Kann ich einen Wohnberechtigungsschein bekommen? (1 Betrachter)

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hardtimes

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Hallo,

falls es wo anders rein gehört, bitte verschieben.
Ich war bis Ende März Student und lebe momentan bei meiner Mutter (bin aber nicht in ihrer BG eingetragen, Altergrenze ist überschritten), habe auch vor ca. einem Monat einen Antrag auf ALG II gestellt, dazu hab ich grad im anderen Thread (https://www.elo-forum.org/alg-ii/170479-allg-fragen-alg-ii-antrag-jobcenter.html#post2073213) schon was geschrieben, der Antrag ist also, hoffentlich, noch in Bearbeitung.
Die Sache ist, dass ich einen Job in einer anderen Stadt (über 300 km entfernt) in Aussicht habe, ich will zwar dieses oder spätestens nächstes Jahr eine Ausbildung anfangen (bin schon Mitte 20), das aber dann wenn möglich auch in einer (der gleichen) anderen Stadt, weil mir ein Tapetenwechsel momentan wirklich gut tun würde. Und um Bewerbungsgespräche oder Tests wahrnehmen zu können, wäre es ja auch gut schonmal einen Wohnsitz/Arbeit in dieser Stadt zu haben.
Als ich vorhin sporadisch nach Wohnungen in der Stadt geguckt habe, fand ich einige preiswerte, öffentlich geförderte Wohnungen, die ab Ende des Jahres bezugsfertig sind, wofür jedoch ein Wohnberechtigungsschein (erster Föderweg) erforderlich ist.
Ich frage mich jetzt ob ich für so einen Schein berechtigt bin. Das Nettoeinkommen darf ja dafür nicht über einer bestimmten Grenze sein, das wäre es bei mir wohl auch nicht - aber ich habe was davon gelesen dass man Verdienstbescheinigungen der letzten 12 Monate vorlegen muss, ich hatte aber ja nur einen Nebenjob als Student (70-Tage-Arbeitsvertrag) und habe das letzte halbe Jahr garnicht, die 6 Monate davor nur wenig gearbeitet. Habe ich trotzdem Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein?
Und wo muss ich diesen beantragen? Geht das hier, oder muss das in der Stadt gemacht werden, wo ich zukünftig wohnen/arbeiten will?
Ich las dass die normalerweise bundesweit gelten, aber es kann irgendwie regionale Abweichungen geben, also schlauer bin ich jetzt nicht wirklich.
Ich muss aber ja erstmal wissen, ob ich überhaupt dafür berechtigt bin.

Danke für jede Hilfe! MfG
 
E

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Gast
Diesen WBS bekommt man vor Ort im Bürgerbüro oder Rathaus. Und dann musst du schauen, ob die Wohnung für eine Person angemessen ist. Meist wird der WBS bewilligt, wenn das JC seine Zusage erteilt. Also bräuchtest du ein Mietangebot, das dir vom JC genehmigt wirdund musst damit zum Wohnungsamt der Stadt, in die du ziehen willst.
 

hardtimes

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Diesen WBS bekommt man vor Ort im Bürgerbüro oder Rathaus. Und dann musst du schauen, ob die Wohnung für eine Person angemessen ist. Meist wird der WBS bewilligt, wenn das JC seine Zusage erteilt. Also bräuchtest du ein Mietangebot, das dir vom JC genehmigt wirdund musst damit zum Wohnungsamt der Stadt, in die du ziehen willst.
Danke, das klingt ja schonmal ganz gut. Bei den Wohnungen im angesprochenen Objekt steht auch jeweils dabei, dass Sie für 1, 2 oder eben mehr Personen sind. Und gut 360,- EUR warm sollten ja auch nicht zu teuer sein.
Die Frage ist nur, wie bekomme ich ein Mietangebot, das ich vom JC genehmigen lassen kann (um den WBS zu bekommen) wenn die Voraussetzung um die Wohnung zu bekommen (oder sich zu bewerben) der WBS ist?

MfG
 

Wutbuerger

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Mit einem WBS hat das JC nichts zu tun , dafür ist die Stadt/Gemeinde zuständig. Entweder es gibt ein Amt für Soziales oder ein Bürgerbüro. Evtl mal bei der Verwaltung anrufen und durchfragen oder auf der HP suchen- meistens sind solche Sachen ja online gestellt.
Ein WBS für eine Person gilt für 45 bis 50 qm, abhängig davon was die Gemeinde erlassen hat.
Man muß evtl mit längeren Wartezeiten rechnen, 6 bis 12 Monate könnten vergehen bis man eine Sozialwohnung bekommt - je nach Nachfrage .
 
E

ExitUser

Gast
Der Wohnungsgeber aber. Und der besteht darauf, dass ein WBS vorgelegt wird. Und da muss man sich eben durchtelefonieren. Ein Mietangebot ist noch kein Vertrag- stimmt das JC hier zu, kannst du dir den WBS definitiv besorgen und dem Vermieter vorlegen.
Einen WBS bekommt man natürlich auch ohne JC, aber du benötigst ja erst die Zusage des Amtes, um überhaupt weiter tätig werden zu können.
 

Doppeloma

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Hallo hardtimes,

Als ich vorhin sporadisch nach Wohnungen in der Stadt geguckt habe, fand ich einige preiswerte, öffentlich geförderte Wohnungen, die ab Ende des Jahres bezugsfertig sind, wofür jedoch ein Wohnberechtigungsschein (erster Föderweg) erforderlich ist.
Welche Unterlagen du vorlegen musst wirst du wohl am Sichersten erfahren, wenn du dich direkt an die zuständige Stelle wendest, in dem Ort wo du vor hast sehr bald zu arbeiten und zu wohnen, was anderes wäre ja irgendwie wenig sinnvoll ...

Bekommst du dort Arbeit und ziehst dann deswegen um (sei es vorerst in ein Zimmer einer WG oder Pension), dann hast du ja auch ein Einkommen vorzuweisen und ansonsten wäre ja auch das dortige JC zuständig für die Entscheidung ob eine solche Wohnung "angemessen" ist oder nicht.

In der Regel sind Sozial-Wohnungen auch als "angemessen" anzusehen, besonders wenn sie örtlich die günstigsten Mietpreise anbieten, so sollte das jedenfalls sein bei Sozial-Wohnungen.

Informationen zu deinem Thema kannst du z.B. hier finden ...

Informationen zum Wohnberechtigungsschein » Wohnberechtigungsschein.net

Vielleicht ist ja dein zukünftig gewünschter Wohnort schon dabei ...

Hier gibt es sogar die gesetzlichen Grundlagen dafür ...

https://www.gesetze-im-internet.de/wofg/__27.html

Die Wartezeiten können natürlich örtlich sehr unterschiedlich sein, dann wird der Schein aber auch verlängert, wenn sich an den Einkommensverhältnissen nichts geändert hat.

Hatte auch mal einen WBS, als ich aus der Ehewohnung ausgezogen bin mit meiner Tochter, zu der Zeit hatte ich überhaupt kein eigenes Einkommen und habe selber aufgeschrieben, dass mein inzwischen "EX-Mann" mir und der Tochter Unterhalt leistet ... :wink:

Damals hat man sich damit zufrieden gegeben, 3 Monate später habe ich eine Umschulung begonnen und hatte wieder eigenes Geld, aber immer noch wenig genug für den WBS ...

Bei uns gab es damals sehr schnell ein Angebot eines Vermieters an diese amtliche Stelle (ich weiß nicht mehr genau ob das sogar "Wohnungs-Amt" hieß ?), die stellten die Scheine recht zügig aus und man war dann auf einer Liste dort.

Schon nach knapp 3 Monaten konnte ich eine Wohnung besichtigen und anmieten, damit hatte ich auch noch gar nicht gerechnet.

In der Ecke wurden aber damals viele Sozial-Wohnungen neu gebaut, leider wurden die Wohnungen später nicht mehr gut betreut von der Verwaltung und sind inzwischen am "Gammeln", obwohl die Mieten (wegen der ständig steigenden Nebenkosten) auch nicht mehr besonders "sozial" waren ...

Nach 15 Jahren bin ich dort ausgezogen, die Häuser wurden schlecht isoliert (billigst hingeklotzt könnte man auch sagen) und in vielen Wohnungen gab es Schimmel deswegen (natürlich waren / sind die Mieter schuld), aber am Anfang war es wirklich toll diese Wohnung bekommen zu haben.

Aktuell soll ja wieder mehr sozialer Wohnungsbau gefördert werden, vielleicht hast du ja auch etwas Glück und bekommst schneller eine Wohnung mit WBS als du dir jetzt vorstellen kannst ... :icon_kinn:

MfG Doppeloma
 

bla47

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Hier braucht man kein Mietangebot für einen WBS. Nur Einkommensnachweis und Prognose der nächsten 12 Monate. Z.B. Restlaufzeit Arbeitsvertrag, ALG 1, 2, usw.
Hier vorteilhaft: Mit ALG2 Bewilligung kostet der WBS nichts, sonst 10 €.
Der WBS ist 12 Monate gültig ( und Rest vom laufenden Monat ). Das JC hat damit direkt nichts zu tun.
 
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Gast
@bla47
Da der TE aber ALG " bezieht, benötigt er ein Mietangebot, dass er dem JC vorlegen muss, denn die bewilligen zunächst einmal die Zahlungen oder eben nicht.

Ansich braucht man für den WBS natürlich nur den Einkommensnachweis derjenigen, die die Wohnung mieten wollen.
 

nightangel

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Ich weiß nicht ob es da unterschiede in den Regionen gibt aber hier braucht man kein Mietangebot für einen WBS.
Nur halt den Einkommensnachweis bzw. Alg1 oder Alg2 Bescheid, dann geht man damit zum Wohnungsamt und beantragt den WBS.
Die prüfen dann direkt im beisein die Angaben und stellen den Schein dann aus.
Damit kann man dann auf Wohnungssuche gehen.
Den WBS braucht man nur für den Vermieter und nicht für das JC. Das JC muss nur die Zustimmung zu der Wohung geben wegen der Mietzahlungen.

Auch Leute mit sehr niedrigem Einkommen können einen WBS beantragen und kriegen.
Wo die Einkommensgrenze liegt um den Schein noch zu kriegen, das wird evtl. in den Regionen unterschiedlich sein.

Also ob man den WBS kriegt oder nicht ist einzig vom Einkommen abhängig, also wieviel Geld man zur Verfügung hat.
 

nightangel

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Das ist dann das gleiche Prozedre. WBS holen gehen und dann zum Vermieter der bestimmten Wohnung damit und hoffen das man den Zuschlag kriegt.
Wie schon gesagt, ob man den WBS kriegt ist Einkommensabhängig und nicht davon das man eine bestimmte Wohnung haben will oder was das JC dazu sagt.

Erst den WBS besorgen und dann halt entweder auf Suche gehen oder wenn man schon eine Whg. im Auge hat zum Vermieter damit und gucken ob man den Zuschlag erhält.
 
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Gast
Wie oft soll ich noch erwähnen, dass man auch ohne ALG II einen WBS bekommt?
Ist er aber wohnungsbezogen, kann er sich die Lauferei ohne Zusage des Amtes sparen.
 
E

ExitUser

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Und wo muss ich diesen beantragen? Geht das hier, oder muss das in der Stadt gemacht werden, wo ich zukünftig wohnen/arbeiten will?
Ich las dass die normalerweise bundesweit gelten, aber es kann irgendwie regionale Abweichungen geben, also schlauer bin ich jetzt nicht wirklich.
Ich muss aber ja erstmal wissen, ob ich überhaupt dafür berechtigt bin.

Danke für jede Hilfe! MfG
Hallo!

Der WBS gilt für ein Bundesland. Berechtigt bist du auf jeden Fall, wenn du nur wenig Einkommen hattest.
Die Gebühren sind sehr unterschiedlich, daher lohnt es sich vielleicht zu vergleichen.
Allerdings braucht man für den Bezug einer geförderten Wohnung nicht unbedingt einen WBS. Die Vermieter können sich befreien lassen und tun das auch rege.

Bei uns sind die Sozialwohnungen mit TG-Stellplatz, was ich nicht sehr sozial finde und was sie unangemessen teuer macht ...
 
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