Kann man mich zwingen meinen Minijob zu kündigen?

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Spike0504

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Hallo zusammen,
seit ich beim Jobcenter angegeben habe das ich einen Minijob habe,habe ich nur Ärger.
Ich verdiene z. Zt. 320,00 € in meiner Bewilligung werden aber 450,00 € eingetragen und davon 280,00 € berechnet. Ich habe darauf hin meinen Vertrag und meine Lohnabrechnung abgegeben in der bescheinigt ist das ich nur 320,00 € verdiene. Dagegen habe ich Widerspruch eingelegt,seit dem warte ich auf die Neuberechnung !!!

Als nächtes rief ein Jobvermittler ( der sich 6 Monate vorher) nicht um mich gekümmert an und zwang mich dazu mich bei einer Zeitarbeitsfirma zu melden,mit einem Verdienst von 8,19 € brutto.Mit meinem Minijob verdiene ich 8,00 € netto bei 40 Std. im Monat.
Er sagte das ich verpflichtet bin mich dort zu melden,damit ich aus dem Hartz IV Bezug komme.leider habe ich eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben :icon_sad:
Ich habe die Möglichkeit meinen Minijob zu erweitern auf eine Halbtags bzw. Vollzeit Stelle allerdings ist das Unternehmen noch im Aufbau.

kann mir jetzt jemand sagen was ich als nächstes tun soll? Soll ich eine feste Arbeit gegen eine Zeitarbeitsfirma aufgeben,wo ich nicht mal weiß ob mich die Zeitarbeit morgen noch braucht?

Ich hoffe auf nützliche Tipps von euch :icon_smile:
 

ZynHH

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Du hast Vertragsfreiheit... wie lange ist denn deine Kündigungsfrist z.B?

Also, wie lange müsste ein Potentieller Arbeitgeber warten, bis du Vollzeit zur Verfügung stehst, aus dem Minijob-Vertrag entlassen bist?

Und bitte dran denken, nicht kündigen bevor du einen Vertrag unterschrieben von der Zeitarbeit hast. Nachher wird das nix und dann ist deion Minijob auch weg und du hast dich verschlechtert und benötigst mehr algII statt weniger... da könnte dann sogar ne Sanktion drohen, weil du gekündigt hast...
 

Fritz Fleißig

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1. Solange du keinen Arbeitsvertrag mit der anderen Firma unterschrieben hast, kannst du deine geringfügige Beschäftigung nicht kündigen und solltest es auch nicht.

2. Es kommt grundsätzlich nicht auf die Höhe des Stundenlohnes an, sondern auf das, was du insgesamt im Monat verdienen würdest (Minderung der Hilfsbedürftigkeit). Du solltest aber prüfen, ob der dir angebotene Stundenlohn mit den Mindest- und Tariflöhnen überhaupt vereinbar ist.

3. Könnte dir dein jetziger Arbeitgeber schriftlich bescheinigen, daß deine jetzige geringfügige Beschäftigung auf eine Halbtags- oder sogar Vollzeitstelle ausgeweitet werden kann, und zwar in absehbarer Zeit ("irgendwann später" wird ein bißchen vage sein)? Wenn ja, besorge dir so eine Bescheinigung. Du könntest dann damit argumentieren, daß langfristig gesehen deine Aussichten dort besser sind. Bei einer neuen Stelle weiß man ja nie, wie sicher diese Arbeitsstelle überhaupt ist, vor allem bei Zeitarbeit.

4. Verlange erforderlichenfalls stets eine schriftliche(!) Aufforderung des JC, deine alte Stelle zu kündigen. Sonst hängt man dir womöglich noch ein Verschulden bei der Aufgabe der alten Stelle an, falls es mit der neuen längerfristig nichts wird.

5. Selbstverständlich mußt du bei der alten Stelle die vereinbarte Kündigungsfrist einhalten. Das kannst du dem neuen Arbeitgeber auch durchaus sagen.
 

Spike0504

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ich hätte eine 14 tägige Kündigungsfrist einzuhalten.

Ich bekam vom jobcenter noch gesagt das ich ja den Minijob zur Zeitarbeit zusätzlich machen könnte.
Eigentlich möchte ich meinen jetzigen Minijob behalten,da ich dort aufsteigen kann.

Komisch ist nur das sich das Jobcenter erst meldet als ich mir selbst arbeit gesucht habe
 

gelibeh

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Als nächtes rief ein Jobvermittler ( der sich 6 Monate vorher) nicht um mich gekümmert an und zwang mich dazu mich bei einer Zeitarbeitsfirma zu melden,mit einem Verdienst von 8,19 € brutto.Mit meinem Minijob verdiene ich 8,00 € netto bei 40 Std. im Monat.
Er sagte das ich verpflichtet bin mich dort zu melden,damit ich aus dem Hartz IV Bezug komme.leider habe ich eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben
Als erstes geht den SB vom Jobcenter Deine Telefonnummer nichts an. Du musst nur schriftlich erreichbar sein. Also Telefonnummer beim Amt löschen lassen. Du musst nur auf schriftliche Stellenangebote reagieren. Und bei einer ZAF muss Du Dich nur auf die ausgeschriebene Stelle bewerben, Dich aber nicht in einen Bewerberpool aufnehmen lassen. Außerdem hast Du bei einem Minijob auch eine Kündigungsfrist, also müsste ein neuer Arbeitgeber eben so lange warten. Ob die das dann machen?
Wenn Du Vermittlungsvorschläge bekommst ist das unabhängig von einer EGV, daraus musst Du Dich immer bewerben.
Und leider wirst Du Dich, solange Du im ALGII-Bezug bist, auf andere Stellen bewerben müssen. Aber durch Deine Kündigungsfrist kann man da eventuell einiges abbiegen, denn an so eine Frist muss man sich halten. Da kann sich ein SB auf den Kopf stellen.
 

forinol

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Als nächtes rief ein Jobvermittler

Bitte sofort deine Telefonnummer löschen lassen....
Telefonisch mit dem JC zu kommunizieren ist keine gute Idee....

Fordere den SB auf dir seine Forderung die Arbeitstelle zu kündigen zuerst schriftlich zu bestätigen mit entsprechende Rechtsgrundlage.
 

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Spike0504

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ich habe dem Mann vom JC gesagt das ich eine Stelle brauche in der ich regelmäßig Geld verdiene und ich daher nicht unbedingt für eine Zeitarbeitsfirma arbeiten möchte, da ich dich nebenbei auch noch in einer Regelinsolvenz bin. Auch da muss ich regelmäßig meine Unterlagen vor legen. Und das es schwierig ist denen zu erklären wenn ich mal arbeite und mal nicht. Da die Gläubiger bei jeder neuheit unterichtete werden
Der mann vom JB sagte nur das es mein privates Problem sei uns es ihn nichts anginge, er belehrte mich das ich mich an die Eingliederungsvereinbarung zu halten habe. Ansonsten bekäme ich einen Vermerk das ich die arbeit verweigere
 

Fritz Fleißig

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@spike

Mit dieser Argumentation wirst du vermutlich nicht weiterkommen. Es wird davon ausgegangen, daß Zeitarbeit eine Arbeit wie jede andere ist und du dort genauso pünktlich deinen vereinbarten Lohn bekommen wirst wie bei einer Direktanstellung woanders. Ob das stimmt oder nicht, ist eine andere Frage, aber das kannst du nicht im voraus behaupten.

Deine Insolvenz wird das JC auch nicht unbedingt interessieren.

Zu was hast du dich denn überhaupt in der angesprochenen EGV verpflichtet?

Ein "böser Vermerk" in den JC-Akten wird dir nicht direkt schaden, eine Sanktion aber schon.

Versuche es besser gegenüber dem JC mit einer sachlichen Argumentation nach der oben dargestellten Linie: deine jetzige Stellung wird in Kürze zeitlich und gehaltlich ausbaufähig sein (Bescheinigung des Arbeitgebers?) und ist außerdem auf längere Sicht gesehen sicherer. Wenn man trotzdem eine Aufgabe dieser Stelle von dir verlangt, laß dir das schriftlich geben (vielleicht wird man das gar nicht wollen?).

Mehrere Beschäftigungen nebeneinander auszuüben wird schon von den Arbeitszeiten her oft gar nicht möglich sein, und außerdem gibt es ja noch generelle Vorschriften hinsichtlich der täglich zulässigen Höchstarbeitszeit.
 

Spike0504

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@ Fritz Fleißig
" ich wurde darauf hingewiesen,das nach § 60,61 SGB I zur Mitwirkung verpflichtet bin. Mir wurde erklärt das die beantragte leistung bei fehlender oder unzureichender Mitwirkung versagt werden kann."ich wurde darauf hingewiesen,das ich nach den für die bewilligten Leistungen maßgeblichen gesetzlichen Bestimmungen verpflichtet bin,alle Änderungen von tatsachen,die für die Hilfegewährung maßgeblich sind,hier unverzüglich mitzuteilen
 

gelibeh

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Nochmal. Du musst nur auf schriftliche Stellenangebote vom Jobcenter reagieren. Alles andere kann der SB nicht nachweisen. Auch die Rechtsfolgenbelehrung, also was passiert, wenn Du Dich nicht bewirbst, hat schriftlich zu erfolgen und der gesamte VV muss Dir nachweislich zugegangen sein.
 

Fritz Fleißig

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" ich wurde darauf hingewiesen,das nach § 60,61 SGB I zur Mitwirkung verpflichtet bin. Mir wurde erklärt das die beantragte leistung bei fehlender oder unzureichender Mitwirkung versagt werden kann."ich wurde darauf hingewiesen,das ich nach den für die bewilligten Leistungen maßgeblichen gesetzlichen Bestimmungen verpflichtet bin,alle Änderungen von tatsachen,die für die Hilfegewährung maßgeblich sind,hier unverzüglich mitzuteilen
Das ist schon richtig, hat aber mit der dargestellten Sache nichts zu tun.

"Mitwirkungspflicht" besagt lediglich, daß du zur Angabe von Tatsachen verpflichtet bist, die für die Leistung wesentlich sind, und erforderlichenfalls zu Besprechungsterminen oder ärztlichen Untersuchungsterminen und ähnlichem erscheinen mußt. Mehr aber nicht.
 

gelibeh

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Richtig, der §60,61 hat nichts mit Bewerbungen zu tun. Für Sanktionen ist der §31 und §32 SGBII zuständig. Und diese Rechtsfolgenbelehrung hat an einem Vermittlungsvorschlag drinzustehen. Also schriftlich.
 

Spike0504

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@ gelibeh
ich werde nur noch auf schriftliche Sachen reagieren, Danke :)
@Fritz Fleißig
was anderes habe ich nicht bekommen.
 

gelibeh

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Und lass Deine Telefonnummer löschen. Vorlage hast Du ja bekommen. Nur noch schriftlich mit demJobcenter verkehren und möglichst immer einen Beistand mit zuden Terminen nehmen. Das ist sehr hilfreich.
 

Tina123

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@spike

Mit dieser Argumentation wirst du vermutlich nicht weiterkommen. Es wird davon ausgegangen, daß Zeitarbeit eine Arbeit wie jede andere ist und du dort genauso pünktlich deinen vereinbarten Lohn bekommen wirst wie bei einer Direktanstellung woanders. Ob das stimmt oder nicht, ist eine andere Frage, aber das kannst du nicht im voraus behaupten.

Deine Insolvenz wird das JC auch nicht unbedingt interessieren.

Zu was hast du dich denn überhaupt in der angesprochenen EGV verpflichtet?

Ein "böser Vermerk" in den JC-Akten wird dir nicht direkt schaden, eine Sanktion aber schon.

Versuche es besser gegenüber dem JC mit einer sachlichen Argumentation nach der oben dargestellten Linie: deine jetzige Stellung wird in Kürze zeitlich und gehaltlich ausbaufähig sein (Bescheinigung des Arbeitgebers?) und ist außerdem auf längere Sicht gesehen sicherer. Wenn man trotzdem eine Aufgabe dieser Stelle von dir verlangt, laß dir das schriftlich geben (vielleicht wird man das gar nicht wollen?).

Mehrere Beschäftigungen nebeneinander auszuüben wird schon von den Arbeitszeiten her oft gar nicht möglich sein, und außerdem gibt es ja noch generelle Vorschriften hinsichtlich der täglich zulässigen Höchstarbeitszeit.
Im Vertrag steht z.B. auch gerne mal drin, das dein Arbeitgeber einer weiteren Tätigkeit schriftlich zustimmen muss, wenn du 2 Stellen haben willst.
Wenn das so sein sollte könntest du bis zum Ende deines "klein Job" oder bis zur Zustimmung deines Arbeitgebers den anderen auch nicht annehmen ohne deine vertraglichen Pflichten zu verletzten.
Zustimmung wird z.B. nicht gegeben wenn du bei der 2. Firma dann bei einem Mitbewerber-Betrieb beschäftigt wärst
 
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