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Kann ich Mini-Job kündigen für neuen Mini-Job, wenn Weg zur Arbeit länger ist als Arbeit selber?

Mona Lisa

Elo-User/in
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#1
Hallo!

normalerweise muß ich meine Bedürftigkeit verringern, also bei Kündigung meines jetzigen Mini-Jobs mehr Geld verdienen. Es droht aber ziemliches Ungemach. Die Verwaltung meiner Firma - also auch ich - wird zum Dezember umziehen. Mir graust´s schon heute:

Im Moment brauche ich sechs Minuten zu Fuß zur Arbeit für eine Strecke.

Ab Dezember bräuchte ich mindestens eine Stunde mit Bus und Umsteigen, also mindestens zwei Stunden mit den Öffentlichen.

Dazu muß ich noch sagen: Die Buslinien werden bei uns ab Oktober ausgedünnt, da Fahrer fehlen. Bei Eis und Schnee fährt in meinem Stadtteil (Berg) ohnehin kein Bus mehr. Also könnte aus einer Stunde auch mal leicht zwei oder drei werden oder Taxi oder laufen.

Natürlich kenne ich den neuen Fahrplan noch nicht, aber selbst zwei Stunden Fahrzeit wären eine wesentliche Verschlechterung für mich. Ich muß aber bei Ausdünnung mit mehr rechnen.

Auto, Roller oder Fahrrad kommen nicht in Frage wegen meiner Konzentrationsmängel.

Daher meine Frage: Könnte ich meinen Mini-Job auch kündigen für einen neuen Mini-Job, der besser erreichbar wäre für mich?

Vielen Dank für Antworten.

LG

Mona Lisa
 

dagobert1

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#2
Aber erst, wenn du den neuen Minijob sicher hast.
Sonst droht Ärger.
 

Frank71

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#3
Wenn du einen neuen Minijob, Teilzeit oder Vollzeit Job hast die jetzige Tätigkeit kündigen und somit droht dir auch keine Sanktion.
 

Mona Lisa

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#4
Danke für Eure Anrworten.

Ich muß einfach auch mal abwarten, wie es ab Dezember aussieht bzw. welche Busverbindungen ausfallen.

Leider habe ich noch gesundheitliche Baustellen, die sehr bedrohlich sind und für die es im Moment noch keine Lösung gibt.

Daher hätte ich wenigstens ein Problem weniger wegen der Fahrt zur Arbeit.

LG

Mona Lisa
 

mafrsist

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#5
Grundsätzlich wird der Arbeitsort vereinbart.

Hast du eine Versetzungsklausel im Arbeitsvertrag?

Ansonsten müsste der AV einvernehmlich geändert werden oder der AG erteilt eine Änderungskündigung. Die kannst du dann annehmen oder nicht.

Mal eben umziehen und erwarten, dass die AN mit umziehen, is nicht
 

Mona Lisa

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#6
Danke für Deine Antwort, mafrsist

Nein, eine Versetzungsklausel habe ich keine. Ich glaube, da steht nur: Arbeitsort ist Einsatzort. Oder ist das eine?

Mir geht es auch weniger um arbeitsrechtliche Sachen - kündigen kann ich ja immer - sondern um Sanktionen seitens des JC.

LG

Mona Lisa
 

Kerstin_K

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#7
Wenn du aber eine Aenderungskuendigung bekommst, kann das JC nichts machen.
[>Posted via Mobile Device<]
 
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#8
Hallo!
Im Moment brauche ich sechs Minuten zu Fuß zur Arbeit für eine Strecke.

Ab Dezember bräuchte ich mindestens eine Stunde mit Bus und Umsteigen, also mindestens zwei Stunden mit den Öffentlichen.
Bei Teilzeit- und Minijobs gibt's auch andere Zumutbarkeitsregelungen die Fahrtzeit betreffend.

Ein Minijob, bei dem man 2 Stunden Gesamtfahrtzeit hätte, ist eventuell schon deshalb unzumutbar, und kann von dir ohne Sanktion beendet bzw. gekündigt werden.

Genauere Details wegen der zumutbaren Fahrtzeit bei Minijobs müsstest du allerdings von jemand anderem erfragen.

Von der "Rentabilität" solch eines Jobs, der dir täglich nur 2 oder 2 1/2 Stunden Arbeit bietet, aber zugleich immense Fahrtkosten für den Arbeitnehmer verursacht, will das JC sowieso immer nichts wissen.
 

Mona Lisa

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#9
Ich habe jetzt eine Verbindung mit Zug gefunden. Die ist die schnellste, aber nur, wenn alles klappt, da ich zweimal umsteigen muß.

Mehrkosten würden mir keine entstehen, da ich schon aus Privatgründen eine Jahres-Abo-Karte nutze. Ich bekäme auch eine billigere mit Sozialcard. Die wäre allerdings nicht übertragbar und hätte auch sonst schlechtere Bedingungen.

LG

Mona Lisa
 
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#10
Ich habe jetzt eine Verbindung mit Zug gefunden. Die ist die schnellste, aber nur, wenn alles klappt, da ich zweimal umsteigen muß.
Wie lange wärst du dann insgesamt täglich unterwegs? - Und wie hoch ist die tägliche Arbeitszeit?
Ich denke 'mal, daß ein Minijob höchstens 2 bis maximal 2 1/2 Stunden täglich dauert. Und wenn du dann zusätzlich noch 2 Stunden unterwegs bist, wäre das in meinen Augen unrentabel.
 

Mona Lisa

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#11
Wenn mit Bus, S-Bahn und Zug alles klappt, werde ich wohl so knapp 40 Minuten für einen Weg unterwegs sein.

Dieser Weg erscheint mir aber sehr unsicher, da dann kein Verkehrsmittel Verspätung haben oder ausfallen darf.

Realistischer erscheint mir die Fahrt mit zwei Bussen. Da könnte ich im Zentrum noch mit anderen Bussen fahren, falls mit einem etwas nicht klappt. Das würde dann ca. 52 Minuten für eine Strecke dauern.

Die Rückfahrt wäre noch länger, da ich die Post wegbringen muß. Jetzt mache ich das auch zu Fuß. Nach dem Umzug müßte ich noch mit dem Bus zur Post noch weiter weg von mir zuhause fahren. Ob das mit einer Stunde dann noch reicht, weiß ich nicht.

LG

Mona Lisa
 
E

ExitUser

Gast
#12
aber zugleich immense Fahrtkosten für den Arbeitnehmer verursacht, will das JC sowieso immer nichts wissen.
Wenn der Lohn über 400 € beträgt, kann man den erhöhten Grundfreibetrg geltend machen.
Bedeutet:
Sind Fahrtkosten mehr als 70 € (100 € GFB - 30 Versicherungspauschale) muss alles, was über 100 € liegt zusätzlich vom EK abgesetzt werden.

§ 11b SGB II

(2) 1Bei erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die erwerbstätig sind, ist anstelle der Beträge nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 bis 5 ein Betrag von insgesamt 100 Euro monatlich von dem Einkommen aus Erwerbstätigkeit abzusetzen. 2Beträgt das monatliche Einkommen aus Erwerbstätigkeit mehr als 400 Euro, gilt Satz 1 nicht, wenn die oder der erwerbsfähige Leistungsberechtigte nachweist, dass die Summe der Beträge nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 bis 5 den Betrag von 100 Euro übersteigt.
 

Mona Lisa

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#13
Ich war jetzt fünfmal am neuen Arbeitsort, und meine schlimmsten Befürchtungen wurden noch übertroffen.

Hinfahrt: Um sicher zu sein, drei verschiedene Verkehrsmittel, 70 Minuten.

Rückfahrt: Mit Glück könnte ich mit Bus oder zu Fuß Zug erreichen (Weg ist wie schon erwähnt weiter, da ich noch die Post wegbringen muß), dann zu Fuß noch 10 Minuten zum nächsten Bus. Damit in 50 Minuten zuhause.

Falls ich länger in der Post bleiben muß (Stichwort: Einschreiben und viel Betrieb), bekomme ich den Zug nicht mehr. Dann muß ich mit zwei Bussen fahren, dann in 80 Minuten zuhause.

Damit wäre der Arbeitsweg hin und zurück mindestens 120 Minuten bis 150 Minuten bei normaler Verkehrslage.

Busse und Züge sind zwischen Hauptbahnhof und Arbeitsort ständig überfüllt, Sitzplätze nur mit Glück.

Und das für 400 Euro im Monat, zwei Stunden am Tag.

Mein AG hat schon mehrmals eine Arbeitszeitverlängerung abgelehnt.

Was soll ich nur tun?

LG

Mona Lisa
 

Hyana

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#14
Ich wäre schon vom Stress der Pendelei krank geworden. Muss aber gestehen, ich hab echt schlechte Erfahrungen in dem Thema.

Mir fallen aktuell 2 "unschöne" Möglichkeiten ein:

- Ops, Anschluss weg, kommst zu spät (mehr als 1x)
- nen gelber Schein

Grade jetzt in der Vorweihnachtszeit (und weil du noch in Probe bist), dürfte das sich dann schnell erledigt haben :wink:
 

Mona Lisa

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#15
Hallo, Hyana,

ich glaube, Du hast da etwas falsch gelesen.

Ich arbeite bei meiner Firma seit über zehn Jahren. Ich will erst kündigen, wenn ich eine andere Stelle habe.

Grund ist natürlich der Hinzuverdienst. Wenn ich in eine Phase gerate, muss ich natürlich die Notbremse ziehen.

LG

Mona Lisa
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Hyana

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#16
Oh entschuldige, ich hab geschlafen und oben das mit dem Firmenumzug übersehen.
Habe das "neuen Arbeitsort" mit "neuer Stelle" gleich gesetzt.
Daher dachte ich, du seist in der Probezeit.
 

Mona Lisa

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#17
Jetzt hat es mich wieder erwischt: Ich bin seit 2017 wieder in einer bipolaren Phase, und vielleicht ist die Fahrerei der Auslöser. Die vollen Busse sind so anstrengend. Ich weiß einfach nicht weiter.

Wenn ich wieder gesund bin, fängt ja die gleiche Soße wieder an. Ich will nicht jammern, sondern Lösungen finden. Ich bin einfach nicht stabil genug.

LG

Mona Lisa
 
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