Karsten Müller aus Weisen schildert seine Erfahrungen mit den Prignitzer Arbeitsbehör

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Woodruff

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
25 Juni 2006
Beiträge
3.003
Bewertungen
2.038
Karsten Müller aus Weisen schildert seine Erfahrungen mit den Prignitzer Arbeitsbehörden

WEISEN - Jahrelang hat Karsten Müller als Lkw-Fahrer gearbeitet, eine Tätigkeit, die ihm Spaß machte. Als die Spedition im Jahre 2001 pleite war, musste auch er seinen Hut nehmen. Seitdem hat er Ärger mit den Prignitzer Arbeitsbehörden. Denn Karsten Müller hat ein gesundheitliches Handicap: Bei einem Motorradunfall in den 1980er Jahren verletzte er sich so schwer, dass er keine Arbeiten ausführen darf, bei denen er längere Zeit stehen oder sein Bein belasten muss. „Wenn ich nicht drauf achte, fängt der Knochen wieder an zu eitern“, erzählt Müller.

Das schien bei der Arge „Service für Arbeit Prignitz“ niemanden zu beeindrucken. Müller hatte dort eine Bescheinigung vom Hausarzt eingereicht, um sein Problem zu dokumentieren. „Ein richtiges Gutachten konnte ich mir nicht leisten. Das hätte wieder Kosten verursacht“, sagt er. So bekam er immer wieder Angebote für Ein-Euro-Jobs, bei denen er Blätter fegen oder Holz hacken sollte. (...)

Hier geht's weiter: "Wir lassen uns nicht alles gefallen" - Mäkische Allgemeine - Zeitung für das Land Brandenburg
 

Woodruff

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
25 Juni 2006
Beiträge
3.003
Bewertungen
2.038
AW: Karsten Müller aus Weisen schildert seine Erfahrungen mit den Prignitzer Arbeitsb

Und hier noch ein schöner Artikel über dieses „Back to work“-Programm:

Fürs Amt die Hose heruntergelassen - Mäkische Allgemeine - Zeitung für das Land Brandenburg

Alkoholkranke und biedere Bürokaufleute mussten zusammen den ersten Check absolvieren und dafür einen Fragebogen ausfüllen. Die Teilnehmer sollten Fragen zur Beweglichkeit und Belastbarkeit beantworten, aber auch pikante persönliche Details offen legen, zum Beispiel, ob Schmerzen das Sexualleben beeinträchtigen, oder ob der Arbeitslose sich eher als faul oder als fleißig bezeichnen würde. Auch über psychische Probleme wollte der Träger des Kurses genau Bescheid wissen. Zu allem Überfluss sollten die Teilnehmer auch noch schriftlich ihr Einverständnis erklären, dass die sensiblen Daten an das Jobcenter weitergeleitet werden.

[...]

Pikant sind nicht nur die Fragen. Pikant ist auch, wer das intime Fragespiel veranstaltet. Träger der Kurse sind nämlich die privaten KMG-Kliniken. Sie haben die Firma European Business Centre (EBC) mit der gesundheitlichen Bestandsaufnahme beauftragt. Chef der EBC ist Thorsten Pauli, der sein Vorgehen verteidigt. „Dieser Fragebogen dient dazu, Rückenschmerzen besser einschätzen zu können“, sagt Pauli. Künftig werde jedoch ein anderer Fragebogen benutzt.

Was er nicht sagt, ist hoch brisant. Bis zu seiner Hochzeit hieß Pauli mit Nachnamen Kienitz. Seine Mutter Renate Kienitz war bis Ende Juni 2008 dreieinhalb Jahre lang Chefin des örtlichen Jobcenters und damit indirekt Finanzier der EBC. Auf einer Internetseite der EBC wird Kienitz sogar noch als Geschäftsführerin der Firma angegeben.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten