Kann man eine Teilzeitstelle auf Hartz-4 Niveau aufstocken?

Oc3an

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Hallo zusammen,

momentan habe ich einen 30 Stunden/Woche Vertrag in einem Behindertenfahrdienst einer Hilfsorganisation in Frankfurt/M. Ich habe keine festen Arbeitszeiten, denn diese richten sich nach Fahraufträgen, die rein kommen. Im Durchschnitt sind es zwischen 7 bis 10 Stunden, die ich täglich fahre. Größtenteils ist es extremer Stress, denn die Fahrten werden natürlich sehr knapp geplant, so dass man sich stundenlang abhetzt, um nicht gar so spät zum nächsten Kunden zu kommen. Das ganze auch noch zum Mindestlohn, d. h. rund 960 Euro netto im Monat.

Da es mir gesundheitlich nicht gut geht (depressiv, seit einigen Monaten stressbedingt Tinnitus, usw.), überlege ich, ob ich auf 20 Stunden/Woche reduziere, so dass ich wenigstens zwischendurch mehr freie Tage habe.
Frage:
Wenn ich aufgrund meiner psych. Erkrankung auf 20 Stunden/Woche Mindestlohn reduziere (meine Psychiaterin würde sicher ein Attest schreiben), kann ich dann diese 650 Euro netto auf Hartz-4 Niveau aufstocken? So dass ich die rund 860 Euro Hartz-4 bekomme?

Ich habe einen GdB von 30 und eine Gleichstellung mit Schwerbehinderten, war bereits 3 mal in der Psychiatrie, 3 mal auf psychosom. Reha, nehme viele Medikamente (Psychopharmaka, Betablocker, Säuerblocker, Schmerzmittel..), habe schon einige Therapien gemacht, usw. Ich bin seit meiner späten Kindheit sehr depressiv und extrem introvertiert. Ich lebe nun schon jahrelang alleine, also habe keine Freundin, keine Kinder, nicht einmal Freunde oder Bekannte habe ich. Einzig die Arbeit ist quasi alles, was ich habe... :cry: Ohne diese Arbeitsstelle würde ich komplett den Boden unter den Füßen verlieren, denn die Kollegen und Chefs sind alles supernett und sind auch der einzige soziale Kontakt, den ich habe.

Da ich nie viel verdient habe und wenn, dann nur sehr geringen Lohn, werde ich später einmal Grundsicherung beziehen müssen.

Vielleicht hat jemand von euch Erfahrung oder kann mir Tipps geben 🙏 🍀

Liebe Grüße Ocean (40 J.)
 
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Curt The Cat

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Moderation Themenüberschrift:

Hallo Oc3an und willkommen hier ...,

Ich möchte dir Forenregel 11 in Erinnerung bringen, immer eine aussagekräftige Überschrift für neue Themen zu erstellen.
Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage, die sich auch auf den Inhalt deines Erstpostings, bzw. dein Anliegen bezieht, soviel Zeit sollte sein.
Ergänzend verlinke ich auf Forenregel #11 und den Hinweis der Administration dazu...

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Wir bitten zukünftig um Beachtung und wünschen dir weiterhin einen angenehmen und hilfreichen Aufenthalt im Forum.

 

Karl Schmidt

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Wenn ich aufgrund meiner psych. Erkrankung auf 20 Stunden/Woche Mindestlohn reduziere (meine Psychiaterin würde sicher ein Attest schreiben), kann ich dann diese 650 Euro netto auf Hartz-4 Niveau aufstocken? So dass ich die rund 860 Euro Hartz-4 bekomme?
Dazu jedenfalls kann ich aus eigener Erfahrung sagen, daß du mehr als dein Alg 2 bekommen würdest. Das kannst du dir grob ausrechnen lassen. Im Internet gibt es ja Hartz 4 Rechner.
 

Curt The Cat

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Im Internet gibt es ja Hartz 4 Rechner.
Wozu in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah ...?



:icon_wink:
 

grün_fink

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Den ganzen Tag im Straßenverkehr, ich hoffe, der Arbeitsplatz ist leidensgerecht. Darüber würde ich mit dem Facharzt reden.

Bezüglich dem Jobcenter ist man bei Aufstockung meist verpflichtet, von der Aufstockung wegzukommen. Also anderer Job oder mehr arbeiten.
Kannst du einen anderen Job finden oder eine Teilerwerbsminderungsrente beantragen?

Psychische Krankheit und Personentransport, und dann noch Psychopharmaka dazu.... mir wird da gruselig.
 

Buchfan

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Psychische Krankheit und Personentransport, und dann noch Psychopharmaka dazu.... mir wird da gruselig.

Das klingt jetzt ziemlich hoffnungslos. @all, mensch adaptiert sich bei langer Einnahme von Psychopharmaka, und die Reaktionsgeschwindigkeit leidet dann nicht mehr unter der Einnahme. Ich kann selbst trotz Antidepressiva und Phasenprophylaxe und Neuroleptikum am Straßenverkehr teilnehmen und beobachte keinen Unterschied zu guten Phasen in meinem Leben.
In der Zeit der Einstellung auf ein neues Medikament ist das anders. Da muß mensch abwarten, ob es vertragen wird, und der Körper muß sich erst gewöhnen.
Eine akute unbehandelte Depression hat da weit gravierendere Auswirkungen was die Reaktionsgeschwindigkeit betrifft und nicht nur die.

Trotzdem würde auch ich mit dem Psych sprechen, auch deswegen, ob der Arbeitsplatz leidensgerecht sein kann.

Ich anstelle des TE würde die Reduzierung der Stunden machen und aufstockend ALG II beantragen, allein schon deswegen um aus dem Stress und dem Termindruck rauszukommen, wohl wissend, dass das kein Dauerzustand sein kann.

Teilerwerbsminderungsrente finde ich eine gute Idee.
 

Onkel Tom

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Im Durchschnitt sind es zwischen 7 bis 10 Stunden, die ich täglich fahre.

war bereits 3 mal in der Psychiatrie, 3 mal auf psychosom. Reha, nehme viele Medikamente (Psychopharmaka, Betablocker, Säuerblocker, Schmerzmittel..),

Den ganzen Tag im Straßenverkehr, ich hoffe, der Arbeitsplatz ist leidensgerecht. Darüber würde ich mit dem Facharzt reden.

Was ein Medi-Cocktail o_O Offenbar ist der Arbeitsplatz nicht mehr leidensgerecht..
Es sei denn, als Beifahrer_in unterwergst zu sein oder im Firmengebäude was machen zu können.

Mit einem Attest auf Tasche würde ich erst mit mein Boss darüber reden, ob er eine Alternative
für mich hat.. Anbei würde ich ihn jedoch kein Attest servieren also nix davon verlauten lassen.

Wenn das nicht funzt, bleibt zu hoffen, das die richtigen Zauberworte im Attest vertreten ist..
Wenn das vom Fachdoc kommt, ist das natürlich schlagfester gegenüber dem JC..

Daumendrück;)
 

Mona Lisa

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Meine Medikamente sind der Grund, daß ich meinen Alltag überhaupt bewältigen kann. Ich kenne viele, die problemlos mit Psychopharmaka Auto fahren.
 

Oc3an

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Hallo an euch alle und danke für eure Meinungen.

Ich nehme seit 20 Jahren Antidepressiva, aber nicht in der höchsten Dosis. Also mit Autofahren ist es lt. den verschreibenden Ärzten kein Problem. Ab und zu bei stärkeren Kopfschmerzen mal ein oder zwei Ibuprofen, das macht auch nichts.

Das mit der Teilerwerbsrente muss ich mal anschauen bzw. mich mal informieren. (y)

Den Job selbst möchte ich auf keinen Fall ganz aufgeben. Denn bis auf den Zeitdruck, der zum Glück nicht permanent vorhanden ist, macht es richtig Spaß. Ich komme raus, kann mich mit Leuten unterhalten, usw. Zu Hause bin ich komplett alleine...
 

Mona Lisa

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Hast Du mal an einen anderen Fahrdienst mit weniger Stunden gedacht? Ich habe auch mal als Busbegleiterin für Menschen mit Behinderung gearbeitet, zuerst zwei, dann vier Stunden am Tag. Leider wurde der Fahrdienst eingestellt. Aber andere Fahrdienste suchen öfters jemanden.
 

Woodruff

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Psychische Erkrankungen müssen kein Ausschlusskriterium für das Führen eines Kraftfahrzeugs sein, sie können es aber sein.

Besonders bedauerlich finde ich aber, dass besondere Risiken eines Arzneimittels meistens nur dann bei einem Arzt o. Facharzt zur Sprache kommen, wenn die Patienten dieses Thema selber ansprechen. Es wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch in der Lage ist einen Medikamenten- Beipackzettel zu lesen und natürlich auch zu verstehen. Des weiteren wird davon ausgegangen, dass die Apotheken auch Aufklärung leisten. Das ist wünschenswert, ist aber nicht immer der Fall.

Dazu ein Artikel aus dem Ärzteblatt:


Quelle: Ärzteblatt, Dieselstraße 2, 50859 Köln

Nicht vergessen sollte man aber auch, dass es noch viele andere Medikamente gibt die eine Fahrtauglichkeit beeinflussen können. Dazu zählen z. B. auch Blutdrucksenker.

Bei vielen vermeintlich "harmlosen" Arzneimitteln zur Selbstmedikation kann auch Vorsicht geboten sein.
Bedenkenlos werden da auch mal des öfteren Erkältungs- oder Grippemittel, Antiallergika oder Schmerzmittel eingenommen. Die Annahme, dass freiverkäufliche Arzneimittel keinen Schaden anrichten können ist schlichtweg falsch. Auch hier ist es wichtig die richtige Dosierung zu beachten.


Quelle: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V., Postfach 4 03 64, 10062 Berlin
 

Mona Lisa

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Also, meine Apotheke ist da ziemlich fit. Ich wollte mal ein bestimmtes Mittel gegen Reiseübelkeit und die Angestellte meinte, zusammen mit dem Neuroleptikum könne das zu Schwindel und starkem Absinken des Blutdrucks kommen.
 

Oc3an

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Danke für eure Nachfragen. Wie gesagt, ich nehme keine hohe Dosis ein und mein Hausarzt und Psychiaterin wissen darüber Bescheid. Die "normalen" Antidepressiva in mittlerer Dosis und im dauerhaften Gebrauch, verursachen bei mir keinerlei Einschränkungen. Sonst würde ich diese auch nicht nehmen (wollen), denn mein Beruf ist mir sehr wichtig, vor allem die soziale Komponente, da ich sonst keinerlei Freundes- und Bekanntenkreis habe.

Die Frage ist eben, ob ich aufgrund meiner Stressempfindlichkeit (Zeitdruck, daraus folgend Bluthochdruck, Tinnitus, usw.), meine Arbeitszeit auf 20 Stunden pro Woche reduzieren kann und den Rest quasi aufstocken kann. Denn mit einer 20 Stunden Woche zu 9,35 Euro Mindestlohn, da würde ich nicht mehr als rund 650 Euro netto bekommen.

Ich wäre natürlich froh, könnte ich diesen Job ohne gesundheitliche Probleme in Vollzeit arbeiten, aber wer dankt es mir, wenn ich mich jahrelang quäle und dann irgendwann mit einem Schlaganfall o. ä. da liege... :cry:
 

Kerstin_K

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@Mona Lisa
So sollte das eigentlic auch sein. Leider ist das nicht immer der Fall.

Meine Apotheke hier gegenüber schreibt sic extra auf die Fahne, dass sie Wechselwirkungen von Medikamenten prüfen. Meine Mitter hat alle ihre Medisausnahmslos da geholt. Dann belkam sie ei neues Medikament gegen ire Pollenallergie und ic bin so jemand, der immer erstmal den Beipackzettel liest. Und da stand ganze eindeutig drin, dass dieses medikament in Kombination mit einem anderen, dass sie schon lange nahm fürs Herz, irreversible Schädigungen des Höhrnerves verursachen kann. Ich ahbe sofort den Arzt angerufen, der hat sich entschuldigt, dass er das übersehe hat, sich für meine Aufmerksamkeit bedankt und einen anderen Wirkstoff verordnet. Der Apotheke ahe ich auchgleich Bescheid gegeben, die anden das aber nicht so schlimm.

DEr ARzt hat mit bestätigt, dass meine Muter hätte vollständig ertauben können.
 

abcabc

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Natürlich kannst du aufstocken, wenn du zu wenig verdienst. Möglicherweise hast du dann unterm Strich sogar mehr Geld zur Verfügung als jetzt, da du als Aufstocker alle ALG II Vergünstigungen mitnehmen kannst (GEZ Befreiung, Eintritt in Schwimmbäder, Monatstickets für den ÖPNV, usw. vergünstigt, Sozialkaufhaus,.....).
Beim Aufstocken kannst du zum Regeslsatz +KDU +Krankenkasse noch 100€ Freibetrag und 20% von jedem Euro darüber zusätzlich behalten.

Einziger Haken: Du darfst deine Hilfsbedürftigkeit nicht vorsätzlich herbeiführen. Wenn du ein Attest vom Arzt hast, dass du aus ärztlicher Sicht deine Arbeitszeit reduzieren sollst, oder du dich so gut mit deinem Chef verstehst, dass "aufm Papier" von der Firma aus deine Stunden gekürzt werden, wäre das Problem gelöst.
 

Oc3an

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@abcabc

Das heißt, ich lasse mir von der Fachärztin ein Attest bzw. Gutachten geben und müsste damit zum Jobcenter, oder? Könnte dann das Jobcenter nicht sagen, dass ich mir eine andere Arbeit suchen solle oder mich zwingt, mich anderweitig zu bewerben?

Mein Lebenslauf ist schon lange zweiseitig und ich bin endlich froh, dass ich bei diesem Fahrdienst eine Stelle gefunden habe, bei der ich nicht gemobbt werde und mich wohl fühle. Ich würde abstürzen, wenn ich diesen Job jetzt auch wieder verlieren sollte. Aber das wissen die vom Arbeitsamt/Jobcenter eigentlich, war dort schon oft beim Ärztlichen Dienst, hatte schon Rehas, usw.
 

abcabc

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Das heißt, ich lasse mir von der Fachärztin ein Attest bzw. Gutachten geben und müsste damit zum Jobcenter, oder?
Erstmal die Stunden reduzieren und sobald Hilfsbedürftigkeit besteht zum JC gehen und ALG II aufstockend beantragen. Nach dem Motto: "Da ich aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr arbeiten kann, brauche ich jetzt ALG II aufstockend." Und wenn es dann Theater gibt, knallst du dem SB das Attest aufn Tisch - dann sollte Ruhe sein.

Könnte dann das Jobcenter nicht sagen, dass ich mir eine andere Arbeit suchen solle oder mich zwingt, mich anderweitig zu bewerben?
Das JC kann dich zwar zu Bewerbungen zwingen, aber ob die erfolgreich sein werden, ist die große Frage. Bei Vorstellungsgesprächen etwas zu ehrlich sein und sagen, dass du in deinem aktuellen Job wegen Gesundheitsproblemen weniger arbeiten musst und deshalb einen anderen Job suchst. Da kommt garantiert eine Nachfrage, auf die du dann einfach abblockst "Zu meiner Gesundheit muss und werde ich nichts weiter sagen." ---> Absage garantiert.


Frag doch mal ganz vorsichtig bei deinem Chef an, ob du die Stundenzahl reduzieren könntest..... Erst wenn der grünes Licht gibt, macht es Sinn sich beim Arzt ein Attest zu beschaffen und alles weitere...
 

Kerstin_K

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Das heißt, ich lasse mir von der Fachärztin ein Attest bzw. Gutachten geben und müsste damit zum Jobcenter, oder? Könnte dann das Jobcenter nicht sagen, dass ich mir eine andere Arbeit suchen solle oder mich zwingt, mich anderweitig zu bewerben?
Könnte passieren, aber erstmal muss ein anderer Arbeitgeber gefunden werden, der dich will und dann müsste der auch noch die Kündigugsfrist abwarten...
 

Oc3an

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Danke euch :)

Ich will natürlich nichts überstürzen, so dass ich jetzt erst mal den Facharzttermin abwarte, was der zu meinem Tinnitus sagt. Wenn ich einen sehr stressigen Arbeitstag hatte, habe ich abends extremes Ohrensausen. Kann mir gut vorstellen, dass das von der Anspannung kommt, aber will das trotzdem abklären lassen. Und beim nächsten Quartalstermin bei der Psychiaterin (bin seit über 15 Jahren bei ihr), werde ich das auch mal ansprechen.

Zum Glück hatte ich noch nie Ärger mit dem Arbeitsamt und mit dem JobCenter, die sind bei uns hier relativ human. Aber trotzdem, die Vorstellung, wieder mit denen zu tun haben zu müssen, da wird mir ganz anders :(

Ja, mein Chef ist sehr nett und würde sicher mit den Stunden auf 20 Stunden runter gehen. Nur, wenn das mit dem Aufstocken alles nicht klappt, weiß ich natürlich nicht, ob ich wieder auf 30 Stunden hoch kann, wenn dann jemand anderes meine 10 Stunden bekommen hat.

Irgendwie schon sehr traurig, dass ich niemanden habe, mit dem ich reden kann. Und das die Arbeit quasi mein einziger Lebensinhalt ist. Mir graut schon davor, wenn ich wieder eine Woche Urlaub habe und mir die Decke aufm Kopp fällt.
 

grün_fink

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Nur die Arbeit haben ist schon auch krankheitsfördernd. Eigene Erfahrung.
Hast du Familie vor Ort? Unternimmst du mal etwas, und sei es nur ein Spaziergang?
 

Mona Lisa

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Jetzt mit Corona ist das natürlich etwas schwierig mit Selbsthilfegruppe oder Tageszentrum. Aber unser Tageszentrum bietet zumindest mittlerweile Gespräche im kleinen Kreis nach vorheriger telefonischer Anmeldung an. Mir hat die Selbsthilfe sehr geholfen in der Zeit nach meinem Psychiatrieaufenthalt. Und zwei richtig gute Freundinnen habe ich dort auch kennengelernt.
 

Woodruff

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Hallo Oc3an,

Was hält dic denn davon ab , woanders Kontakte zu suchen in deiner Freizeit? Vielleict übe ein gemeinsames Hobby, Sport, eine Selbsthilfegruppe...? Was machst du, wenn du nicht arbeitest?


Selbst wenn Du nur ALG II bekommen würdest, könntest Du nebenher ein Ehrenamt ausüben.

So kannst Du eine Aufwandspauschale erhalten. Davon wären 200,- € das ALG II anrechnungsfrei (weiss nicht ob der Betrag noch aktuell ist). Mein Favorit wäre ja das Tierheim 🐱, aber es gibt noch vieles mehr.

Das ist auch eine sehr gute Möglichkeit um Kontakte zu knüpfen.

Beispiele Ehrenämter:


Quelle: DEUTSCHES EHRENAMT, Mühlfelder Straße 20, 82211 Herrsching
 
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