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Kann ich einen Antrag auf Gleichstellung stellen mit Aussicht auf Erfolg?

dudax

Elo-User/in

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#1
Hallo Forum,

habe den Bescheid erhalten GDB 30 - es ist mein erster Antrag.
Seit 26.07.2013 bin ich arbeitsunfähig und beziehe seitdem Krankengeld.
Eine med. Reha ist beantragt und bewilligt.
Mein Arbeitsverhältnis wurde in 2013 gekündigt. Bin nicht arbeitslos und nicht arbeitssuchend gemeldet, da andauernde Arbeitsunfähigkeit.

Meine Frage nun, kann ich einen Antrag auf Gleichstellung stellen mit Aussicht auf Erfolg?

Gruß
 
E

ExitUser

Gast
#2
AW: Gleichstellung möglich?

Hallo!

Wozu, wenn ich fragen darf? Die Gleichstellung betrifft Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung auf dem Arbeitsmarkt besonders benachteiligt sind, wenn du zur Zeit weder Arbeit hast noch suchst, macht das keinen Sinn.

Sobald du dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung stehst oder es eine entsprechende Prognose gibt, kannst du den Antrag stellen.
 
E

ExitUser

Gast
#3
AW: Gleichstellung möglich?

Da wird die AfA vermutlich nicht mitmachen.
 
E

ExitUser

Gast
#4
AW: Gleichstellung möglich?

Da wird die AfA vermutlich nicht mitmachen.
Es macht ja auch keinen Sinn, weil die Gleichstellung nur im Beruf Vorteile (Lohnzuschüsse für den Arbeitgeber, Besetzung von Quotenstellen) mit sich bringt.

Was versteht man unter Gleichstellung?
Personen mit einem Grad der Behinderung von weniger als 50, aber mindestens 30, können auf Antrag von der Agentur für Arbeit schwerbehinderten Menschen gleichgestellt werden, wenn sie infolge ihrer Behinderung ohne die Gleichstellung einen geeigneten Arbeitsplatz nicht erlangen oder nicht behalten können.
Rechtsgrundlage: § 2 Absatz 3 in Verbindung mit § 68 Absatz 2 und 3 SGB IX.

Quelle: arbeitsagentur.de
 

Hansi747

Elo-User/in

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#5
AW: Gleichstellung möglich?

Die Gleichstellung zu beantragen und zu bekommen ist möglich.

Ich bin Arbeitslos geworden und nach Verschlimmerungsantrag auf einen GdB von 40 gekommen. Damit habe ich die Gleichstellung formlos beantragt, mit der Begründung, das es von Vorteil sein kann, wenn ich dem Arbeitgeber, der ja verpflichtet dazu ist in ""... soundsoviel % Behinderte anzustellen, die Vorteile der Gleichstellung anzubieten.

Darauf habe ich, weil nunmal Arbeitslos, die schriftliche Zusage zur Gleichstellung bekommen wenn ich dadurch in Arbeit komme. Ich brauch wohl nicht zu erwähnen, das es besser ist, das nicht jedem Arbeitgeber mitzuteilen. in der Praxis stellen die Arbeitgeber ungerne behinderte Menschen ein. Nur sagen dürfen sie es nicht.
 
E

ExitUser

Gast
#6
AW: Gleichstellung möglich?

Ich bin Arbeitslos geworden und nach Verschlimmerungsantrag auf einen GdB von 40 gekommen. Damit habe ich die Gleichstellung formlos beantragt, mit der Begründung, das es von Vorteil sein kann, wenn ich dem Arbeitgeber, der ja verpflichtet dazu ist in ""... soundsoviel % Behinderte anzustellen, die Vorteile der Gleichstellung anzubieten.

Darauf habe ich, weil nunmal Arbeitslos, die schriftliche Zusage zur Gleichstellung bekommen wenn ich dadurch in Arbeit komme.
Wenn Du damit in Arbeit kommst...

Also auf gut deutsch: Du hast auf Deinen Antrag keine Gleichstellung bekommen.

Die erhält am ehesten, wer bereits in Arbeit ist.
 

Doppeloma

Mitarbeiter
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#7
Hallo dudax,

habe den Bescheid erhalten GDB 30 - es ist mein erster Antrag.
Seit 26.07.2013 bin ich arbeitsunfähig und beziehe seitdem Krankengeld.
wie geht das mit dem Krankengeld seit fast 2 Jahren ???
Regulär wird nur für höchstens 78 Wochen (also 18 Monate) Krankengeld gezahlt auf die selbe Krankheit, auch wenn andere Krankheiten "hinzutreten" verlängert sich dieser Zeitraum normalerweise nicht ... dann wird man aus dem Krankengeld ausgesteuert ... :icon_kinn:

Mit vorhandenem Arbeitsplatz kann natürlich auch (und gerade) ein Antrag auf Gleichstellung sinnvoll sein, denn es wird ja gerne mal wegen langer Krankheit die Entlassung von Mitarbeitern angestrebt ... das wäre dann mit bewilligter Gleichstellung nicht mehr so "einfach" für den AG ...

Aus diesem Grunde habe ich damals den Antrag auch gestellt und der wurde auch problemlos von der AfA bewilligt, ich war allerdings immer noch in Festanstellung ...

Eine med. Reha ist beantragt und bewilligt.
Das hat ja mit einer Gleichstellung nichts zu tun, wurde die Reha von der KK gefordert oder erfolgt die auf deinen eigenen Wunsch ... kann es sein dass du dich oben im Datum verschrieben hast und deine AU erst im Jahr 2014 begonnen hat, das würde zeitlich besser hinkommen ... ???

Mein Arbeitsverhältnis wurde in 2013 gekündigt. Bin nicht arbeitslos und nicht arbeitssuchend gemeldet, da andauernde Arbeitsunfähigkeit.
Den Tatbestand der Entlassung muss man bei der AfA aber trotzdem mitteilen, die wollen dann nichts von dir wenn du noch AU bist aber zur Meldung (arbeitssuchend irgendwann mal) wegen der Kündigung bist du trotzdem verpflichtet.

Meine Frage nun, kann ich einen Antrag auf Gleichstellung stellen mit Aussicht auf Erfolg?
Aktuell er nein, warum sollte man dich gleichstellen wollen, wenn du gar keinen Arbeitsplatz mehr hast den es damit zu erhalten gilt ???

Für potenzielle AG (wenn du mal wieder vermittelbar bist) ist das eher ein Vermittlungshemmnis, es sei denn die wollen tatsächlich nur Schwerbehinderte oder Gleichgestellte einstellen, dann bekommst du das eigentlich sehr schnell bewilligt von der AfA ... allgemein kann man froh sein wenn man das bei der Bewerbung nicht angeben braucht und keiner danach fragt ...

Die AG sind allgemein nicht "wild" darauf sich gesundheitlich Eingeschränkte Mitarbeiter einzustellen, die man nach 6 Monaten nur noch schwer wieder los werden kann... da zahlen die lieber die monatliche "Strafabgabe" für unbesetzte Schwerbehinderten-Arbeitsplätze ... :icon_neutral:

MfG Doppeloma
 
E

ExitUser

Gast
#9
AW: Gleichstellung möglich?

Wenn Du damit in Arbeit kommst...

Also auf gut deutsch: Du hast auf Deinen Antrag keine Gleichstellung bekommen.

Die erhält am ehesten, wer bereits in Arbeit ist.
Das macht ja auch Sinn. Die Zusicherung ist in dieser Hinsicht natürlich eine vernünftige Sache:

Die Frage des Arbeitgebers, ob der Bewerber schwerbehindert oder einem Schwerbehinderten gleichgestellt ist, ist zulässig und muss daher
wahrheitsgemäß beantwortet werden. Diese Problematik tritt bei einer Zusicherung nichtein.
Mit der Zusicherung kann auf die Wünsche der Arbeitgebers flexibel reagiert werden.
Der Arbeitgeber kann die Gleichstellung nutzen, muss dies aber nicht.
Quelle: Link der BA

Wenn allerdings die Behinderung sich im Zielberuf auf jeden Fall auf den Arbeitsalltag auswirkt und nicht verschwiegen werden kann und darf, würde ich - Arbeit hin oder her - auf die Gleichstellung bestehen.
 
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