Kassen sehen Zusatzbeiträge auf breiter Front - auch für ALG 2 Empfänger (1 Betrachter)

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wolliohne

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Curt The Cat

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AW: Kassen sehen Zusatzbeiträge auf breiter Front-auch für uns.

Eben im WDR 2 Morgenmagazin gehört und hier auch nachzulesen...
Wer zahlt keinen Zusatzbeitrag?

Kinder und beitragsfrei mitversicherte Ehepartner müssen den Zusatzbeitrag nicht entrichten. Auch Sozialhilfeempfänger, Bezieher einer Grundsicherung und Heimbewohner, die ergänzende Sozialhilfe bekommen müssen die Zusatzprämie nicht selbst bezahlen. Hierfür hat der Gesetzgeber Ausnahmetatbestände vorgesehen. Das Grundsicherungs- bzw. das Sozialamt übernimmt in den letztgenannten Fällen die zusätzliche Prämie.

ALG-II-Bezieher erhalten in Härtefällen die Kostenübernahme durch die Bundesagentur für Arbeit.
Quelle: Krankenkassen Zusatzbeitrag: Informationen zu Zusatzbeiträgen in der GKV


:icon_kotz:

 
E

ExitUser

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AW: Kassen sehen Zusatzbeiträge auf breiter Front-auch für uns.

War vorauszusehen, bevor die Pauschale kommt, noch mal kräftig absahnen, um dann mit "günstigen Angeboten" auf dem vorherigen Niveau zu ködern


Rösler kündigte im «Spiegel» an: «Wir werden uns die Ausgabenseite sehr genau anschauen
Wieso kommt mir dieser Satz so bekannt vor? :icon_kinn:
 

Hopefull

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Wie hab ich mir das denn vorzustellen?

Die Krankenkassenbeiträge werden bei ALG II - Beziehern doch ohnehin von den Argen übernommen.
Die nun dazukommende Zusatzprämie dann nicht?, also wird einbehalten, abgezogen.?

Versteh ich gerade nicht.

lg
Hopefull
 
R

Rounddancer

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Hier auf den Bescheiden der Arge Stuttgart steht,
daß die ARGE nur dann den Zusatzbeitrag übernähme, wenn der Wechsel in eine andere Krankenkasse eine besondere soziale Härte darstellte.

Das bedeutet: Die Arge zwingt uns im Regelfall, die Kasse zu wechseln, wenn unsere Krankenkasse den Zusatzbeitrag erhebt.
Wenn wir trotzdem nicht wechseln, müssen wir selbst den Zusatzbeitrag bezahlen.

Es sei denn, dieser Wechsel wäre für uns eine besondere, soziale Härte.

Gerade sagte die Finanztest-Fachfrau im Fernsehen auch, daß
Hartz IV-Empfänger die 8 EUR bezahlen müßten, wenn sie nicht wechseln,- sie könnten dann zwar einen Antrag wegen der sozialen Härte stellen, aber niemand wisse, ob dieser dann auch genehmigt würde.
 

redfly

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In den Meldungen der letzten Wochen müssen Empfänger von ALG II und Sozialgeld die Zusatzbeiträge nicht bezahlen.

So, ich habe mal bei Clarimedis der AOK Rheinland/Hamburg angerufen. Zusatzbeiträge werden keine erhoben und auch in Zukunft sind keine angedacht. Und da die meisten ALG II-Empfänger wohl bei der AOK versichert sind, dürfte das Thema erstmal hinfällig sein.
 

Hopefull

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Hier auf den Bescheiden der Arge Stuttgart steht,
daß die ARGE nur dann den Zusatzbeitrag übernähme, wenn der Wechsel in eine andere Krankenkasse eine besondere soziale Härte darstellte.

Das bedeutet: Die Arge zwingt uns im Regelfall, die Kasse zu wechseln, wenn unsere Krankenkasse den Zusatzbeitrag erhebt.
Wenn wir trotzdem nicht wechseln, müssen wir selbst den Zusatzbeitrag bezahlen.

Es sei denn, dieser Wechsel wäre für uns eine besondere, soziale Härte.

Gerade sagte die Finanztest-Fachfrau im Fernsehen auch, daß
Hartz IV-Empfänger die 8 EUR bezahlen müßten, wenn sie nicht wechseln,- sie könnten dann zwar einen Antrag wegen der sozialen Härte stellen, aber niemand wisse, ob dieser dann auch genehmigt würde.
Na Super!
Dann wechseln wir mal schnell alle unsere Kassen, damit in einem halben Jahr die anderen Kassen dann auch nachziehen.


Zitat von Redfly:
In den Meldungen der letzten Wochen müssen Empfänger von ALG II und Sozialgeld die Zusatzbeiträge nicht bezahlen



Also abwarten und Tee trinken.

Wenn die da oben sich dann mal einig sind, können sie sich ja noch mal melden.

Vorprogrammiertes Chaos.
Da hat man es gerade geschafft, dank etlicher Ü-Anträge, den einen oder anderen Euro mehr rauszuholen, dann wird`s einem an anderer Stelle wieder abgeknöpft, na prima

Hopefull
 

katzenfreund

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AW: Kassen sehen Zusatzbeiträge auf breiter Front-auch für uns.

War vorauszusehen, bevor die Pauschale kommt, noch mal kräftig absahnen, um dann mit "günstigen Angeboten" auf dem vorherigen Niveau zu ködern




Wieso kommt mir dieser Satz so bekannt vor? :icon_kinn:
Aus meiner Sicht bedeutet dieser Satz von Rösler, daß wir noch mehr die Verlierer sein werden.:icon_kotz::icon_kotz::icon_kotz:
 
R

Rounddancer

Gast
Nun, laut Gesetz müssen wir bezahlen, Sozialhilfe- und Grundsicherungsempfänger nicht.

Ach ja: Warum sollten ausgerechnet die meisten Alg II-Empfänger in einer AOK sein? Es gibt so viele Krankenkassen.

Außerdem: Die AOK als solches gibts ja gar nicht,- als bundesweite Krankenkasse. Nein, das sind lauter, auf das jeweilige Bundesland bezogene AOK's, die jede für sich selbstständig wirtschaften, und auch selbst entscheiden, ob sie den Zusatzbeitrag braucht oder (noch) nicht.
 

argaberunfair

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Eines der Beispiele wie man aus angekündigten Wahlkampfsteuersenkungen über Gebühren, Beiträge und Abgabenerhöhung dem Bürger das Fell über die Ohren zieht.
Die sog. "Steuerstrukturreform" :icon_party: tut dann ihr übriges.

Früher hieß es: Was dir die Politbonzen und ihr Dumpfbackengefolge im Bundestag in die rechte Hosentasche reinstecken, holen sie dir aus der linken wieder raus.
Heut tun sie erst gar nichts rein und holen raus wie es ihnen beliebt.
 

franzi

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Hier auf den Bescheiden der Arge Stuttgart steht,
daß die ARGE nur dann den Zusatzbeitrag übernähme, wenn der Wechsel in eine andere Krankenkasse eine besondere soziale Härte darstellte.

Das bedeutet: Die Arge zwingt uns im Regelfall, die Kasse zu wechseln, wenn unsere Krankenkasse den Zusatzbeitrag erhebt.
Wenn wir trotzdem nicht wechseln, müssen wir selbst den Zusatzbeitrag bezahlen.

Es sei denn, dieser Wechsel wäre für uns eine besondere, soziale Härte.

Gerade sagte die Finanztest-Fachfrau im Fernsehen auch, daß
Hartz IV-Empfänger die 8 EUR bezahlen müßten, wenn sie nicht wechseln,- sie könnten dann zwar einen Antrag wegen der sozialen Härte stellen, aber niemand wisse, ob dieser dann auch genehmigt würde.
Genauso ist es. Das kann man auf jedem Leistungsbescheid lesen. Daher hab ich auch schon bei meiner KK angerufen (IKK). Die werden bis auf weiteres keine Zusatzbeiträge erheben. Die werben sogar mit der Rückerstattung von geleisteten Beiträgen.

Langfristig wird es wohl auch nicht so einfach sein, die Kasse zu wechseln, wenn man davon ausgeht, dass die meisten Kassen dann Zusatzbeiträge erheben werden.
Also werden wir die Mehrkosten aus eigener Tasche entrichten müssen.
Es sei denn, es bildet sich eine Flut von Anträgen wegen Härtefall. Dann könnte es evtl. eine Grundsatzentscheidung geben. Schließlich sind wir doch alle Härtefälle.
 

MrsNorris

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Die Gesundheitsreform war die grösste Verarsche am deutschen Bürger. Erst wurde versprochen, dass die Beiträge sinken, wenn wir alle Eintritt beim Arzt zahlen. Nein, die Beiträge sind gestiegen. Und nun wollen sie noch mehr Kohle?
Ich finde das unglaublich. Ich glaube, die Kassen können schlichtweg nicht wirtschaften, und die Pharmaindustrie wird gar nicht zur Kasse gebeten.
 
S

sogehtsnich

Gast
Der Regelsatz für Medikamente, Hilfsmittel für Gesundheitspflege beträgt 14,36 € im Monat!

Davon sind die Zuzahlungen, Praxisgebühr (welche ja normalerweise nicht im Regelsatz enthalten ist), Zahlungen für Medikamente und Hilfsmittel, die von den KK nicht übernommen werden!

Eine zusätzliche Belastung von 8 Euro pro Monat wäre gar nicht möglich, also ein weiterer Verstoß gegen das Gesetz!
 
E

ExitUser

Gast
ALG-II-Bezieher erhalten in Härtefällendie Kostenübernahme durch die Bundesagentur für Arbeit.
Es ist nicht zu fassen! Unter den ALG2-Beziehern gibt es noch Härtefälle?
Ich war bisher der Meinung, der ALG2-Bezug ansich stellt bereits den absoluten Härtefall dar. Aber nein, man kann noch einen drauf setzen!
 
S

sogehtsnich

Gast
Naja, da werden sich noch weitere Klagen anhäufen, denn für die BA ist es ja erst ein Härtefall, wenn man ohne Kopf oder ohne Bein rumläuft!
Halbtot zählt nicht!
 

Arania

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Der Regelsatz für Medikamente, Hilfsmittel für Gesundheitspflege beträgt 14,36 € im Monat!

Davon sind die Zuzahlungen, Praxisgebühr (welche ja normalerweise nicht im Regelsatz enthalten ist), Zahlungen für Medikamente und Hilfsmittel, die von den KK nicht übernommen werden!

Eine zusätzliche Belastung von 8 Euro pro Monat wäre gar nicht möglich, also ein weiterer Verstoß gegen das Gesetz!
Dafür gibt es die Härtefallregelung der Krankenkassen
 
H

holly8

Gast
Es ist nicht zu fassen! Unter den ALG2-Beziehern gibt es noch Härtefälle?
Ich war bisher der Meinung, der ALG2-Bezug ansich stellt bereits den absoluten Härtefall dar. Aber nein, man kann noch einen drauf setzen!
Ich verstehe das so, dass jemand mit reinem H4 ohnehin ein Härtefall ist und wer verdient und aufstockt, ist vielleicht über der Grenze. Eine Person-Grenze bei 1022€ Brutto.
 

Arania

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Nein, ein ALG II Empfänger ist bei den Kassen nicht automatisch ein Härtefall, aber bei den ARGEN könntest Du recht haben, da würde man eventuell mit Minijob kein Härtefall mehr sein
 
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