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Kann man die Reha RPK Massnahme ohne Konsequenzen (EU-Rente beantragt) abbrechen?

Kamikatze

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31 Aug 2017
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#1
Hallo, wie fang ich an...

Also ich bin im Juni 2016 aus meiner ersten Reha entlassen worden mit unter 3 Std arbeitsfähig. In der Reha, hat man mir gesagt, das ich in solch einem Fall die EU Rente beantragen kann. Was ich dann auch gemacht habe. Zeitgleich habe ich auch eine RPK Maßnahme bzw Folgereha beantragt, in dieser bin ich nach über einem Jahr am 30.08.2017 aufgenommen worden. Die Rentenversicherung hat ebenfalls gemeint, ich sollte erst mal eine RPK Maßnahme machen. Also hab ich denen geschrieben das diese bereits beantragt ist. Lt Telefonat mit der Rentenversicherung können, bzw wollen die erst nach der 2ten jetzigen Reha entscheiden,ob dem Antrag statt gegeben wird oder nicht. Achja erstmals bescheinigt das ich unter 3 Std arbeitsfähig bin wurde mir in 2014 und die Problematik hat sich seit dem nicht gebessert.

Meine Fragen sind jetzt:

Kann ich die Reha auf eigenen Wunsch abbrechen, ohne das mir danach Konsequenzen für meinen EU Antrag entstehen?

Müssen wichtige Gründe vorliegen oder reicht das, wenn es mir andauernd schlecht geht und ich mich schlichtweg unwohl fühle?

Und evtl noch drittens, ist es ratsam zu sagen, das man aktuell nicht arbeiten möchte und die EU-Rente anstrebt? Oder ist das besser für sich zu behalten?

Danke schon mal fürs lesen.
 

Blushalin

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#2
Hallo, wie fang ich an...
Hallo Kamikatze :welcome: und angefangen hast Du ja schon :first:

Also ich bin im Juni 2016 aus meiner ersten Reha entlassen worden mit unter 3 Std arbeitsfähig.
Unter 3 Stunden arbeitsfähig in Deinem letzten Beruf oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt?

Zeitgleich habe ich auch eine RPK Maßnahme bzw Folgereha beantragt, in dieser bin ich nach über einem Jahr am 30.08.2017 aufgenommen worden.
Wie lang ist die RPK Maßnahme erst einmal genehmigt?

Die Rentenversicherung hat ebenfalls gemeint, ich sollte erst mal eine RPK Maßnahme machen.
Hast Du einen Bescheid oder was schriftliches von der DRV bekommen?

Also hab ich denen geschrieben das diese bereits beantragt ist. Lt Telefonat mit der Rentenversicherung können, bzw wollen die erst nach der 2ten jetzigen Reha entscheiden,ob dem Antrag statt gegeben wird oder nicht.
Dann hat Dir die DRV praktisch die RPK Maßnahme genehmigt?


Meine Fragen sind jetzt:

Kann ich die Reha auf eigenen Wunsch abbrechen, ohne das mir danach Konsequenzen für meinen EU Antrag entstehen?
Du kannst auf eigenen Wunsch sicher abbrechen, nur ob das sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln. RPK Maßnahmen werden ja nur bei bestimmten Diagnosen angeboten und dort wird ja speziell auch die Arbeitsfähigkeit überprüft.

Müssen wichtige Gründe vorliegen oder reicht das, wenn es mir andauernd schlecht geht und ich mich schlichtweg unwohl fühle?
Du kannst meines Wissens auch ohne Angabe von Gründen abbrechen.

Und evtl noch drittens, ist es ratsam zu sagen, das man aktuell nicht arbeiten möchte und die EU-Rente anstrebt? Oder ist das besser für sich zu behalten?
Wenn Du das so ausdrückst, ist das sicher nicht gut für den Antrag.

Gruß
 
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Zwergin

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#3
Ich würde das Gespräch mit dem behandelnden Arzt dort suchen, wenn es dir so schlecht damit geht. Es ist auf jeden Fall erstrebenswert, dass der Arzt dir zum Abbruch rät und du das nicht auf eigene Faust machst.

Kann ich die Reha auf eigenen Wunsch abbrechen, ohne das mir danach Konsequenzen für meinen EU Antrag entstehen?
Wie lange bist du jetzt dabei? Laufen die Verlägerungen nicht immer nur für drei Monate? Was raten dir die Ärzte und Therapeuten? Wenn die für die Weiterführung sind, ist es sicherlich nicht sonderlich positiv für deinen Rentenantrag, wenn du auf eigenen Wunsch abbrichst.
edit: Ich habe gerade gesehen, dass du erst gestern aufgenommen wurdest. Dann würde ich natürlich jetzt erstmal ein paar Wochen weiter durchhalten. Direkt nach Beginn abbrechen macht keinen guten Eindruck. Es kann ja durchaus sein, dass es dir in ein paar Wochen besser in der Maßnahme geht (bei mir hat es auch zwei Monate gedauert, bis ich soweit war, dass ich nicht täglich abbrechen wollte). Bestenfalls einigst du dich beim nächsten anstehenden Verlängerungsantrag mit den Behandlern, dass der Abbruch sinnvoller wäre, wenn diese das genau so sehen. Ich kann dir ansonsten nur Mut machen. Mir ging es anfangs sehr schlecht in der RPK.... Letztendlich hat es mich aber in meiner Therapie weiter gebracht. Nur nicht zu früh aufgeben :wink:

Müssen wichtige Gründe vorliegen oder reicht das, wenn es mir andauernd schlecht geht und ich mich schlichtweg unwohl fühle?
Machst du das stationär oder ambulant? Frage, weil ich mir vorstelle, dass bei einer stationären Maßnahme die Beschwerden wahrscheinlich besser wahrgenommen werden können von den Behandlern.

Und evtl noch drittens, ist es ratsam zu sagen, das man aktuell nicht arbeiten möchte und die EU-Rente anstrebt? Oder ist das besser für sich zu behalten?
Naja, wenn man das so ausdrückt, dann hört es sich schon ein wenig nach "keine Lust auf Arbeit" an.
 
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Kamikatze

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#4
Hallo Jends,



Unter 3 Stunden arbeitsfähig in Deinem letzten Beruf oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt?
Allgemeiner Arbeitsmarkt



Wie lang ist die RPK Maßnahme erst einmal genehmigt? 5 Monate und selbst das ist mir viel zu lang, wobei die meisten so 9 Monate dort sind.



Hast Du einen Bescheid oder was schriftliches von der DRV bekommen?
Nur das ich mich mit der RPK Maßnahme in Kontakt setzen soll. Was ich aber schon getan hatte. Sonst nichts schriftliches.



Dann hat Dir die DRV praktisch die RPK Maßnahme genehmigt?
Nein, leider zuvor schon die Krankenkasse, mir wäre die RV lieber gewesen. Leider wurde das von der Institution direkt an die Krankenkasse geschickt.


Meine Fragen sind jetzt:



Du kannst auf eigenen Wunsch sicher abbrechen, nur ob das sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln. RPK Maßnahmen werden ja nur bei bestimmten Diagnosen angeboten und dort wird ja speziell auch die Arbeitsfähigkeit überprüft.



Du kannst meines Wissens auch ohne Angabe von Gründen abbrechen.



Wenn Du das so ausdrückst, ist das sicher nicht gut für den Antrag.
Danke, ja, das ist mir klar. Nur wie kann was helfen, wenn man sich nicht wohl fühlt?
Bzw habe jetzt so lange gewartet, 1 Jahr und paar Monate, das ich inzwischen anders denke. Ich habe so lange gekämpft und jetzt fühle ich mich einfach kraftlos und nicht mehr in der Lage dazu.
 

Kamikatze

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#5
Hallo Zwergin,

Das ist stationär und über erst mal 5 Monate.

Das sich das nicht gut anhört, ist mir klar. Würde aber gerne mit offenen Karten spielen. Nur weiß ich nicht, ob die mir einen Strich durch die Rechnung machen.

Mit eins der Hauptprobleme meiner PSäsyche ist das Jobcenter und der ganze druck, auch meinerseits. Nur ich bin mir relativ sicher, das wenn ich das aus den Füßen hätte, es meiner Psyche deutlich besser gehen würde. Zudem habe ich noch viele andere gesundheitliche Einschränkungen.

Als ich das letzte mal in Reha war (5Wochen) hab ich mir geschworen, nie wieder so lange von zu Hause weg zu sein. Und jetzt soll ich 5 Monate mit Verlängerung noch länger von zu Hause weg.
Zu dem hab ich mich verarscht gefühlt, weil ich eigentlich nur in Teilzeit dort hin wollte. Man hat mir gesagt, es wäre einfacher das erst mal stationär zu beantragen und dann auf Teilzeit zu gehen. Jetzt aufeinmal hieß es ganz oder garnicht. Und da es anders geplant war, bereitet es mir extreme Probleme. Zudem es jetzt heißt, sie können nicht garantieren, das in Teilzeit umzuwandeln. Wegen den begrenzten Plätzen...

Hinzu kommt noch, das ich mich im Moment so Fremdbestimmt fühle und es einfach nicht mehr dem entspricht, was ich damals wollte.

Ich möchte selbst bestimmen, wann ich welchen Schritt mache.

Lg Sandra
 

Blushalin

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#6
Allgemeiner Arbeitsmarkt
Unter 3 Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ist eine eindeutige Prognose. :frown: Hast Du das schriftlich?
5 Monate und selbst das ist mir viel zu lang, wobei die meisten so 9 Monate dort sind.
Wenn Du den medizinischen und beruflichen Teil machst, dann kann es sogar noch länger gehen. Wieso ist Dir das zu lang? Bist Du nicht gerne weg oder liegt es an der Einrichtung?

Nein, leider zuvor schon die Krankenkasse, mir wäre die RV lieber gewesen. Leider wurde das von der Institution direkt an die Krankenkasse geschickt.
Die RV ist dann zuständig, wenn jemand mindestens schon 15 Jahre gearbeitet bzw. eingezahlt hat. Vorher ist dann die Krankenkasse zuständig. Das sage ich jetzt, ohne das ich Deine Hintergründe genauer weiß.

Nur wie kann was helfen, wenn man sich nicht wohl fühlt?
Das es am Anfang in so einer Maßnahme erstmal neu ist, kann ich gut verstehen. Das ist auch so wenn jemand ich die Psychiatrie kommt. Die wenigsten finden das sicherlich toll oder prima.Ich auch nicht :icon_evil:

Bzw habe jetzt so lange gewartet, 1 Jahr und paar Monate, das ich inzwischen anders denke. Ich habe so lange gekämpft und jetzt fühle ich mich einfach kraftlos und nicht mehr in der Lage dazu.
Das kann ich gut verstehen. Das wäre auch ein Punkt, den Du in der Maßnahme mit dem Therapeuten ansprechen solltest.

Gruß
 

Blushalin

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#8
Hallo Kerstin_K
Was ist eine RPK-Massnahme?
Eine RPK-Maßnahme ist vereinfacht ausgedrückt ein Maßnahme mit medizinischer und beruflicher Reha für schwer psychisch kranke Menschen. Diese kann bis zu 18 Monaten genehmigt werden.
Diese Maßnahmen werden stationär und teil- stationär angeboten um Dich wieder in die Gemeinschaft und das Berufsleben ein zu gliedern. Der Diagnosenkreis ist zum Bsp.: Schizophrenie, schwere Fälle von Borderline oder Menschen die sich stark sozial zurückgezogen haben.

Gruß
 
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