Kann ich Teile eines Coachingangebotes ablehnen ?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Buerosklave

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 November 2012
Beiträge
480
Bewertungen
648
Hallo,
ich bin seit Anfang Januar 2021 im ALG2-Bezug. Da ich in der Nähe einer technischen Uni wohne und gesundheitlich etwas eingeschränkt bin (psychisch und körperlich), ist es nicht sonderlich einfach für mich, einen Job in der IT-Branche zu finden, in der ich ausgebildet wurde. Eine EGV habe ich zwar, diese ist aber relativ harmlos und hat als Ziel die Eingliederung als Fachinformatiker. Nun, ich weiß wohl selbst aufgrund meiner bisherigen Bewerbungserfahrungen, welche Defizite ich hinsichtlich Kenntnissen habe und habe daher bei meiner FM nach einer geeigneten Fortbildung angefragt. Diese möchte es aber erstmal mit einem Coaching probieren, bevor sie den passenden Fortbildungskurs rausrückt. Bisher ist auch nur von freiwilliger Teilnahme die Rede. Sprich: ich habe keine Zuweisung für so ein Coaching. So weit, so schlecht.
Die FM nannte mir 2 Träger in meiner Nähe, bei denen ich wegen einem Angebot für ein Coaching anfragen sollte und ein Träger schickte mir auch eins, von dem ich nicht sonderlich angetan bin (siehe Anhang):
  • Ermittlung von positiven und negativen Stressfaktoren, Stressbewältigung / Erarbeiten realistischer beruflicher Perspektiven / Ideen für die Zukunft entwickeln => Ich komme gerade erst aus einer stationären psychosomatischen Akuttherapie, wo genau das gemacht wurde. Ich hab keinerlei Interesse daran, dass da schon wieder irgendein dahergelaufener Coach an den Ergebnissen herumpfuscht.
  • Informationen zu potenziellen Ausbildungsberufen/Tätigkeiten einholen ==>Ich werde in einigen Wochen 46 ...ich werde gewiss nach 2 Berufsausbildungen in meinem Alter nicht nochmal eine weitere anfangen.
  • Erstellen der Bewerbungsunterlagen entsprechend Stellenrecherche => Hab ich erst im Oktober bei meiner letzten Maßnahme gehabt und bin auch ganz zufrieden damit
  • Möglichkeiten der Arbeits- bzw. Ausbildungsplatzsuche (Jobbörse, Tagespresse etc)=>ähm..ich bin nicht zum ersten Mal arbeitslos, ich brauch bestimmt keine Einweisung in die Benutzung der Jobbörse
  • Online-Versenden der erstellten Bewerbungsunterlagen =>Als ausgebildeter IT'ler bin ich sicher in der Lage, eine E-Mail zu verschicken
  • Möglichkeiten der Eigenmotivation / Motivationstiefs überwinden =>Siehe Punkt 1. Ich komme gerade aus der Klinik,wo das ein Thema war und bin auch weiterhin in psychologischer Behandlung...ich hab keinen Bock, irgendeinen "Coach" an den bisher erreichten Erfolgen herumpfuschen zu lassen.
  • Vorstellung der Tätigkeit als Betreuungsfachkraft / Anlagenbediener / Callcenteragent / Hausmeister =>sowas habe ich in der Vergangenheit schon gemacht und bin gnadenlos gescheitert, weil ich´s körperlich bzw psychisch nicht durchgehalten habe. Insbesondere in ein Callcenter kriegen mich keine 10 Pferde mehr.
  • Der einzige Punkt, dem ich zustimmen würde, wäre der Teil mit dem Kommunikationstraining, da Vorstellungsgespräche für mich ein echter Stressfaktor sind und ich nie so recht weiß, wie ich mich verhalten soll.

    Der langen Rede kurzer Sinn: nachdem ich dem Träger, von dem dieses Angebot stammte, mitgeteilt habe, was ich von diesen Inhalten halte, hat er mir sinngemäß mitgeteilt, dass sich die Inhalte wohl nicht mit meinen Voraussetzungen vereinbaren lässt und mich daher als Teilnehmer abgelehnt. Anders ausgelegt: die sind sauer, dass sie an mir zu wenig verdienen, weil ich nicht alles mitmachen will.

    Meine Fragen: sind solche Angebote tatsächlich freiwillig oder könnte ich sanktioniert werden,wenn ich sage "Nö, ich will das nicht!" ? Meine FM behauptet ja, es sei freiwillig, aber wer länger in der "Obhut" des JC ist, weiß ja, wieviel von JC-Aussagen zu halten ist.
 

Anhänge

  • Ge_Akt_Empf_indiv_Coaching_PW.pdf
    243,3 KB · Aufrufe: 98

JobcenterAffe

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
16 Mai 2017
Beiträge
895
Bewertungen
1.025
"Der Kandidat hat Null Punkte". :) - Na, hoffentlich bekommt das Ergebnis das JC nicht zu sehen. Eigentlich 'ne Unverschämtheit von denen (dem Veranstalter).
 

Buerosklave

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 November 2012
Beiträge
480
Bewertungen
648
Der ganze Wisch liest sich insgesamt, als sei er für Jugendliche vorgesehen, die gerade die Schule abgeschlossen/geschmissen haben und nun nicht wissen, wie es weitergeht, da sie auch keine Ausbildung bekommen haben. Meine FM kennt meine Meinung zu dem o.g. Punkten übrigens und stimmt mir da auch weitestgehend zu.
 

akaKnut

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
9 Juli 2020
Beiträge
799
Bewertungen
1.015
Diese möchte es aber erstmal mit einem Coaching probieren, bevor sie den passenden Fortbildungskurs rausrückt.

Auf gut Deutsch: SB will eine Maßnahme verteilen, die verteilt werden will, deine Fortbildung ist ihr völlig Wumpe.
Solange da allerdings keine Zuweisung im Raum steht, brauchst du dir erstmal keine Sorgen über Sanktionen zu machen.
Um solchen Begehrlichkeiten vorzubeugen, würde ich auch aktiv die passende Fortbildung suchen, ansprechen und entsprechend insistieren. Nach meinem Eindruck weisst du selber, was du willst und kannst dich auch entsprechend artikulieren. Ich wünsche dir viel Erfolg!
 

Buerosklave

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 November 2012
Beiträge
480
Bewertungen
648
Um solchen Begehrlichkeiten vorzubeugen, würde ich auch aktiv die passende Fortbildung suchen, ansprechen und entsprechend insistieren. Nach meinem Eindruck weisst du selber, was du willst und kannst dich auch entsprechend artikulieren. Ich wünsche dir viel Erfolg!
Genau das habe ich gemacht. Sie weiß also, welche Maßnahme ich für angemessen halte. Sie deutete mir am Telefon aber, dass scheinbar die Kostenfrage der springende Punkt ist. Die Maßnahme,ich ich gerne hätte, kostet mal eben 6000€ und die würden ihre Vorgesetzten wohl gerne sparen (hat mir damals die Vermittlerin beim ALG1 schon gesagt, dass Maßnahme ab einem gewissen Kostenpunkt immer erst von den Vorgesetzten abgesegnet werden müssen).
 

Holler2008

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
13 Dezember 2008
Beiträge
2.579
Bewertungen
2.001
Aus meiner Sicht bringt dich die Maßnahme nicht näher an deine Fortbildung, sondern soll dich von deinem teuren Wunsch ablenken. Ich ließe mich nicht darauf ein.
 

Buerosklave

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 November 2012
Beiträge
480
Bewertungen
648
Aus meiner Sicht bringt dich die Maßnahme nicht näher an deine Fortbildung, sondern soll dich von deinem teuren Wunsch ablenken. Ich ließe mich nicht darauf ein.
Das fürchte ich leider auch. Morgen soll ich bei dem 2.Träger zum "Beratungsgespräch", ich rechne aber nicht damit, dass das Coaching dort anders aussehen soll. Das Einzige, was da halbwegs interessant wäre, wäre das "Kommunikationstraining", speziell hinsichtlich Vorstellungsgesprächen. Denn bisher hab ich gefühlt so alles ausprobiert, was hinsichtlich Vorstellungsgesprächen irgendwo mal zu lesen/hören war: gnadenlos ehrlich, dem Chef was vom Pferd erzählt, übertrieben selbstbewusst, eher demütig...aber ich bin einfach kein guter Lügner, so dass man es mir wohl anmerkt, wenn ich nicht die Wahrheit sage.
 

akaKnut

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
9 Juli 2020
Beiträge
799
Bewertungen
1.015
Die Maßnahme,ich ich gerne hätte, kostet mal eben 6000€ und die würden ihre Vorgesetzten wohl gerne sparen

Keine Ahnung, was die JC-Bullshitmaßnahmen so kosten, aber für die Summe bekäme sie eben vielleicht 2, 3 oder noch mehr Leute aus der Statistik und das zählt für sie mehr, als der eine, der die Chance auf einen guten Job bekäme und damit evtl dauerhaft aus der Hilfebedürftigkeit fällt und damit die Hilfe bekommt, für die das JC eigentlich da ist. Der Fehler liegt im System.
Ich habe aber leider keine Idee, wie man da effektiver Druck machen könnte, außer, immer wieder konkret nachzuhaken. Tut mir leid.
 

Stauer

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
23 Januar 2019
Beiträge
1.358
Bewertungen
4.491
Die Maßnahme,ich ich gerne hätte, kostet mal eben 6000€ und die würden ihre Vorgesetzten wohl gerne sparen (hat mir damals die Vermittlerin beim ALG1 schon gesagt, dass Maßnahme ab einem gewissen Kostenpunkt immer erst von den Vorgesetzten abgesegnet werden müssen).
Da hat sie mal ausnahmsweise nicht gelogen. Ab 5000,-€ müssen die genehmigt werden. Es liegt also nicht mehr im Ermessensspielraum.
 

Claus.

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 November 2010
Beiträge
2.317
Bewertungen
1.274
:icon_lol::laughing::icon_lol:

... mein Beileid zu der Tante. Also, nicht beleidigt sein, ich lach nur weil ich nicht selber betroffen bin. -> Hau das Ding komplett über den Jordan.

Meiner Meinung nach ist der alles entscheidende Text gleich ganz oben hinter dem Aufhänger "Maßnahme:" zu finden:
Individuelles Coaching zum Perspektivwechsel.

Die Transuse hat wohl exakt null-komma-null Ahnung; von nichts ´ne Ahnung - und von IT erst recht nicht.
Hier scheint es mal wieder rein gelaufen zu sein vonwegen "die Alten sagen generell daß se mit Computer nichts am Hut haben", "und die Jungen sagen generell daß se irgendwas mit Computer machen wollen".

Dann lernen die "Alten" eben gegen ihren Willen wie man einen Computer einschaltet. Und die "Jungen" dürfen halt gegen ihren Willen "irgendwas" mit Computer machen, wie z.B. mal so ein komisches neumodisches Tablett kurz in der Hand halten.

Derweil gehört der ´Fachinformatiker´ bereits zu den erst im Jahr 2000 (1998-2000-2002 ?) neu eingeführten IT-Berufen. Und grad der ´ - informatiker´ hatte von Anbeginn an einen guten Realschulabschluß mit eher sogar Tendenz zu einem (Fach-) Abi als Einstellungsvoraussetzung. Da ist bei weitem nicht ein jeder Hanswurst genommen worden ... die ausbildenden Firmen mussten eher aufpassen daß se nicht in den Bereich der lebensunfähigen Vollnerds schlittern.

Denn es gibt derer ja 3 (genaugenommen sogar 6) neue IT-Berufe. 3x Hwk, 3x IHK; m.W.n. alle über 3 1/2 Jahre gehend - weil (steht sogar irgendwo so in den Begründungen drin) eine nur 36-monatige Ausbildung für den Stoffumfang viel zu kurz wäre. [Ich halte das ja für den Versuch, eine gar 4-jährige Ausbildungszeit einzuführen ... was aber m.M.n. gottseidank dann grad noch gescheitert ist]. Von dem versteht man auch, warum die Absolventen der ´max. 24-Monate´ -Afa-Schnellausbildungen anscheinend/offensichtlich so dermaßen oft keinen Fuß auf die Erde bekommen.
Der ´Fachinformatiker´ ist zudem, nehmen wir einfach mal an daß der Ausbildungsrahmenplan tatsächlich durchgezogen wurde/wird, auch noch der anspruchsvollste der 3 (6) "neuen" IT-Berufe. Der ´ - informatiker´ klingt nicht nur nach Informatiker, sondern geht auch sehr schwer in die Richtung.

Der Ausbildungsabschnitt ´Elektrofachkraft´ ist bei dem m.W.n. weggefallen, was eigentlich schade ist. Dafür kam eine Grundausbildung in "PC zusammenbasteln". Viel kaufmännischer Schrott. Gute Grundlagen in Projektmanagement. Kennt sich der Fachinformatiker auch in Netzwerkmangement /-betrieb /-installation /-einrichtung aus? Und natürlich Software ... viel Software ... und ausgewachsene Programmiergrundkenntnisse. >Ich bin ein Link<.

Du kannst nichts dafür daß für die Arbeit, und noch weitaus weniger, heutzutage eher gescheiterte Uniabsolventen eingesetzt werden. So Typen vonwegen ´ein Punkht weniger und es währe noch nicht mal ein Bachellor-Abschlus´ geworden.
Das hat recht wenig mit Können zu tun. Eher damit daß sich Wirtschaftsminister und ähnliches vielleicht doch besser nicht in die Wirtschaft, Ausbildungsordnungen, usw., einmischen sollten - außer zum ggf. endlich mal aufzuräumen. Und eher damit daß es scheinbar jede Menge Personaler gibt, die es für ein Unternehmen vorteilhaft finden wenn möglichst viele "Akademiker" in dem angestellt sind. Und zudem scheinen gescheiterte "grad-noch-so-geschafft" -Uniabsolventen einfacher handzuhaben zu sein ... .

Das Einzige, was da halbwegs interessant wäre, wäre das "Kommunikationstraining",
Vergiss es. Muddu irgendwie anderst machen.

Schon deshalb weil für dieses Modul 3 Tage / 24 UE vorgesehen sind. Und für das nachfolgende gleich nochmal 3 Tage / 24 UE.
Bei dem 2.ten Modul ham se dann doch etwas zu dick aufgetragen. Oder glaubt tatsächlich jemand daß man dort lernen könnte, wie man Anträge auf Alg II - Mehrbedarfe /Einkommenssteuerrückerstattung /Kindergeld /usw. usw. usw. ausfüllt /stellt /erfindet? Das Schlüsselelement ist auch da "Vermittlung in regionale Unterstützungs-Netzwerke", also suche eigenständig die Adresse von der örtlichen Tafel raus und ob es ggf. ein Fahrrad-"Sozialprojekt" gibt - Zeit 1 Tag. Und "Unterstützung bei Mobilitätsproblemen", also überlege eigenständig [ohne mir auf die ... zu gehen] warum du auf Bus und Bahn angewiesen bist - Zeit ebenfalls 1 Tag.
Sowas nennt sich neudeutsch "Selbstlerncenter".

Das "Kommunikationstraining" durfte ich auch schon mal absolvieren. Da sitzt man tatsächlich mal einem Menschen gegenüber; nämlich doch glatt mal "seinem" Dozenten. Also dem genaugenommen selber arbeitslosen "selbstständigen" "Dozenten", der sich nur wegen der natürlich ausschließlich jetzt grad angespannten wirtschaftlichen Lage zu dem herablassen muß ... und den man ja "eigentlich" eh schon jeden Tag [8 Stunden lang] sieht - oder sehen würde wenn [ja wenn ...^^] .
Also ich zumindest weiß ja nicht so recht ob es wirklich so "förderlich" ist, daß das "Kommunikationstraining" wohl als bestanden gelten kann wenn man es doch glatt geschafft hat, nicht versehentlich über den Schreibtisch zu springen und den [Gegenüber] windelweich zu hauen. Obwohl er/sie/es es definitiv verdient hätte.

Wie "tiefgründig" die hier angetragene Maßnahme ist, sieht man nicht zuletzt schon auch an dem Gewäsch im letzten Absatz. Das ist ja richtig erschreckend peinlich ...
Allein schon daß die Datev und SAP unter "kaufmännisch" subsumieren. Und wie wenn das nicht eh schon reichen würde, sehen die hier auch glatt gar noch 10 Tage als "ausreichend" an. Dann glaube ich eher, daß die so "nett" sind, gleich alle 6 Vorstellungen gesammelt in den 10 Tagen zu machen.

Als ausgebildeter IT'ler bin ich sicher in der Lage, eine E-Mail zu verschicken
Würd´ mich echt mal interessieren warum ausgerechnet IT´ler so gerne null Ahnung von Datenschutz haben, null Ahnung davon wann eine Email "ok" ist und wann ganz sicher nicht; Stichwort z.B. ´Rechtskraft´. Und warum sie ihr verfluchtes Telefon so dermaßen iiiiiiiibel lieben.

:biggrin: Die allermeisten IT´ler sind doch schon deshalb in die IT gegangen, weil sie genau wussten daß Radiosprecher /Heiratsschwindler /Staubsaugervertreter /Versicherungsnervkopf u.ä. aber sowas von kein Job für sie wäre. Und dann hängen so ein paar Exemplare^^ trotzdem den ganzen Tag über am Telefon ... .
Sowas geht in der Technik (zumindest wenn man mal davon absieht daß es auch da schon oft genug schief geht). Nur reicht es unter Fachleuten regelmäßig aus, dreimal zu grunzen, und schon weiß der andere was gemeint ist. Aber wie kommt bitteschön ein solchermaßen (Geschwafel-) untrainierter IT´ler auf die Idee, es "auch jederzeit" mit einer auf am-Telefon-über-den-Tisch-zieh-ausgebildeten "Fallmanagerin" aufnehmen zu können? Das kann doch nur schief gehen.

Ein Ergebnis ist halt, daß nicht gesagt wurde^^ daß es abgesehen vom Ziel der Statistikverschönerung keinen Grund gibt, jemanden in ein Coaching zu stecken wenn er die letzte MAT erst im Oktober beendet hat.

Ein weiteres Ergebnis ist, daß nicht gesagt wurde^^ daß die Chancen auf die gewünschte Fortbildung so oder so bei höchstens 10% liegen. Alg II und Fortbildung sind nunmal so zwei Sachen die lt. gewissen JC-"Fachkräften" nur begrenzt zusammenpassen. Dazu kommt daß die JC´s für ihre ach so allerhöchst qualitativ wertvollen Maßnahmen bestenfalls 130€ die Woche zahlen; damit ist der gecoachte ebenfalls eine Zeit lang aus der Statistik.

Mein Tip: hör auf denen zu erzählen was du von dem Krampf hältst; lasse die stattdessen öfter mal auflaufen indem du einfach schweigst; und hör vor allem damit auf dich in eine Verweigerungs-Ecke drängen zu lassen - wir verweigern nicht, dürfen wir schlicht nicht, sondern wir äußern Bedenken daß das Superduperding "nur wenig" [und damit zu wenig] passgenau erscheint.
 

Buerosklave

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 November 2012
Beiträge
480
Bewertungen
648
Da ist bei weitem nicht ein jeder Hanswurst genommen worden ... die ausbildenden Firmen mussten eher aufpassen daß se nicht in den Bereich der lebensunfähigen Vollnerds schlittern.

Naja...gegen die Vollnerds ist ja nichts einzuwenden. Man sollte halt als Chef bedenken, dass nicht jeder für jeden Themenbereich gleich gut geeignet ist. Es gibt Leute, die in technischer Hinsicht ein As sind, aber die es grausam finden, mit ihren Mitmenschen außerhalb der Firma agieren zu müssen. Dabei denke ich speziell an sowas wie Kundenberatung usw.

Von dem versteht man auch, warum die Absolventen der ´max. 24-Monate´ -Afa-Schnellausbildungen anscheinend/offensichtlich so dermaßen oft keinen Fuß auf die Erde bekommen.

Landläufig auch Umschulungen genannt. Hab ich damals auch gemacht,so bin ich zu meinem Abschluß gekommen. Ich muss allerdings dazu sagen,dass ich etwa 70% der dort vermittelten Kenntnisse auch vorher schon hatte. Wir hatten aber auch einige Leute dabei, die tatsächlich eher aus der Kategorie "Zocker" stammten und tatsächlich solche Begriffe wie DNS, Active Directory, VPN usw noch nie gehört hatten.

Der ´Fachinformatiker´ ist zudem, nehmen wir einfach mal an daß der Ausbildungsrahmenplan tatsächlich durchgezogen wurde/wird, auch noch der anspruchsvollste der 3 (6) "neuen" IT-Berufe. Der ´ - informatiker´ klingt nicht nur nach Informatiker, sondern geht auch sehr schwer in die Richtung. Der Ausbildungsabschnitt ´Elektrofachkraft´ ist bei dem m.W.n. weggefallen, was eigentlich schade ist. Dafür kam eine Grundausbildung in "PC zusammenbasteln". Viel kaufmännischer Schrott. Gute Grundlagen in Projektmanagement. Kennt sich der Fachinformatiker auch in Netzwerkmangement /-betrieb /-installation /-einrichtung aus? Und natürlich Software ... viel Software ... und ausgewachsene Programmiergrundkenntnisse.

Ich kann natürlich nur für die Umschulung sprechen, die ich gemacht habe. Da lag der Fokus extrem auf dem technischen Bereich. Der ganze kaufmännische Bereich oder der Bereich Projektierung von Systemumgebungen wurde weitestgehend ausgeklammert. Im Grunde wurden die Teilnehmer darauf hingetrimmt, gemäß einer fertigen Planung tatsächlich eine Systemumgebung aufzubauen, wie man diese Planung selbst durchführt, davon wurde nichts gelehrt. Nicht falsch verstehen: ich rede hier nicht von Planungen im Stil von "Wir wollen 2 neue Büros einrichten, was brauchen wir denn an Hardware?" (das ist einfach Grundwissen jedes Fachinformatikers), sondern eher in der Größenordnung von "Wir wollen ´ne 2000-Mann-Firma von Grundauf aufbauen, entwickle mal eine IT-Infrastruktur!". Will sagen: die Ausbildung war eher auf die Bedürfnisse einer Person zugeschnitten, die später mal den Systemadmin in einer mittelständischen Firma machen soll.

Du kannst nichts dafür daß für die Arbeit, und noch weitaus weniger, heutzutage eher gescheiterte Uniabsolventen eingesetzt werden. So Typen vonwegen ´ein Punkht weniger und es währe noch nicht mal ein Bachellor-Abschlus´ geworden.

Ich kenne einige dieser Exemplare davon. Nichts gegen Uniabsolventen, aber in der Regel sind das reine Theoretiker, die zumindest vom Tätigkeitsbereich eines Fachinformatikers für Systemintegration (=Systemadmin) meist nicht sonderlich viel Ahnung haben oder nur deswegen,weil sie sich privat mit solchen Sachen beschäftigen. Dafür sind sie oft mit einer atemberaubenden Überheblichkeit ausgestattet.
Im Grunde ist es so ähnlich wie auf dem Bau: Architekten sind oft auch überheblich und glauben, gestandenen Maurermeistern das Arbeiten beibringen zu können, obwohl sie selbst Null Ahnung von der Praxis haben.


Und eher damit daß es scheinbar jede Menge Personaler gibt, die es für ein Unternehmen vorteilhaft finden wenn möglichst viele "Akademiker" in dem angestellt sind. Und zudem scheinen gescheiterte "grad-noch-so-geschafft" -Uniabsolventen einfacher handzuhaben zu sein ...

Oh ja. Gerade Personaler leben bei Stellenausschreibungen häufig nach dem Motto "Viel hilft viel". Zumindest was IT-Jobs angeht. Merkt man besonders daran, dass sich eine Stellenausschreibung dann gerne mal nach "Eierlegende Wollmilchsau" liest. In dem Fall kann man davon ausgehen, dass der Personaler in der ihnen oft innewohnenden Arroganz mal wieder nicht an die Fachabteilung gewandt hat, um zu erfahren was gebraucht wird, sondern selbst ein "Best of" aus verschiedenen Jobbeschreibungen aus dem Internet zusammengebastelt haben. Die Stellenanzeige für meinen letzten Job las sich übrigens auch so. Von den Fähigkeiten, die ich in der Anzeige gefordert wurden, brauchte ich tatsächlich höchstens 30%.

Bei dem 2.ten Modul ham se dann doch etwas zu dick aufgetragen. Oder glaubt tatsächlich jemand daß man dort lernen könnte, wie man Anträge auf Alg II - Mehrbedarfe /Einkommenssteuerrückerstattung /Kindergeld /usw. usw. usw. ausfüllt /stellt /erfindet?

Wie ich in einem anderen Posting hier in diesem Thread schon schrieb, macht das ganze Angebot ein bißchen den Eindruck,als sei es für Jugendliche konzipiert, die gerade mit der Schule fertig geworden und die noch keinen Plan haben, wie es im Leben/Berufsleben läuft. Solche Späße wie Anträge etc hat nämlich jeder, der schon etwas älter ist, schonmal irgendwann ausgefüllt.


Das Schlüsselelement ist auch da "Vermittlung in regionale Unterstützungs-Netzwerke", also suche eigenständig die Adresse von der örtlichen Tafel raus und ob es ggf. ein Fahrrad-"Sozialprojekt" gibt - Zeit 1 Tag. Und "Unterstützung bei Mobilitätsproblemen", also überlege eigenständig [ohne mir auf die ... zu gehen] warum du auf Bus und Bahn angewiesen bist - Zeit ebenfalls 1 Tag.

Das erinnert sehr an die letzte Sinnlosmaßnahme, die ich absolvieren durfte (das ist Gottseidank schon einige Jahre her, in denen ich nicht Gast des JC war). Schon echt "toll",wenn man tatsächlich drüber nachdenken soll, warum man auf Bus oder Bahn angewiesen ist....die Antwort kann wohl jeder wie aus der Pistole geschossen liefern: Kein Führerschein, kein Auto, gesundheitliche Einschränkungen usw usw. Ändert halt nur an der Lage des "Kunden" nichts. So wirklich auf die Ketten gehen mir dann immer irgendwelche von diesen Maßnahmeveranstaltern scheinheilig ins Feld geschobenen "Abhilfe-Vorschläge" á la "Fahrgemeinschaften bilden". Ahja...und was ist, wenn die Person, mit der man täglich mitgefahren ist, den Job wechselt, Urlaub hat, Krankgeschrieben ist usw ? Will sagen: solche Sachen haben praktisch immer irgendwo einen Haken.


Das "Kommunikationstraining" durfte ich auch schon mal absolvieren. Da sitzt man tatsächlich mal einem Menschen gegenüber; nämlich doch glatt mal "seinem" Dozenten. Also dem genaugenommen selber arbeitslosen "selbstständigen" "Dozenten", der sich nur wegen der natürlich ausschließlich jetzt grad angespannten wirtschaftlichen Lage zu dem herablassen muß. ... und den man ja "eigentlich" eh schon jeden Tag [8 Stunden lang] sieht - oder sehen würde wenn [ja wenn ...^^] .

Stimmt auch wieder. Ich hab ja nun schon mehrere Maßnahmen gemacht und wenn ich irgendwelche Gemeinsamkeit zwischen den ganzen Dozenten festgestellt habe, dann die, dass die fachlich fast immer als Bodensatz zu betrachten sind, aber praktisch immer große Klappe haben, wie begehrt sie denn in der freien Wirtschaft seien. Nun, ich habe (lange vor Corona) mal bei einem Maßnahmeträger die Verträge für freie Dozenten gesehen....für 16-18€/h würde wohl KEIN Dozent,der tatsächlich angeblich so begehrt in der Wirtschaft ist, freiwillig die Zeit bei einem Maßnahmeträger totschlagen.


Allein schon daß die Datev und SAP unter "kaufmännisch" subsumieren. Und wie wenn das nicht eh schon reichen würde, sehen die hier auch glatt gar noch 10 Tage als "ausreichend" an. Dann glaube ich eher, daß die so "nett" sind, gleich alle 6 Vorstellungen gesammelt in den 10 Tagen zu machen.

Genau das tun sie m.E. auch. Rechnerisch also 1,66 Tage pro Beruf. Nun, ich kann nicht für diesen Datev/SAP-Kram sprechen (denn davon habe ich keinen Plan), aber irgendwie bezweifle ich, dass man tatsächlich soviel Zeit braucht, um jemandem die Tätigkeit als Callcenteragent oder Hausmeister schmackhaft machen zu können.


Würd´ mich echt mal interessieren warum ausgerechnet IT´ler so gerne null Ahnung von Datenschutz haben, null Ahnung davon wann eine Email "ok" ist und wann ganz sicher nicht; Stichwort z.B. ´Rechtskraft´.

Rechtliche Aspekte sind IT'lern oft suspekt, weil sie aus praktischer Erfahrung wissen, dass man seinen Beruf oft gar nicht ausüben kann, wenn man tatsächlich ALLES beachten sollte, was es zu beachten gäbe. Und was den Versand von Bewerbungen angeht, so werden die ganz einfach deswegen so versand,weils die Firma so haben will.


Und warum sie ihr verfluchtes Telefon so dermaßen iiiiiiiibel lieben.

IT'ler sind "Kellerkinder"..sie mögen es nicht sonderlich, aus ihrem "Kabuff" rauskommen zu müssen, sondern versuchen möglichst alles, auf elektronischem Wege zu erledigen, auch wenn sie auf direktem Wege sogar schneller wären. Für mich selbst ist das Telefon übrigens ein Horrorobjekt. Ich geh dran, wenn es klingelt, aber ich selbst rufe nur dann irgendwo an, wenn es gar nicht anders geht, sondern bevorzuge tatsächlich eMails. Schon aus Beweisgründen. Was am Telefon vereinbart wurde, kann ich anschließend nicht belegen...was in der E-Mail stand schon.
Der Witz an der Sache: Obwohl ich das Telefon eigentlich hasse, habe ich sogar mal in einem Callcenter gearbeitet. Der Abneigung vom Telefon hat das aber keinen Abbruch getan..im Gegenteil, ich bin noch dünnhäutiger geworden,wenn ich selbst von irgendwelchen Callcentern angerufen werde. Will sagen: Ich hab früher ungern telefoniert und es ist durch diesen Job nicht unbedingt besser geworden.


Mein Tip: hör auf denen zu erzählen was du von dem Krampf hältst; lasse die stattdessen öfter mal auflaufen indem du einfach schweigst; und hör vor allem damit auf dich in eine Verweigerungs-Ecke drängen zu lassen

Wie lassen sich diese beiden Sachen vereinbarn ? Ich will auf jeden Fall vermeiden, in so eine Maßnahme gesteckt zu werden, deren Inhalte mir fast ausnahmslos defacto nichts bringen. Wenn ich die Klappe nicht aufmache, finde ich mich plötzlich dort wieder und mein Schweigen wird gerade deswegen als Verweigerung ausgelegt.
 

grün_fink

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
3 Juli 2019
Beiträge
4.667
Bewertungen
9.847
Meine Meinung dazu ist, dass wenn du dich auf diese Maßnahme einlässt, das den Therapieerfolg zunichte machen wird.

Und was das Telefonieren angeht: Wenn ich mich recht erinnere, hättest du aufgrund einer Beeinträchtigung einen ganz guten Joker, quasi eine gute Erklärung, etwas nicht richtig verstanden zu haben.

Vielleicht bräuchtest du nur jemandne, der mit dir etwas die Vorstellungsgespräche übt, dass du das nicht nur gelesen hast, sondern auch mal fühlend erleben kannst, um sicherer damit zu werden.
Gibt es bei dir in der Nähe vielleicht das Netzwerk nea (erwerbslose Akademiker), vielleicht kann da jemand behilflich sein?

Sonst fällt mir nicht viel mehr dazu ein. Außer noch, dass dir ein paar berufliche Kontakte helfen könnten. Aber die wirst du eventuell schon haben.
 

Buerosklave

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 November 2012
Beiträge
480
Bewertungen
648
So, ich hab mir heute angehört, was die Dame des anderen Maßnahmeveranstalters zu sagen hatte und muss sagen: Da kriegen mich keine 10 Pferde hin. Es interessierte sie nicht die Bohne, was ich zu sagen hatte, sie war absolut von ihrer Maßnahme und deren "Notwendigkeit" überzeugt. Was ich mir für die Zukunft vorstelle, war ihr vollkommen schnuppe. Und wie bei solchen Läden üblich, schwärmte sie von den "guten Kontakten" zu Arbeitgebern. Damit muss sie wohl "1a Personal" gemeint haben, denn diese ZAF-Bude sitzt an mehreren Standorten des Trägers immer im gleichen Gebäude wie dieser Träger selbst.Ein Zusammenhang liegt also mehr als Nahe. Sorry,aber ich habs bestimmt nicht nötig, mir 3-9 Monate den Hintern platt zu sitzen,um dann in den Fängen einer ZAF zu landen. Schon gar nicht, wenn diese nur solche "hochwertigen" Jobs wie Elektromontierer oder Wareneingangsprüfer zu vergeben hat, also typische Mindestlohnjobs (nicht falsch verstehen,ich will denen, die das machen, nicht zu nahe treten). Wen´s interessiert, ich habe mal die 3 Flyer der Coachingmaßnahmen dieses Trägers eingescannt. Lesen sich alle ziemlich ähnlich.
Ich hab übrigens mal ein wenig nach dem Namen dieses Trägers gegoogelt. Klingt nach einem typischen Vertreter dieser Zunft: Nur an der Kohle interessiert, wer meckert wird gefeuert, das Einzige was selbst die Mitarbeiter dort hält, ist der Kollegenzusammenhalt usw. Irgendwie lesen sich die Bewertungen aller miesen Firmen in diesem Land so, oder ? Auch hier im Forum gibts 3 Einträge zu diesem Laden. Die scheinen wohl irgendwie mit Tertia zusammenhängen, die je generell keinen sonderlich guten Ruf hat.
Naja..wie auch immer: das Thema Coaching ist zumindest von meiner Seite vom Tisch.
 

Anhänge

  • Coaching von Bedarfsgemeinschaften.pdf
    268,7 KB · Aufrufe: 45
  • Intensivcoaching.pdf
    302,6 KB · Aufrufe: 31
  • Neustart.pdf
    233,3 KB · Aufrufe: 23

Gretta

Elo-User*in
Mitglied seit
29 November 2020
Beiträge
364
Bewertungen
84
Vor fast 4 Jahren hatte mich auch das Arbeitamt mal ein Einzelcoaching verordnet. Das ich damals das Forum noch nicht kannte bin ich brav angetreten. Es brach am Tag 1 aber schon zusammen als der Coach begann mir zu persönliche Fragen zu stellen. Die ich nicht beantworteteten wollte, zumal der Zusammenhang mit einer Jobsuche wirklich nicht erkennbar war und es stur dabei beließ. Nach kurzer Rücksprache beim Chef schickte der Coach mich weg. Es blieb bei diesem angebrochenen Tag, Kam nichts mehr nach.
 

noillusions

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
31 Oktober 2012
Beiträge
4.171
Bewertungen
3.964
Das Einzige, was da halbwegs interessant wäre, wäre das "Kommunikationstraining",
Genaugenommen machst du es exakt richtig individuelle,passende Förderung, plus berufliche wb. Aber ob es nützt? JC und MT finden dAs ja meist passend was billig ist.
Das Kostenargument wirst du bestimmt nicht als Begründung dafür kriegen dass es nur die Billigmassnahme gibt.
 

Buerosklave

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 November 2012
Beiträge
480
Bewertungen
648
Das Kostenargument wirst du bestimmt nicht als Begründung dafür kriegen dass es nur die Billigmassnahme gibt.

Das ist so ´ne typische Sache, wo eigentlich jeder die Wahrheit kennt, aber das Amt trotzdem fröhlich behauptet, dass diese Billigmaßnahme die zielführendste Lösung sei. Da fragt man sich, ob die das tatsächlich selbst glauben oder ob sie nur die Kunden für so dämlich halten, das zu glauben.
 

PhilippNixdorf

Elo-User*in
Mitglied seit
2 Februar 2020
Beiträge
48
Bewertungen
97
Hallo @Buerosklave,

ich antworte mal auf der Basis der Erfahrung, die ich als ehemaliger Arbeitsvermittler im Jobcenter mit Anfragen wie deiner gemacht habe. Dass die Integrationsfachkraft bei einer 6000 € Maßnahme erklärt, dass man es zunächst mit einem Coaching versuchen sollte - bzw. muss -, ist die Norm. „Wirtschaftlichkeit prüfen“ und „Arbeit vor Weiterbildung“ sind zwei Grundsätze, die im Bereich Markt & Integration in gemeinsamen Einrichtungen gelten.

Im Eingliederungstitel der Jobcenter ist weit mehr Geld für MAbE als für FbW vorhanden. Es gibt daher auch Weisungen in vielen JC, dass einer Förderung beruflicher Weiterbildung (FbW; Bildungsgutschein) zunächst eine Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung (MAbE; AVGS) vorausgehen soll. Es soll erstmal versucht werden, eine Integration in Arbeit binnen der nächsten Monate ohne die teure Weiterbildung zu erreichen, indem in einem Coaching ggf. eine Ausweitung des Suchradius, der Stellenprofile oder was auch immer durchgegangen werden.

Die Integrationsfachkraft hat dir gegenüber ja schon auf das Problem der hohen Kosten hingewiesen. Sie braucht - gerade deshalb - ein Argument, die FbW finanzieren zu können. Wenn du ein erfolgloses Coaching hinter dir hast, hat sie so ein Argument. Sie kann dann dokumentieren, dass die FbW erforderlich ist und dass das Coaching offensichtlich nicht ausreichte. Ich selbst würde das Coaching daher nicht ablehnen, weil deine Chance auf die gewünschte FbW-Finanzierung dadurch eher schrumpft! Ich würde die Integrationsfachkraft um einen Kompromiss bitten. Der kann z. B. so aussehen:

Du machst ein Einzelcoaching (ca. 16 Std.) oder eine Coaching-Maßnahme von 2 Wochen und bemühst dich binnen 3 Monaten nach dem Coaching intensiv um Arbeitsaufnahme. Wenn du nach 3 Monaten trotz intensiven Bemühens noch immer keinen Job hast, erhältst du den gewünschten Kurs finanziert. Ich habe mich des Öfteren auf so einen Kompromiss mit „Kund*innen“ eingelassen. Meine Teamleitung war zufrieden, weil die Grundsätze „Wirtschaftlichkeit prüfen“ und „Arbeit vor Weiterbildung“ so eingehalten wurden. Daher konnte das Geld - mit ein paar Monaten Verzögerung - dann fließen und der Kunde erhielt letztlich, was er wünschte.

Wichtig ist für dich natürlich, dass irgendwo dokumentiert wird (in einem VerBIS-Vermerk, in einer EinV oder in einem separaten Schreiben an dich), dass dir eine FbW für den Wunschkurs unter der Bedingung finanziert wird, dass du trotz des absolvierten Coachings zum Stichtag X noch immer arbeitslos bist. Wenn die Integrationsfachkraft sich darauf einlässt, dir das zuzusichern (was gut möglich ist), hast du, was du wünschst. Du musst ihr nur eben entgegenkommen.

Wirklich zu verlieren hast du durch das Coaching ja nichts - bis auf etwas Zeit. Bestenfalls nimmst du ein paar interessante Tipps mit, schlimmstenfalls hörst du nichts Neues und hast nur die Zeit abgesessen. Du erhöhst aber dadurch deine Chance, irgendwann doch eine FbW zu erhalten, weil das Argument „Wir versuchen es erst mal mit einem AVGS“ dann nicht mehr zieht.

Daher mein Tipp: 1) Such erneut das Gespräch mit der Integrationsfachkraft und versuche, was Schriftliches bzgl. der späteren Förderung der Wunsch-Weiterbildung nach dem Coaching zu erhalten. 2) Nimm wenn möglich ein Einzelcoaching statt eine Coaching-Maßnahme war, da in diesem individueller auf dich eingegangen werden kann.

Ich kann verstehen, dass du es als ärgerlich empfindet, das zu tun, weil du lieber gleich den sinnvollen Kurs absolvieren will, es gibt aber nunmal Vorgaben, mit denen du dich arrangieren musst, wenn du was von JC willst. Wenn du das wie oben geschildert tust, sehe ich gute Chancen, dass du bekommst, was du wünscht - nur eben nicht sofort. Viel Glück!
 

Buerosklave

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 November 2012
Beiträge
480
Bewertungen
648
16h würde ich wohl einfach absitzen, aber wir reden hier von Coachings von bis zu 9 Monaten Dauer mit Inhalten, die mir absolut *gar nichts* bringen. Schon gar nicht, wenn irgendwelche Dozenten fragwürdiger Qualität an Sachen herumdoktorn wollen, für die sie gar nicht qualifiziert sind. Ich hatte in der Vergangenheit besch*ssene Jobs, bei denen ich ernsthaft an Suizid gedacht habe und bei denen ich heilfroh bin, sie nicht mehr machen zu müssen. Seit 3 Jahren bin ich in psychotherapeutischer Behandlung und habe echt keinen Bock, mich noch von "Dozenten", die selbst auf dem freien Arbeitsmarkt nicht überlebensfähig wären, belabern zu lassen, gefälligst wieder Drecksjobs anzunehmen, die mich überhaupt erst in diese Lage gebracht haben. Will sagen: die Teilnahme an so einem "Labercoaching" würde mich um Jahre zurückwerfen und darauf habe ich echt keinen Bock mehr. Ich bin ja schon froh, dass das JC selbst endlich kapiert hat, dass ich im IT-Bereich bleiben will und gesundheitlich/psychisch nicht mehr für jeden Drecksjob geeignet bin. Ich wäre also ziemlich dämlich, wenn ich an so einem Coaching teilnehmen würde, um schlußendlich wieder zu dem Psychowrack zu werden, das ich vorher war und das man zu jedem miesen Job verdonnern kann.
 

Buerosklave

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 November 2012
Beiträge
480
Bewertungen
648
Kapiert heißt,dass das JC das sogar in meine EGV aufgenommen hat, dass das Ziel eine Vermittlung in meinem IT-Beruf ist. Es kommen auch keine artfremden Vermittlungsvorschläge (etwa in Berufe, die ich früher mal gemacht habe).
 

Claus.

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 November 2010
Beiträge
2.317
Bewertungen
1.274
Landläufig auch Umschulungen genannt. Hab ich damals auch gemacht,so bin ich zu meinem Abschluß gekommen.
Da hab ich ja gleich wieder das richtige Fettnäpfen erwischt :p mmmh ... dann werden wir doch mal kreativ^^:

wenn die allwissende Arbeitslosenverwaltung damals auf den Trichter gekommen ist, daß dir nur belastbare IT-Kenntnisse für dein Lebensglück /Arbeitsglück fehlten, dann kann der jetzt plötzlich angedachte "Perspektivwechsel" irgendwie nur ungläubiges Staunen erzeugen.

Hieße das doch, eine damals gut vorbereitete Umschulung [1], und letztendlich -erfolgreiche- Umschulung, nun einfach so mit einer Handbewegung auf den "Müllhaufen" zu kehren [2]. Daaas nenne ich Steuergeldverschwendung; sowas bezeichne ich als Verstoß gegen die Haushaltsgrundsätze, als Missachtung der Grundsätze der wirtschaftlichen, sparsamen und effektiven Bewirtschaftung der Haushaltsmittel.

[1] gut vorbereitet, weil offensichtlich förderliche Vorkenntnisse da waren (/sind), die "kurzerhand" genutzt wurden. DNS, AD, Gruppenrichtlinien, Ereignisanzeige, SNMP, ect., ect. sind unter den so weit verbreiteten MS Win "Home" -Versionen schon von Haus aus nicht vorhanden, oder soweit überhaupt da - nur unter krampfartigen Verrenkungen zu gebrauchen.
Der typische Zocker lebt da in einer ganz anderen Welt, und "braucht" eher 3D-6K-holographische-hastenichtgesehen-Videodarstellung mit Dolby-Surround-Wumms der erst solala annehmbar ist wenn die ganze Straßenzeile wackelt. Der beschäftigt sich i.a. nur dann mit seinem System, wenn sein mittels 12 Lüftern gekühlter ExtraBig-Tower immer noch herzzerreißend ´mir is soo heiß´ quäkt - oder das Atomkraftwerk ums Eck aus dem Tritt bringt^^.
Insofern gehe ich einfach mal davon aus, daß in die damalige Umschulung nicht einfach wahllos alle möglichen und unmöglichen Keller- und Dachbodenkinder reingesetzt wurden, sondern damals vielmehr eine fast schon "brutale" Vorauswahl getroffen wurde. Wollen wir doch mal schauen ob das JC das Gegenteil beweisen will^^. ...

Frage_n dazu noch:
- wann war die Fachinf-Ausbildung? Und
- was hattest du als erste Ausbildung? Ich will darauf hinaus, daß bzw. ob dir evtl. auch bei einer "zivilen" Ausbildung eine Lehrzeitverkürzung von 3 ½ auf "nur" noch 2 ½ Jahre zugestanden hätte (von 2 ½ Jahre auf nur 24 Monate wär´s gedanklich schon eher nur noch ein Katzensprung)?

[2] Und das hat natürlich^^ -nichts- mit Berufsschutz zu tun. Sondern hat vielmehr, einzig und allein, mit praktischen Erwägungen (das Wörtchen "effektiv" kann man sowieso nicht oft genug verwenden^^) zu tun.

Die allgemeine Lebenserfahrung (und eigentlich schlimm daß das immer wieder aufs neue erwähnt werden muß obwohl ... siehe vorne) zeigt, daß z.B. frisch ausgebildete Staplerfahrer nicht der "Weisheit letzter Schluß" sein können /sind - kein AG der Wohl bei Trost ist, stellt einen Staplerfahrer-"Frischling" mit -null- Km auf der Uhr ein.
´Wareneingangsprüfer´ ist genauso schlimm; der ganze professionelle QS-Bereich ist ein sehr spezieller Bereich der sehr spezielle Leute braucht - die Tätigkeit eines QS-Prüfers ist so dermaßen langweilig, daß den nur (man entschuldige mir den Ausdruck ...) tendenziell leicht ins autistische gehende Personen länger als 4, 6, 9 oder gar 11 Monate am Stück ausüben können. Das hat keinen Sinn, aus steuerzahlers Sicht nicht und aus arbeitsmarktpolitischer Sicht genauso nicht.
´Medizinische Schreibkraft´ das gleiche; die Praxen sind jetzt schon voll mit "Schreibkräften" denen jeglichste (med.) Grundausbildung fehlt - die kennen die Krankheiten nicht und können sie daher auch nicht schreiben [Sifiluss ^^], kennen die (med.) Fachsprache nicht, und so schauen anscheinend /offensichtlich auch die Krankenakten aus ... das sind Leute die noch so nett sein können, die man aber nicht nach dem Vornamen fragen braucht weil die bis in 14 Tagen eh schon wieder gegen neue "Schreibkräfte" ausgetauscht sind. Und morgen früh in BR Alpha - dem Bildungsfernsehen des bayr. Rundfunks: "Venen treffen für Anfänger - Blut abnehmen und Impfungen geben kann ja wohl jeder [der um die Uhrzeit in die Glotze gucken kann]" ...

Wie lassen sich diese beiden Sachen vereinbarn ? [...] [Verweigerungs-Ecke]
Es bringt überhaupt nichts wenn du mit denen redest /die Klappe aufmachst /diskutierst /... . Sondern es kommt einzig und allein darauf an, was in der Akte steht.

Und in der könnte /dürfte derzeit lediglich zu lesen sein "Kunde widersetzt sich allen meinen Integrationsversuchen mit äußerster Vehemenz. Will offensichtlich gar nicht arbeiten. FM". "Kunde bla ... . Aktivierungs-FK 1". "Kunde ... . Aktivierungs-FK 2". Usw. .
In der muß aber (auch) stehen "Ich, Bürosklave, würde ja so gerne heissassa arbeiten. Ich bin überzeugt daß meinem Durchstarten lediglich noch folgendes ... fehlt. Der Integrationsstrategie des JCs -sofern man hier überhaupt (schon) von einer Strategie zu sprechen vermag- können dem gegenüberstellend jedoch leider nur nachfolgende und zu meinem allerhöchsten Bedauern recht umfangreiche -Bedenken- entgegnet werden: ... ... ... ."

Letzteres schreibt niemand für dich in die Akte rein ... das musst du schon selber tun. Ist in dem Fall auch gar nicht mehr schwer :icon_mrgreen: weil - brauchst ja nur von oben von dir kopieren. Natürlich jeweils etwas "braver" ausgedrückt. Und wehe du schreibst das als Email^^, dann fress´ ich dich.
 

Buerosklave

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 November 2012
Beiträge
480
Bewertungen
648
Hieße das doch, eine damals gut vorbereitete Umschulung [1], und letztendlich -erfolgreiche- Umschulung, nun einfach so mit einer Handbewegung auf den "Müllhaufen" zu kehren [2].

Ich habe die Umschulung 2015 beendet, danach einige Jahre in dem Beruf gearbeitet. Seit 2 Jahren sitze ich nun (auch gesundheitsbedingt) daheim und nutze die Zeit dazu, mich selbst fortzubilden. Ich denke, das dürfte der Grund sein, wieso das Amt die investierte Kohle mal eben so auf den Müllhaufen kehrt. Will sagen: das Amt merkt schon,dass ich selbst dran interessiert bin, diesen Job weiterhin auszuüben. Und die Zahl der freien Jobs spricht ja auch für einen Bedarf auf dem Markt. Man weiß im Amt aber auch, in der Praxis hauptsächlich studierte Informatiker gesucht werden, auch wenn deren Fähigkeiten meist nicht gebraucht werden. Mit andern Worten: in gewisser Weise hofft man wohl drauf, dass Firmen irgendwann mal von ihrem hohen Ross runterkommen und Leute einstellen, die nicht vollkommen überqualifiziert sind.

gut vorbereitet, weil offensichtlich förderliche Vorkenntnisse da waren (/sind), die "kurzerhand" genutzt wurden. DNS, AD, Gruppenrichtlinien, Ereignisanzeige, SNMP, ect., ect. sind unter den so weit verbreiteten MS Win "Home" -Versionen schon von Haus aus nicht vorhanden, oder soweit überhaupt da - nur unter krampfartigen Verrenkungen zu gebrauchen.

Was die Kenntnisse angeht, die in der Umschulung vermittelt wurde, muss ich sagen, dass ich 90% davon auch vorher schon hatte..immerhin bin ich ja auch vorher schon nicht ganz "unbeleckt" gewesen, was den IT-Bereich anging. Man könnte es auch so sagen: ich hab die Umschulung Hauptsächlich gemacht,um anschließend mit einem IHK-Abschlußzeugnis aufwarten zu können. Hat ja zumindest in den beiden Jobs, die dich danach hatte, auch geklappt. Will sagen: die hätte ich ohne Berufsabschluß nicht gekriegt, auch wenn ich die Fähigkeiten dazu auch vorher gehabt hätte.

Insofern gehe ich einfach mal davon aus, daß in die damalige Umschulung nicht einfach wahllos alle möglichen und unmöglichen Keller- und Dachbodenkinder reingesetzt wurden, sondern damals vielmehr eine fast schon "brutale" Vorauswahl getroffen wurde. Wollen wir doch mal schauen ob das JC das Gegenteil beweisen will^^. ...

Naja..ich sag mal so: es gab zwar eine Art Eignungstest, aber bei 2 oder 3 der 12 Teilnehmer fragte man sich trotzdem, ob die den Rechner wohl jemals zu was anderem als zum Zocken benutzt haben. Die haben zwar auch ihre Prüfung geschafft, aber wohl hauptsächlich durch stupides Auswendiglernen.Die arbeiten inzwischen auch nicht mehr im IT-Bereich, soweit ich weiß.


- wann war die Fachinf-Ausbildung?

2013-2015. Die mündliche Prüfung hatte ich passenderweise genau an meinem 40.Geburtstag.


Und was hattest du als erste Ausbildung? Ich will darauf hinaus, daß bzw. ob dir evtl. auch bei einer "zivilen" Ausbildung eine Lehrzeitverkürzung von 3 ½ auf "nur" noch 2 ½ Jahre zugestanden hätte (von 2 ½ Jahre auf nur 24 Monate wär´s gedanklich schon eher nur noch ein Katzensprung)?

Ursprünglich hatte ich mal einen Handwerksberuf gelernt (Gas-Wasser-Sch....), was ich aber nach Ende der Ausbildung (1992-1996) nie wieder ausgeübt habe. Gelernt hab ich das nur,weil die IT-Jobs hier im Osten Anfang der 90er Jobs eher ein Fall für die ganz große Lupe waren :). Nachdem 3 damalige Mitschüler von mir direkt nach Ende der Ausbildung eine Umschulung aufs Auge gedrückt bekamen, versuchte ich auch mein Glück, um in den IT-Bereich reinzukommen. Wurde vom damaligen Arbeitsamt abgelehnt. In den Folgejahren hatte ich verschiedene andere Jobs: Ich hab Fahrräder zusammengebaut, hab als Hausmeister gearbeitet, habe gelernt, CNC-Maschinen zu bedienen und habe sogar eine Zertifizierung zum Datenbankadmin gemacht. Nur kann man damit allein halt nicht viel reißen ohne richtigen Berufsabschluß in dem Bereich. Danach kamen dann fast 10 Jahre, in denen ich mit meiner damaligen Freundin/jetzigen Frau eine eigene Firma hatte.


Die allgemeine Lebenserfahrung (und eigentlich schlimm daß das immer wieder aufs neue erwähnt werden muß obwohl ... siehe vorne) zeigt, daß z.B. frisch ausgebildete Staplerfahrer nicht der "Weisheit letzter Schluß" sein können /sind - kein AG der Wohl bei Trost ist, stellt einen Staplerfahrer-"Frischling" mit -null- Km auf der Uhr ein.

Gutes Stichwort. In einer Maßnahme vor einigen Jahren durfte auch mal ´nen Staplerschein machen. nach ganzen 2 Tagen Theorie kam die "Praxisausbildung". 22 Leute wuden in 2 Kleinbusse gepfercht und auf den Hof einer Spedition gekarrt, wo jeder ein paar Minuten mit einem kleinen Elektrostapler um ein paar Pylonen kurven durfte. So ähnlich sah dann auch die "Prüfung" aus: ein paar Pylonen umkurven, 2 Palette auf eine andere stapeln, fertig. Und damit sollte man tatsächlich versuchen, einen Job zu kriegen ? Ich möchte den anderen Teilnehmern nicht zu nahe treten, aber einem Teil davon hätte ich nicht mal ein Fahrrad anvertraut, weil sie offenbar ein schwerwiegendes Alkoholproblem hatten.


´Medizinische Schreibkraft´ das gleiche; die Praxen sind jetzt schon voll mit "Schreibkräften" denen jeglichste (med.) Grundausbildung fehlt - die kennen die Krankheiten nicht und können sie daher auch nicht schreiben [Sifiluss ^^], kennen die (med.) Fachsprache nicht, und so schauen anscheinend /offensichtlich auch die Krankenakten aus ... das sind Leute die noch so nett sein können, die man aber nicht nach dem Vornamen fragen braucht weil die bis in 14 Tagen eh schon wieder gegen neue "Schreibkräfte" ausgetauscht sind.

Wie ich sehe, hast du denselben Gedankengang wie ich. Die im o.g. "Angebot" genannten Berufe, die dort in diesem Coaching "vorgestellt" werden, sind eher was für Leute, die gewisse Vorkenntnisse in diesem Bereich haben müssen (Medizin/SAP/Datev) oder aber sowieso mangels Ausbildung nirgendwo dauerhaft Fuß fassen können (Callcenteragent...da ist die Fluktuationsrate auch immens).
 

Einfachicke

Elo-User*in
Mitglied seit
30 April 2019
Beiträge
376
Bewertungen
1.683
Medizinische Schreibkraft´ das gleiche; die Praxen sind jetzt schon voll mit "Schreibkräften" denen jeglichste (med.) Grundausbildung fehlt - die kennen die Krankheiten nicht und können sie daher auch nicht schreiben [Sifiluss ^^], kennen die (med.) Fachsprache nicht, und so schauen anscheinend /offensichtlich auch die Krankenakten aus ... das sind Leute die noch so nett sein können, die man aber nicht nach dem Vornamen fragen braucht weil die bis in 14 Tagen eh schon wieder gegen neue "Schreibkräfte" ausgetauscht sind
Du verwechselst jetzt offensichtlich Medizinische Schreibkräfte mit Medizinischen Fachangestellten.
Medizinische Schreibkräfte sind nur für den Schreibkram zuständig.
Arztbriefe nach Diktat schreiben, korrigieren (Rechtschreibung und Grammatik) und ausdrucken.
Akten archivieren.
Für alles andere, sind entweder die Schwestern in der Aufnahme zuständig oder die Sekretärin des Chefarztes.
Und die Fluktuation, so wie Du sie beschreibst, kann ich aus eigenem Erleben auch nicht bestätigen.

Während ich noch bei einer ZAF angestellt war, wurde ich in den verschiedensten Bereichen in verschiedenen Krankenhäusern eingesetzt.
Und nicht ein einziges Mal hatte ich Kontakt mit Patienten.
Und ja, mir begegnen in meiner Arbeit auch viele Rechtschreib- und Grammatikfehler. Besonders in den Rettungsstellenscheinen. Die werden nämlich von den dort tätigen Schwestern / Pflegern geschrieben. Oft in großer Eile, weil schon der nächste Patient die Aufmerksamkeit einfordert.
Also passieren Fehler.

Und in einer Arztpraxis wird die Arzthelferin in aller Regel eben keine Medizinische Schreibkraft sein sondern eine Medizinische Fachangestellte.
 
Oben Unten