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Kassen sehen Zusatzbeiträge auf breiter Front - auch für ALG 2 Empfänger

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wolliohne

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#1

Curt The Cat

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#2
AW: Kassen sehen Zusatzbeiträge auf breiter Front-auch für uns.

Eben im WDR 2 Morgenmagazin gehört und hier auch nachzulesen...
Wer zahlt keinen Zusatzbeitrag?

Kinder und beitragsfrei mitversicherte Ehepartner müssen den Zusatzbeitrag nicht entrichten. Auch Sozialhilfeempfänger, Bezieher einer Grundsicherung und Heimbewohner, die ergänzende Sozialhilfe bekommen müssen die Zusatzprämie nicht selbst bezahlen. Hierfür hat der Gesetzgeber Ausnahmetatbestände vorgesehen. Das Grundsicherungs- bzw. das Sozialamt übernimmt in den letztgenannten Fällen die zusätzliche Prämie.

ALG-II-Bezieher erhalten in Härtefällen die Kostenübernahme durch die Bundesagentur für Arbeit.
Quelle: Krankenkassen Zusatzbeitrag: Informationen zu Zusatzbeiträgen in der GKV


:icon_kotz:

 
E

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#3
AW: Kassen sehen Zusatzbeiträge auf breiter Front-auch für uns.

War vorauszusehen, bevor die Pauschale kommt, noch mal kräftig absahnen, um dann mit "günstigen Angeboten" auf dem vorherigen Niveau zu ködern


Rösler kündigte im «Spiegel» an: «Wir werden uns die Ausgabenseite sehr genau anschauen
Wieso kommt mir dieser Satz so bekannt vor? :icon_kinn:
 

Hopefull

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#4
Wie hab ich mir das denn vorzustellen?

Die Krankenkassenbeiträge werden bei ALG II - Beziehern doch ohnehin von den Argen übernommen.
Die nun dazukommende Zusatzprämie dann nicht?, also wird einbehalten, abgezogen.?

Versteh ich gerade nicht.

lg
Hopefull
 

Rounddancer

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#5
Hier auf den Bescheiden der Arge Stuttgart steht,
daß die ARGE nur dann den Zusatzbeitrag übernähme, wenn der Wechsel in eine andere Krankenkasse eine besondere soziale Härte darstellte.

Das bedeutet: Die Arge zwingt uns im Regelfall, die Kasse zu wechseln, wenn unsere Krankenkasse den Zusatzbeitrag erhebt.
Wenn wir trotzdem nicht wechseln, müssen wir selbst den Zusatzbeitrag bezahlen.

Es sei denn, dieser Wechsel wäre für uns eine besondere, soziale Härte.

Gerade sagte die Finanztest-Fachfrau im Fernsehen auch, daß
Hartz IV-Empfänger die 8 EUR bezahlen müßten, wenn sie nicht wechseln,- sie könnten dann zwar einen Antrag wegen der sozialen Härte stellen, aber niemand wisse, ob dieser dann auch genehmigt würde.
 

redfly

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#6
In den Meldungen der letzten Wochen müssen Empfänger von ALG II und Sozialgeld die Zusatzbeiträge nicht bezahlen.

So, ich habe mal bei Clarimedis der AOK Rheinland/Hamburg angerufen. Zusatzbeiträge werden keine erhoben und auch in Zukunft sind keine angedacht. Und da die meisten ALG II-Empfänger wohl bei der AOK versichert sind, dürfte das Thema erstmal hinfällig sein.
 

Hopefull

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#7
Hier auf den Bescheiden der Arge Stuttgart steht,
daß die ARGE nur dann den Zusatzbeitrag übernähme, wenn der Wechsel in eine andere Krankenkasse eine besondere soziale Härte darstellte.

Das bedeutet: Die Arge zwingt uns im Regelfall, die Kasse zu wechseln, wenn unsere Krankenkasse den Zusatzbeitrag erhebt.
Wenn wir trotzdem nicht wechseln, müssen wir selbst den Zusatzbeitrag bezahlen.

Es sei denn, dieser Wechsel wäre für uns eine besondere, soziale Härte.

Gerade sagte die Finanztest-Fachfrau im Fernsehen auch, daß
Hartz IV-Empfänger die 8 EUR bezahlen müßten, wenn sie nicht wechseln,- sie könnten dann zwar einen Antrag wegen der sozialen Härte stellen, aber niemand wisse, ob dieser dann auch genehmigt würde.
Na Super!
Dann wechseln wir mal schnell alle unsere Kassen, damit in einem halben Jahr die anderen Kassen dann auch nachziehen.


Zitat von Redfly:
In den Meldungen der letzten Wochen müssen Empfänger von ALG II und Sozialgeld die Zusatzbeiträge nicht bezahlen



Also abwarten und Tee trinken.

Wenn die da oben sich dann mal einig sind, können sie sich ja noch mal melden.

Vorprogrammiertes Chaos.
Da hat man es gerade geschafft, dank etlicher Ü-Anträge, den einen oder anderen Euro mehr rauszuholen, dann wird`s einem an anderer Stelle wieder abgeknöpft, na prima

Hopefull
 
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#8
AW: Kassen sehen Zusatzbeiträge auf breiter Front-auch für uns.

War vorauszusehen, bevor die Pauschale kommt, noch mal kräftig absahnen, um dann mit "günstigen Angeboten" auf dem vorherigen Niveau zu ködern




Wieso kommt mir dieser Satz so bekannt vor? :icon_kinn:
Aus meiner Sicht bedeutet dieser Satz von Rösler, daß wir noch mehr die Verlierer sein werden.:icon_kotz::icon_kotz::icon_kotz:
 

Rounddancer

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#9
Nun, laut Gesetz müssen wir bezahlen, Sozialhilfe- und Grundsicherungsempfänger nicht.

Ach ja: Warum sollten ausgerechnet die meisten Alg II-Empfänger in einer AOK sein? Es gibt so viele Krankenkassen.

Außerdem: Die AOK als solches gibts ja gar nicht,- als bundesweite Krankenkasse. Nein, das sind lauter, auf das jeweilige Bundesland bezogene AOK's, die jede für sich selbstständig wirtschaften, und auch selbst entscheiden, ob sie den Zusatzbeitrag braucht oder (noch) nicht.
 
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#10
Eines der Beispiele wie man aus angekündigten Wahlkampfsteuersenkungen über Gebühren, Beiträge und Abgabenerhöhung dem Bürger das Fell über die Ohren zieht.
Die sog. "Steuerstrukturreform" :icon_party: tut dann ihr übriges.

Früher hieß es: Was dir die Politbonzen und ihr Dumpfbackengefolge im Bundestag in die rechte Hosentasche reinstecken, holen sie dir aus der linken wieder raus.
Heut tun sie erst gar nichts rein und holen raus wie es ihnen beliebt.
 

franzi

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#11
Hier auf den Bescheiden der Arge Stuttgart steht,
daß die ARGE nur dann den Zusatzbeitrag übernähme, wenn der Wechsel in eine andere Krankenkasse eine besondere soziale Härte darstellte.

Das bedeutet: Die Arge zwingt uns im Regelfall, die Kasse zu wechseln, wenn unsere Krankenkasse den Zusatzbeitrag erhebt.
Wenn wir trotzdem nicht wechseln, müssen wir selbst den Zusatzbeitrag bezahlen.

Es sei denn, dieser Wechsel wäre für uns eine besondere, soziale Härte.

Gerade sagte die Finanztest-Fachfrau im Fernsehen auch, daß
Hartz IV-Empfänger die 8 EUR bezahlen müßten, wenn sie nicht wechseln,- sie könnten dann zwar einen Antrag wegen der sozialen Härte stellen, aber niemand wisse, ob dieser dann auch genehmigt würde.
Genauso ist es. Das kann man auf jedem Leistungsbescheid lesen. Daher hab ich auch schon bei meiner KK angerufen (IKK). Die werden bis auf weiteres keine Zusatzbeiträge erheben. Die werben sogar mit der Rückerstattung von geleisteten Beiträgen.

Langfristig wird es wohl auch nicht so einfach sein, die Kasse zu wechseln, wenn man davon ausgeht, dass die meisten Kassen dann Zusatzbeiträge erheben werden.
Also werden wir die Mehrkosten aus eigener Tasche entrichten müssen.
Es sei denn, es bildet sich eine Flut von Anträgen wegen Härtefall. Dann könnte es evtl. eine Grundsatzentscheidung geben. Schließlich sind wir doch alle Härtefälle.
 

MrsNorris

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#12
Die Gesundheitsreform war die grösste Verarsche am deutschen Bürger. Erst wurde versprochen, dass die Beiträge sinken, wenn wir alle Eintritt beim Arzt zahlen. Nein, die Beiträge sind gestiegen. Und nun wollen sie noch mehr Kohle?
Ich finde das unglaublich. Ich glaube, die Kassen können schlichtweg nicht wirtschaften, und die Pharmaindustrie wird gar nicht zur Kasse gebeten.
 

sogehtsnich

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#13
Der Regelsatz für Medikamente, Hilfsmittel für Gesundheitspflege beträgt 14,36 € im Monat!

Davon sind die Zuzahlungen, Praxisgebühr (welche ja normalerweise nicht im Regelsatz enthalten ist), Zahlungen für Medikamente und Hilfsmittel, die von den KK nicht übernommen werden!

Eine zusätzliche Belastung von 8 Euro pro Monat wäre gar nicht möglich, also ein weiterer Verstoß gegen das Gesetz!
 
E

ExitUser

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#14
ALG-II-Bezieher erhalten in Härtefällendie Kostenübernahme durch die Bundesagentur für Arbeit.
Es ist nicht zu fassen! Unter den ALG2-Beziehern gibt es noch Härtefälle?
Ich war bisher der Meinung, der ALG2-Bezug ansich stellt bereits den absoluten Härtefall dar. Aber nein, man kann noch einen drauf setzen!
 

sogehtsnich

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#15
Naja, da werden sich noch weitere Klagen anhäufen, denn für die BA ist es ja erst ein Härtefall, wenn man ohne Kopf oder ohne Bein rumläuft!
Halbtot zählt nicht!
 

Arania

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#16
Der Regelsatz für Medikamente, Hilfsmittel für Gesundheitspflege beträgt 14,36 € im Monat!

Davon sind die Zuzahlungen, Praxisgebühr (welche ja normalerweise nicht im Regelsatz enthalten ist), Zahlungen für Medikamente und Hilfsmittel, die von den KK nicht übernommen werden!

Eine zusätzliche Belastung von 8 Euro pro Monat wäre gar nicht möglich, also ein weiterer Verstoß gegen das Gesetz!
Dafür gibt es die Härtefallregelung der Krankenkassen
 

holly8

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#17
Es ist nicht zu fassen! Unter den ALG2-Beziehern gibt es noch Härtefälle?
Ich war bisher der Meinung, der ALG2-Bezug ansich stellt bereits den absoluten Härtefall dar. Aber nein, man kann noch einen drauf setzen!
Ich verstehe das so, dass jemand mit reinem H4 ohnehin ein Härtefall ist und wer verdient und aufstockt, ist vielleicht über der Grenze. Eine Person-Grenze bei 1022€ Brutto.
 

Arania

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#19
Nein, ein ALG II Empfänger ist bei den Kassen nicht automatisch ein Härtefall, aber bei den ARGEN könntest Du recht haben, da würde man eventuell mit Minijob kein Härtefall mehr sein
 

Arania

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#20
Wäre dann noch zu klären, ob die bezüglich der Zusatzbeiträge greift.
Nein, dafür ist dann wieder die ARGE zuständig und das würde ich da auch beantragen und auch durchklagen bei Ablehnung
 

Rounddancer

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#22
Ich sehe da vorallem eines: Überall hat man uns Langzeitarbeitslose auf das Niveau von Sonzialhilfe und Grundsicherung im Alter schlechtergestellt.
Dort geht es uns also gleich schlecht wie diesen.

Bei der Frage der Zahlung von den Zusatzbeiträgen sind nun Sozialhilfe- und Grundsicherungsempfänger befreit, aber wir sind da noch schlechter dran als diese, da wir in der REgel diese Beiträge zahlen sollen.
 
E

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#23
Das Bundesverfassungsgericht spricht von einem Verstoß gegen Art. 3 GG, „ wenn eine Gruppe von Normadressaten im Vergleich zu anderen Normadressaten anders behandelt wird, obwohl zwischen beiden Gruppen keine Unterschiede von solcher Art und solchem Gewicht bestehen, dass sie die ungleiche Behandlung rechtfertigen könnten”
 

Erolena

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#24
Man muss bei den Zusatzbeiträgen auch im Auge behalten, dass die Arbeitgeber nicht an diesen Zusatzkosten beteiligt sind. Sprich riesige Beträge sind von den Versicherten allein zu tragen. Während früher die Arbeitgeber an einer Kostendämpfung im Gesundheitswesen interessiert waren (wegen der hälftigen Kostenaufteilung zwischen Betrieb und Arbeitnehmer) , kann es ihnen egal sein, wenn jetzt Zusatzbeiträge erhoben werden.

Das dürfte hoffentlich die Gewerkschaften auf den Plan rufen.
___

Welche Krankenkassen erheben einen Zusatzbeitrag?

Bisher muss lediglich eine Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erheben. Die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) musste zum 1. Juli 2009 eine Zusatzprämie von acht Euro pro Mitglied erheben. Grund sind außergewöhnliche Behandlungskosten für schwerstkranke Versicherte.
Krankenkassen Zusatzbeitrag: Informationen zu Zusatzbeiträgen in der GKV

Diese Begründung halte ich für fragwürdig. Es gibt doch einen Ausgleich der Belastungen zwischen den Krankenkassen.
Oder hat die Kasse hier allen Schwerkranken eine Delphinkur in den USA genehmigt?
 

sogehtsnich

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#25
Dafür gibt es die Härtefallregelung der Krankenkassen
Gut, gehen wir mal von keiner Chronischen Krankheit aus, so sind es um die 80 Euro, die man zahlen muss.
Wäre, 6,66 Euro im Monat, plus die 8 Euro und schon ist das Ende der Fahnenstange erreicht!
 

klaus1233

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#26
So kann man auch auf 259.- kommen. Wieder eine nette Idee. Zusatzbeiträge oder Eigenbeteiligungen für alles einführen, für Heizung, für Wohnung, für KK, GEZ... Ziel: das soziokulturelle Existenzminimum aufbohren und absenken.
 
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#27
Selbst wenn man oder, (da DAK Mitglied) ich jetzt sofort meine Sonderkündigung rausschicke, habe ich mindestens einmalig die 8,00 Euro zu tragen. Denn die Kündigungsfrist läuft über acht Wochen. Und bis das Jobcenter über einen Antrag zur Übernahme entschieden hat, dürfte ja auch wieder jede Menge Zeit ins Land gehen.

Krankenkassen: Bei Zusatzbeitrag Kndigung mglich - Gesundheit
 

franzi

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#28
Man muss bei den Zusatzbeiträgen auch im Auge behalten, dass die Arbeitgeber nicht an diesen Zusatzkosten beteiligt sind. Sprich riesige Beträge sind von den Versicherten allein zu tragen. Während früher die Arbeitgeber an einer Kostendämpfung im Gesundheitswesen interessiert waren (wegen der hälftigen Kostenaufteilung zwischen Betrieb und Arbeitnehmer) , kann es ihnen egal sein, wenn jetzt Zusatzbeiträge erhoben werden.

Das dürfte hoffentlich die Gewerkschaften auf den Plan rufen.
___


Krankenkassen Zusatzbeitrag: Informationen zu Zusatzbeiträgen in der GKV

Diese Begründung halte ich für fragwürdig. Es gibt doch einen Ausgleich der Belastungen zwischen den Krankenkassen.
Oder hat die Kasse hier allen Schwerkranken eine Delphinkur in den USA genehmigt?
Die Delphinkur in den USA wäre für jene, die diese Schieflage verursacht haben, mal ganz gut ... :icon_twisted: Delphine sind ja bekanntlich sehr intelligente Wesen. Von denen könnten die noch was lernen ...
 

franzi

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#29
So kann man auch auf 259.- kommen. Wieder eine nette Idee. Zusatzbeiträge oder Eigenbeteiligungen für alles einführen, für Heizung, für Wohnung, für KK, GEZ... Ziel: das soziokulturelle Existenzminimum aufbohren und absenken.
Nicht so laut, Klaus. Wir sind nicht die Ideen-Werkstatt für unsere Regierung! :icon_evil:
 
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#30
Ich frag mich, wo diese ganzen "Verluste" immer herkommen. Wieso langt denen das denn immer nie? Können die nicht wirtschaften? Oder muss damit doch nur die ganze Schweinegrippe- Verar..... bezahlt werden?
Verwaltungsaufwand? aha.....sonst schmeißen sie die Arbeiter auch überall raus, aber bei solchen Behörden hocken immer soviele drin, dass man auch schön blechen kann für nix.
 

Atlantis

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#31
Hier auf den Bescheiden der Arge Stuttgart steht,
daß die ARGE nur dann den Zusatzbeitrag übernähme, wenn der Wechsel in eine andere Krankenkasse eine besondere soziale Härte darstellte.

Das bedeutet: Die Arge zwingt uns im Regelfall, die Kasse zu wechseln, wenn unsere Krankenkasse den Zusatzbeitrag erhebt.
Wenn wir trotzdem nicht wechseln, müssen wir selbst den Zusatzbeitrag bezahlen.

Es sei denn, dieser Wechsel wäre für uns eine besondere, soziale Härte.

Gerade sagte die Finanztest-Fachfrau im Fernsehen auch, daß
Hartz IV-Empfänger die 8 EUR bezahlen müßten, wenn sie nicht wechseln,- sie könnten dann zwar einen Antrag wegen der sozialen Härte stellen, aber niemand wisse, ob dieser dann auch genehmigt würde.
meine krankenkasse die deutsche BKK zusammenschluß aus post und VW mit über 1 million mitglieder sagt das währe eine unrechtmäßiger eingriff der ARGen in dem mitgliederbestand der krankenkassen zum wechsel aufzufordern nur um zu sparen.
meine kasse liebt besonders ihre chronisch kranken da gibt es immer noch den zuschuss des bundes.
die ARGE hat leider die rechnung ohne den wirt gemacht.
 

sogehtsnich

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#32
Wieso langt denen das denn immer nie?
Kann ich dir erklären!
Ich habe Wirbelsäulenprobleme, bisher bei 3 Orthopäden, jeder forderte neue Untersuchungen!
Vom November an 9x zum Röntgen und 1x MRT.
Heute sollte ich wieder zum MRT, hat aber die Radiologie abgelehnt!
Zu viele male geröntgt!

Anderess Beispiel:
Heute gehört eine Magenspiegelung schon zur Standartuntersuchung in Krankenhäusern! Selbst bei Patienten ohne Magenprobleme!

All die doppelt, dreifachen und unnützen Untersuchungen kosten eine Menge Geld!
 

Rounddancer

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#33

Atlantis

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#35
Kann ich dir erklären!
Ich habe Wirbelsäulenprobleme, bisher bei 3 Orthopäden, jeder forderte neue Untersuchungen!
Vom November an 9x zum Röntgen und 1x MRT.
Heute sollte ich wieder zum MRT, hat aber die Radiologie abgelehnt!
Zu viele male geröntgt!

Anderess Beispiel:
Heute gehört eine Magenspiegelung schon zur Standartuntersuchung in Krankenhäusern! Selbst bei Patienten ohne Magenprobleme!

All die doppelt, dreifachen und unnützen Untersuchungen kosten eine Menge Geld!
ganz klar es kommt auf die körperlichen einschränkungen an erst wenn deine krankheiten dich in deiner mobilität bewegung einschränken.
also wenn du bei den nur noch auf allen vieren auf den brustwarzen vorrobben kannst oder im schopper sitzt oder nur noch 20 meter laufen kannst bekommst du den goldenen rentenlöffel.

für schmerzen durch die krankheit gibt es nichts, nur wenn diese erkrankung dich zusätzlich strak einschränkt.
 

Rounddancer

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#36
Heute sollte ich wieder zum MRT, hat aber die Radiologie abgelehnt!
Zu viele male geröntgt!
DAS ist aber ein schwaches Argument, denn MRT ist ja Kernspin, und hat mit Röntgen nix zu tun (im Gegensatz zum CT, das ja ein Röntgenverfahren ist)

Anderess Beispiel:
Heute gehört eine Magenspiegelung schon zur Standartuntersuchung in Krankenhäusern! Selbst bei Patienten ohne Magenproblem.
nun, nicht vergessen: Wenn der Patient im Krankenhaus ist, dann kriegt das Krankenhaus nur die Fallpauschale, egal, was sie in der Zeit da mit dem Patienten anstellen, oder nicht.

Darum entlassen sie auch so sehr viele Patienten "Englisch", also noch blutig. Was dann aber wirklich die Kosten steigert, denn die Kosten der Reha werden weiterhin -aber auch pauschal- per Tag und Zustand berechnet,- und ein blutig entlassener Patient ist auch in der Reha teurer und meist statt drei mindestens vier Wochen da.
 

Kerstin_K

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#37
Warum die KKs nicht mit dem Geld auskommen? Na, dann fang ich mal an: Allergiemedikamente werden nicht gezahlt, aber wenn daraus Astma geworden ist, dann ist die KK zuständig. Sehhilfen werden nicht gezahlt. Aber wen es einen Unfall gab, weil jemand schlecht sieht und trotzdem am Strassenverkehr teilnimmt, dann zahlt die KK. Familien mit Schwerstbehinderten Kindern bekommen keine Zuschüsse für die Umrüstung eines Autos, z. B. mit eier Rampe. Aber wenn die Mutter dann einen Bandscheibenschaden hat, weil sie ihr Kind inns Auto und wieder rausheben musste, dann zahlt die KK. Für Inkontinenzprodukte haben die KKs verträge mit dem billigsten Anbieter gemacht. Beratung? Fehlanzeige. Muster? Fehlanzeige. Stattdessen wird man genötigt, gleich ein Rezept für mindestens drei Monate einzureichen, damit der grosse Karton auch voll wird. WEnn das Produkt dann nicht passt oder sich der Bedarf ändert, kommt halt der nächste grosse Karton. Ich möchte auch nicht wissen, wie viele Hilfsmittel bei den Leuten zu Hause ungenutzt rumstehen, weil sie einfach nicht passen, auf Grund von falscher Beratung falsch ausgesucht wurden. Und warum muss ein Reifen für einen Rollstuhl im Sanitätshaus 70 Euro kosten, wenn man im Fahrradgeschäft das identische Produkt für die hälfte bekommt? Ich habe letztens für meine Mutter ein Tablettendosett für 10 Euro gekauft, warum kostet etwas vergleichbares in der Apotheke mehr als das doppelte?
 

Die Antwort

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#38
Ich sehe da vorallem eines: Überall hat man uns Langzeitarbeitslose auf das Niveau von Sonzialhilfe und Grundsicherung im Alter schlechtergestellt.
Dort geht es uns also gleich schlecht wie diesen.

Bei der Frage der Zahlung von den Zusatzbeiträgen sind nun Sozialhilfe- und Grundsicherungsempfänger befreit, aber wir sind da noch schlechter dran als diese, da wir in der REgel diese Beiträge zahlen sollen.
Gleich schlecht ist falsch. Noch geht es Sozialhilfe- und Grundsicherungsempfängern übler.

Beispielsweise sind die Schonvermögen um ein Vielfaches niedriger und die Zuverdienstmöglichkeiten deutlichst schlechter. Es wird hier Zeit für eine Klage bis zum Bundesverfassungsgericht.
 

sogehtsnich

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#39
Wenn der Patient im Krankenhaus ist, dann kriegt das Krankenhaus nur die Fallpauschale,
So wird es uns aufgetischt!
Oftmals sind die Ärzte in der Funktionsdiagnostig unter einer ganz anderen Kostenstelle aufgelistet und rechnen diese Untersuchung intern ab!

DAS ist aber ein schwaches Argument, denn MRT ist ja Kernspin, und hat mit Röntgen nix zu tun (im Gegensatz zum CT, das ja ein Röntgenverfahren ist)
Das Hauptaugenmerk liegt doch an der Vielzahl der Untersuchungen!
Wozu 3 Orthopäden?
Wozu heute schon wieder eine Untersuchungsanordnung, obwohl die letzte noch nicht mal eine Woche her ist und alle Daten und Bilder auf CD vorhanden sind!
 

HartzDieter

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#40
Naja, da werden sich noch weitere Klagen anhäufen, denn für die BA ist es ja erst ein Härtefall, wenn man ohne Kopf oder ohne Bein rumläuft!
Halbtot zählt nicht!
Hm, nein, dann bist du ja tot. Und Tode haben keinen Anspruch auf Geldleistungen. :biggrin:
 

Hopefull

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#41
Die Gesundheitsreform war die grösste Verarsche am deutschen Bürger. Erst wurde versprochen, dass die Beiträge sinken, wenn wir alle Eintritt beim Arzt zahlen. Nein, die Beiträge sind gestiegen. Und nun wollen sie noch mehr Kohle?
Ich finde das unglaublich. Ich glaube, die Kassen können schlichtweg nicht wirtschaften, und die Pharmaindustrie wird gar nicht zur Kasse gebeten.
Na die Pharmaindustrie ist halt auf ihrem Impfstoff sitzen geblieben und darum müssen wir jetzt alle 8,00 € zusteuern....
 

Hopefull

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#42
DAS ist aber ein schwaches Argument, denn MRT ist ja Kernspin, und hat mit Röntgen nix zu tun (im Gegensatz zum CT, das ja ein Röntgenverfahren ist)
Ganz richtig, aber dafür ist MRT auch um ein Vielfaches teurer und wird deshalb gern mal in den Hintergrund geschoben.
wobei wir wieder bei den Einsparmaßnahmen wären, damit aus den 8,00 € nicht noch 20,00 € werden.

Hopefull
 

sogehtsnich

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#43
Denen ging es sicherlich auch nicht um eine Schädigung des Patienten, wohl eher, könnte ja jemand die Abrechnung von so einer Vielzahl von Untersuchungen, in kürzester Zeit bei einem Patienten, auf den Grund gehen!
 

Merkur

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#44
Es gibt viele denen es noch schlechter geht oder uns allen bald!
Der lange Weg zur Ambulanz

90 Prozent der Obdachlosen bräuchten einen Arzt, für viele ist medizinische Versorgung unerreichbar


25.01.2010: Der lange Weg zur Ambulanz (Tageszeitung Neues Deutschland)
In Berlin gibt es mehr als 10 000 Obdachlose, und fast alle von ihnen sind krank.
Und ich möchte nicht wissen was bei der Kälte so alles erfroren ist.
Durch das H4-Gesetz werden immer mehr Obdachlos.
 

redfly

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#45
Wie werden diese Zusatzbeiträge überhaupt entrichtet?

Und wie verhält es sich wenn für 2010 schon ein Befreiung von den Zuzahlungen vorliegt?
 

hellucifer

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#46
Selbst wenn man oder, (da DAK Mitglied) ich jetzt sofort meine Sonderkündigung rausschicke, habe ich mindestens einmalig die 8,00 Euro zu tragen. Denn die Kündigungsfrist läuft über acht Wochen. Und bis das Jobcenter über einen Antrag zur Übernahme entschieden hat, dürfte ja auch wieder jede Menge Zeit ins Land gehen.

Krankenkassen: Bei Zusatzbeitrag Kndigung mglich - Gesundheit
Das stimmt so nicht. Wenn du nach der Mitteilung oder Ankündigung deiner Krankenkasse, dass sie einen Zusatzbeitrag erheben wird, kündigst und wechseln willst, dann darf die Krankenkasse keinen Zusatzbeitrag verlangen!

Der Gesetzgeber hat entschieden, dass Alg-2-Empfänger (SGB II) den Zusatzbeitrag zahlen müssen, wenn die Krankenkasse ihn erheben. Der Gesetzgeber hat auch entschieden, dass Sozialhilfeempfänger (SGB XII) den Zusatzbeitrag grundsätzlich nicht zahlen müssen, sie sind befreit. Beide Gruppen verfügen über den gleich hohen Regelsatz. Der Unterschied: Alg-2-Empfängern ist es zumutbar, die Krankenkasse zu wechseln, Sozialhilfempfängern nicht.

Nicht geklärt hat der Gesetzgeber allerdings die Frage, was sein soll, wenn alle Krankenkassen den Zusatzbeitrag erheben müssen und ein Wechsel zur Vermeidung des Zusatzbeitrages somit nicht möglich ist. Er hat - optimistisch - nicht mit dieser Möglichkeit gerechnet.

Die Krankenkassen werden sich jedenfalls freuen, wenn Zehntausende oder Hunderttausende von Menschen die Krankenkasse wechseln. Der Gesetzgeber sollte da schnell handeln, und die Befreiung auf alle Empfänger von Sozialleistungen nach dem Zweiten und Zwölften Buch Sozialgesetzbuch ausweiten.
 

Linchen0307

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#47
Hat denn schon jemand von Euch die Erhebung des Zusatzbeitrages von seiner KK bekommen ?
 

wolliohne

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#48
die Kassen bitten zur Kasse.

wie gehabt,rechte Tasche linke Tasche-die Lunte brennt bereits.
 

Donauwelle

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#49
Ich frage mich, ob eine erzwungene Entscheidung nur nach den Kosten einer Krankenkasse eigentlich überhaupt rechtlich vertretbar wäre.

Als ich vor 15 Jahren (kurz nach der Öffnung der Krankenkassen) von der DAK zu meiner jetzigen BKK gewechselt habe, war der günstigere Beitrag nicht der einzige Grund - den hätte ich auch noch günstiger haben können - sondern z.B. auch, dass es eine für mich erreichbare Niederlassung in 15 km Entfernung gibt. Ich war in meinem gesamten Leben zwar bisher nur 2 oder 3 mal persönlich auf einer KK-Geschäftsstelle - und das hätte man ggf. auch anders regeln können - aber die 2-3 mal war es so günstiger.

Manch einer - gerade wenn er chronisch krank ist - hat ja ggf. auch häufiger Kontakt zu seiner KK, hat die KK gewählt, da diese irgendeine besondere Sonderleistung macht, die die anderen nicht anbieten etc.
 

franzi

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#50
Wie werden diese Zusatzbeiträge überhaupt entrichtet?

Und wie verhält es sich wenn für 2010 schon ein Befreiung von den Zuzahlungen vorliegt?
Die Befreiung von Zuzahlungen bezieht sich ja auf Medikamente und Hilfsmittel.

Ob davon auch dieser Zusatz-Beitrag betroffen ist, würd mich jetzt auch interessieren :icon_kinn:
 

Linchen0307

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#51
Die Befreiung von Zuzahlungen bezieht sich ja auf Medikamente und Hilfsmittel.

Ob davon auch dieser Zusatz-Beitrag betroffen ist, würd mich jetzt auch interessieren :icon_kinn:
Die Befreiung schließt auch das Eintrittsgeld von 10 Euro vierteljährlich bei den Ärzten mit ein....
 

Rounddancer

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#52
Wie werden diese Zusatzbeiträge überhaupt entrichtet?
Da kommt von der Kasse ein Brief, mit der Zahlungsaufforderung an das jeweilige Mitglied.

Und wie verhält es sich wenn für 2010 schon ein Befreiung von den Zuzahlungen vorliegt?
Die hat mit den Zusatzbeiträgen nichts zu tun.
 

Rounddancer

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#53
Manch einer - gerade wenn er chronisch krank ist - hat ja ggf. auch häufiger Kontakt zu seiner KK, hat die KK gewählt, da diese irgendeine besondere Sonderleistung macht, die die anderen nicht anbieten etc.
Nun, ich denke, damit könnten man die "besondere Härte" der Arge gegenüber begründen, die nötig ist, damit diese den Zusatzbeitrag entrichtet, statt den Versicherten zum Kassenwechsel zu zwingen.

Aber generell dürfte die Kasse, die am längsten mit der Zusatzbeitragserhebung zögert, den Löwenanteil der Alg II-Empfänger bekommen,- was diese Kasse dann recht wenig freuen wird, da die Argen ja pro "Kunden" und Monat nur weniger als 50 EUR bezahlen.
 

Linchen0307

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#54
Meine Krankenkasse erhebt zumindest für 2010 keinen Zusatzbeitrag....
Das ist doch mal eine gute Nachricht :icon_smile:
 

Mario Nette

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#56
26.01.2010 / Ansichten / Seite 8 Inhalt
Zurück vor Bismarck

Konterreform der Sozialversicherung
Von Jörn Boewe

Das Strickmuster ist so simpel, die bestellten Expertisen so unverfroren, die Interessenlage derart transparent, daß man sich wundert, wie glatt das alles durchgeht. Die Einführung von Zusatzbeiträgen bei der gesetzlichen Krankenversicherung war nicht nur absehbar. Sie war kalkuliert und politisch gewollt.

Weiterlesen ...

Mario Nette
 

Hopefull

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#57
Wenn ich das heute abend richtig in den Medien mitbekommen habe, sollen wohl schon erste Zweifel aufgekommen sein,ob es den Hartzern und Rentnern überhaupt zumutbar sein kann, diese 8 Euros aufzubringen.
Die ersten Einwürfe werden bereits deutlich.
 
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#58
Zusatzbeiträge sind gut und richtig.

Schliesslich verdienen Ärzte nur Netto 100.000 Euro/Jahr.

Sollen sie verhungern?
 

Heliane

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#61
Da kommt von der Kasse ein Brief, mit der Zahlungsaufforderung an das jeweilige Mitglied.
Was würde passieren wenn niemand dieser Zahlungsaufforderung Folge leisten würde? Flashmobbmässig.....
 

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#62
Zusatzbeiträge der KK sind im Regelsatz nicht vorgesehen.
Wenn die KK die Beiträge erhöht, dann zahlt doch auch die Arge!!!!????
Hier läuft doch irgendwas schief.
 
E

ExitUser

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#63
Experten warnen Zusatzbeiträge könnten Steuerzahler 300 Mio. kosten

Die Zusatzbeiträge der Krankenkassen könnten für die Steuerzahler richtig teuer werden! Sollte der Bund die Kosten für die Hartz-IV-Empfänger übernehmen, drohen Mehrausgaben von rund 300 Millionen Euro. Das befürchtet der Arbeitsmarktexperte Hilmar Schneider vom Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn.
Ab Februar wollen zahlreiche Kassen Zusatzbeiträge verlangen. Derzeit gilt: Bezieher von Hartz IV (sind bislang kostenlos krankenversichert) müssen die Extragebühr aus eigener Tasche zahlen. Die 8 Euro/Monat müssten die Betroffenen selbst übernehmen, so die Bundesagentur für Arbeit (BA). Allerdings könne die Zahlung mit einem Kassenwechsel umgangen werden
Experten warnen: Zusatzbeiträge für Hartz-IV-Empfänger könnten Steuerzahler 300 Mio. Euro kosten - Politik - Bild.de

Soviel zur Schlagzeile.

IZA-Experte Hilmar Schneider zu BILD: „Bei flächendeckenden Zusatzbeiträgen ist es kaum denkbar, dass der Bund die Kosten nicht trägt.“ Schließlich werden die Regelsätze nach einem Warenkorb festgelegt, aus dem man nicht einfach acht Euro herausnehmen könne. Schneider: „Es ist völlig klar, dass der Staat die Kosten übernehmen müsste.“
Klingt nach der Schlagzeile doch ganz anders.

Würde aber der Regierung (und auch den Wählern, die diese und die letzten Regierungen gewählt haben) recht, denn auf der einen Seite werden Steuern erhöht und Löhne gesenkt, der Niedriglohn ausgeweitet, auf der anderen Seite jammert die Regierung wie die Krankenkassen auf die gesunkenen Einnahmen, die durch die Politik der letzten Regierungen eingeführt wurden.
 

Erolena

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#64
Weder die Praxisgebühr noch die Zusatzbeiträge landen bei den Ärzten. Auch nicht bei den Apothekern.
Wenn auf Betreiben der Standesorganisationen die Vergütung von Ärzten erhöht wird, dann fehlt Geld in der Kasse (dito wenn Phama-Preise nicht gedeckelt werden).
Die Ärztevertreter sagen ganz offen, dass eben in Zukunft Beiträge erhöht oder Leistungen gekürzt werden müssen, wenn es nicht für alle reicht.

Dagegen könnte man nach dem ärztlichen Ethos erwarten, dass sie sich für den Erhalt einer umfassenden Patientenversorgung stark machen würden - also z.B. gegen drohende Streichungen von Kassenleistungen auftreten bzw. nicht für privat bezahlte Leistungen (z.B.IGEL-Leistungen).
 

sogehtsnich

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#65
Hartz-IV-Bezieher müssen Zusatzbeiträge bezahlen

Krankenkassen: Hartz-IV-Bezieher müssen Zusatzbeiträge bezahlen - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE

Und, anders als bei der Praxisgebühr, "darf" man die 8 Euro zahlen, egal ob man zum Arzt muss oder nicht!

Und wer nicht zahlt, da wird gepfändet!

Einzelne betroffene Versicherungen drohten sogar mit Gehaltspfändungen.

Gesundheit: Kassen fürchten säumige Beitragszahler | News | ZEIT ONLINE

Und unser Krankheitsminister hockt in seinem Sessel und hat die Zunge im Maul, als ob sie im A..... keinen Platz hätte!
 

Hopefull

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#66
Sorry, hab ich gerade ein Blackout?

Wenn ich "Mitglied" der Krankenkasse bin und mein Mann über mich in der Familienversicherung mitversichert ist, muß dann nur ich, als Mitglied, oder wir Beide, (weil ja "Kopfprämie"), zahlen.
Sprich dann wären wir also schon bei 16.00 €uro.
Ich denk mal eher die doppelte Dröhnung ( 16,00 Euro ), denn sonst hieße es ja auch sicherlich "Familien-Zusatzbeitrag" i.H.v. 8,00 €

Auf der anderen Seite zählten dann aber auch die Kinder dazu.

Steh echt grad auf dem Schlauch:confused:
 
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#67
Das ist wohl das einzige, das völlig klar geregelt ist. Nur der Beitragszahler muss die 8 Euro löhnen. Mitversicherte Familienangehörige zahlen (noch) nichts.
 

Hopefull

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#68
Das ist wohl das einzige, das völlig klar geregelt ist. Nur der Beitragszahler muss die 8 Euro löhnen. Mitversicherte Familienangehörige zahlen (noch) nichts.
Dank dir,
beruhigend zu wissen......zunächst einmal.....für heute... Ich warte aber mal lieber noch ab.

Wer weiß, vllt. haben die sich das morgen schon wieder anders überlegt

( weil ich die womöglich noch auf die Idee gebracht habe.)


Man soll ja auch nicht den Morgen vor dem Abend loben...
 
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