Kann ich Erwerbsminderungsrente beantragen,bin verheiratet und habe selbst keine Einkünfte, kann mir jemand einen Hinweis geben?

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bibbi666

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Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage:

Ich bin seit 2002 psychisch krank, habe etliche ambulante Therapien hinter mir und seit 2009 einen Behinderungsgrad von 50, seit 2015 (rückwirkend) unbefristet.

Das letzte Gutachten von einem Neurologen dazu gab es im Juli 2017. Er musste mich sogar zuhause untersuchen und begutachten weil ich es anders nicht schaffe.

ich bin seit 2013 verheiratet, habe bis 2003 Vollzeit gearbeitet, danach bis 2013 einen 400 Euro Job gehabt und aufstockend ALG 2 bekommen.

Nun kann ich gar nicht mehr arbeiten, habe keinerlei Einkünfte und weiss nicht ob ich EMR beantragen könnte.... Hartz 4 bekomme ich ja durch die Heirat nicht mehr.

Kann mir jemand helfen?

Vielen Dank im Voraus.
 

Seepferdchen 2010

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Hallo bibbi666 und :welcome:

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

Ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder "Erwerbsminderungsrente" sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!

Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 150! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und auch im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu den Hinweis.

Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine

aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:



Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

Larsson

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Nun kann ich gar nicht mehr arbeiten, habe keinerlei Einkünfte und weiss nicht ob ich EMR beantragen könnte.... Hartz 4 bekomme ich ja durch die Heirat nicht mehr.
Fragt sich, ob du überhaupt einen Anspruch auf EMR Rente hast. Dazu gibt es eine Anwartschaft, du musst also in den letzten 5 Jahren mindestens 3 Jahre eingezahlt haben.
Und wenn du seit 2013 weder arbeitest noch im Leistungsbezug bist, erfüllst du die Anwartschaft wohl nicht.

Ansonsten einen Antrag kannst du natürlich jederzeit stellen. Nur ohne Anwartschaft wird dieser von der DRV sofort abgelehnt.
Evtl. klärst du zuerst mal, ob du überhaupt noch einen Anspruch hast.
 

HermineL

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Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Es kommt auch drauf an, wann der Leistungsfall war, also wann die volle Erwerbsminderung eingetreten ist. Das geht rückwirkend, aber das macht die DRV natürlich nicht freiwillig, wenn es daran hängt, ob die Anspruchsvoraussetzungen vorliegen oder nicht.

Neben der schon genannten 3-in5-Regelung muss man zum einen beachten, dass sich der Fünf-Jahres-Zeitraum um Zeiten der schulischen Ausbildung / Studium Ü17, Kindererziehungszeiten u.ä. verlängert.
Grad wenn man studiert hat, ist der zu betrachtende Zeitraum wesentlich länger.
Außerdem gibt es eine verkürzte Wartezeiterfüllung für Berufseinsteiger, in den ersten sechs Jahren muss man nur ein Jahr in den letzten zwei Jahren (die auch wieder wie oben genannt ausgedegnt werden) rv-pflichtig gearbeitet haben.

Es macht also Sinn, sich vorher zu überlegen, wann die Voraussetzungen vorgelegen haben und wie man begründen kann, dass die EM zu diesem Zeitpunkt schon eingetreten ist, um dann entsprechend für diesen Zeitpunkt den Antrag zu stellen.
 

bibbi666

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Hallo und vielen Dank für eure Antworten .
Es ist so: ich habe bis 2002 Vollzeit gearbeitet und seit 2003-2013 einen 400 Euro Job gehabt.
Seit 2013 arbeite ich nicht wegen der Erkrankung.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen dass ich 51 Jahre alt bin .
LG Bibbi 😊
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Aaaalso.
Im Bezug von ALG II erwirbt man keine Rentenzeiten, aber die davor gesammelten Zeiten werden erhalten.
Wenn du von 2003-2013 durchgehend ALG II bezogen hast, dürftest du bei Eintritt des Leistungsfalls bis 2013 so gestellt sein, wie es 2003 gewesen wärst.
(Allerdings müsstest du ja auch noch ALG I bekommen haben? In der Zeit warst du auch noch rv-pflichtig.)

Ebenso würde eine AU den Status erhalten, warst bzw. bist du seit 2013 krankgeschrieben? Das wäre optimal, weil es dann, wenn wirklich ALG II bzw. AU lückenlos liefen, der Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalls ziemlich egal wäre.

Wenn du bis 2002 durchgehend gearbeitet hast, dürftest du zu dem Zeitpunkt die 3-in-5-Regelung erfüllt haben.
Wenn der ALG II-Bezug von da bis 2013 durchgehend war, hast du das auch 2013 noch.
Wenn du seit dem Ende des ALG II-Bezugs krankgeschrieben warst, wären auch heute noch die Voraussetzungen erfüllt.

Da du einen Fünf-Jahres-Zeitraum hast, in dem du die drei Jahre rv-pflichtige Zeiten erfüllt haben musst, wäre das jeweils auch noch zwei Jahre danach der Fall.
Der Fünf-Jahres-Zeitraum verlängert sich aber um bestimmte Zeiten, das wäre für dich zu prüfen - besonders, ob du studiert hast, Kinder erzogen hast oder auch nur mit Ü17 noch in der Schule warst. Anstatt der fünf Jahre könnte der Zeitraum also auch wesentlich länger sein.
Diese Frage lässt sich über eine Klärung des Rentenkontos beantworten.

Dann wäre halt die Frage, zu welchen Zeitpunkten du deine Erkrankung nachweisen kannst, welche Zeitpunkte sich als logisch anbieten. Das könnte z.B. 2013 sein, wenn du seitdem krankgeschrieben bist. Oder vielleicht sogar schon 2003, wenn du da schon auf ärztlichen Rat gekündigt haben solltest. Oder Klinikaufenthalte, Behandlungsbeginn bei einem langjährig begleitenden Facharzt usw..

Ich würd an deiner Stelle erstmal eine Kontenklärung direkt bei der DRV machen.
Danach gibt es Versicherungsälteste bzw unabhängige Rentenberatungsstellen, die mit dir zusammen prüfen könnten, zu welchen Zeitpunkten die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt waren und wo vielleicht nicht.

Lasse dich nicht entmutigen, informiere dich selbst und ziehe den Antrag bis zur Klage durch.
Mir hat bei meinem Rentenantrag selbst die Anwältin, die ich mit der Klage beauftragt habe, abgeraten, da die Chancen zu gering seien. Letztlich wurde dabei festgestellt, dass der Zeitpunkt des Leistungsfalls bereits zehn Jahre zurück liegt und ich einen Rentenanspruch habe. Hab ich nicht der Anwältin zu verdanken, sondern der Tatsache, dass ich mich selbst in alles reingelesen habe, Schriftstücke selbst vorbereitet habe und alte medizinische Unterlagen noch hatte.
 

Doppeloma

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Hallo bibbi666, :welcome:

Es ist so: ich habe bis 2002 Vollzeit gearbeitet und seit 2003-2013 einen 400 Euro Job gehabt.
Seit 2013 arbeite ich nicht wegen der Erkrankung.

Es ist wirklich am sinnvollsten wenn du bei der DRV mal dein Rentenkonto klären lässt, eine aktuelle Renten-Information anforderst, dafür brauchst du nur deine Renten-Versicherungs-Nummer.
Der grundsätzliche Anspruch (wenigstens 5 Versicherungsjahre bei der Rentenkasse) dürfte zwar vorhanden sein aber bei Antragstellung auf EM-Rente müssen auch noch viele weiteren Bedingungen erfüllt sein.

Das heißt, es müssen die DIREKT vergangenen 5 Jahre (und da nimmt die DRV nun mal zuerst das Antragsdatum Monat / 2019
als Ausgangsbasis) für wenigstens 36 Monate mit Pflichtversicherungszeiten belegt sein.
EM-Rente soll ja ein Einkommen "ausgleichen", das man bis dahin (in der Regel bis fast zur Antragstellung) noch erwirtschaftet hat und nun (in der Zukunft) aus gesundheitlichen Gründen NICHT weiter erwirtschaften KANN.

Du erzielst bereits seit 6 Jahren (ab 2013 keine Pflichtversicherungszeiten mehr aus Beschäftigung / Krankengeld / ALGI oder ALGII mehr) kein Erwerbs- Einkommen mehr oder wenigstens noch irgendwelche Lohnersatzleistungen, was sollte die DRV da jetzt (für die Zukunft) noch mit EM-Rente ersetzen wollen / müssen ???
Nicht mal eine langfristige Krankschreibung (ärztliche Bescheinigung über Arbeits-UNFÄHIGKEIT von laufend behandelnden Ärzten) kannst du mehr vorweisen, bekommen "Hausfrauen" jedenfalls in der Regel auch nicht ... danach wird aber im Antrag gefragt.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen dass ich 51 Jahre alt bin .

seit 2009 einen Behinderungsgrad von 50, seit 2015 (rückwirkend) unbefristet.
Das letzte Gutachten von einem Neurologen dazu gab es im Juli 2017. Er musste mich sogar zuhause untersuchen und begutachten weil ich es anders nicht schaffe.

Ich nehme mal an, dieses Gutachten wurde für den Schwerbehinderten-Ausweis gemacht, das hat für die Rentenkasse keine Auswirkungen.
Die DRV beauftragt bei Bedarf ihre eigenen Gutachter und richten sich dabei NUR nach den rentenrechtlichen Bedingungen.
Es gibt durchaus Schwerstbehinderte (mit GdB 100) die Vollzeit arbeiten können an einem geeigneten Arbeitsplatz, auch wenn du dir das kaum vorstellen magst ...

Das Lebensalter der EMR-Antragsteller und auch eine (vom Versorgungsamt) bestätigte Schwerbehinderung sind dafür unerheblich, das hat bei der DRV keinerlei Bedeutung für die Entscheidungen zu Anträgen auf EM-Rente.
Eine so weit zurückreichende Feststellung deiner Erwerbsminderung (Eintritt des Leistungsfalles), dass noch Anspruch auf eine Geldrente entstehen könnte, sehe ich leider als sehr unwahrscheinlich an.

Man wird deinen Antrag vermutlich schon wegen komplett fehlender Pflicht-Versicherungs-Zeiten in den letzten 6 Jahren ablehnen und deinen aktuellen Gesundheitszustand gar nicht genauer überprüfen (wollen) ...

In der Regel reicht dafür bereits eine "Pflicht-Versicherungslücke" von 2 Jahren aus bei der DRV ...

Sichere aktuelle Informationen dazu kannst du nur direkt von der DRV bekommen, dir sollten aber auch schon entsprechende Renten-Mitteilungen zu deinem Rentenstatus in den letzten Jahren mal per Post zugegangen sein, die werden ja inzwischen regelmäßig rausgeschickt von der DRV, so etwa ab dem 35. Lebensjahr.

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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Hallo ZynHH,

Hallo Doppeloma, zählt Übergangsgeld auch dazu?

Ja, Übergangsgeld (während einer med. Reha z.B.) ist auch eine Lohnersatzleistung (läuft dann im Rentenkonto unter "Krank / Gesundheitsmaßnahme"), schwieriger wird es wohl bei längeren Umschulungen (berufliche Reha), da bin ich mir nicht ganz so sicher, hat sich auch häufiger was gesetzlich geändert dazu in den letzten Jahren.

Für die TE ist das Thema Übergangsgeld aber gar nicht relevant ... die Frage ob sie bis aktuell noch AU geschrieben ist wäre schon wichtig.

Ich gehe leider im Moment davon aus, dass es NICHT der Fall ist und spätestens 2013 auch eine laufende AU dann beendet wurde ... ohne über mögliche Konsequenzen weiter nachzudenken wenn man später vielleicht noch eine EM-Rente beantragen möchte.
Nach so vielen Jahren ohne pflichtversichertes Einkommen dürfte es wohl zu spät dafür sein ... :icon_kinn:

MfG Doppeloma
 

bibbi666

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Hallo und nochmals vielen dank für eure Antworten.
Ja, ich lebe seit 2013 auf die Kosten von meinem Mann, um damit die Frage richtig zu beantworten.
Ich bekomme keinerlei Sozialleistungen.
Es ist ja schön und es freut mich dass einige mit 100% Sc hwerbehinderung noch arbeiten können aber ich kann zzt gar nicht aus dem Haus gehen, ich habe eine chronifizierte Angsterkrankung.
Ich wäre froh, ich könnte arbeiten !
Und nein, ich habe mir damals keine Gedanken über meinen Gesundheitszustand gemacht und um eine etwaige EM -Rente, denn dazu war ich nicht in der Lage.
Sorry aber ich fühle mich gerade ein wenig angegriffen, ich habe hier nur freundlich nach Hilfe gefragt.
Vielen dank für eure Hilfe

LG Bibbi
 

Larsson

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Es ist ja schön und es freut mich dass einige mit 100% Sc hwerbehinderung noch arbeiten können aber ich kann zzt gar nicht aus dem Haus gehen, ich habe eine chronifizierte Angsterkrankung.
Ich wäre froh, ich könnte arbeiten !
Und nein, ich habe mir damals keine Gedanken über meinen Gesundheitszustand gemacht und um eine etwaige EM -Rente, denn dazu war ich nicht in der Lage.
Sorry aber ich fühle mich gerade ein wenig angegriffen, ich habe hier nur freundlich nach Hilfe gefragt.
Vielen dank für eure Hilfe
Du das war überhaupt nicht böse gemeint. Es diente zur Veranschaulichung, dass eine Schwerbehinderung nicht gleichzusetzen ist mit einer Erwerbsminderung. Das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.
Das sollte deine Probleme also überhaupt nicht schmälern.
Und dass du dir damals keine Gedanken gemacht hast um eine Rente ist durchaus nachvollziehbar. Wer denkt schon an Rente, wenn man vom eigentlichen Rentenalter noch weit entfernt ist.
Ich habe mir da auch nie Gedanken drüber gemacht. Ja ich wusste nicht einmal, dass es so etwas wie eine EMR gibt. Erst als meine Ärztin mir riet eine zu beantragen erfuhr ich davon. Vielleicht stand in den Renteninformationen dazu etwas drinnen, die bekam man ja regelmäßig zugeschickt, ich habe es halt nie gelesen.
Aber letztlich ist jeder für sich selbst verantwortlich sich zu Gesetzeslagen zu informieren.
Insofern war auch das weniger Vorwurf, sondern eher Warnung, sich auch zu informieren. Auch wenn man nicht gesund ist, ist das möglich.
 

Doppeloma

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Hallo Bibbi666,

Ja, ich lebe seit 2013 auf die Kosten von meinem Mann, um damit die Frage richtig zu beantworten.
Ich bekomme keinerlei Sozialleistungen.

Und wer bitte hat dir hier daraus einen Vorwurf gemacht, die Frage, ob du einen Anspruch auf EM-Rente haben könntest erfordert nun mal FAKTEN, die vorrangig was mit Erwerbstätigkeit zu tun haben oder wenigstens mit per AU-Bescheinigung nachweisbaren Krankheitszeiten.

Die Frage nach einer AU-Bescheinigung hast du z.B. NICHT beantwortet, also stimmt wohl die (naheliegende) Vermutung, dass du auch daraus KEINE Ansprüche an die Rentenkasse erwirken kannst.
Nachgewiesene AU-Zeiten bewirken beitragsfreie "Anrechnungszeiten" in denen zwar keine Beiträge fließen (wenn man kein Krankengeld mehr bezieht z.B.) aber trotzdem der Anspruch auf eine EM-Rente (auch langfristig) erhalten bleiben kann.

Sorry aber ich fühle mich gerade ein wenig angegriffen, ich habe hier nur freundlich nach Hilfe gefragt.

Du hast auch sehr ausführliche und fundierte Antworten bekommen, wenn die bei dir "Unbehagen" auslösen, können die Helfer nicht dafür, ich persönlich schreibe nur dort was wo es mich auch interessiert und mir nahe geht, für unberechtigte "Angriffe" auf Hilfesuchende fehlt mir die Zeit ... und ich bin auch nicht gesund ...
Dass ich dabei sehr ehrlich und direkt bin wissen viele User schon seit Jahren sehr zu schätzen ... neue User brauchen manchmal etwas Zeit sich daran zu gewöhnen ... :icon_idee:

Es ist ja schön und es freut mich dass einige mit 100% Sc hwerbehinderung noch arbeiten können aber ich kann zzt gar nicht aus dem Haus gehen, ich habe eine chronifizierte Angsterkrankung.
Ich wäre froh, ich könnte arbeiten !

Das war ein Hinweis auf die Realitäten, dass es für eine Entscheidung zur EM-Rente bei der DRV KEINE Bedeutung hat, wir machen diese Bestimmungen nicht, wir versuchen sie nur zu erklären ...
Es gibt hier oft Anfragen dazu, ob man mit einer Schwerbehinderung / Schwerbehinderten-Ausweis "bessere Aussichten" hat eine EM-Rente zu bekommen ... das ist der DRV egal und wäre der DRV auch bei dir EGAL ... dieses Beispiel wende ich öfter an, um einfach klarzustellen, dass man auch als Schwerbehinderter NICHT zwangsläufig Erwerbsgemindert sein muss und noch lange keine EM-Rente bekommt deswegen.

Und nein, ich habe mir damals keine Gedanken über meinen Gesundheitszustand gemacht und um eine etwaige EM -Rente, denn dazu war ich nicht in der Lage.

Das geht durchaus den meisten Menschen so aber EM-Rente ist nun mal eine "besondere" Versicherungsleistung und wenn man zu lange nicht mehr (aus Erwerbseinkommen) in diese Versicherung eingezahlt hat, dann entfällt dieser "besondere" Anspruch sozusagen "automatisch" ... nur dein Anspruch auf eine Altersrente für später bleibt dann noch weiter bestehen.

Es sei denn man hat wenigstens durchgehend (seit der letzten beruflichen Tätigkeit) noch eine AU-Bescheinigung vom Arzt aufrechterhalten, damit kann man sich dann noch jahrelang in die EM-Rente "retten" ... wenn man den richtigen Arzt dafür hat.
Das scheint aber bei dir auch nicht der Fall zu sein und aktuell bekommst du (als Hausfrau) keine solche Bescheinigung mehr ausgestellt vom Arzt ... es würde jetzt auch nichts mehr nützen, weil die Versicherungs-Lücke OHNE ALLES einfach schon zu groß geworden ist ...

Einen neuen Anspruch auf EM-Rente könntest du dir nur noch mit versicherungspflichtiger Tätigkeit (über mindestens 3 Jahre) für die Zukunft neu erarbeiten ... das geht nicht weil du krank bist ... also nicht gleich wieder als "Angriff" auffassen.

MfG Doppeloma
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Wenn es sinnvolle Nachweise über die Erkrankung in der Vergangenheit gibt, einen langjährig behandelnden Facharzt, eine Kündigung aus gesundheitlichen Gründen inkl. Attest für die AfA, evtl Gutachten des äD der AfA (auch später fürs JC), Klinikaufenthalte, dann bestünde eine realistische Chance der Datierung des Leistungsfalls nach hinten und damit ein Anspruch auf Rente.

Aber das setzt eben eine gute Behandlung und Dokumentation in der Vergangenheit voraus, aus der unmissverständlich eine Erwerbsminderung ersichtlich ist, und eine solche Entscheidung wird man mit Sicherheit frühestens im Klageverfahren erreichen.
Im Zweifel hat die DRV den Leistungsfall nämlich so zu legen, dass es für den Versicherten günstig ist, weil man oft halt keinen klaren und deutlichen Termin festmachen kann, an dem eine Erwerbsminderung eintritt. Machen die aber natürlich nicht freiwillig.

Ich war selbst etwas erschrocken, dass meine Krankheitsdokumentation diese 10 Jahre rückwirkende Feststellung hergibt, das habe ich wirklich nicht erwartet.
Daher würde ich es versuchen, wenn irgendeine sinnvolle Dokumentation der Probleme vorliegt.
Garantien gibt es da aber natürlich nicht und es würde ein ziemlicher Kampf werden.
 
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