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Kann keine Miete zahlen. Was nun?

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Zita

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Hallo,

durch die Rente meines Mannes - Auszahlung wahrscheinlich Anfang Okt. 08 - haben wir einen Monat nur meine Häfte der Grundsicherung. Damit kann ich keine Miete zahlen!

Wir haben nach Beratung einen Antrag auf Darlehn gestellt. Dies war am 26.8., vorher leider durch den späten Erhalt des Rentenbescheides nicht möglich.
Nun werden wir Tag für Tag vertröstet, denn die Rechtsform muss ja eingehalten werden.

Bei uns im Landkreis wird der zu unterschreibene Darlehnsvertrag erst dem Juristen vorgelegt und dieser benötigt die Zeit- mittlerweile von 9 Tagen - da wir ja zu der unbequemen Familie XXY gehören. Dies die Aussage der Arge.

Bis heute kann ich keine Miete zahlen, weil mir über 500 Euro fehlen. Das Wochenende steht vor der Tür und ich bezweifel so langsam, dass die Arge vorher noch eine Auszahlung tätigt. Dies hält sehr auch die Psyche!

Aller Wahrscheilichkeit nach, erhalten wir die erste Rente durch einen Scheck. Der Zufluss des Geldes wird dann erst im Monat Oktober auf dem Konto sein. Damit müßten wir doch noch hilfebedürftigt sein und den zweiten Teil der Grundsicherung erhalten.

Weiß jemand Rat?
 

Kleeblatt

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Wenn deinem Mann das Geld vorenthalten wird und nicht dir seitens der ARGE, - so liest es sich jedenfalls (Rente deines Mannes noch nicht da), dann muß dein Mann sich um Einnahmen kümmern, - also zum Sozialamt gehen, denen die Sache erläutern und einen entsprechenden Antrag stellen = auf Darlehensbasis. Kommt seine Rente dann so zahlt er das Darlehen in voller Höhe an das Sozialamt zurück.
Und wenn er das richtig erläutert dann kann er dieses Geld sogar innerhalb eines Tages dort erhalten und bar auf´s Konto einzahlen.

Dazu müßte sich dein Mann allerdings mal tummeln.
 

Zita

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Hallo Kleeblatt,

mein Mann muss sich nicht tummeln, denn der von dir beschriebene Antrag ist bereits seit dem 26.8. beim Sozialamt!

Und gerade um diesen Antrag geht es: Er KANN bewilligt werden - muss aber nicht!!!!!!

Nun dauert die evtl. Bewilligung bereits seit dem 26.8. und immer noch keine Nachricht, obwohl wir täglich nachfragen. Also können wir aber nichts einzahlen. Unser Landkreis arbeitet anders!

Also nützt mir/uns deine Erwiederung und dein "versteckter" Vorwurf überhaupt nichts!

Wir kümmern uns - anscheinend aber nach Meinung des Sozialamtes zu viel!
 
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ExitUser

Gast
Ein solches Kann ist übrigens keineswegs so gemeint, daß es eine Entscheidung nach Lust und Laune eines Sachbearbeiters ist. Vielmehr ist es so zu verstehen, wenn dem keine rechtlichen Probleme entgegenstehen, so ist die Zahlung auf Darlehensbasis zu gewähren. Und die Lage sieht nicht danach aus.

Sollte das SozA zicken, so gilt auch hier: Eilantrag auf einstweilige Anordnung beim Sozialgericht stellen.

Sozialämter sind davon weniger begeistert als ARGEn, da diesen die Gerichtskosten in Rechnung gestellt werden, ARGEn nicht. Daher werden die SozAs in der Regel Verfahren eher zu vermeiden suchen.

Der Hinweis, daß Dein Mann sich beeilen solle, ist wohl weniger als Vorwurf zu sehen, sondern als zwingende Grundlage dafür, daß ein Eilantrag zugelassen wird. Erweckt man nämlich den Eindruck, daß man das Geld doch nicht zu dringend braucht, dann wird in der Regel auf den normalen und länger dauernden Klageweg verwiesen.
 

gerda52

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Zita schrieb:
Aller Wahrscheilichkeit nach, erhalten wir die erste Rente durch einen Scheck. Der Zufluss des Geldes wird dann erst im Monat Oktober auf dem Konto sein. Damit müßten wir doch noch hilfebedürftigt sein und den zweiten Teil der Grundsicherung erhalten.
Nein, der Zuflusszeitpunkt zählt hier nicht, weil ja für den September nachgezahlt wird. Der Rentenbescheid ist für die Berechnung maßgebend. Gleichwohl besteht ein 'Anspruch' auf Überbrückung durch Darlehen wie von Euch beantragt, da ihr auf die Rentenauszahlung keinen Einfluss habt.

Ich möchte trotzdem anregen, auch bei der Rentenkasse schriftlich nachzufragen, wann ihr frühestens mit dem Zahlungseingang rechnen könnt.

Sprecht außerdem mit dem Vermieter, wenn sich in den nächsten Tagen immer noch nichts tut.

Bei uns im Landkreis wird der zu unterschreibene Darlehnsvertrag erst dem Juristen vorgelegt und dieser benötigt die Zeit- mittlerweile von 9 Tagen - da wir ja zu der unbequemen Familie XXY gehören. Dies die Aussage der Arge.
Hat die Arge das tatsächlich so ausgedrückt, oder bezog sich die Aussage nur auf die Bearbeitungszeit?
 
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