Kann ich trotz Krankschreibung meinen Minijob weiter ausüben? (2 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Claudita62

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Guten Abend liebe Elo Mitglieder,
bin heute erstmal für vier Wochen von meinem behandelnden Arzt krankgeschrieben (Psychische Erkrankung etc). Die Krankmeldung wird sich aber voraussichtlich verlängern. Ich habe einen Minijob (Kinderbetreuung), die ich einmal die Woche für zwei Stunden ausübe. Dieser Minijob ist auch beim Jobcenter gemeldet.
Der Minijob beeinträchtigt nicht meine gesundheitlichen Probleme, eher sogar förderlich für meine Genesung.
Kann ich diesen Nebenjob weiter ausüben trotz AU, oder bekomme ich Schwierigkeiten mit dem Jobcenter.
Erstmal danke für Eure Rückmeldungen
 

Uhus

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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung schreibt dazu auf ihrer Seite:
Arbeitslose, die Arbeitslosengeld II (Grundsicherung für Arbeitssuchende – „Hartz IV“) beziehen, sind arbeitsunfähig, wenn sie krankheitsbedingt nicht in der Lage sind, mindestens drei Stunden täglich zu arbeiten oder an einer Eingliederungsmaßnahme teilzunehmen.
Quelle

Das SGB II kennt ebenfalls die Grenze von mindestens 3 h/Tag, wenn es um die vorhandene Erwerbsfähigkeit geht.

Theoretisch könnte man diesen Job, der die Genesung lt. @Claudita62 sogar befördert und der einmal pro Woche lediglich 2 Stunden in Anspruch nimmt, meines Erachtens während der attestierten Arbeitsunfähigkeit weiterhin ausüben.
 

ZynHH

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Aber sich über ne wub wundern.
Wenn der Job sich positiv auswirkt, gibt der Arzt ihr bestimmt eine Bescheinigung , das sie zwar Arbeiten kann, aber kurz beim jobcenter reingucken geht nicht.... sozusagen die Anti-Wub....:icon_neutral:


Arbeitslose, die Arbeitslosengeld II (Grundsicherung für Arbeitssuchende – „Hartz IV“) beziehen, sind arbeitsunfähig, wenn sie krankheitsbedingt nicht in der Lage sind, mindestens drei Stunden täglich zu arbeiten oder an einer Eingliederungsmaßnahme teilzunehmen.
Genau die Formulare für ALG 1 Erwerbslose und für ALG 2 Erwerbslose gibts ja nicht, darum fordern die Jobcenter ja immer die Wub.... und jetzt ist alles anders....
 

Uhus

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Aber sich über ne wub wundern.
Wenn der Job sich positiv auswirkt, gibt der Arzt ihr bestimmt eine Bescheinigung , das sie zwar Arbeiten kann, aber kurz beim jobcenter reingucken geht nicht.... sozusagen die Anti-Wub....:icon_neutral:
Ich kann dir nicht ganz folgen. Um einen Meldetermin, der vermeindlich nicht wahrgenommen werden kann, ging es der TE doch gar nicht.
 

ZynHH

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Ich kann dir nicht ganz folgen. Um einen Meldetermin, der vermeindlich nicht wahrgenommen werden kann, ging es der TE doch gar nicht.
Warum sollte TE denn sonst Probleme mit dem Jobcenter fürchten, wenn Sie die AUB dort nicht vorlegen will? Nur dann macht die Frage doch Sinn. Evtl. gibts auch versicherungsrechtliche Probleme, wenn ein AU geschriebener Arbeitnehmer trotz AU arbeitet....
 

Uhus

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Warum sollte TE denn sonst Probleme mit dem Jobcenter fürchten, wenn Sie die AUB dort nicht vorlegen will?
Das schrieb Sie gar nicht; das unterstellst du, dass sie die AUB dort nicht vorlegen will.

Warum hast Du Dir die Bescheinigung geben lassen, wenn Du doch weiter arbeiten möchtest?
Diese Frage hatte ich mir zunächst auch gestellt. Vermutlich fühlt sie sich weiteren Maßnahmen oder Jobs, die über diese 2 Stunden pro Woche hinausgehen, nicht gesundheitlich gewachsen. Ohne AUB müsste die TE schließlich für alles Mögliche und in Vollzeit dem Jobcenter zur Verfügung stehen.
 
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ZynHH

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Nein, du musst mal lesen und verstehen.
 

Uhus

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Der gesundheitsförderliche Mini-Job der TE (2 h/Woche) kollidiert während ihrer ärztlich attestierten AU zunächst einmal weder mit dem SGB II noch mit § 2 Abs. 3a der aktuellen Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses:
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die Leistungen zur Sicherung des Lebens-unterhalts nach dem SGB II (Grundsicherung für Arbeitsuchende – „Hartz IV“) beantragt haben oder beziehen, sind arbeitsunfähig, wenn sie krankheitsbedingt, nicht in der Lage sind, mindestens drei Stunden täglich zu arbeiten oder an einer Eingliederungsmaßnahme teilzunehmen.
Quelle

Valide Rechtsgrundlagen, die dagegen sprächen, wurden - zumindest bisher - keine vorgetragen. Aber vllt. liefert ja noch jemand Konkretes?
 
Zuletzt bearbeitet:

Claudita62

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Danke erstmal für die Rückmeldungen. Ich werde natürlich die AU dem Jobcenter vorlegen und auch Termine dort wahrnehmen. Ich bin aufgrund meiner gesundheitlichen Einschränkungen zur Zeit sehr eingeschränkt, was meine berufliche Arbeitsaufnahme betrifft, aber auf meinen Minijob keine Auswirkungen hat.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Das schrieb Sie gar nicht; das unterstellst du, dass sie die AUB dort nicht vorlegen will.


Diese Frage hatte ich mir zunächst auch gestellt. Vermutlich fühlt sie sich weiteren Maßnahmen oder Jobs, die über diese 2 Stunden pro Woche hinausgehen, nicht gesundheitlich gewachsen. Ohne AUB müsste die TE schließlich für alles Mögliche und in Vollzeit dem Jobcenter zur Verfügung stehen.
Du hast es perfekt beschrieben. Genau das ist mein Problem und SB geht darauf nicht ein.
 

ZynHH

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Ich werde natürlich die AU dem Jobcenter vorlegen und auch Termine dort wahrnehmen.
Okay, das ist der wichtige Satz. Dann sehe ich da auch keine Probleme. Dein Arzt sollte hinter dir stehen und das wissen.
Selbst wenn du der jc-sb nicht erzählen würdest ( war erst eine Überlegung von mir) , das du weiterhin arbeiten gehst, kommt das über due Anrechnung des Einkommens ja auf jeden Fall raus. Evtl. möchte das jc eine Bestätigung des Arztes, das der Job förderlich ist, Massnahmen aber nicht.

Ich drück dir die Daumen.
 
G

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Ich verstehe jetzt gerade nicht, wieso du a) überhaupt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mitgenommen hast und wieso du b) das Jobcenter darüber informieren willst.
Wirf den gelben Zettel doch einfach in den Papiermüll und gehe arbeiten.
 

Uhus

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Ich verstehe jetzt gerade nicht, wieso du a) überhaupt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mitgenommen hast und wieso du b) das Jobcenter darüber informieren willst.
Wirf den gelben Zettel doch einfach in den Papiermüll und gehe arbeiten.
Bitte lies zur Beantwortung deiner Fragen #11 von @Claudita62 .
 

Onkel Tom

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Danke erstmal für die Rückmeldungen. Ich werde natürlich die AU dem Jobcenter vorlegen und auch Termine dort wahrnehmen. Ich bin aufgrund meiner gesundheitlichen Einschränkungen zur Zeit sehr eingeschränkt, was meine berufliche Arbeitsaufnahme betrifft, aber auf meinen Minijob keine Auswirkungen hat.
...
Krank ist krank.. Sollte Dir bei deinem Minijob z.B. ein Unfall passieren, fliegt Dir
das mit der AU und paralell Arbeitsunfall heftigst um die Ohren. Ja, in dem Fall
darfst Du die Behandlungskosten des Arbeitsunfall sogar selbst blechen.
Weiter machst Du dich anbei beim JC bezüglich AU unglaubwürdig und ginge dann
auch mit einem Verlangen einer WUB los, was keinem Doc schmeckt sowas
ausstellen zu sollen.. Ich würde dann lieber auf die Ausübung des Minijob verzichten.
 

ela1953

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Ich hatte mal zwei Jobs.
30 Stunden im Büro und Zeitung zustellen mit 2. Steuerkarte.
Ich war krank geschrieben wegen Rücken.
Nässe, Kälte, Strecken, Bücken und schwer schleppen bekam mir gar nicht.
Ins Büro bin ich gefahren.
 

Claudita62

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Krank ist krank.. Sollte Dir bei deinem Minijob z.B. ein Unfall passieren, fliegt Dir
das mit der AU und paralell Arbeitsunfall heftigst um die Ohren. Ja, in dem Fall
darfst Du die Behandlungskosten des Arbeitsunfall sogar selbst blechen.
Weiter machst Du dich anbei beim JC bezüglich AU unglaubwürdig und ginge dann
auch mit einem Verlangen einer WUB los, was keinem Doc schmeckt sowas
ausstellen zu sollen.. Ich würde dann lieber auf die Ausübung des Minijob verzichten.
Warum brauche ich eine WUB, wenn ich die Termine im Jobcenter wahrnehmen werde.
 

Nena

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Warum brauche ich eine WUB, wenn ich die Termine im Jobcenter wahrnehmen werde.
Warum hast Du eine AU, wenn Du die Termin im JC wahrnehmen wirst?
Von der Verpflichtung, Dich zu bewerben, entbindet sie Dich nicht (automatisch). Eine Maßnahmezuweisung verhindert sie auch nicht.
Und sobald Du eine Zuweisung hast (oder gar ein Angebot eines Arbeitsvertrags), kannst Du Dich immer noch AU schreiben lassen.
 

Lucky Luke

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Krank ist krank.. Sollte Dir bei deinem Minijob z.B. ein Unfall passieren, fliegt Dir
das mit der AU und paralell Arbeitsunfall heftigst um die Ohren. Ja, in dem Fall
darfst Du die Behandlungskosten des Arbeitsunfall sogar selbst blechen.
Das stimmt so nicht; diese Ansicht ist ein weitverbreitetes "Märchen"... Ein Arbeitnehmer kann jederzeit, auch wenn er sich innerhalb einer sog. "Krankschreibung" befindet, seine Arbeit wieder aufnehmen, wenn er sich gesundheitlich dazu wieder in der Lage fühlt.

Die AUB eines Arztes bzw. die Dauer derselben stellt lediglich eine Prognose dar, wie lange der Erkrankte voraussichtlich zur Genesung benötigt.

Der Kranke muss sich auch nicht "gesundschreiben" lassen; es entstehen ihm keinerlei (z.B. versicherungstechnische) Nachteile aus der Tatsache, dass er VOR Ende seiner AUB wieder zur Arbeit geht...

Dies entbindet den AG jedoch selbstverständlich nicht von seiner Fürsorgepflicht. Extrembeispiel: ein Lebensmittelbetrieb darf einen Magen/Darmerkrankten NICHT arbeiten lassen, bevor die Erkrankung nicht völlig ausgeheilt ist. Diese Konstellation dürfte aber eher selten vorkommen.

Weiter machst Du dich anbei beim JC bezüglich AU unglaubwürdig und ginge dann
auch mit einem Verlangen einer WUB los, was keinem Doc schmeckt sowas
ausstellen zu sollen.
DAS steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt, hier kann ich Onkel Tom nur zustimmen!

Wasch' mir den Pelz, aber mach' mich nicht nass ist selten eine gute Vorgehensweise.
 

Onkel Tom

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Hüstel..

Ich habe anbei von der Möglichkeit eines Arbeitsunfall geschrieben..
Was glaubt ihr, wie die BG darauf reagiert, wenn sie feststellt, das
Unfallopfer gegenwärtig krank geschrieben war ? Böses Ding..
Die KK würde auch anbei Stunk machen..

Ist die Glaubwürdigkeit einer AU wegen sowas dahin, kommen JCs
gern darauf, künftig eine WUB zu verlangen und erkennen die gelbe
Fahne allein nicht mehr an.

Auf den Verzicht der Ausübung des Minijob während einer AU-Zeit
war ja auch nur ein Ratschlag. Was Threadstarter daraus macht,
ist deren Entscheidung ;)
 

ZynHH

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Ich habe anbei von der Möglichkeit eines Arbeitsunfall geschrieben..
Was glaubt ihr, wie die BG darauf reagiert, wenn sie feststellt, das
Unfallopfer gegenwärtig krank geschrieben war ? Böses Ding..
Die KK würde auch anbei Stunk machen..
Das ist tatsächlich nicht so. Ich dachte das auch. Aber wenn du z.B. 2 unterschiedliche jobs hast, kannst du tatsächlich für den einen Krank sein und für den anderen nicht. Du darfst dich natürlich nicht in dem einen Job AU melden, um im anderen Job mehr zu arbeiten zu können. Grundsätzlich hat Lucky das richtig beschrieben. Du bist auch vollständig versichert.
 

Lucky Luke

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Ich habe anbei von der Möglichkeit eines Arbeitsunfall geschrieben..
Was glaubt ihr, wie die BG darauf reagiert, wenn sie feststellt, das
Unfallopfer gegenwärtig krank geschrieben war ? Böses Ding..
Die KK würde auch anbei Stunk machen..
Möchte keinen Stress machen und das Thema schreddern und empfehle daher, mal nach "Arbeiten während Krankschreibung" zu googeln, bzw. nach "Arbeitsverbot während Krankschreibung".

Da wird das z.B. bei praktischarzt.de ganz gut erklärt....

Weder BG noch GKV würden - auch bei einem Arbeitsunfall - Regressforderungen stellen.

OT Ende 😎
 

Claudita62

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Das ist tatsächlich nicht so. Ich dachte das auch. Aber wenn du z.B. 2 unterschiedliche jobs hast, kannst du tatsächlich für den einen Krank sein und für den anderen nicht. Du darfst dich natürlich nicht in dem einen Job AU melden, um im anderen Job mehr zu arbeiten zu können. Grundsätzlich hat Lucky das richtig beschrieben. Du bist auch vollständig versichert.
So habe ich das auch im Internet gelesen. Aufgrund meiner gesundheitlichen Einschränkungen bzw. AU könnte ich in.meinem Berufsfeld nicht arbeiten, aber zwei Stunden Kinderbetreuung pro Woche bzgl. meiner Indikation sind kein Problem lt. Aussage vom behandelnden Arzt.
 

ZynHH

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So habe ich das auch im Internet gelesen. Aufgrund meiner gesundheitlichen Einschränkungen bzw. AU könnte ich in.meinem Berufsfeld nicht arbeiten, aber zwei Stunden Kinderbetreuung pro Woche bzgl. meiner Indikation sind kein Problem lt. Aussage vom behandelnden Arzt.
Wie bereits gesagt, @Claudita62 , es könnte sein, das das jc das vom Arzt noch schriftlich möchte. Gute Besserung weiterhin. ;)
 
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