, also erstausstattung.

grüße vom frettchen barbara
 

Helga Ulla

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#23
Das Sozialgericht Niedersachsen Bremen hat in einen vergelichbaren Fall, es gibt auch noch andere Urteile die sich darauf stützen, wenn die Gemeinde oder Stadt keinen Mietspiegel hat, dann gilt die Wohngeldtabelle rechte Seite plus 10% als Mietstufe.

Glaube, das BSG hat hier auch den gleichen Tenor vertreten. Denn Gemeinden ohne Mietspiegel müssen sich hier die Berechnung lt. Wohngeldtabelle gefallen lassen.

Mit Deiner MS wird nicht besser werden, hast Du einmal versucht, einen WBS Schein zu bekommen?
Der Wohnberechtigungsschein gibt weitere Anhaltspunkte wieviel qm Dir mit Familie zustehen.

Das was der SB als Miethöhe angibt, kann nicht stimmen, erkundige Dich einmal bei dem Mieterbund, was der qm in Warendorf ist.
 

Kikaka

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#24
Zitat :
...

.....der SB sagt, das die Angemessenheit vom Kreis WAF so festgelegt wurde. Habe beim Kreis nachgefragt, die haben bestättigt. Warum das so ist konnte keiner sagen.
...
einen Mietspiegel gibt es für unseren Ort nicht


Und das ist die Antwort
Zitat :
Das Sozialgericht Niedersachsen Bremen hat in einen vergelichbaren Fall, es gibt auch noch andere Urteile die sich darauf stützen, wenn die Gemeinde oder Stadt keinen Mietspiegel hat, dann gilt die Wohngeldtabelle rechte Seite plus 10% als Mietstufe.



- Die Richtlinien für die KdU gehören auf den Prüfstand...
- Ohne Anwalt wirst Du Dir die Zähne ausbeißen...
- De Kreis und seine " Angemessenheitskriterien" hinter denen sich die Arge verschanzt sind wenn kein Mietspiegel vorhanden ist äußerst suspekt.
- Bitte Klagen, aber bitte mit Anwalt
 

pepi

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#25
Hallo zusammen!

Der Vermieter ist nicht bereit die Miete zu senken, obwohl er erst gesprächsbereitschaft war.

Was mir noch eingefallen ist. Bisher teilen sich meine beiden Söhne (11 und fast 18) ein Zimmer. Das passt altersmäßig überhaupt nicht zusammen und es gibt dauern Streit.
In der jetzigen Wohnung könnte der 11jährige sein eigenes, 11 qm Zimmer bekommen.

Würde die Arge den Altersunterschied als Argument für eine größere Wohnung akzeptieren?

Wie sind die Erfahrungen?

Gruss
Pepi
 

wolliohne

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#26
KDU Ausnahmen,Mein Bürgerantrag an die Stadt

wird am 03.09.08 im Bürgerausschuss beraten,Vielleicht hilft es dir weiter ?

beantrage ich Ausnahmeregelungen für ALG 2 Bezieher und Niedriglohnverdiener die immer vor der Versendung und vor Aufforderungen zur Mietsenkung vorangehen müssen.


So ist der rechtskräftige Beschluss des SG Köln (AZ S14 AS 41/05 ER vom 30.01.2006) zu beachten wonach die ARGE nicht berechtigt sei Kürzungen vorzunehmen da die Mietsätze so gering angesetzt sind die auf dem Bonner Wohnungsmarkt nicht zu finden seien.(Mieterverein Bonn/DGB Köln Rechtschutzstelle)
Das Beharren der bisherigen Praxis führe letztlich dazu erheblichen Verwaltungsaufwand zu produzieren und viele Betroffene unnötig besorgt seien nach Wohnungen suchen zu müssen (und dokumentieren)
die es offensichtlich nicht gibt.
Auch
die neu geschaffene Wohnungsstelle im Stadthaus kann dies wohl nicht
leisten.

Auf umfangreiche Einzelfallprüfungen ist ebenfalls Rücksicht zu nehmen

Wie ich immer wieder von Betroffenen im Erwerbslosenforum Deutschland und anderen Initiativen höre gibt es drei Jahre nach Einführung von Hartz 4 immer noch keine Einheitliche Regelung bzgl. Angemessenheit der Kosten der Unterkunft.


Z.B. als angemessen gelten, Vorgabe der ARGE Bonn
Beipiel: Single 45 qm 272,- Euro zuzügl. BK bis zu 1.91 Euro und Heizung
solche Wohnungen müssen erst noch gebaut werden.


Zur Abfederung von Härtefällen empfehle ich:

a) Wirtschaftlichkeit
--------------------------------
Im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsprüfung ist festzustellen, ob die eventuell
erzielbaren Minderausgaben eines Jahres ausreichen, um die mit einem Wohnungswechsel verbundenen Ausgaben zu finanzieren. Zu den Folgekosten eines Wohnungswechsels gehören neben den reinen Umzugskosten auch die
eventuellen Renovierungskosten der neuen, möglicherweise auch der alten
Wohnung,sowie Kosten der Wohnungsbeschaffung (Kautionen, Maklergebühren etc.)
Sind
die zu erwartendenden Kosten des Wohnungswechsels höher als die möglichen Mietersparnisse eines Jahres, entfällt die Aufforderung an den Hilfeempfänger, seine Unterkunftskosten zu senken.

b) Altersbedingte Gründe
----------------------------------------
Das Alter der Hilfeempfänger oder nichtbedürftiger Mitglieder der Haushaltsgemeinschaft kann ein Grund sein, von diesen Personen keinen Wohnungswechsel zu verlangen.
Dies gilt besonders bei alleinstehenden alten Menschen (ab 55 Jahren),

die in ihrem vertrauten sozialen Umfeld bleiben möchten,weil sie dort eventuelle
Nachbarschaftshilfe erfahren (z. B. Einkaufen, Pflege usw.) und das Mietverhältnis mind.8 Jahre besteht
Der Besitz einer Altenwohnung schließt im übrigen generell einen Wohnungswechsel

aus, weil diese Mieten immer als angemessen gelten.

c) Krankheits- und pflegebedingte Gründe
--------------------------------------------------------------
Schwerwiegende Erkrankungen, auch von Mitgliedern der Haushaltsgemeinschaft,
schließen zumindest für die Dauer der akuten Phase einen Wohnungswechsel
aus. Darüber hinaus können aber auch Dauererkrankungen, z. B.
wenn zu ihrer Behandlung eine räumliche Nähe zum behandelnden Arzt
geboten ist, einen Wohnungswechsel verbieten. Entsprechendes gilt bei Pflegebedürftigkeit.
Die räumliche Nähe zu Tageskliniken, Tagespflegehäusern,
Wohnheimen, Betreuern, Pflegekräften und Personen, Angehörigen usw. kann ebenfalls die Beibehaltung einer unangemessen teuren Wohnung gebieten.

d) Behinderung
--------------------------
Bei behinderten Menschen gilt das zu den Buchstaben b) und c) Gesagte
entsprechend.
Die Mieten behindertengerechter Wohnungen gelten immer als angemessen.
Daher scheidet bei Besitz einer solchen Wohnung generell ein Wohnungswechsel zur Senkung der Unterkunftskosten aus. (Behindertenbeauftragter ist einzuschalten)

e) Alleinerziehende und Schwangere


Der Wunsch Alleinerziehender (mit 2 oder mehr Kindern unter 16 Jahren), in räumlicher Nähe zu Kindergärten oder
-horten, Tagesmüttern oder Arbeitsstätten wohnen bleiben zu dürfen, kann
ebenfalls angemessen sein, besonders dann, wenn ansonsten die Arbeitsaufnahme
oder die weitere Ausübung einer Erwerbstätigkeit gefährdet oder
erschwert würde.
Außerdem ist es - und
dies gilt im übrigen in allen Fällen, in denen schulpflichtige Kinder (bis 16 Jahre) zum Haushalt gehören - gerechtfertigt, einen zumutbaren Wohnungswechsel jeweils zum Schuljahresende anzustreben, um die Belastungen für das schulpflichtige Kind so gering wie möglich zu halten.

f) Getrennt lebende Hilfeempfänger
------------------------------------------------------
Ehe von einem Hilfeempfänger, der sich gerade von seinem Partner getrennt hat, ein Wohnungswechsel verlangt wird, ist zunächst zu prüfen, ob die Trennung endgültig ist oder ob der hilfsbedürftige Partner eventuell noch an der Beziehung festzuhalten beabsichtigt und ob begründete Aussicht auf die Wiederherstellung der Partnerschaft besteht.

g) Dauer der Hilfebedürftigkeit
----------------------------------------------
Es ist zu prüfen, ob die Hilfebedürftigkeit ggfs. nur von kurzer Dauer ist. Bevorstehender Rentenbezug, realistische Aussicht auf Arbeit, baldige Eheschließung pp. können Gründe sein, auf einen Wohnungswechsel zu verzichten.

Der vorstehende Katalog enthält weder eine Wertigkeit noch Anspruch auf Vollständigkeit.
Auch andere Lebensumstände können den Verzicht auf eine Senkung der Unterkunftskosten durch Wohnungswechsel gebieten.
Es entspricht dem in § 5 BSHG verankerten Gesamtfallgrundsatz,
diese auch für den Hilfeempfänger sprechenden Gründe von Amts wegen festzustellen.
Sowie der Tatbestand des § 574 BGB (Kündigungswiderspruch wg.Härtegründen) vorliegt.


Ps. wurde meiner Kenntnis nach bereits in Aachen Dortmund und Berlin 2005 umgesetzt.

 
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10 Jan 2007
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#28
Kündigungfrist für Mieter immer drei Monate. § 573c BGB.

Noch ein Argument. Beim Wohngeld würde der Verstorbene ein Jahr weiter mitgezählt. Sollte also auch ARGE machen (müssen?)

BK-Höchstgrenzen in Euro sind unrealistisch. Insbesondere da die Kommunen an der BK-Schraube mitdrehen. Müll, Grundsteuer etc. pp.
 

pepi

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#29
Hallo an alle!

Ich will nur berichten wie die Sache geendet hat. Viele MSler nutzen immer oder manchmal einen Rollstuhl.
Habe mir von meinem Arzt einen verschreiben lassen und eine Bescheinigung, das ich zeitweise auf einen Rollstuhl angewiesen bin, bei der ARGE eingereicht. Die ARGE hat akzeptiert und seitdem ist meine Wohnung wieder angemessen.

Ich bin glücklich und zufrieden. Vielen Dank an alle die geholfen haben.

Gruss
pepi
 
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