Kann ich plausibel darlegen, eine eigene Bedarfsgemeinschaft zu sein?

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TobiasS18

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Hallo mein Name ist Tobias,

bevor ich zu meinem Anliegen komme, möchte ich erst einmal ein Lob aussprechen: ein wirtlich tolles Forum, in dem ich schon einiges gelernt habe.

Unter anderem auch, dass man es vermeiden sollte, einer Haushaltsgemeinschaft anzugehören. Seit gut drei Monaten wohne ich vorläufig wieder bei meinem Vater. Zuvor habe ich mit 26 Jahren mein Studium abgeschlossen und ein Praktikum beendet. In der Hoffnung bald einen Job zu bekommen, habe ich bisher auf einen ALG II Antrag verzichtet. Da sich noch nichts ergeben hat, werde ich ihn jetzt aber doch stellen. Blöderweise habe ich keinen Mietvertrag und mein Vater hat Kost und Logis bezahlt.

Darum meine Frage:

Kann ich plausibel darlegen eine eigene Bedarfsgemeinschaft zu sein, obwohl
1. mein Vater in den letzten drei Monaten für Miete und Verpflegung aufgekommen ist,
2. kein Mietvertrag besteht und ich
3. nicht genug Geld von meinem Konto abgehoben habe, um behaupten zu können, selbst für Unterkunft und Verpflegung aufgekommen zu sein?

Ich würde mich über jede Antwort freuen.

Tobias
 
M

Mitglied 61702

Gast
Nun, es ist recht einfach.

Bevor du den Antrag auf ALGII stellst, setzen dein Vater und du einen Mietvertrag auf, in dem die Kosten und Nebenkosten aufgedröselt sind.

Entweder hebt ihr auf eine hälftige Miete und die hälftigen NK ab, was es beim JC sehr einfach machen wird mit den KdU, oder du mietest bestimmte Räume und Nutzungsmöglichkeiten wie bei einer WG. Prüft vorher ob das jeweils angemessen ist, kann man im Netz herausfinden, zB bei Tacheles. Wenn ja, unterschreibt ihr den Mietvertrag.

Dann fängst du von dem Moment an, selbst zu wirtschaften. Dein eigenes Essen einkaufen, selbst für dich zu waschen und so weiter.

Und dann beantragst du ALGII. Bei der Frage nach anderen Mitgliedern in der BG verneinst du. AUCH bei der Frage nach anderen Mitgliedern in der HG (Haushaltgemeinschaft), denn du bist ja nur Untermieter und nicht mit deinem Vater wirtschaftlich verbandelt.

Es wird wahrscheinlich sein, daß du einen Widerspruch wirst einlegen müssen, denn die JC probieren es meist erst einmal, ob man es ernst meint.

Wenn dich jemand dumm fragt, warum dein Vater dich zuerst unterstützte und jetzt nicht mehr, dann ist die logische Antwort natürlich, daß er geglaubt hatte, das nur für 4-6 Wochen oder so machen zu müssen, aber daß es ihm jetzt schlicht zu viel wird, und er dich nicht weiter unterstützen will. Immerhin haste ja ein abgeschlossenes Studium und er ist damit raus aus dieser Verpflichtung.
 

Puschelbrain

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zu Punkt 3 und 1 :
Es soll Menschen geben die den Banken nicht so vertrauen und vom ersparten Bargeld unterm Kopfkissen die Verbindlichkeiten gegenüber dem Vater bar beglichen haben.
Das wäre eventuell durch ein aufgesetztes Schriftstück zu belegen...
 
M

Mitglied 61702

Gast
Das wäre eventuell durch ein aufgesetztes Schriftstück zu belegen...

Warum?

Der Vater ist nicht verpflichtet, dem Sohn Unterhalt bzw. kostenlose Logis zu gewähren, denn der Sohn hat ein abgeschlossenes Studium und ist über 25.

Und was die zwei getan haben, bevor der Sohn ALGII beantragt, muß dem Amt wurscht sein. Was das Amt möchten können will, ist die Versicherung des Vaters, daß er den Sohn nicht mehr unterstützt und Miete will. Dazu reicht der Mietvertrag, und schlimmstenfalls noch eine kurze, knappe Aussage, daß er den Sohn nicht finanziell unterstützt.
 

TobiasS18

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Vielen Dank für eure Antworten.
Also kann ich bei Nachfrage des Jobcenters entweder behaupten, dass mein Vater mich nur vorübergehend unterstützt(was ja auch zutrifft) oder das ich von zurückgelegtem Bargeld gelebt habe.
Widerspruch werde ich wohl in beiden Fällen einlegen müssen?
Eine Erklärung meines Vaters können Sie kriegen, mehr möchte er aber verständlicherweise nicht mit dem Jobcenter zu tun haben. Also genügt es einfach anzugeben, dass er mich nicht unterstützt und einen Mietvertrag einzureichen?
 
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