Kann mir bitte jemand erklären, wie der Übergang vom Krankengeld zu ALG1 vonstatten geht?

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Galactic

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Hallo,

Ich habe mir das mit §145 durchgelesen allerdings verstehe ich es noch nicht ganz, evtl kann mir jemand das erklären?

Ich bin bald 78 Wochen Krankgeschrieben, in ca etwas über 1 Monat endet mein Krankengeld.
In der zwischenzeit hatte die Krankenkasse mich aufgefordert einen Antrag für eine Reha zu stellen, dieser wurde auch mittlerweile bewilligt. D.h Ich habe den Bescheid hier liegen.
Wann aber genau die Reha anfängt ist ungewiss, die haben wohl derzeit keinen Platz.

Nun habe ich auch Post bekommen von der Krankenkasse das eben der Anspruch bald endet, und ich könnte mich ja an die Arbeitsagentur wenden.
Theoretisch habe ich auch noch ein Restanspruch von 6 Monaten, allerdings stellt sich hier die Frage.

Kann ich diesen trotz bewilligten Reha antrag, in anspruch nehmen?
Aufgrund was sich so gelesen habe, verwirrt mich das etwas.

Danke vorraus.
 

eloole

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Klingt "merkwürdig", dass die KK erst kurz vor der Aussteuerung zur Reha bzw. dem Antrag dazu auffordert. Normalerweise kommt eine solche Aufforderung doch viel früher.
Und welche Art von Reha ? Es gibt doch nicht nur eine einzige Klinik /Möglichkeit ?
Oder hast du eine "Wunsch-Rehaklinik" angegeben ?

Für die AfA stellt vermutlich weniger die noch kommende Reha am ??.??.???? ein Problem dar, als vielmehr die Tatsache, dass du offensichtlich derzeit AU geschrieben bist.
Stehst du denn noch in einem Arbeitsverhältnis oder bist du tatsächlich "arbeitslos" ?
Mit dem Ende des Krankengeldbezugs endet u.U. auch die Mitgliedschaft bei der KK, und du wärst dann nicht mehr krankenversichert.

Es werden sich vermutlich / hoffentlich noch Andere melden, aber ich würde bis dato dazu raten, sämtliche Optionen auszuschöpfen.
Also vorsorglich (zur Fristwahrung) sowohl ALG1 als auch ALG2 zu beantragen.
Und dich über die dafür notwendigen, einzureichenden Unterlagen zu informieren und diese zeitnah zu besorgen.
Sowie bei deiner KK abklären, inwieweit du nach der Aussteuerung krankenversichert bist bzw. dich (freiwillig) krankenversichern kannst.
 

Kerstin_K

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Ja, geh am besten so 2 Wocen vor der Aussteuerrung zur AfA, das sollte reichen.

Wenn Du in Reha gehst, teilst Du das der AfA mit, für die Rehazeit wird dann das ALG1 wingestellt imd du bekommst Übergangsgeld von der DRV.

@eloole: MAch Dich bitte erstmal schlau. Due scheinst von dem Thema wenig bis keine Ahnung zu haben. ALG I nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld ist eine SOnderform, bei der man ALGI auch dann beziehen kann, wenn ein ruhendes Arbeitsverhältnis besteht.
 

Galactic

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Ungefähr gegen Februar/März hatte die KK mich dazu aufgefordert, den hatte ich dann folge geleistet.
Zu August läuft die KK leistung aus.

Die Beantragung + Bewilligung hatt dann nochmal gedauert, zwischenzeitlich habe ich auch gegen den ersten Bescheid Wiederspruch eingelegt.
Da problematisch mit der Wohnsituation, da gabs auch erstmal ärger von der KK, das wäre beinahe ein Rentenantrag geworden.

Zumindest, hatt die KK nach zusendung von dokumenten zugestimmt, zwischenzeitlich hatte die RV hat das bewilligt.

Derzeit besteht das Arbeitsverhältniss immernoch, da förderung beantragt wurde, daher will man micht nicht gehen lassen, da sonst eine Rückzahlung seitens Arbeitgeber nötig ist.
Ja ich weiß das die KK Mitgliedschaft endet, allerdings nicht wenn ich in ALG1/2 rutsche.

Ich werde nächste Woche zur AfA gehen, da Heute leider es anscheinend zu voll war und ich wurde abgewiesen allerdings hat man das Anliegen erstmal nicht abgelehnt.

@Kerstin_K Problematisch ist da leider, das das vermutlich außerhalb des KK anspruchs fält, was greift dann? Übergangsgeld wird nach den 78 Wochen auch nicht mehr gezahlt.
Derzeit habe ich noch keinerlei zusage wann es anfängt, und ich habe noch ca 1,5 Monate KK anspruch.

Ich vermute einfach das dort derzeit kein Platz frei ist.
 

Kerstin_K

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Was bitte willst Du jetz schon bei der AfA , wenn Du noch 1,5 Monate Krankengeld bekommst? Bleib da weg.

Und natürlich bekommst Du Übergangsgeld von der DRV auch nach der Aussteuerung. Woher hast Du Deine Infos?
 

Galactic

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Das KK läuft zum 01.08 aus, das ist war noch genug Zeit.
Allerdings, gehe ich davon aus, da ich bereits 1 Monat+ auf den platz für die Reha warte, das das eben noch länger dauert.

Problem dabei ist, das ALG1 nicht ausreicht, ich eben aufstocken müsste und ein ALG2 antrag gut 4-5 Wochen dauert.
Das wird langsam zeitlich eng, selbst bei 1,5 Monaten.

Bis jetzt hatte ich keine Post oder gar eine Mitteilung die sagt ich könnte nun ab dann die Reha antreten.
Von dem Schreiben der KK, ging hevor, das die 78 Wochen swohl das Übergangsgeld einschließen.

Somit bin ich davon ausgegangen, das sobald die 78 Wochen enden, ich auch kein anspruch auf Übergangsgeld mehr habe, anscheinend habe ich mich da geirrt.
 

Kerstin_K

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Das in dem Schreiben der KK iat anders gemeint: Der Krangengeld Höchstzeitraum läuft weiter, auh wennn man Übergangsgeld bezieht.

Beim ALG I ist das anders. Da wird der Bezug unterbrochen und die Rehazeit hinten angehängt.

Eine ALG I Bescheid kann die AFA jetzt noc nicht ausstellen. Dazu brauchst Du erst eine Bescheinigung von der Kranlenkasse über das bezogene Krankengeld. Und die kann dieKrankenkasse errst mit der Aussteuerung aussstellen. Du könntest ja bis dahin noch gesund werden.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Solange du ALG I bekommst, hast du auch noch Anspruch auf Übergangsgeld in der Reha. Erst wenn das abgelaufen ist nicht mehr.

Du schreibst, dass du noch ca. 6 Monate ALG I-Anspruch hast - hast du dabei einkalkuliert, dass du im KG-Bezug auch in die Arbeitslosenversicherung einzahlst? Der Anspruch dürfte länger sein.

Ansonsten hast du recht, wenn du dringend auch auf aufstockende Zahlungen angewiesen bist, macht es Sinn, das jetzt schon anzugehen. Stockst du aktuell auch schon auf?
 

saurbier

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Hallo Caye,

Ansonsten hast du recht, wenn du dringend auch auf aufstockende Zahlungen angewiesen bist, macht es Sinn, das jetzt schon anzugehen. Stockst du aktuell auch schon auf?

Wie bitte kommst du auf sowas.

Die AfA kann so früh überhaupt gar nichts machen, denn ihr fehlt bisher sogar noch das Schreiben der KK das Galactic bei der KK ausgesteuert wurde. Bestenfalls kann man da etwas einleiten, nur einen Leistungsbescheid gibt es nicht und damit bringt es nichts.

Frühestens 2 Wochen vorher ist ausreichend, denn man darf nicht vergessen, daß die AfA auch mit Antragseingang sofort versuchen wird eine Vermittlung vorzunehmen. Da Galactic jedoch AU ist, geht das nicht und würde nur Probleme verursachen.

Recht hast du natürlich, daß die AfA sich unendlich lange Zeit läßt (lassen kann) bis dort einmal das erste Geld (Leistung) fließt. Eben weil man in vorliegenden Fällen zumeist behauptet das zuerst das äD-Gutachten vorliegen muß, nur das ist eine Schutzbehauptung. Ein äD-Gutachten hat nichts mit dem grundsätzlichen Leistungsanspruch aus dem Versicherungsschutz (dem Anspruch auf ALG-I) zu tun, dafür ist ausschließlich der § 136 SGB III oder eben der Sonderfall des § 145 SGB III verantwortlich.

Hier wäre es vielleicht sinnvoll nach Abgabe des ALG-I Antrages gleich vorsorglich einen Antrag nach § 328 SGB III oder ggf. nach § 42 SGB I zu stellen, damit keine längere Leistungslücke wegen der mitunter langen Bearbeitungszeit entsteht.




Grüße saurbier
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Der TE hat geschrieben, dass er den Schrieb von der KK, dass er ausgesteuert wird und sich bei der AfA melden kann, schon bekommen hat.
Außerdem gibt es da im Hintergrund einen AG, dessen Entgeltbescheinigung fürs ALG I benötigt wird, was auch gern mal ein paar Wochen dauert.

Eine Vermittlung findet vor dem Ergebnis des Gutachtens nicht statt, egal wie viele Wochen vorher man sich meldet.

Dazu kommt der Antrag fürs ALG II, der einfach schonmal einen Haufen Papiere benötigt und den man am besten los wird, indem man einen Abgabetermin beim JC nutzt - den man auch nicht sofort bekommt.

Die vorläufige Bewilligung ist schön und gut, aber bis man die durchgesetzt hat, ist meist auch das Gutachten fertig.
Und das JC zahlt eher einen Vorschuss, wenn es schon angefangen hat, den Antrag zu bearbeiten.

Ich hab ja nicht geschrieben, dass der TE sofort panisch losrennen soll. Ich weiß aber selbst wie schwierig der Ämterkrieg ist, wenn man krank ist. Da ist es nicht verkehrt, ein paar Wochen früher anzufangen und das Unvermeidliche mit etwas Puffer abzuarbeiten.
 

saurbier

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Hallo Galactic,

also wenn du zum 01.08.2019 bei der KK ausgesteuert wirst, wäre es ratsam wenn du dich max. zwei Wochen vorher bei der AfA melden würdest. Dazu nimmst du dann gleich mal das Aussterungsschreiben der KK mit, damit die SB´s gleich sehen, worum es bei dir geht.

Mit deinem Aussterungsschreiben der KK wird die AfA SB in der Kundenannahme eh gleich sehen (sollte sie zumindest), daß es sich bei dir um einen Sonderfall handelt. Dann wird man zuerst einmal alle Daten im Computer erfassen und dir zugleich diverse Unterlagen mitgeben (Einkommensauskunft des Arbeitgebers, Leistungsbezug der KK, Gesundheitsfragebogen incl. diverser Schweigepflichtendbindungen etc.) und einen Termin bei einer Vermittlungsfachkraft ansetzen, der du dann alle notwenigen Unterlagen mitbringen sollst. So lief es bei mir die Woche auch ab.

Denn gesundheitsfragebogen füllst du dann aus, soweit es geht und fügst diesem wenn möglich aktuelle Arztberichte (in Kopie) bei, damit der äD-Gutachter eine Prüfung auf einen Leistungsfall nach § 145 SGB III vornehmen kann. In der regel erfolgt das äD-Gutachten per Aktenlage, eher seltener durch ein persönliche Untersuchung. Ob du eine Schweigepflichtendbindung tatsächlich unterschreiben willst, liegt bei dir. Wenn ja, dann achte darauf für welchen Arzt du dies machst und vor allem kürze die vorgesehene Gültigkeitsdauer von 3 Jahre auf max. 3 Monate.

Wie gesagt, laß dir von den SB´s nicht mit den §§ 60-67 SGB I einschüchtern, denn du bist zwar zur Mitwirkung verpflichtet, jedoch nicht dazu eine Schweigepflichtendbindung zu unterschreiben, denn die ist immer freiwillig. Du kannst dich auch zu einer persönlichen Untersuchung ( § 62 SGB I) zur Verfügung stellen um dem Gesetz genüge zu tun.

Solange das äD-Gutachten nicht abgeschlossen ist, brauchst du auch keine EinV zu unterschreiben, dafür gibt es bis dahin ebenfalls keine Rechtsgrundlage. Eine EinV darf nur mit gesunden vermittelbaren Kunden abgeschlossen werden.

Du solltest nach Möglichkeit den gesundheitsfragebogen (ggf. incl. Arztberichte und Schweigepflichtendbindung(en)) auch nicht dem SB aushändigen, bedenke bitte es handelt sich hierbei um sensible Daten die nur in die Hände des äD gehören aber niemals in die Hände eines SB. Also schicke sie gleich an den äD-Gutachter, die Adresse muß der SB dir mitteilen, am besten per Einschreiben bzw. Einschreiben mit Rückschein (eben weil sehr sensible Unterlagen), oder wenn möglich gibt sie vorher gegen Unterschrift beim äD ab.

Die deutsche Post bietet dir ja die Möglichkeit der Sendungsverfolgung um zu sehen wann der brief angekommen ist, als Beweis.


Wie du deinen ALG-I Antrag am besten als Ausgesteuerter ausfüllen solltest, kannst du dem Muster von Doppeloma entnehmen, denn da gibt es leider wichtige Dinge zu beachten.

Musterantrag ALG-I von Doppeloma

Sobald du den ALG-I Antrag bei zuständigen Vermittler (SB) abgegeben hast, solltest du per schriftlichen Antrag gleich den Antrag gem. § 328 SGB III (vorläufige Entscheidung) stellen, damit du auch zügig dein ALG-I erhälst, ansonsten kann es durchaus länger dauern, weil die AfA gerne behauptet man müsse zuerst auf das äD-Gutachten warten. Das ist allerdings unsinn, denn für dich gilt eine Sonderregelung - eben weil aus dem KG ausgesteuert -. Allerdings spart sich die AfA auf diese Weise natürlich für einige Zeit das Geld auszuzahlen. Anträge sind grundsätzlich immer zügig zu bearbeiten und wenn du einen Anspruch auf ALG-I hast gibt es keinen grund dies zu verzögern.

Bedenke aber bitte, daß bevor man deinen Leistungsantrag bearbeiten kann, benötigt man natürlich die Einkommensnachweise deines Arbeitgebers und die lassen sich mitunter sehr viel zeit damit das Formular auszufüllen und zurück zu schicken. Ich z.B. hab das damals so gemacht, daß ich zu dem hingefahren bin und mir von ihm den Antrag geholt habe.


Auch solltest du bedenken, wenn du dich jetzt bei der AfA meldest (trotz laufender AU) das du dich immer mit deinem Restleistungsvermögen (ergibt sich aus der äD-Begutachtung) der Vermittlung zur Verfügung stellen mußt. Machst du das nicht, bekommst du auch kein ALG-I.

Du solltest auch nicht vergessen dich nach dem Auslaufen des KG weiterhin AU schreiben zu lassen, denn du mußt deinem Arbeitgeber ja den Nachweis erbringen das du deine Arbeit noch nicht aufnehmen kannst. Den einen Teil der AUB reichst du dann bei der KK weiterhin ein und den anderen Teil gibst du beim Arbeitgeber ab. Der AfA gegenüber erwähnst du das nicht! und gibst dort auch nichts ab, weil man dies ansonsten zum Anlaß nehmen würde dir das ALG-I umgehend einzustellen - eben weil du ja nicht Vermittelbar bis.


Grüße saurbier
 
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Kerstin_K

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Der TE hat geschrieben, dass er den Schrieb von der KK, dass er ausgesteuert wird und sich bei der AfA melden kann, schon bekommen hat.
Das ist nur die Ankündigung. Für den Antrag braucht man noch einen anderen Zettel von der KK, und den kann sie erst nach der Aussteuerung aussstellen.

Die Arbeitegberbescheinigung kann man natürlich schonmal anfordern beim Arbeitgeber. Dazu muss man niht zur Af A, den Vordruck gibt es im Netz und viele Arrechnungsprogramme produzieren die bescheinigung auf Knopfdruck.

Den ALG II ANtrag kan man auch aus dem Netzt runterlalden und zur Abgabe braucht man keinen Termin.
 

saurbier

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Hallo Caye,

nun das ist deine Meinung.

Ich hab es anders gemacht und es hat auch geklappt so wie hier schon bei vielen.

Außerdem gibt es da im Hintergrund einen AG, dessen Entgeltbescheinigung fürs ALG I benötigt wird, was auch gern mal ein paar Wochen dauert.

Ja das kann durchaus je nach Arbeitgeber passieren, dafür hab ich ja geschrieben das es besser wäre wenn man sich die Bescheinigung dort selbst abholt. Übrigens es gibt für keinen Arbeitgeber einen grund sowas über Wochen hinzuziehen - außer Faulheit.

Dazu kommt der Antrag fürs ALG II, der einfach schonmal einen Haufen Papiere benötigt und den man am besten los wird, indem man einen Abgabetermin beim JC nutzt - den man auch nicht sofort bekommt.

Wenn er Aufstocker ist, o.k. nur hab ich mich 2013 auch als solcher beim JC melden dürfen und bei mir ging da in zwei Wochen alles über die Bühne. Als Aufstocker steht er dem JC eh nicht zur Vermittlungsverfügung solange er vorangig einen Leistungsanspruch bei der AfA hat, denn den muß er zuvor einmal erfüllen. Das JC wird auch keinen äD einschalten.

Die vorläufige Bewilligung ist schön und gut, aber bis man die durchgesetzt hat, ist meist auch das Gutachten fertig.
Und das JC zahlt eher einen Vorschuss, wenn es schon angefangen hat, den Antrag zu bearbeiten.

Irrtum, die vorläufige Entscheidung hat unabhängig vom äD-Gutachten zu erfolgen ja begründet diesen sogar (§ 328 SAbs. 1 Satz 3 SGB III) und wenn der äD erst von der SB nach Vorlage aller Unterlagen eingeschaltet wird, kann dies durch bis zu 4 Wochen dauern bis das Ergebnis des äD-Gutachtens der SB wieder vorliegt. Bis dahin kann der vorläufige Bescheid aber schon vorliegen. Wir wollen nicht vergessen, die wenigsten können 4 Wochen und mehr auf das Geld warten.


Grüße saurbier
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Ich hab es anders gemacht und es hat auch geklappt so wie hier schon bei vielen.

Ich auch. Aber ich hatte etwas Geld auf der hohen Kante und wusste so, dass ich nen Monat überbrücken kann.

Wenn er Aufstocker ist, o.k. nur hab ich mich 2013 auch als solcher beim JC melden dürfen und bei mir ging da in zwei Wochen alles über die Bühne. Als Aufstocker steht er dem JC eh nicht zur Vermittlungsverfügung solange er vorangig einen Leistungsanspruch bei der AfA hat, denn den muß er zuvor einmal erfüllen. Das JC wird auch keinen äD einschalten.

Mein letzter ALG II-Antrag als Aufstocker in 2016 hat sich zwei Monate gezogen - ohne den Widerspruch, der wegen falscher KdU-Berechnung dann noch fällig war.

Irrtum, die vorläufige Entscheidung hat unabhängig vom äD-Gutachten zu erfolgen ja begründet diesen sogar (§ 328 SAbs. 1 Satz 3 SGB III) und wenn der äD erst von der SB nach Vorlage aller Unterlagen eingeschaltet wird, kann dies durch bis zu 4 Wochen dauern bis das Ergebnis des äD-Gutachtens der SB wieder vorliegt. Bis dahin kann der vorläufige Bescheid aber schon vorliegen. Wir wollen nicht vergessen, die wenigsten können 4 Wochen und mehr auf das Geld warten.

Recht haben und Recht bekommen sind zwei Paar Schuhe, solltest du wissen.
Fakt ist, die AfAs sträuben sich aus mir unerklärlichen Gründen gegen vorläufige Bewilligungen. Und als Antragsteller hat man keine Handhabe, diese zügig durchzusetzen.
Da laut Weisungen der BA das Gutachten bei Nahtlosigkeitsfällen innerhalb von drei Wochen erstellt werden soll und das auch meistens halbwegs klappt, hast du idR den endgültigen Bescheid vorliegen, bevor irgendein SG sich mal bequemen würde, einen Finger zu rühren.

Kerstin, bei mir war genau das der Wisch, der ca 6 Wochen vorher kam. Danach hab ich vom KG bis zur Bestätigung der Meldung ans Finanzamt am Jahresende nix gehört.
Hat sich da was dran geändert?
 

Kerstin_K

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Bei meiner Bekannten gab es den Wisch für die AfA erst nach der Aussteuerung. Und dann war er noc 2x falsch ausgefüllt, so dasss die AfA den Antrag wegen mangelnder Mitwirkung erstmal ablehnte, weil wir den Wisch nicht liefern konnten.

Iat vielleiht auch von der KK abhängib, aber die können ja auch 6 Wochen vorher noch nicht wissen, ob man nicht doch plötzlich wieder gesund ist.
 

saurbier

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Hallo Caye,

nun gut du magst da eine andere Meinung vertreten als ich und manch anderer hier, das bleibt dir überlassen. Da wirst du ja deine eigenen Erfahrungen gemacht haben.

Recht haben und Recht bekommen sind zwei Paar Schuhe, solltest du wissen.

Nun ja, daß ist leider immer so im Leben.

Fakt ist, die AfAs sträuben sich aus mir unerklärlichen Gründen gegen vorläufige Bewilligungen. Und als Antragsteller hat man keine Handhabe, diese zügig durchzusetzen.

Na ja, unerklärliche Gründe sind das mitnichten. Da geht es ganz einfach und schlicht darum das je später man mal zahlt je mehr Geld hat man in der Kasse, so einfach ist das. Klar die bedenken dabei dann natürlich nicht, daß eine derartige Verzögerung ihnen unterm Strich nichts bringt, aber so ticken Behörden mal nicht, leider. HInzu kommt das sich manche mit den Spielchen dann ans JC wenden und damit ist die AfA diese Leute zuerst einmal gänzlich los, das spart neben Arbeit auch noch Geld, denn wenn die DRV dann vielleicht doch eine Rente zahlt, dann tritt das JC in Vorleistung und eben nicht die AfA.

Und doch hast du eine Möglichkeit sowas zügig durchzusetzen, denn genau dafür gibt es ja den § 328 SGB III bzw. den § 42 SGB I, damit Leute nicht in finanzielle Probleme kommen, denn auch dem Gesetzgeber ist klar das Mieten etc. pünktlich zu bezahlen sind. Als letzter Ausweg bliebe dann immer noch über §§86a/86b und nachgewiesener Notlage (Kontoauszüge) das ein Sozialrichter hier mit einer Entscheidung eingreift. Auch das hab ich bereits hinter mir und zwar positiv binnen 14 Tagen.

Da laut Weisungen der BA das Gutachten bei Nahtlosigkeitsfällen innerhalb von drei Wochen erstellt werden soll und das auch meistens halbwegs klappt, hast du idR den endgültigen Bescheid vorliegen, bevor irgendein SG sich mal bequemen würde, einen Finger zu rühren.

Ja die Weisungen der BA. Was nützt es, wenn der äD so schnell entscheiden soll, wenn doch der SB sich dafür selbst zuviel Zeit läßt. Wenn du dich bei der AfA erstmals meldet, dann bekommst du ja meist in 1 bis 2 Wochen den Vermittlertermin, der soll dann wieder den Auftrag für den äD erstellen, also wie lange dauert das denn. Ein Gutachten nach Aktenlage kann da binnen 2 Wochen erfolgen, aber eins mit persönlicher Untersuchung vielleicht 6 Wochen? All sowas verzögert vollkommen unnötigt, wenn man nach § 136 SGB III einen grundsätzlichen Leistungsanspruch hat. Was der Vermittler SB dann mal an gesundheitlichen Einschränkungen so alles seitens des äD-Gutachtens berücksichtigen muß (falls die es überhaupt machen) steht doch auf einem ganz anderen Blatt.


Grüße saurbier
 

Galactic

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Danke für die Antworten.

Mit der Schweigepflichts enbindung, habe ich so meine negativen erfahrungen gemacht.
Ich hatte der KK nie eine einwilligung gegeben, darauf folgte dann ein paar monate später der 2te MDK termin.

Das führte dann zu einen ca 2 Monatigen Zahlungsausfall.

Wiederspruch frist gerecht, Arzt war im Urlaub, also Frist verlängert, Arzt hat dann bericht erstellt, gefaxt.
Bearbeitung dauerte knapp 2 Wochen.

Danach hatt das JC die Zahlung blockiert, wegen 100EUR vorschuss und Verrechnung, für 4 zusätzliche wochen.
Dann nochmal 1 Woche bis überhaupt das Geld angekommen ist.

Die RV sowie der SPD hat von mir die Einwilligung bekommen, da gab es kein Grund zu das zu verweigern, sowie den Ärtzlichen bericht.

Und nein, ich Stocke derzeit nicht auf, zum glück nicht.
Das KG reicht für Miete und etwas mehr als ALG 2.
 

saurbier

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Hallo Galactic,

man kann aber nicht andere Dinge vermischen, denn jedes für sich genommen mag ggf. einen Grund oder eben keinen gehabt haben. Um sowas überhaupt als Aussenstehender beurteilen zu können, müßte man zuerst einmal Kenntnisse der Umstände haben.


Grüße saurbier
 

Galactic

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Update:

Danke für die Hinweise, der Antrag auf ALG1 ist mittlerweile "durch", auch wenn das 2 Monate gedauert hat.
Mittlerweile habe ich auch die Reha beendet, aus meiner sicht hat mir das definitiv geholfen.

Allerdings, hat die Arbeitsagentur, mir mein Arbeitslosengeld versagt, vorläufig.
Begründung: Nicht Arbeisfähig, ich sollte erneut Reha oder Rente beantragen.

Wobei ich erst seit 2 Wochen die Reha verlassen habe.
Der Krankenversicherung ist ab nächsten Monat auch nicht mehr gedeckelt.

Ich wurde AU entlassen, allerdings mittelfristig wieder Arbeitsfähig.
Jemand ein ratschlag?
 
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Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Japp, Reha oder Rente beantragen. ;) Dann bist du deinen Mitwirkungspflichten nachgekommen und bekommst ALG I.
Wenn du nicht von einer Rente ausgehst, beantragst du halt eine neue Reha. Was die DRV dann dazu sagt liegt nicht mehr in deiner Verantwortung.
 

Doppeloma

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Hallo Calactic,

Danke für die Hinweise, der Antrag auf ALG1 ist mittlerweile "durch", auch wenn das 2 Monate gedauert hat.
Mittlerweile habe ich auch die Reha beendet, aus meiner sicht hat mir das definitiv geholfen.

Willkommen zurück, ein paar Infos mehr zu dem was so gelaufen ist, seit deiner letzten Meldung hier wären aber nicht schlecht ... wir sind ja keine Hellseher, um zu ahnen, wie es nun zur aktuellen Situation gekommen sein könnte. :glaskugel:

Wäre schon mal interessant gewesen warum es nun 2 Monate gedauert hat bei der AfA bis zu deinem Bescheid ?
Wurde dort noch ein "ÄD-Gutachten" gemacht VOR der Reha und welche Unterlagen hast du (wenn ja) dafür letztlich wirklich eingereicht ???
Für welchen Zeitraum (Anspruchs-Dauer) wurde dir nun ALGI bewilligt und wie hoch ist dein aktueller Rest-Anspruch (ab Ende der Reha) ???

Hast du dich bei der AfA ordentlich in die Reha abgemeldet (mit der Vorlage vom Anreisetermin) und danach den üblichen Aufhebungsbescheid bekommen (Zuständigkeit eines anderen Leistungsträgers), weil ja nun die DRV Übergangsgeld zahlen musste ???

Wurde das bei der DRV beantragt von dir, hast du es schon bekommen ???

Mit deiner persönlichen Ansicht dazu, ob dir diese Reha geholfen hat können wir nicht viel anfangen, was wird dazu (wahrscheinlich) im Reha-Bericht stehen (was wurde dort besprochen zu deiner beruflichen Zukunft), den man bei der AfA dann mit Sicherheit auch gerne "einsehen" möchte (beim ÄD könnte es eventuell sogar nützlich sein) ???

Vermutlich ist der Reha-Bericht aber noch gar nicht fertig ... :icon_kinn:

Allerdings, hat die Arbeitsagentur, mir mein Arbeitslosengeld versagt, vorläufig.
Begründung: Nicht Arbeisfähig, ich sollte erneut Reha oder Rente beantragen.

Was heißt das jetzt GENAU, hast du einen schriftlichen Bescheid dazu bekommen ?
"Versagen" kann man dir ALGI so einfach NICHT, du hast einen Rechtsanspruch darauf, dass die Regelung nach § 145 SGB III (auch nach einer Reha) weiter angewendet wird, bis du kein ALGI mehr bekommen kannst.

Die AU-Bescheinigungen solltest du allerdings NICHT dort abgeben, du musst dich weiterhin mit einem "Restleistungsvermögen" der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stellen WOLLEN.
Welchen Umfang dieses "Restleistungsvermögen" haben könnte hat NUR der ÄD der AfA (zur Not erneut) zu prüfen ...
Darf ich fragen wie alt du bist ?
Mit Reha könnte auch berufliche Reha (LTA= Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben) gemeint sein, eine EM-Rente dürfte kaum sinnvoll sein wenn du von Besserung deiner Gesundheit durch die Reha schreibst.

Zunächst muss man ja das ALGI nach einer Reha wieder neu einfordern bei der AfA ... am Besten direkt am nächsten Öffnungstag der AfA ...
Bei Unterbrechung von weniger als 6 Wochen ist normal kein neuer (Papier-) Antrag nötig, wiel lang war deine Unterbrechung durch die Reha, auch ein mündlicher Antrag die Zahlungen wieder aufzunehmen ist rechtswirksam aber kaum zu beweisen.

Du hast Anspruch auf einen schriftlichen Bescheid und eine korrekte Begründung wenn man meint das ablehnen zu können.
Dann muss man Widerspruch dagegen einlegen ...

Wobei ich erst seit 2 Wochen die Reha verlassen habe.
Der Krankenversicherung ist ab nächsten Monat auch nicht mehr gedeckelt.

Dann sollte zügig dafür gesorgt werden der AfA zu zeigen, wie es jetzt weiter zu gehen hat ... dafür brauchen wir aber viel mehr (halbwegs geordnete) Informationen.

Ich wurde AU entlassen, allerdings mittelfristig wieder Arbeitsfähig.
Jemand ein ratschlag?

Darum hat die AfA ja weiter zu zahlen, mindestens bis dein Anspruch mal abgeleufen ist ... was heißt "mittelfristig" ???

Mein dringender Ratschlag ist ALLE gestellten Fragen möglichst präzise (und übersichtlich) erst mal zu beantworten, sonst KANN dir hier auch Keiner helfen ...
Es ist selten gut sich wochenlang nicht zu melden und mal zum Stand der Dinge zu berichten und dann (mit ein paar Stichpunkten Info) schnelle "Nothilfe" zu erwarten weil es schon wieder richtig "brennt unter dem Hintern" ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Galactic

Elo-User*in
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Das problem is eben, wenn die DRV den Antrag auf Reha ablehnt, dann wird daraus soweit ich informiert bin, automatisch ein Rentenantrag, da fehlgeschlagen.

Sorry für die wenigen infos.
Ja der AfA antrag, hatte nun 2 Monate gedauert von Antrag bis Bescheid, ich wurde über die Ergebnisse bereits nur Telefonisch aufgeklärt, Post kommt wohl morgen.
AD Gutachten ist wohl über die Dokumente erstellt wurden, sprich ich hatte den AD schweigepflichts enbindung gegeben.
Das weiß ich leider nicht, gehe davon aus, das das gehalten wird, bis eben Reha oder Renten antrag erfolgt ist, wie belegt ich es der AfA überhaupt?

Die AfA hatte nichts mit der Reha zu tun, das war die Krankenkasse, der Antrag auf Nahtlosigkeit wurde vor der Reha gestellt und zum Zeitpunkt der Aussteuerung habe ich mich an diesen Tag bei der AfA gemeldet.
Nein, die DRV hatte die vorherige Reha bewilligt, aktuell warte ich ja noch erstmal auf Post.

Der AD sollte den Kurzbericht vorliegend haben, da einwilligung erteilt, ansonsten frage ich da nochmal nach wenn die Post da ist.
Der Kurzbericht ist fertig allerdings noch nicht der Ausführliche bericht.

Versagt ist da das falsche wort, die ansprüche werden gehalten bis eben eines der beiden erfolgt ist.
Das war wohl der große Fehler, die AU dort abzugeben, da mir gesagt wurde die wollten die haben.
Ich bin 25, eigentlich wollte ich nach der Diagnose wieder in Arbeit gehen, so wie es aber aussieht steckt mich die AfA indirekt in die Rente.

LTA antrag wurde gestellt, wie von der Reha empfohlen im Kurzbericht.
AfA hatte nie was bezahlt, KK floß bis zur Reha, dann Übergangsgeld, jetzt sollte ALG1 fließen.

Leider ist der Krankenschutz futsch, ab nächsten Monat, wenn die AfA das nicht bis dahin hinbekommt, die KK will dann Geld sehen ansonsten habe ich pech.

Ich bin nicht in Rente entlassen wurde, sondern AU entlassen, Mittelfristig sollte ich wieder in Arbeite kommen aber nicht Kurzfristig.
Mittelfristig ist da nicht genau definiert, im kurzen entlassungsbericht.

Der Antrag wurde zeitlich früh gestellt, eigentlich hätte ich mir aber denken müssen, das es nicht so läuft wie es soll und wieder ein einer Katastrophe endet.
Die KK hat sich 1.5 Monate zeit gelassen die nötigen dokumente zu schicken.

Sorry für die Kurze antwort und unregelmäßigkeit.
 
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