Kann ich, wenn ich ALG2 beziehe eine Einkommensteuererklärung abgeben?

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Nynmi

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Hallo zusammen und frohes Neues Jahr!
Ich hatte im Januar 2018 eine größere Zahnbehandlung mit einem Eigenanteil von knapp 4000 Euro.
Mein Zahnarzt meinte damals, dass ich das bei der nächsten Einkommensteuererklärung mit absetzen könnte.
Aktuell befinde ich mich in einer Umschulung zum staatlich anerkannten Erzieher (berufsbegleitend). Ich gehe also 3 Tage die Woche arbeiten und zwei Tage die Woche zur Schule.
Die Umschulung wird vom Jobcenter gefördert. Von Februar 2017 bis Februar 2019 beziehe ich normal ALG2 und gehe arbeiten. Im Gegenzug wird das dritte Ausbildungsjahr (also Februar 2019 bis Februar 2020) vom Träger mit 1900,- brutto finanziert und bin dann vom Jobcenter weg.
Eventuell sind diese Angaben für meine Fragen ja notwendig.

Nun stellen sich mir folgende Fragen:

1. Kann ich, wenn ich ALG2 beziehe überhaupt eine Einkommensteuererklärung abgeben?
2. Wenn ja, ist dann eine Rückerstattung möglich?
3. Was muss ich dann bei der Einkommensteuererklärung angeben als Einkünfte, oder kann das leer bleiben?
4. Wird Zahnersatz überhaupt anerkannt und wie hoch kann die Rückerstattung bei einem Eigenanteil von 4000 Euro sein?

PS: Ich habe noch niemals eine Einkommensteuererklärung gemacht und kenne mich damit überhaupt nicht aus.

Danke schon mal für Eure Hilfe und Antworten.

Viele Grüße
Nynmi
 

Nena

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1. ja
2. ja
3. Deine Einkünfte im entsprechenden Jahr
4. Hast Du Einkommensteuern gezahlt? Mehr (als Du gezahlt hast) kriegst Du in keinem Fall erstattet.
5. ungefragt: Die Steuerrückerstattung wird Dir voll aufs ALG2 angerechnet.
 

Nynmi

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4. Hast Du Einkommensteuern gezahlt? Mehr (als Du gezahlt hast) kriegst Du in keinem Fall erstattet.
Das verstehe ich irgendwie nicht. Wenn ich ALG2 beziehe ist es doch eigentlich klar, dass ich keine Einkommensteuer gezahlt habe, oder nicht?
Mit anderen Worten ich brauche keine Einkommensteuererklärung einreichen, da ich eh keine Erstattung erhalten werde.
Oder habe ich da einen Denkfehler?
 

Nena

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Du gehst drei Tage/Woche arbeiten. Kriegst Du da kein Gehalt?
Aus Deinem Beitrag geht auch nicht hervor, wann Du die Zahnbehandlung hattest und ob Du da schon ALG2-LB warst.
 
E

ExUser 1309

Gast
Das verstehe ich irgendwie nicht. Wenn ich ALG2 beziehe ist es doch eigentlich klar, dass ich keine Einkommensteuer gezahlt habe, oder nicht?
Mit anderen Worten ich brauche keine Einkommensteuererklärung einreichen, da ich eh keine Erstattung erhalten werde.
Wenn du ausser ALG2 kein Einkommen hattest, hast du keine Steuern bezahlt und bekommst nix zurück. Andere Frage: Warst du vor der Zahnarztbehandlung schon im ALG2 Bezug? Dann wäre gegebenenfalls die Härtefallregelung möglich gewesen. Im Nachhinein ein Problem. Wenn du Einkommen erzielt und davon Steuern gezahlt haben solltest, kannst du etwas zurückbekommen. Da würde auf etwaigen Lohnabrechnungen dein Lohnsteueranteil stehen. Du bekommst doch für die Arbeit Geld oder? Ansonsten hat sich das mit der Einkommensteuer erledigt. Die wäre dir auch mit dem ALG2 als Einkommen angerechnet worden. Die Behörde interessieren die Gründe für eine Erstattung nicht, nur der Zufluss derselben.
 

ela1953

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Da du von Februar 2017 bis Februar 2019 ALGII beziehst zahlst du ja keine Steuern.
Also bekommst du nichts zurück.

Hättest du in 2018 Steuern gezahlt, hättest du darauf achten müssen, dass die Erstattung nach dem Februar 19 erfolgt. Da du da Gehalt bekommen wirst, hättest du die Steuererstattung behalten können.
Das wären aber nur die kompletten 4000 Euro, wenn du auch soviel bzw. mehr als 4000 Euro Steuern gezahlt hättest.
 

Nynmi

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Aus Deinem Beitrag geht auch nicht hervor, wann Du die Zahnbehandlung hattest und ob Du da schon ALG2-LB warst.
Habe ich in meinem ersten Post geschrieben...

Ich hatte im Januar 2018 eine größere Zahnbehandlung
...in welchem Zeitraum ich im ALG2 Bezug war/bin habe ich ebenfalls geschrieben.

Du gehst drei Tage/Woche arbeiten. Kriegst Du da kein Gehalt?
Auch das habe ich beschrieben. Das ist eine Jobcenter/Träger Vereinbarung. Die ersten zwei Jahre erhalte ich nur ALG2 und dafür zahlt das dritte Jahr der Träger übertariflich mit 1900,-

Warst du vor der Zahnarztbehandlung schon im ALG2 Bezug? Dann wäre gegebenenfalls die Härtefallregelung möglich gewesen.
Ja, da war ich auch schon im ALG2 Bezug. Einen Härtefall habe ich auch genehmigt bekommen. Meine Krankenkasse hat ca. 6500,- Euro übernommen und der Eigenanteil betrug ca. 4000,- Euro.

Du bekommst doch für die Arbeit Geld oder?
Wie ich schon oben geschrieben habe, habe ich bisher noch kein Geld außer den ALG2 Regelsatz für die Arbeit erhalten. Ich erhalte das erste mal Ende Februar 2019 mein Gehalt von 1900,- Euro.

Hättest du in 2018 Steuern gezahlt, hättest du darauf achten müssen, dass die Erstattung nach dem Februar 19 erfolgt. Da du da Gehalt bekommen wirst, hättest du die Steuererstattung behalten können.
Das wären aber nur die kompletten 4000 Euro, wenn du auch soviel bzw. mehr als 4000 Euro Steuern gezahlt hättest.
Ok, dann brauche ich also eine Steuererklärung für 2018 nicht einreichen, da ich sowieso keine Rückerstattung erhalten werde.
Einreichen wollte ich diese natürlich eh erst nach dem Februar wenn ich vom Jobcenter weg bin, damit mir von der evtl. Rückerstattung nichts abgezogen werden kann.

Im Jahr 2020 kann oder muss ich dann aber eine Steuererklärung für das Jahr 2019 einreichen?
Da habe ich dann ja von Februar bis Dezember Gehalt bekommen.
 

Couchhartzer

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Wenn ich ALG2 beziehe ist es doch eigentlich klar, dass ich keine Einkommensteuer gezahlt habe, oder nicht?
Mit anderen Worten ich brauche keine Einkommensteuererklärung einreichen, da ich eh keine Erstattung erhalten werde.
Und wozu stellst du dann erst die Fragen 1 - 3 in deinem eigenen Beitrag #1, wenn du es offensichtlich ganz genau weißt, dass es sinnfrei und komplett nutzlos ist ist?
Beschäftigungstherapie?
 

Nynmi

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Dann hast du dir entweder etwas unnötiges aufschwatzen lassen oder du has dich bewusst für eine bessere Versorgung als die für den Festbetrag entschieden.
Und woher willst du das wissen? Das ich mich für eine bessere Versorgung als die für den Festbetrag entschieden habe kann gut möglich sein. So genau weiß ich das nicht mehr. Jedenfalls ging es um meine kompletten Zähne und ich wollte nicht wie eine Mundschabracke aussehen. Als Erzieher hat man ja auch einen gewissen Grad als Vorbild.

Und wozu stellst du dann erst die Fragen 1 - 3 in deinem eigenen Beitrag #1, wenn du es offensichtlich ganz genau weißt, dass es sinnfrei und komplett nutzlos ist ist?
Beschäftigungstherapie?
Weil mir nicht klar war, dass man nur eine Erstattung bekommt, wenn man auch eingezahlt hat. Darum habe ich doch diesen Thread eröffnet, um mein Unwissen mit Wissen zu füllen.
Warum wird man in diesem Forum eigentlich immer gleich dumm angemacht? Habe da irgendwie keine Lust mehr drauf. :(
 
E

ExUser 2606

Gast
Und woher willst du das wissen? Das ich mich für eine bessere Versorgung als die für den Festbetrag entschieden habe kann gut möglich sein. So genau weiß ich das nicht mehr. Jedenfalls ging es um meine kompletten Zähne und ich wollte nicht wie eine Mundschabracke aussehen. Als Erzieher hat man ja auch einen gewissen Grad als Vorbild.
Du wärest nicht der erste Fall, dem ein Zahnarzt etwas mehr verkauft hat, weil angeblich der Restbetrag fuer das medizinisch notwendige nicht ausreicht.
 

ela1953

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Wenn ich das Geld gehabt hätte, hätte ich auch anderen Zahnersatz ohne sichtbare silberne Klammern.

Man kann auch Steuererklärungen rückwirkend für 4 Jahre machen. Hat mein Sohn nach der Ausbildung.
Bei einem jährlichen Antrag hätte er nie was bekommen.
Bei 3 Jahren rückwirkend hatte sich das gelohnt.

Kannst dich ja mal erkundigen, ob das auch funktioniert, wenn 2018 keine Steuern gezahlt wurden.
 

Doppeloma

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Hallo ela1953,

Kannst dich ja mal erkundigen, ob das auch funktioniert, wenn 2018 keine Steuern gezahlt wurden.

Das wird ganz sicher nicht funktionieren, denn die "Sonderausgaben / Krankheitskosten" (unter denen das dann einzutragen ist) werden immer nur für das Jahr berücksichtigt, wo sie auch entstanden sind und bezahlt wurden (wenigstens die Rechnungen sollte es schon geben).
Zudem gilt auch beim Finanzamt eine spezielle "Belastungsgrenze" dafür und solche (zusätzlichen Gesundheits-) Kosten werden erst erstattet wenn sie darüber liegen.
Die ergibt sich aber anders als z.B. bei der KK für die Befreiung von Zuzahlungen, man darf also deutlich höher erst mal selber zahlen, damit man nicht so viel zurück bekommen muss.
Dagegen laufen schon seit Jahren Gerichtsverfahren (und die Steuerbescheide gelten daher in diesem Bereich als "vorläufig") aber bis das mal (womöglich zu Gunsten der Steuerzahler) anders geregelt wird, sind die Meisten wohl schon "weggestorben", die dann Ansprüche auf weitere (nachträgliche) Erstattungen haben könnten. (n)

Habe selbst mehrere solcher Bescheide noch liegen (aus besseren Zeiten, wo ich auch mal Einkommens-Steuer gezahlt habe), vor dem Letzten davon hatte ich auch eine (sehr) kostspielige Zahnsanierung (aber ganz bewusst) machen lassen, weil ich zum Abschied in die Rente auf Dauer ein wenig was von meinem AG bekommen hatte.

Das war (vom AG) schon großzügig versteuert worden und so hatte ich Hoffnung wenigstens einen Teil davon über die folgende Einkommens-Steuer-Erklärung zurück zu bekommen, sofern die Behandlung noch im gleichen Jahr beendet werden kann (und die Rechnungen dafür auch rechtzeitig vorliegen würden), es reichte sehr knapp und vom Finanzamt wurden die Zahlungs-Nachweise dafür NICHT eingefordert.

Sonst wäre es "Essig" gewesen denn bezahlen ging erst im neuen Jahr ... die letzte Teilrechnung war am 31.12. im Briefkasten gewesen ... es soll wohl dafür eine "Karenz" von 10 Tagen (also bis 10. Januar des Folgejahres) geben aber genau weiß ich das nicht. :icon_evil:

So bekam ich dann am Ende doch noch rund 50 % meiner Ausgaben (für die Zähne) erstattet, meine "Belastungsgrenze" dafür (so Finanz-Amt-technisch) wurde aber auch schön hoch angesetzt, weil ja die Sonderzahlung meiner Firma einberechnet war ... bei der KK waren wir zu der Zeit schon lange von den Zuzahlungen befreit ... das hatte aber dafür keine Bedeutung.

Auf den Rest warte ich geduldig weiter bis zu den laufenden Gerichtsverfahren mal entschieden wurde ... das wären dann auch noch einige Tausender ...
Ich kann immer nur grinsen, wenn die Zahnärzte "so locker" davon reden, dass man sowas doch "von der Steuer absetzen könne" und das schöne Lächeln sollte einem schon was wert sein ... :icon_laber:

Wer KEINE Steuern zahlen muss KANN auch NIX "absetzen", der muss sehen wie er das "schöne Lächeln" trotzdem (fast) komplett SELBER bezahlen kann (was die Kasse nicht als Regelleistung übernimmt) oder den Mund besser nicht (mehr) so weit "aufreißen" beim Lächeln ...
Keine Sorge ... "Härtefälle" bei der KK sind wir auch nicht, dafür sind unsere Jahres-Brutto-Renten rund 10 € zu hoch ... das kann man ja (langfristig) "ansparen" für das nächste "schöne Lächeln" ... :D

Wenigstens sind wir bis nächstes Jahr von der Abgabe einer Steuer-Erklärung befreit (waren seit der Berentung sowieso nur noch "NULL-Nummern") ... haben wir schriftlich vom Finanzamt ... aber auch NUR befristet ... könnte ja sein, wir kommen doch noch irgendwie zu Reichtum ... :icon_kinn:

MfG Doppeloma
 
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