Kann mir jemand sagen, nach welchen Gesichtspunkten der Kostenträger einer Reha, während Bezugs von Erwerbsminderungsrente, bestimmt wird?

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Susanne42

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Wenn man herumgoogelt findet man leider keine eindeutige Antwort. Einerseits steht da: Die DRV zahlt die Reha, wenn die Reha zur unmittelbaren Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit dient.
Anderseits finde ich Aussagen wie: solange die Erwerbsminderungsrente befristet ist, zahlt die DRV.
Was aber wiederum auch nicht stimmt, da bei einer Bekannten, die befristet Erwerbsminderungsrente erhielt und grad ein neues Hüftgelenk brauchte, die Kasse die AHB zahlte.
Klar ich weiß, dass das bei Antragstellung die Kostenträger unter sich ausmachen und es ja quasi egal ist.
Trotzdem würde ich gern wissen, ob das Fest geregelt ist oder ein individuelle Einzefallentscheidung ist?
 

Allimente

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Wir haben eine Reha bei der KK beantragt, die Genehmigung für die Kostenübernahme kam dann aber von der DRV. Warum das so ist, kann ich Dir leider auch nicht sagen, habe auch nicht weiter nachgefragt.
 

Anna B.

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Hallo,

eine AHB ist keine eigentliche REHA sondern eine Anschlussheilbehandlung nach z.B. einer Operation...
also ist bei Rentnern die KK zuständig.
 

Susanne42

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Ja ich weiß dass bei Rentnern und Erwerbsminderungsrentner die Kasse zuständig ist.
Die Frage bezog sich hauptsächlich auf befristete Erwerbsminderungsrentner.
Offensichtlich gibt es da Unterschiede. Was ich mittlerweile, weiß ist, dass die DRV sehr gern vor Ende einer Befristung eine Reha bewilligt, ist ja klar, dann haben sie gleich ein Gutachten.
Aber was passiert „mittendrin“?
Offensichtlich ist das nämlich nicht geregelt, und irgendwie hab ich so das Gefühl, das es so „geregelt“ ist, das alle wo die DRV ein Gutachten gut gebrauchen kann ( zb als „Zwischenbilanz „) die drv die Reha bezahlt und die anderen können ja zur Kasse.
Sagt mir bitte , dass es nicht so ist 😅sondern das es irgendwo eine gesetzliche Grundlage gibt 😀
 

Anna B.

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Wenn jemand "mittendrin" eine REHA beantragt und die DRV ist Kostenträger, dann haben sie gleich ein Gutachten für die weitere Befristung, oder Aufhebung der EM-Rente...
deswegen..niemals während lfd. Erwerbsminderungsrente eine REHA beantragen...wenn man nicht gerade den Kopf unter dem Arm trägt..
 

saurbier

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Also ich war damals noch BU-Rentner und wurde dann Jahre später nach einem gesundheitlichen Rückfall mal wieder krank und durfte 78 Wochen KG beziehen. Nach meinem KH-Aufendhalt in der Schmerzklinik bekam ich dann eine Reha die von der KK übernommen wurde - nix DRV.

Zwei Jahre später hatte ich einen Freizeitunfall woraufhin ich wieder einmal das KG ausnutzen durfte und mein recht frühzeitiger Reha-Antrag über die KK an die DRV (§ 51 SGB V) wurde sogar von der DRV schriftlich unter Verweiß auf § 10 SGB VI abgelehnt. Also machte die KK auf eigene Kosten die Reha, die aber nichts brachte weshalb meine AU andauerte. 4 Monate später mußte ich mich dann doch einer OP unterziehen und im Anschluß erneut einen Reha-Antrag über die KK bei der DRV stellen. Plötzlich sah sich die DRV dafür zuständig.

Der Witz, aus dieser Reha wurde ich dann als weiterhin AU entlassen mit der Prognose einer weiteren im Raum stehenden OP und die DRV bewilligte mir dann knapp 6 Monate später eine Arbeitsmarktrente (trotz bestehendem Teilzeitarbeitsplatz). Noch viel interessanter an der Sache ist dabei, daß sich die DRV dabei auf § 116 Abs. 2 Satz 2 SGB VI berief, also als Umdeutung der Reha in einen Renten-Antrag auf ein Reha-Datum hin was zuvor noch mangels Zuständigkeit seitens der DRV ja strikt abgelehnt wurde.

Mann sieht hier wohl eindeutig, die Herrschaften agieren ganz nach ihrer Tageslaune.

Wie bitte kann man einen schriftlich abgelehnten Reha-Antrag zur Umdeutung in einen Renten-Antrag heran ziehen. Heute scheint wohl bei unseren Behörden jenseits des Gesetzes alles möglich zu sein, oder.


Grüße saurbier
 

saurbier

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Die DRV wird wohl kaum andauernt eine Reha bezahlen, dafür müße wohl a) eine Notwendigkeit vorliegen und b) die letzte mindestens 4 Jahre her sein.

Ausnahmen mag es allerdings dann auch mal geben, z.B. wenn eine OP erforderlich wir und die DRV davon ausgeht das damit die Arbeitsfähigkeit wieder hergestellt bzw. verbessert wurde.

Ein Blick in § 10 SGB VI kann da ggf. Auskunft geben, ob sich die DRV für eine Reha als zuständig betrachten würde.

Bei einem Arbeitsmarktrentner glaube ich mal aus eigener Erfahrung heraus, daß die DRV da lieber von einer Reha abstand nimmt, denn die Voraussetzungen für eine Wiederherstellung bzw. Verbesserung der Arbeitsfähigkeit dürften mal eher gering sein (es liegt ja bereits eine Teil-EMR vor), vor allem wenn man schon jahrelang die EMR erhalten hat und mit zunehmenden Alter der Zugang zum Arbeitsmarkt sich erschwert.

Aber wie überall mag es auch hier und da eine Ausnahme von der Regel geben.

Bei mir läuft aktuell auch wieder ein Rentenverlängerungsantrag und meine Ärztin würde ja so gerne eine Reha befürworten, alleine um meinen Gesundheitszustand weiter zu stabilisieren (Muskelaufbau der Wirbelsäule). Schauen wir mal was da jetzt demnächst passiert.


Grüße saurbier
 

Susanne42

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Also kurz vor Ablauf der Erwerbsminderungsrente zahlt die DRV eigentlich ganz gern eine Reha, auch wenn die letzte grad 2,5 Jahre her ist
 

saurbier

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Hallo Susanne42,

nun da hab ich aber meine Zweifel.

Wozu bitte sollte sie dies den freiwillig machen.

Die DRV zahlt eine Reha nach Maßgabe des § 10 SGB VI und das ist eben an Voraussetzungen gebunden.

Eben mal so eine Reha ohne besonderen Grund, nur weil gerade eine befristete EMR vor dem Auslaufen steht halte ich persönlich für mehr als fragwürdig.

Letzten Endes müßte diese ja auch von jemanden beantragt werden der dies auch medizinisch begründen kann, denn ohne geht da eh nichts.

Nee ich glaube mal auch die DRV wird sich schon überlegen welchen Nutzen sie davon hat, alleine aus Kostengründen, denn wäre es anders hätte ich ja in den letzten Jahren bereits 2 mal eine bekommen bzw. würde mich die DRV jetzt kurz vor dem Auslaufen meiner Arbeitsmarktrente wieder in eine schicken können.

Da frag ich mich aber doch, was sie denn bei mir z.B. damit noch erreichen will als Ü60 mit GDB 100 als Arbeitsmarktrentner (also Teil-EMR). Klar eine Reha wäre für mich zur gesundheitlichen Stabilisierung schon schön, sie würde mir bestimmt wieder für mindestens 1-2 Jahre viele Schmerzen nehmen, aber deshalb bekäme ich tritzdem keinen neuen sozialversicherungspflichtigen Teilzeitarbeitsplatz und mit etwas Pech würde man in der Reha wohlmöglich auch noch etwas neues feststellen was mich noch näher an die volle EMR bringen würde/könnte. Glaubst du echt die DRV geht solche Risiken freiwillig ein.

O.K. bei Psychischen Erkrankungen und weit jüngeren Menschen kann das schon wieder ganz anders aussehen, aber bei der Masse, sehr fraglich.


Grüße saurbier
 
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