Kann mich eine Zeitarbeitsfirma per Vorkasse vor Arbeitsantritt zum Coronatest zwingen?

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Hanzo619

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Sehr geehrtes ELO-Forum,

ich habe ein interessantes Job Angebot von einer Zeitarbeitsfirma bekommen, ich würde dann Montag anfangen zu arbeiten und Vertragsabschluss wäre dann am Freitag. Soweit so gut, nur leider da wir uns derzeit in einer Pandemie befinden verlangt die Zeitarbeitsfirma von mir das ich heute einen Coronatest mache.

Der Test soll 79€ kosten und ich soll das in Vorkasse bezahlen, mir wurde am Telefon zugesichert das es mit der ersten Abrechnung verrechnet wird und ich mir deswegen keine Sorgen machen soll.

In der Vergangenheit habe ich aber sehr viele schlechte Erfahrungen mit Zeitarbeitsfirmen gemacht (falsche abrechnungen, kein Fahrtgeld bezahlt usw.) und bin eher skeptisch das Zeitarbeitsfirma den Test bezahlen und wollte fragen ob die Vielleicht sogar verpflichtet sind mir den Test im voraus zu bezahlen. Wie gesagt bis jetzt wurde noch kein Arbeitsvertrag unterschrieben, und ohne Positiven Test wird es denke ich mal auch keinen Vertrag geben.

Liebe Grüße
Hanzo619
 

Stauer

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Der Test soll 79€ kosten und ich soll das in Vorkasse bezahlen, mir wurde am Telefon zugesichert das es mit der ersten Abrechnung verrechnet wird und ich mir deswegen keine Sorgen machen soll.
Laß Dir das vorher schriftlich zusichern. Zusagen im Telefonat lassen sich nicht nachweisen. Da läufst Du Gefahr, daß Du Dein Geld nie wieder siehst. Ich würde es auch darauf ankommen lassen und denen per Einschreiben mit Rückschein einen Brief zukommen lassen, in dem Du verlangst, das Du eine schriftliche Zusage bekommst und man Dir erklärt, mit welcher Rechtsgrundlage der AG von Dir die Kosten eines Coronatests vor zu schießen abverlangen kann. Solltest Du dann doch nicht genommen werden, kann Dir soweit ich weiß kein Nachteil entstehen. Für mich riecht das nach Betrugsversuch. Ich habe in den Nachrichten gehört, daß ein AG verpflichtet werden soll, die Tests durchführen zu lassen, wenn der MA einen Arbeitsplatz kleiner als 10 m² hat. Wahrscheinlich will er die Kosten auf die MA's umwälzen.
Vor Abschluß eines AV's ist ein AG nicht weisungsberechtigt und kann also nicht einfach so Geld von Dir verlangen. Eine versteckte Nötigung: Entweder Test oder keine Einstellung, würde ich mir schriftlich geben lassen. Dazu kann man im Brief nachfragen, ob der Test als Einstellungsbedingung zu verstehen ist.
Bleib hart oder der zieht Dir Dein Geld aus der Tasche.
 

Matt45

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Klares Nein zu deiner Frage!

Firma mit Vorkasse ist keine anständige Firma!

Aufgrund deiner Vergangen(laut deiner Nachricht hier) bitte alles genau lesen, bedeutet schriftlich etwas zu haben!
 

Hanzo619

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Vielen Dank für eure schnellen Antworten.
Um welchen Test es sich handelt weiß ich nicht, mir wurde nur per SMS eine Adresse mitgeteilt wo dieser Test durchgeführt wird.
Ich werde gleich mal bei der Zeitarbeitsfirma anrufen und sagen das die es mir schriftlich bestätigen sollen.
 

Gretta

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Warum macht man es die ZA nicht wie eine betriebsärztliche Untersuchung?. Hatte ich in der Vergangengheit in einem anderen Zusammenhang. Der Arzt hat dann direkt mit dem Arbeitgeber abgerechnet.
 

Ruhrpottmensch

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Also ich finde ja, dass man momentan (!) nicht unbedingt so eine Gewese um einen Corona-Test machen sollte.
Gibt ja schließlich auch genug Berufstätige, die sich in der jetzigen Situation teilweise mehrfach die Woche testen lassen müssen.
Grundsätzlich wäre ein Test für mich momentan voll in Ordnung.

Was aber natürlich nicht geht, ist in "Vorkasse" zu gehen ohne schriftliche Zusage der Kostenerstattung.

Könnte man ja dann bei der Unterzeichnung des AV gleich mitmachen... ;)
(Hab ich richtig verstanden, dass der AV morgen unterzeichnet werden soll und Arbeitsbeginn wäre dann Montag nächste Woche?!)
 
E

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Gast
Die Frage hat auch keinerlei Relevanz. Es ist egal ob das ein PCR-Test, ein Schnelltest oder sonst irgendwas ist. Es gibt schlicht keine rechtliche Grundlage, um dich ganz pauschal zu so einem Test zu zwingen.
Wenn der Arbeitsvertrag in Abhängigkeit vomm Testergebnis morgen abgeschlossen wird, wird das mit einem PCR Test mehr als knapp. Deshalb die Frage.

Bist du dann positiv kannst die 80 Euro abschreiben.
Dagegen sollte man sich eben schriftlich absichern.
 

TazD

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Wenn der Arbeitsvertrag in Abhängigkeit vomm Testergebnis morgen abgeschlossen wird, wird das mit einem PCR Test mehr als knapp. Deshalb die Frage.
Du machst aber den zweiten Schritt vor dem ersten. Kann der TE denn überhaupt zu einem Test gezwungen werden? Wenn ja, kann man sich Gedanken darüber machen, welcher Test das ist. Wenn Nein, dann ist auch der Test egal.
Da es hier aber ein klares Nein gibt, erübrigt sich die Frage nach der Art des Tests.
 

Elgaucho

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Also ich bin auch in Vorkasse gegangen - es geht ja hier nicht um Riesenbeträge und habe es gegen Vorlage von Quittung einwandfrei erstattet bekommen. Wenn es eine renommierte ZAF und keine Hinterhofklitsche ist - sollte das eine Selbstverständlichkeit sein - sich schriftlich die Erstattung absichern zu lassen ist die sicherste Methode - keine Frage.
Reden ist Silber - Schweigen (schriftliches) ist Gold.
 

grün_fink

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80€ sind ein fast ein Fünftel des monatlichen Regelbedarfes. Das sollte manchem erstmal klar sein. Wer noch genug Erspartes hat oder so, kann das ja gerne freiwillig ausgeben.
Zumal es ja bei einer Jobaufnahme auch noch dazu kommt, dass man ja den Lohn erst am Monatsende bekommt und eine riesen Zahlungslücke eh schon hat.

Einen Vertragsabschluss außerdem abhängig von einem Testergebnis machen - nönö nö.
Will die Firma das, soll sie doch das Risiko eingehen, Geld für die Tests notfalls zu verlieren.

Auch Angestellte, die regelmäßig getestet werden, dürften meist nicht 80€ alle paar Tage selber löhnen müssen aus ihrem mehr als mageren Verdienst. Wer sich sowas auch nur vorstellt ....

Wie das rechtlich ist, hat ja @TazD schon gesagt.
 

Uhus

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Selbst wenn der Test negativ ausfiele, könnte ein erneuter am nächsten Tag schon positiv sein.

Wenn die Firma den Vorab-Test will, soll sie ihn sofort bezahlen. Fertig.
 

Merse

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Wenn es die ZAF ernst meint, kann sie dir doch einen Arbeitsvertrag vorlegen, in dem steht, dass du vor dem ersten Einsatz auf Corona getestet wirst. Damit sind die Kosten nicht mehr dein Problem und du kannst morgen sofort unterschreiben. Da die ZAF sehr seriös ist, wird sie damit überhaupt kein Problem haben, nicht wahr?
 
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