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kdu bei wohneigentum

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ofra

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#1
hab nun auch mal eine frage zu den kdu. hab eine wohnung, ca. 68 qm, nebenkosten (wohngeld) ohne strom derzeit knapp 200 E (tendenz steigend).
hab jährlich ca. 100 E nachzahlung zu leisten.
anerkannte kdu: nur 150 E.
wurde nicht aufgefordert, meine kdu zu senken, weil ich eh schon so günstig wohne. frage mich aber, ob es korrekt ist, dass ich 50 E monatlich selbst draufzahlen muss. hab auch den eindruck, dass die jährlichen nachzahlungen nicht berücksichtigt wurden.
im lauf von ca. 10 jahren sind die kdu stetig gestiegen, anfangs waren es 200 DM.
ich fürchte, dass ich mir die wohnung, obwohl sie so günstig ist, irgendwann nicht mehr leisten kann und in ein wohnheim umziehen muss, wenn ich weiterhin die fehlende differenz draufzahlen muss, die ja jedes jahr mehr wird und dieses geld fehlt mir ja dann vom regelsatz zum leben.
 
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#2
Einfach so

Wehren ist hier angesagt.
Hat die ARGE Deine Wohnfläche als angemessen anerkannt, dann sind auch die Betriebs-/Nebenkosten sowie Grundsteuer, Instandhaltungen und Reparaturen, die gewöhnlich ein Vermieter zahlt, hat sie diese zu übernehmen. Begrenzung in der Höhe sind nur im begründeten Einzelfall, z.B. bei Dir nachgewiesener Verschwendung von Heizenergie möglich. So einen Fall kenne ich aber nicht.
Mein Weg: Überprüfungsantrag für die Vergangenheit und Widerspruch.

Die ARGEn zitieren gerne ein BSG Urteil, nachdem ein Eigentümer nicht besser gestellt werden soll als ein Mieeter. Schlechter ist aber auch illegal.
 

ofra

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#3
grundsteuer hab ich bisher immer selber bezahlt. wusste nicht, dass die auch übernommen wird.
 

cidmutt

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#4
Hllöchen, wir haben auch Wohnungseigentum und sind dadurch besch.. drann als Mieter. Naja, was solls. Bei der ARGE wird bei den KdU anerkannt: Verwaltungskosten, Grunsteuer, Feuerversicherung für Gebäude, Abwassergebühren, Wassergebühren, Gemeinschaftsstrom ( Flur), Zinsen vom Kredit, Heizkosten von Mitgas monatl. Abschlag, Schorsteinfegerkosten, Wartungskosten der Therme, Kosten für Ablesung der Terme (Abgas), Müllgebühren. Wir müssen monatl. 50 € an den Verwalten für Instadsetzung zahlen. Diese erkennt unsere ARGE nicht an, deshalb klagen wir schon seit Mitte 2005 vor dem Sozialgericht. Leider hatten diese noch keine Zeit unseren Antrag zu entscheiden.
 

ofra

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#5
der haken an der sache ist wohl die unterschiedliche regelung bei miet- und eigentumswohnungen.
meine wohnung ist ja eigentlich für zwei personen. aber bei eigentumswohnungen gilt ja eine obergrenze von 74 qm für bis zu zwei personen (also darf man auch alleine drin wohnen).
die arge geht vermutlich von der angemessenen wohnungsgröße für eine person (für mietwohnungen) aus, die liegt meines wissens bei 45 qm. und dann wandeln die das einfach ab für die eigentumswohnung.
ergo: obwohl meine wohnung um einiges billiger ist als eine mietwohnung, ist sie jedoch größer als für eine person normalerweise üblich.
vermutlich übernehmen die daher nicht die kompletten kdu.
wenn ich mich jetzt beschwere und auf übernahme der gesamten kdu bestehe, schalten die bestimmt auf stur und sagen, die wohnung ist zu groß, daher soll ich mir eine kleinere suchen.
oder sie sagen, sie anerkennen nur die kosten, die normalerweise für die fläche einer person anfällt.
ich hab also jetzt die wahl: drin bleiben und weiter drauf zahlen bis zum finanziellen kollaps oder umziehen in eine kleinere eigentumswohnung.
untervermieten kommt wegen der raumaufteilung nicht in frage.
eheähnliche gemeinschaft geht auch nicht weil kein partner da.
puuh ...

instandsetzungen fallen in unserem haus auch immer wieder an, weil es ein älteres gebäude ist. das sind pro jahr einige tausend euro, die zwar auf alle eigentümer umgelegt werden, aber man spürt es doch wieder an der jährlichen nachzahlung.
der haken des eigentums ist ja, dass man überall mitzahlt. wenn der nachbar einen wasserschaden hat, wenn das dach saniert werden muss, die fassade gedämmt wird, wenn jemand etwas mutwillig kaputt macht, etc....
 

cidmutt

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#6
mein Schwager ist auch Eigentümer in einem Reihenhaus. Wohnt jetzt dort alleine, weil meine Schwiegermutter verstorben ist. Er hat 71 Wohnfläche. Es gibt jetzt auch neue Regelungen, habe sie bei google gelesen, leider habe ich heute keine Zeit mehr um sie dir rauszusuchen. Google mal rum, wenn ich was finde, dann schreibe ich es dir eventuell morgen. Geh in die Suchmaschine mit " ALG II + Wohneigentum " Es steht auch was dazu im "Sozialticker" in Suchmaschine "Wohneigentum" eingeben.
 

ofra

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#7
was nutzt es mir, wenn ich weiss, dass ich in der wohnung bleiben darf, was ja juristisch hieb- und stichfest geregelt wurde, wenn mir die kdu über den kopf wachsen?
für kdu der eigentumswohnung kann ja wohl nicht der mietspiegel für mietwohnungen als grundlage hergenommen werden?
ich hab den eindruck, dass da manches noch gar nicht bis ins detail geregelt wurde vom gesetzgeber ....
 

ofra

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#8
meiner ansicht nach spart die arge bei mir ja schon genug dadurch, dass meine wohnkosten deutlich unter denen einer mietwohnung liegen. selbst mietwohnungen von 45 qm kosten kalt mehr als meine mit 68 qm warm!
da könnten sie doch wirklich locker meine kompletten kdu übernehmen!
wenn ich mir jetzt stattdessen eine mietwohnung nehmen würde, läge ich bestimmt kalt bei mindestens 250 bis 350 euro.
vielleicht wär ihnen das lieber?
 

cidmutt

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#9
Hallöchen, ich bin es wieder. Ich bin ganz Deiner Meinung, darum hatte ich ja auch zum Anfang geschrieben, dass wir besch... drann sind. Ich verstehe Dich vollkommen. Uns geht es nicht viel besser. Wir werden auch noch mehr bestraft, weil unser Sohn auch noch bei uns wohnt, darum gehen die KdU Kosten immer durch 3 und dann findet die ARGE auch immer noch etwas, was sie nicht bezahlen wollen. Was mich auch immer so aus der Fassung bringt ist, das jede ARGE ihre eigenen Gesetze macht. Vorallem kommt es auch immer auf den Bearbeiter an. Wir haben zwecks KdU in einem halben Jahr schon 13 neue Änderungsbescheide. Mal zahlen sie was nach und dann merken sie ihren Fehler und wollen das Geld wieder zurück. Zuletzt wurde uns gesagt, "Sie haben eine so unfangreiche Akte, da kann ja mal ein Fehler passieren". Aber wehe wir machen einen!:icon_dampf:
 

ofra

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#11
danke für die anlage. kann das ding leider nicht öffnen.
 

cidmutt

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#12
bin leider kein Experte und weiß nicht wie man das hinbekommt. Am besten du schreibst es oben in die Leiste noch mal :icon_cry:ab
 

ofra

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#13
das klappt auch nicht. kommt eine fehlermeldung.
aber bitte deswegen nicht weinen!
sonst heul ich auch gleich ...
 

cidmutt

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#14
Damit Du nicht weinen musst, hier was aus dem "Sozialticker"

Beitrag: #1
Verfasst am: 20.02.2006, 10:57 Titel: Kosten der Unterkunft - Eigenheim
Neben dem Regelsatz erhält ein ALG II - Empfänger die Kosten für Unterkunft (Warmmiete bzw. Kosten für Wohneigentum) erstattet. Für die Zahlung der Unterkunftskosten sind die Kommunen und nicht der Bund zuständig, daher gibt es keine bundeseinheitliche Regelung für die Höhe angemessener Kosten.


Bei der Berechnung der Unterkunftskosten ist der so genannte "angemessene Wohnraum" eine Voraussetzung für die Übernahme der tatsächlich anfallenden Aufwendungen. Bei selbst genutztem Wohneigentum gelten 130 qm pauschal als angemessen, bei größerem Eigentum erfolgt eine Einzelprüfung.

Wohnkosten

Zu den Wohnkosten bei selbst genutztem Wohnraum (Eigenheim, Eigentumswohnung) zählen alle Belastungen, die damit verbunden sind, wie zum Beispiel:

• Schuldzinsen für Hypotheken
• Grundsteuer und sonstige öffentliche Abgaben,
• Versicherungsbeiträge (Gebäudebrandversicherung, Versicherung gegen Feuer, Diebstahl, Haftpflicht)
• Anliegerbeiträge
• Kanalisationsbeiträge
• Erbbauzins sowie
• Nebenkosten ähnlich wie bei Mietwohnungen (Müllgebühren, Schornsteinfegergebühren, Straßenreinigung, Wasser)

sowie:

• Instandhaltungsreparaturen am Haus

Bei anfallenden Reparaturen muss aber klar zwischen Instandhaltungs- und Modernisierungsarbeiten unterschieden werden:
• Modernisierung - Maßnahmen, die den Wert des Eigenheims steigern
• Instandsetzung/Instandhaltung - Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes

Solche Schönheitsreparaturen und Ausbesserungsarbeiten müssen per Einzelantrag bei der Agentur für Arbeit angezeigt werden.

Nicht als Wohnkosten anerkannt werden:

• Kredittilgungsraten und die Hausratversicherung

Lediglich Strom (Ausnahme: Heizstrom) und Warmwasseraufbereitung sind bereits mit dem Regelsatz abgegolten. Für die Warmwasserkosten ziehen die Ämter meist pauschal 18 Prozent von den Heizkostenzuschlägen ab oder setzen pauschal eine Kopfpauschale von neun Euro pro Person im Monat an. Falls die Warmwasseraufbereitung mit Strom funktioniert, dürfen Ihnen die Warmwasserkosten nicht abgezogen werden.

Heizungskosten

Auch die tatsächlich anfallenden Heizungskosten werden übernommen, sofern sie "angemessen" sind. Auch hier legen die Kommunen die Höhe der Kosten fest. Die Heizperiode dauert grundsätzlich von Oktober bis April, kann aber auch witterungsbedingt im Einzelfall länger genehmigt werden. Dabei kommt es auf die persönlichen Umstände an. Wer z.B. kranke oder pflegebedürftige Familienmitglieder im Haushalt hat, darf eine längere Heizperiode in Anspruch nehmen. Dies ist aber wiederum eine Einzelfallentscheidung.

Bei Einzelheizungen (z.B. Kohle oder Ölheizung) werden Pauschalzahlungen gewährt, die von den Kommunen festgelegt werden. Diese Heizkosten werden in monatlichen Abschlägen gezahlt oder in angemessenen Teilbeträgen geleistet. Steht eine Anschaffung von Erdöl oder Erdgas an, so muss vor der Lieferung ein entsprechender Antrag bei der Arbeitsagentur eingereicht werden.

• Wie wurden die Kosten der Unterkunft und Heizung berechnet?

Wenn nicht alle oben genannten zulässigen Kosten der Unterkunft und Heizung in Ihrem Bescheid berücksichtigt worden sind, dann können Sie von der Arbeitsagentur eine Begründung für die Kürzung erwarten. Denn jeder Verwaltungsakt muss begründet werden, d.h. welche Kosten in welcher Höhe anerkannt wurden, muss offen gelegt werden. Fehlt diese Begründung, dann können Sie mittels Widerspruch diese Begründung nachfordern.
 

cidmutt

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#15
hier ist noch etwas:

Landkreis Märkisch-Oderland
Richtlinie zu § 22 SGB II vom 26.06.2007 Seite 14
Stand: 26.06.2007​
Die Wohnflächenbestimmung erfolgt in Anlehnung an die aktuelle Rechtsprechung des
Bundessozialgerichts zur Angemessenheit von Wohneigentum im Rahmen des
Vermögensschutzes nach § 12 Abs. 3 Ziff. 4 SGB II (Urteil vom 07.11.2006 - B 7b AS
2/05 R).​
Angemessene Wohnfläche
Personen im Haushalt Eigenheim
bis zu
Eigentumswohnung
bis zu​
1 70 m² 60 m²
2 90 m² 80 m²
3 110 m² 100 m²
4 130 m² 120 m²
Je weitere Person zusätzlich 20 m² zusätzlich 20 m²


es ist etwas schwierig hier zu kopieren, also die zweite Zahl betrifft Eigentumswohnungen. Für eine Person 60 m2​
 
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