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kdu bei erstantrag wie lange

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frank

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#1
hallo, wie lange muss die arge bei erstantrag algII die kosten der wohnung übernehmen??
-algI bis 10.01.06
-algII ab 11.01.06
habe algII erstbescheid bekommen mit übernahme der kdu vom 01.01.06-31.05.06.
ist der zeitraum von 6 monaten kdu-übernahme bei erstantrag eine kann oder eine muss leistung den die arge leisten muss.
gleichzeitig werde ich augefordert die kosten zu senken, da sie sonst ab 01.06.06 nur noch die "angemessene" kaltmiete tragen.

so, wat nun machen mit den jungs und mädels von der arge???

danke frank
 
E

ExitUser

Gast
#2
Die Leistungen zur Deckung der Wohnkosten werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit sie angemessen sind (§ 22 Abs. 1 SGB II). Gezahlt werden die tatsächlichen Aufwendungen, also die vereinbarte Miete plus Betriebskostenvorauszahlung in voller Höhe.

Ergibt die Angemessenheitsprüfung, dass die Wohnkosten die Richtwerte überschreiten, wird der Hilfebedürftige aufgefordert, diese Kosten z.B. durch Untervermietung oder durch Umzug innerhalb von 6 Monaten zu reduzieren.

Soweit die Unterkunftskosten den angemessenen Umfang übersteigen, sind sie so lange als Bedarf zu berücksichtigen, wie es nicht möglich oder zumutbar ist, die Aufwendungen zu senken (z.B. durch einen Umzug oder durch Vermieten), in der Regel jedoch längstens für sechs Monate (§ 22 Abs. 1 S. 2 SGB II).

Bleibt der Leistungsempfänger untätig und reagiert er nicht auf den Verwaltungsakt, mit dem ihm die Anpassung der Wohnungskosten hoheitlich aufgegeben wird, werden die Leistungen für die Unterkunft auf das angemessene Maß reduziert. Der Leistungsempfänger muss dann die Differenz zwischen den tatsächlichen und den angemessenen Unterkunftskosten selbst finanzieren. Aber: Da monatliche Regelleistung hierfür keinen Spielraum eröffnet, drohen Mietrückstände, Kündigung, Wohnungsverlust und Räumung. Die Kommune muss dann für die Unterbringung des Betroffenen sorgen, schlimmstenfalls droht hier Obdachlosigkeit.

Ist dem Leistungsempfänger kein Vorwurf dafür zu machen, dass ihm die Reduzierung der Unterkunftskosten nicht gelingt (schwierige Wohnungsmarktlage), dann haben die Kostenträger auch unangemessen hohe Unterkunftskosten zu tragen. Es kann hier analog auf die Rechtsprechung zu § 574 ff. BGB (Kündigungswiderspruch wegen Härten nach der so genannten Sozialklausel) zurückgegriffen werden. Eine Härte im Sinne des § 574 BGB ist regelmäßig rechtlich auch als Unmöglichkeit der Unzumutbarkeit gemäß § 22 Abs. 1 SGB II zu werten.

Hast du einen Bescheid erhalten oder nur ein Schreiben?
 

frank

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#3
HABE EINEN BESCHEID(07.02.06) ERHALTEN


habe algII erstbescheid bekommen mit übernahme der kdu vom 01.01.06-31.05.06.
ist der zeitraum von 6 monaten kdu-übernahme bei erstantrag eine kann oder eine muss leistung den die arge leisten muss.
gleichzeitig werde ich augefordert die kosten zu senken, da sie sonst ab 01.06.06 nur noch die "angemessene" kaltmiete tragen.
 
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Gast
#4
frank sagte :
HABE EINEN BESCHEID(07.02.06) ERHALTEN


habe algII erstbescheid bekommen mit übernahme der kdu vom 01.01.06-31.05.06.
ist der zeitraum von 6 monaten kdu-übernahme bei erstantrag eine kann oder eine muss leistung den die arge leisten muss.
gleichzeitig werde ich augefordert die kosten zu senken, da sie sonst ab 01.06.06 nur noch die "angemessene" kaltmiete tragen.
In der Regel zahlen die für sechs Monate oder auch länger. Ein Widerspruch wirk wunder ;) Hat die Arge dir auch mitgeteilt, wie du die Wohnkosten senken sollst?
Du solltest dich aber trotzdem um eine Wohnung bemühen und deine Bemühungen auch nachweisen. Also alles sammeln. Es kommt auch darauf an, wie groß und wie teuer deine Wohnung ist.
 

frank

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#5
.........klar haben sie, senken durch untervermietung, sozialwohnung, privater wohnungsmarkt.
wohnungsgröße ist 2 zimmer, ca.55qm, allerdings hat das zweite zimmer dachschrägen.
-jetzige kaltmiete 463 euro
-akzeptierte kaltmiete arge 436 euro
-macht 27 euro differenz.
...aber wenn die arge es so will dann zieh ich halt um und verpulvere mal nen bischen steuergeld (umzugskosten etc.)
wird dann die absolute minusnummer für die arge und das wegen 27 euro differenz.
janz dolle gesetze, also weg mit dem steuergeld.

danke frank
 
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ExitUser

Gast
#6
Vielleicht solltest du der Arge mal eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vorlegen. Einer Aufforderung zum Wohnungswechsel muss eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für einen Zeitraum von in der Regel 2 Jahren vorangehen.

Und bitte daran denken:

Vor Abschluss eines neuen Mietvertrages muss der erwerbsfähige Hilfebedürftige die Zusicherung des kommunalen Trägers (Job-Center) zu den künftigen Kosten einholen. Dieser ist nur zur Zusicherung verpflichtet, wenn der Umzug erforderlich ist und die Aufwendungen für die neue Unterkunft angemessen sind (§ 22 Abs. 2 SGB II).

Sonst bleibst du nacher auf den Kosten hängen. Bitte alles schriftlich machen, damit du Unterlagen für deine Akten hast.
 

Arania

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#7
-akzeptierte kaltmiete arge 436 euro
Wo akzeptiert die ARGE denn so eine Kaltmiete bei 55 qm?
Bei uns wird knapp die Hälfte akzeptiert :kratz: :kratz:
 

frank

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#8
in oberbayern, wo du qm preise von 10 euro kalt hast!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :shock:
 
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