Kann man nach Ende des ALGI-Bezugs noch gesperrt werden, wenn man ein Vorstellungsgespräch ablehnt?

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Help88

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Hallo an alle!

Mein ALG 1 läuft nun in der nächsten Woche aus. Aufgrund Vermögens werde ich kein ALG II beantragen, sondern von dem Geld erstmal leben. Aufgrund gesundheitlichen Hin und her habe ich bisher keine neue Arbeit erhalten. Habe mich aber auf viele Stellen beworben, auf deren Rückmeldung warte ich.

Nun habe ich aktuell noch Vermittlungsvorschläge erhalten, mit Rechtsfolgebelehrung.
Die Stellen sprechen mich gar nicht an, trotzdem habe ich mich pflichtgemäß beworben.
Kann mir trotzdem eine Sperrzeit verhängt werden, wenn ich nach dem Ende ALG 1 zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werde, dieses aber ablehne?
Immerhin habe ich ja während des Bezugs meine Pflichten erfüllt.
 

abcabc

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Hallo,
sobald dein ALG I ausgelaufen ist, musst du garnichts mehr machen. Ist also kein Problem Vorstellungsgespräche abzusagen oder einfach alles, was an Post und Mails kommt, zu ignorieren.
Und wenn du erstmal eine gewisse Zeit von Ersparnissen leben willst, kann es auch mit dem ALG II keine Probleme geben.
 

Help88

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Vielen Dank.

Ich habe gestern nun noch einen Vermittlungsvorschlag im Online Portal der Agentur für Arbeit entdeckt. Per Post kam bisher noch nichts.
Wenn dieser per Post kommt, wenn ich aus dem Bezug raus bin, kann ich den auch ignorieren?
habe beruflich neue Perspektiven, aber die VVs sind mir ein Graus.
 

abcabc

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Es zählt der Zeitpunkt, zu dem du aus dem Bezug raus bist.
Da gabs erst kürzlich einen Fall hier, wo ein SB es wirklich versucht hat nachträglich eine Sperre zu verhängen, weil er sich nicht beworben hat, obwohl er schon einen neuen Arbeitsvertrag hatte. Manche SBs sind wirklich das allerletzte....
 

Help88

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Ja, das hatte ich auch gesehen.

hatte mich bisher immer auf die Vermittlungsvorschläge mit RFB beworben, bisher aber von den AGs, bei denen ich mich bewerben musste, keine Rückmeldung erhalten.
Wenn ein Vorstellungsgespräch kommt und ich bin raus aus dem Bezug, ist es ja irgendwo meine Sache, sollte ich es ablehnen, denn meine Pflicht, das Bewerben, habe ich ja erfüllt.
Anders wäre es gewesen, ich hätte ein Gespräch im ALG Bezug abgelehnt.
Sollte der aktuelle Vermittlungsvorschlag jetzt noch kommen, bewerbe ich mich natürlich. Trifft er nach dem Ende meines Bezugs ein, hefte ich ihn ab und gut ist.
 

saurbier

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Eine kleine Anmerkung noch.

Wenn du jetzt nach deinem ALG-I Bezug dich nicht direkt beim JC melden willst - warum auch immer - solltest du ggf. auch daran denken, dass z.B. Arbeitslos ohne Leistungsbezug dir im Rentenverlauf eine Anrechnungszeit bringt, die sich im Fall des Falles später günstig auswirken kann.


Also direkt der AfA den Rücken zu kehren und die nächsten Monate auf eigene Kosten zu leben, kann sich später bei der Rente negativ auswirken, denn dort zählt eben jeder Monat.
 

isoldes

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Du weißt schon, daß die Vermögensprüfung derzeit ausgesetzt ist und jeder Alg2 bekommen kann, der weniger als 60000,-€ besitzt?
 

saurbier

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Du weißt schon, daß die Vermögensprüfung derzeit ausgesetzt ist und jeder Alg2 bekommen kann, der weniger als 60000,-€ besitzt?
Und was bitte hat das mit meinen Ausführungen jetzt zu tun?

Hier geht es darum das Help88 wenn er sich nicht nahtlos beim JC meldet durchaus Anwartschaftszeiten verlieren kann, die später bei der Rente fehlen können, was sich dann ggf. in der Rentenhöhe bemerkbar machen könnte.

Da spielt die aktuelle Sonderregelung überhaupt keine Rolle.

Im Übrigen steht es in den Sternen, ob tatsächlich jedem derzeit ein ALG-II so schnell bewilligt wird, der wegen seiner wirtschaftlichen Situation als Selbstständiger jetzt einen Anspruch haben könnte. Viele warten doch schon seit Monaten aufs dringend benötigte Geld.
 

JobcenterAffe

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Das ist ja egal, weil der Monat der Beantragung von ALG-II zählt. Wenn's dann irgendwann bewilligt ist, muß es rückwirkend bezahlt werden.

Du weißt schon, daß die Vermögensprüfung derzeit ausgesetzt ist und jeder Alg2 bekommen kann, der weniger als 60000,-€ besitzt?
Sollte der TE momentan tatsächlich weniger als 60.000 € besitzen, würde ich an dessen Stelle ALG-II auf jeden Fall beantragen.

Man sollte auch nicht vergessen, daß man zusätzlich 200 € Krankenversicherungsbeiträge monatlich aus der eigenen Tasche zahlen muß, wenn man von seinen Ersparnissen lebt.

Im Endeffekt geht's somit um ca. 650 € mehr oder weniger monatlich in der Tasche zu haben. Und durch "Corona" kann man sich doch auch relativ einfach um diese lästigen "Beratungstermine" drücken. Einzig die Bewerbungen per VV bleiben noch. Aber solange man keine EGV unterschreibt, bleiben die auch bei Nichtbeachtung zahnlos.

Die Neu-Arbeitslosen bekommen ohnehin nur so eine Art "Hartz-IV-light" vermittelt. So, wie Hartz-IV normal eigentlich gar nicht ist. Zu unserer Zeit war das ganze Antragsprozedere und die Auflagen noch 1 bis 2 Grade härter.
 
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