Kann man seine Arbeistlosigkeit ein Monat lang ruhen lassen?

PatrickB

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Die Frage klingt sonderbar, aber ich könnte für einen Monat einen Auftrag übernehmen, und das wäre sogar gut bezahlt. Ich wäre aber nach diesem Monat wieder arbeitssuchend.

Nun weiß ich nicht wie ich reagieren soll. Ich könnte den Auftrag übernehmen und alles über dem Satz dem JC abgeben. Allerdings bin ich kräftig über dem Satz. Ich weiß nicht ob ich überhaupt so viel verdienen und arbeitslos sein kann.

An und für sich könnte ich mich also für einen Monat abmelden, müsste aber dann mich neu anmelden. Man muss sich ja schon drei Monate vorher anmelden, wenn man weiß, dass man wieder arbeitssuchend wird. Ich müsste dann mit meiner Abmeldung gleich wieder die Anmeldung abgeben.

Ein weiteres Problem ist, dass mir in paar Monaten eine Schulung zugebilligt wurde. Das zu erreichen habe ich lange gebraucht. Wenn ich mich abmelde, kappe ich auch alle Maßnahmen.

Mein Problem ist also, dass ich für einen Monat gut verdienen kann, zu viel für arbeitslos sein. Ich habe irgendwo mal gelesen, dass es eine Obergrenze gibt was man als Arbeitsloser verdienen kann. Teil des Problems ist aber, dass ich eine Fortbildung bekomme. Nur weiß ich nicht ob die nicht gecancelt wird wenn ich mich voll abmelde.

Meine Frage ist also: gibt es eine Möglichkeit die Arbeitslosigkeit für einen Monat ruhen zu lassen?
 

Nena

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Du kannst Dich jederzeit abmelden, ja.

Du musst aber unterscheiden zwischen ALG1 und ALG2. Um ALG2 zu beziehen, musst Du nicht arbeitslos sein. Arbeitslos bist Du, wenn Du nicht mehr als kurz unter 15 Stunden wöchentlich arbeitest (unabhängig vom Einkommen, das wird aber über 165 Euro monatlich komplett angerechnet - arbeitslos kannst Du auch sein, wenn Du keine Leistungen erhältst).

Ich würde da nicht lang überlegen - vielleicht hilft Dir dieser Auftrag, an weitere zu kommen? Er frischt Deine Kenntnisse auf. U.v.m.

Wenn da nicht noch Haken dran sind - machen. Und natürlich melden. Aber nicht überlegen, den Job auszuschlagen wegen Abwicklungsaufwand mit ALG1 und/oder ALG2... Würde ich.
 

Pauer

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Da würde ich ganz offen mit deinem SB drüber sprechen. Erkläre ihm die Situation und stelle deine Überlegungen und Erwartungen dar.

Das dürfte wohl am einfachsten und sinnvollsten sein.
Du kannst nett darum bitten, nach dem Monat wieder aufgenommen zu werden, ohne dass die bisher geplanten Maßnahmen komplett erlöschen.
 

Doppeloma

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Hallo PatrikB,

Die Frage klingt sonderbar, aber ich könnte für einen Monat einen Auftrag übernehmen, und das wäre sogar gut bezahlt. Ich wäre aber nach diesem Monat wieder arbeitssuchend.
Es wäre sehr hilfreich für korrekte Antworten, wenn du mal klarstellst ob du aktuell ALGI oder ALGII beziehst, denn das macht schon einen Unterschied für die zutreffenden Antworten.

Arbeits-Suchend (im Sinne der AfA / SGB III / ALGI) bleibst du ja trotzdem wenn es nur eine Tätigkeit für einen Monat ist.
Und ALGI wird ohnehin erst nachträglich gezahlt, das würde schon "automatisch" ruhen wenn du zu viel Einkommen hast.

Beim JC (ALGII / Hartz 4) sieht das etwas anders aus, da kann ein höherer Einmal-Betrag auch aufgeteilt werden, damit du NICHT direkt aus dem Leistungsbezug fallen wirst.

Nun weiß ich nicht wie ich reagieren soll. Ich könnte den Auftrag übernehmen und alles über dem Satz dem JC abgeben.
Du musst auch da nichts "abgeben", dein Leistungsbetrag wird entsprechend gekürzt, eventuell über mehrere Monate, was du verdient hast musst du dann selber "zuschießen".

An und für sich könnte ich mich also für einen Monat abmelden, müsste aber dann mich neu anmelden. Man muss sich ja schon drei Monate vorher anmelden, wenn man weiß, dass man wieder arbeitssuchend wird.
Das klingt wieder nach AfA und ALGI, du machst es uns wirklich nicht besonders leicht ...

Ein weiteres Problem ist, dass mir in paar Monaten eine Schulung zugebilligt wurde. Das zu erreichen habe ich lange gebraucht. Wenn ich mich abmelde, kappe ich auch alle Maßnahmen.
Auch dort wirst du dich nicht direkt komplett "abmelden" müssen wenn du einmalig ein Einkommen haben wirst ...

Mein Problem ist also, dass ich für einen Monat gut verdienen kann, zu viel für arbeitslos sein. Ich habe irgendwo mal gelesen, dass es eine Obergrenze gibt was man als Arbeitsloser verdienen kann.
Im Bezug von ALGI ist ein zusätzliches Einkommen bis 165 € im Monat unschädlich für dein ALGI, darüber wird es auf dein ALGI "angerechnet" bis eben zur Not NIX mehr übrig bleibt.

Der Rest (deines zusätzlichen Einkommens) bleibt dir natürlich auch zu deiner Verfügung, man wird eben das ALGI dann nicht auszahlen, wenn die Summe schon bei dir vorhanden ist (abzüglich der erlaubten 165 €), bei der AfA wird das aber nur einmalig "angerechnet", der Rest ist dein "Gewinn" ...

Abeitslos / Arbeitsuchend kannst du immer noch sein, wenn du nicht mehr als 14,99999... Stunden Arbeit in der Woche dafür aufwenden musst und der Vermittlung ansonsten trotzdem zur Verfügung stehen kannst.

Teil des Problems ist aber, dass ich eine Fortbildung bekomme. Nur weiß ich nicht ob die nicht gecancelt wird wenn ich mich voll abmelde.
Wie schon empfohlen solltest du dazu mit deinem AfA-SB ehrlich sprechen, allerdings deine (zeitliche) "Verfügbarkeit" besser nicht in Frage stellen.

Wenn man schon eine Fortbildung für dich bewilligt hat (bei der AfA) ist ja nicht anzunehmen, dass man dich noch vorher in deinen "Traumjob" ernsthaft vermitteln kann / wird.

Beim JC "fällst" du so schnell nicht ganz aus dem Bezug wegen einer "einmalig höheren Einnahme", da rechnet man aber auch meist mehr und länger davon an als bei der AfA.

MfG Doppeloma
 
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