Kapitallebensversicherung auszahlen lassen Schonvermögen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

zuteuer

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HI,

habe eine Frage.
Ich möchte mir im Herbst meine Lebensversicherung auszahlen lassen, gekündigt ist schon, Auszahlung geht aber erst im Herbst wg. Scheidung.
Rückkaufswert ca 5200 Euro.
Fällt das unter Schonvermögen? Der Höhe nach, ja, so weit bin ich bereits informiert (bin 50 Jahre alt).

Die Versicherung besteht seit 2005. Bin im Bezug seit Ende 2003 (damals noch nicht H4).

Meine Anwältin meinte, "das Amt würde mir das Geld abnehmen". Allerdings kennt sich die Gute nicht mit Sozialrecht aus. Aber, ihrer Meinung nach, würden die "Sozialgerichte überall so urteilen", d.h den Hilfeempfängern würde das Geld weg genommen.

Weiß hier jemand was genaueres. Würde mich freuen. Danke.
 

Solanus

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Wenn die Versicherung bei ANtragstellung angegeben wurde, dann ist der Sparbetrag Schonvermögen. Die Überschussanteile sollten Einkommen sein.

D. h. ein Teil ist eine Vermögensumwandlung und darf nicht angerechnet werden. Ein Teil ist Einkommen und wird angerechnet. M. E. sind Überschussanteile wie Zinsen zu betrachten und diese werden angerechnet.
 

Bessi

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mit Schonvermögen hat es ja wenig zu tun
da nicht vor dem ALG II

aber wie wurde denn das alles angespart
wie hoch war den der Beitrag pro Monat
und wer hat das bezahlt
 
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teils futsch
Der gewinnanteil geht an JC.
Nur die tatsächlich eingetzahlten Beträge sind, da aus Sozialleistung angehäuft, frei von jeglicher Betrachtung. Ist akt. noch nicht einmal dem Schonvermögen zuzuordnen.
 

zuteuer

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Prima, drei verschiedene Meinungen :icon_smile:

Die Versicherung wurde bei Antragstellung angegeben.
Die monatl. Beiträge beliefen sich auf anfangs 50, später bis ca 60 E. Habe die Versicherung 2 Jahre beitragsfrei gestellt, da ich sie nicht mehr bezahlen konnte, dann im Frühjahr gekündigt. Ausgezahlt wird erst nach Scheidung.

Die Überschussanteile sollten Einkommen sein.

D. h. ein Teil ist eine Vermögensumwandlung und darf nicht angerechnet werden. Ein Teil ist Einkommen und wird angerechnet. M. E. sind Überschussanteile wie Zinsen zu betrachten und diese werden angerechnet.
d.h. wenn ich 4 Jahre eingezahlt habe, das Geld kann ich behalten, und der Rest (also Zinsen etc) gilt als Einkommen und wird berechnet?
Was heißt das dann genau, wenn die Versicherung im Oktober überweist?
 

Solanus

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Prima, drei verschiedene Meinungen :icon_smile:

Die Versicherung wurde bei Antragstellung angegeben.
Die monatl. Beiträge beliefen sich auf anfangs 50, später bis ca 60 E. Habe die Versicherung 2 Jahre beitragsfrei gestellt, da ich sie nicht mehr bezahlen konnte, dann im Frühjahr gekündigt. Ausgezahlt wird erst nach Scheidung.



d.h. wenn ich 4 Jahre eingezahlt habe, das Geld kann ich behalten, und der Rest (also Zinsen etc) gilt als Einkommen und wird berechnet?
Was heißt das dann genau, wenn die Versicherung im Oktober überweist?
Nach meinem Kennisstand bekommst Du ja eine Abrechnung und Aufstellung der Versicherungsleistung. Aufstellung mit Aufteilung der eingezahlten Beträge und der Zinsanteile. Bekommst Du dies nicht automatisch, musst du dies anfordern. Diese Aufstellung ist auch für das FinAmt erforderlich, da es sein kann, dass bestimmte Anteile der Steuerpflicht unterliegen.

Zum Zeitpunkt des Zuflusses (Eingang auf Deinem Konto), musst du diesen dem JC angeben. Dazu diese Aufstellung mit den entsprechenden erläuternden Zeilen.

Und dann abwarten und hoffen, dass das JC exakt berechnet/arbeitet. Ansonsten Widerspruch und notfalls Klage.
 

Bessi

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Die Versicherung besteht seit 2005. Bin im Bezug seit Ende 2003 (damals noch nicht H4).


.
Daraus hatte man aber nicht unbedingt erkennen können
das die Versicherung vor dem Bezug ALG II
gemeldet wurde
hätten ja auch glatte 2 Jahre sein können
und 1 Jahr gibt es ALG I

dann schon Schonvermögen
was die jetzt noch verrechnen dürfen
da gibt es sicher Profis
 

zuteuer

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Hallo und danke,

ich habe die Versicherung Ende 2005 (Dez) oder Anfang 2006 sofort gemeldet. Keine Ahnung wann das mit H4 begann. Abgeschlossen auf jeden Fall Dez. 2005.

Wenn das Geld ausgezahlt wird, gebe ich das direkt aus. Weg ist weg. Wer dann noch was will, abwarten... dann weise ich halt ein leeres Kontor vor. Es handelt sich ja nicht um eine Riesensumme. M. Erachtens ist das Schonvermögen.

Danke für die Antworten.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo und danke,

ich habe die Versicherung Ende 2005 (Dez) oder Anfang 2006 sofort gemeldet. Keine Ahnung wann das mit H4 begann. Abgeschlossen auf jeden Fall Dez. 2005.

Wenn das Geld ausgezahlt wird, gebe ich das direkt aus. Weg ist weg. Wer dann noch was will, abwarten... dann weise ich halt ein leeres Kontor vor. Es handelt sich ja nicht um eine Riesensumme. M. Erachtens ist das Schonvermögen.

Danke für die Antworten.
Meine inkompetente Meinung:
Wenn das JC weiss, dass Du diese Kapitallebensversicherung seit Antragstellung hattest und dies innerhalb Deiner 'erlaubten' Vermögenssumme lag, dann ist es lediglich eine Vermögensumwandlung - es sei denn, durch Zinsen und Erträge wurde Deine Vermögensfreigrenze überschritten.

Bleibt die Frage, ob die Zinsen bzw. Erträge der KLversicherung als Einkommen gewertet werden können.
Da weiß hier sicher noch jemand eine Antwort.

Und: Da die SB's (leider) oft nicht gesetzessicher sind, kann es sein, dass sie nicht raffen, dass da vielleicht Einkommen (Zinsen, Erträge) generiert wurden.
Warte doch mal Antworten ab bzgl. meines fett Geschriebenen.

Wenn die ungünstig für Dich ausfallen, dann hoffe auf die Inkompetenz der Leistung-SB's.
So würde ich es machen!
 
E

ExitUser

Gast
Ich betrachte das mal Versicherungstechnisch, weil mir der Rückkaufswert zu hoch vorkommt:

Abgeschlossen 12/2005
Jetzt haben wir 07/2012

Das macht 79 Monate
Davon waren 2 Jahre Beitragsfrei also waren 55 Monate Beitragszahlungsbelegt.

Wenn ich nun den höhren Beitrag von 60,-- Euro für die gesamte Zeit ansetze, komme ich auf 3300 Euro Gesammtbeitrag. Du sagst oben, der Rückkaufswert beträgt 5200 Euro.

Wenn deine Angaben wirklich so alle richtig sind, dann wäre die Rendite am Markt exorbitant hoch. Kurzum: das kann so nicht stimmen. Knappe 58% Gewinn - Das ist Utopie!

In der Praxis liegt der Rückkaufswert bei allen Versicherungen in den ersten zehn Jahren unter den eingezahlten Beiträgen. Zum einen ist die Rendite bei Lebensversicherungen nicht besonders hoch und zum Anderen gehen bis zu 10% vom Beitrag für "Vertragsführung" an die Versicherungsgesellschaft.
 

zuteuer

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Ja das kam mir beim kurzen Durchrechnen auch komisch vor, Demolier.
Danke für die Antworten.
 
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